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Preise für Bio-Datteln stabil, neue Saison in DZ, PK und PS in Sicht
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Preise für Bio-Datteln stabil, neue Saison in DZ, PK und PS in Sicht

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

FOB-Preise für Bio-Datteln in Algerien, Pakistan und Palästina bleiben stabil, mit leichtem Aufwärtsrisiko durch Monsunlogistik in Pakistan und knappes Medjool-Angebot.

Die FOB-Preise für Bio-Datteln in Algerien, Pakistan und Palästina sind im Wochenvergleich unverändert, ohne dass kurzfristig Wetter- oder Angebotsschocks den Markt aus seiner engen Spanne treiben. Ein leichter Aufwärtsdruck ergibt sich aus logistischen Risiken und monsuntbedingten Störungen in Pakistan sowie anhaltenden Beschränkungen der palästinensischen Handelsströme, doch vorerst haben Käufer noch Zeit, sich Mengen zu den aktuellen Niveaus zu sichern. Bio-Medjool aus Palästina, Deglet Nour aus Algerien und verarbeitete Bio-Datteln aus Pakistan handeln alle seitwärts, die Preise sind in EUR-Betrachtung im Monatsverlauf unverändert. Das Wetter in Nordafrika ist saisonal heiß, aber ohne neue gravierende Belastungen für die Dattelpalmen, während der Monsun in Pakistan zwar aktiv ist, bislang aber eher Feldarbeiten und Transport als die Gesundheit der Bäume beeinträchtigt. Vor diesem Hintergrund bleibt die kurzfristige Nachfrage aus dem Nahen Osten und aus Europa der wichtigste Schwenkfaktor – nicht kurzfristige Ernteberichte.

Preise

Die aktuellen FOB-Angebote, in EUR umgerechnet und mit der Vorwoche verglichen, zeigen ein stabiles Bild über die drei wichtigen Ursprünge hinweg, ohne erkennbare Reaktion auf regionale Wettervolatilität oder logistische Störgeräusche.

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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  • Palästinensische Bio-Medjool-Datteln erzielen weiterhin einen deutlichen Aufschlag gegenüber verarbeiteten pakistanischen Produkten und algerischer Deglet Nour, die Preisabstände sind weitgehend unverändert.
  • Algerische Deglet-Nour-Angebote bleiben wettbewerbsfähig für die EU-Industrie und die Nachfrage nach Retail-Verpackungen, ohne Hinweise auf aggressive Rabattierungen oder starke Verengungen.
  • Pakistani Bio-Dattelwürfel bleiben am unteren Ende der Spanne, was ihre Nutzung vor allem in der Verarbeitung und in Bäckereikanälen widerspiegelt, nicht im Premium-Einzelhandel.

Angebot & Nachfrage

Auf der Angebotsseite sind die Dattelpalmen-Gebiete in Nordafrika mit insgesamt günstigen Feuchtigkeitsbedingungen in den Sommer gestartet, nach guten Niederschlägen im Winter und Frühjahr – insbesondere in Algerien, wo die allgemeinen Erntebedingungen zum Start in das Jahr 2026 als sehr günstig eingeschätzt wurden und damit trotz der aktuellen Hitze ein stabiles Ertragspotenzial für Datteln unterstützen.

In Pakistan hat die Landwirtschaft einen Übergang von früherer Dürrestressbelastung in Sindh und Belutschistan und den Folgen der Überschwemmungen von 2022 zu bewältigen, doch aktuelle Einschätzungen deuten auf normale bis überdurchschnittliche Regenereignisse und einen erneuten Fokus auf das Management der Monsunrisiken hin, weniger auf strukturelle Schäden an Palmen. Starke Monsunregen und lokale Überschwemmungen werden auch in dieser Woche gemeldet und stellen eher eine Herausforderung für die Erntelogistik und den Binnenverkehr dar als für etablierte Dattelhaine.

Bei palästinensischen Medjool-Datteln bleibt das exportierbare Angebot strukturell begrenzt durch langjährige Zugangs- und Landnutzungsprobleme im Jordantal sowie breitere politische Störungen, was die FOB-Werte im Vergleich zu konkurrierenden Herkünften erhöht. Allerdings weist kein neuer, datierter Bericht der letzten drei Tage auf einen abrupten Einbruch oder Sprung bei den verfügbaren Mengen hin; Spot-Angebote spiegeln vielmehr eine Fortsetzung eines knappen, aber handhabbaren Angebots wider.

Auf der Nachfrageseite wurde der globale Dattelmarkt in den vergangenen Jahren durch ein starkes Wachstum des Medjool-Konsums und steigendes Interesse an Bio- und Fair-Trade-Linien, insbesondere in Europa und Nordamerika, umgeformt. Branchendaten für Trockenfrüchte zeigen ein stetiges Wachstum der weltweiten Dattelproduktion und -nachfrage für 2025/26, was das grundsätzliche Marktgleichgewicht erhält, wobei Premiumsegmente wie Bio-Medjool enger sind als Schüttware Deglet Nour.

