Price-UpdateTH,VN
Stabile Trockenmango-Preise, da Vietnam und Thailand in spätsaisonale Flaute eintreten
Die Trockenmango-Preise aus Vietnam und Thailand bleiben im September 2026 stabil, trotz spätsaisonaler Verknappung bei frischen Mangos und freundlich-neutraler Kurzfrist-Wetterlage.
Die Preise für getrocknete Mangos aus Vietnam und Thailand bleiben Anfang September 2026 unverändert, ohne unmittelbare Wetter- oder Angebotsschocks in den wichtigsten Anbauregionen. Allerdings verknappt sich das spätsaisonale Angebot an frischen Mangos, insbesondere in Thailand, was Aufwärtsrisiken für die Rohstoffkosten der Verarbeiter birgt, selbst wenn Exportangebote in Euro stabil bleiben.
Die Spotmarkt-Aktivität ist ruhig, da sich die meisten Großkäufer bereits für das vierte Quartal eingedeckt haben. Verarbeiter in Vietnam und Thailand arbeiten mit begrenztem Frischaufkommen, da die Hauptsaison für Mangos weitgehend ausgelaufen ist, doch die aktuellen Bestände an halbverarbeiteten und fertig getrockneten Produkten scheinen ausreichend, um kurzfristige Preisspitzen zu verhindern. Die Wetterlage in beiden Ländern ist in naher Zukunft saisonal feucht, aber nicht störend; damit dürften in der kommenden Woche eher Handelsströme und die Kaufbereitschaft der Abnehmer als die Bedingungen auf den Feldern die Haupttreiber sein.
Preise
- Vietnam FOB Trockenmango (Hanoi) wird für konventionelle Scheiben und Stücke bei rund €5.70–5.90/kg eingeschätzt, unverändert gegenüber Ende August.
- Trockenmango thailändischen Ursprungs (normaler Zuckergehalt, ab Lager Niederlande, FCA) wird bei etwa €4.70/kg indiziert, ebenfalls unverändert in den letzten drei Wochen.
- Das Ausbleiben weiterer Aufschläge trotz knapperem Rohwarenangebot spiegelt ausreichende Lagerbestände der Verarbeiter und eine verhaltene Spotnachfrage in Europa wider, wo die Importe von Trockenmango stabil, aber nicht stark steigend sind.
- Die Preisspannen zwischen vietnamesischer FOB- und thailändischer FCA-Ware bleiben groß und unterstreichen den Wettbewerbsvorteil thailändischen Materials in der EU auf Lieferbasis.
BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Angebot & Nachfrage
- Thailand (TH): Das Angebot an frischen Mangos auf den Binnenmärkten hat sich saisonal verringert; jüngste lokale Kommentare deuten darauf hin, dass Anfang September weniger reife Mangos in den Einzelhandelsregalen liegen, da die Haupternte vorbei ist – im Einklang mit Thailands konzentriertem Erntekalender für Obst.
- Die thailändischen Behörden konzentrieren sich derzeit darauf, die reichlichen Mengen anderer tropischer Früchte (Durian, Mangostan, Rambutan) zu managen, was darauf hinweist, dass Mango aktuell nicht in einer Spitzen-Erntephase ist.
- Vietnam (VN): Nationale Klima- und Wasserbulletins berichten von insgesamt ausreichender Wasserversorgung für die Landwirtschaft, mit einigen regionalen Niederschlagsdefiziten, jedoch ohne akuten Stress für die großen Obstanbaugebiete im September.
- Weltweite Handelsdaten für Mangoscheiben in getrockneter Form zeigen