Wetterüberblick (DZ, PK, PS)

Algeria (DZ): In Nordafrika sind die aktuellen Bedingungen saisonal heiß und trocken, typisch für den August in den saharischen und vorsaharischen Oasen, in denen der Dattelanbau konzentriert ist. In den vergangenen drei Tagen gab es keine glaubhaften neuen Berichte über außergewöhnliche Hitze- oder Sandsturmereignisse außerhalb der normalen saisonalen Schwankungen, daher gilt der Stress für Dattelpalmen als beherrschbar, ohne wesentliche Anpassungen der Ertragserwartungen.

Pakistan (PK): Pakistan steht unter einem aktiven Monsunmuster, mit landesweiten Warnungen vor Starkregen und Überschwemmungsgefahr, die Anfang August herausgegeben wurden. Dies kann zwar Feldarbeiten verlangsamen und den ländlichen Transport stören, doch etablierte Dattelpalmen in Sindh und Belutschistan sind im Allgemeinen widerstandsfähig gegenüber kurzfristig starkem Regen. Das zentrale Risiko ist die vorübergehende Unzugänglichkeit von Obstgärten und Verzögerungen beim Transport der Datteln zu Trocknungsanlagen und Häfen, nicht großflächige Baumverluste.

Palestine (PS): Die Dattelanbauzonen im Jordantal und rund um das Tote Meer befinden sich in ihrer heißen, trockenen Hochsommersaison. In den letzten drei Tagen sind keine neuen Extremwetter-Meldungen aufgetaucht. Angesichts der Abhängigkeit von Bewässerung und kontrolliertem Wassermanagement hängen die Ertragsrisiken in dieser Saisonphase stärker von der Wasserverfügbarkeit und politischen bzw. logistischen Beschränkungen ab als von kurzfristigen Wetteranomalien.

Fundamentaldaten & Markttreiber

  • Globale Handelsstruktur: Medjool macht grob ein Viertel der weltweiten Dattelexporte aus und ist stark auf wenige Produzenten im Jordantal, in Nordafrika und den USA konzentriert, was das Premiumsegment strukturell eng hält.
  • Regionale Risiken: Wiederkehrende Flut- und Hitzerisiken in Pakistan sowie anhaltende wirtschaftliche Belastungen erhöhen die mittelfristige Unsicherheit hinsichtlich Verarbeitungskapazitäten und Binnenlogistik, doch in dieser Woche wurden keine akuten, datierten Störungen gemeldet.
  • Politik und Zugang in PS: Langfristige Beschränkungen beim Zugang zu Land und Wasser in Palästina begrenzen weiterhin das Wachstum der Exporte von palästinensisch gelabelten Medjool-Datteln und stützen hohe FOB-Niveaus, obwohl es Anfang August keinen neuen kurzfristigen Schock gibt.
  • Nachfragemuster: Da Ramadan 2026 noch Monate entfernt ist, wird die kurzfristige Nachfrage vor allem durch laufende Bedürfnisse im Einzelhandel und im Zutatenbereich bestimmt, nicht durch saisonale Spitzen, was im August eine tendenziell seitwärts gerichtete Preisentwicklung begünstigt.

3–10-Tage-Ausblick & Trading-View

In der kommenden Woche werden keine neuen, datierten Wetter- oder Politikmeldungen erwartet, die gezielt Dattelproduktionsregionen in Algerien oder Palästina betreffen, während Pakistan unter einem aktiven, aber typischen Monsunregime bleibt. Monsunbedingte Logistikprobleme könnten den Versand aus Karatschi oder ausländischen Verpackungszentren kurzfristig verlangsamen, sollten die FOB-Notierungen in den nächsten Tagen jedoch nicht drastisch verändern.

Handelsausblick

  • Käufer (EU, MENA): Die aktuelle Stabilität nutzen, um den Bedarf für Q4–Q1 in algerischer Bio-Deglet-Nour und pakistanischen Dattelwürfeln zu decken; das Preisrisiko in den nächsten 2–3 Wochen erscheint leicht nach oben gerichtet, falls Monsun- oder geopolitische Schlagzeilen die Logistik verschärfen.
  • Premium-Medjool-Käufer: Angesichts strukturell knapper palästinensischer Medjool-Angebote und anhaltender Aufschläge bietet sich gestaffelter Einkauf an, statt auf Rabatte zu warten, die ohne breitere Nachfrageschwäche unwahrscheinlich sind.
  • Erzeuger/Exporteure: Angebotsdisziplin wahren; ohne klaren bärischen Katalysator und bei solider Nachfrage nach Bio-Linien ist aggressive Rabattierung aus fundamentaler Sicht derzeit nicht gerechtfertigt.

3‑Tage-Preisindikation nach Region (Richtung)

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
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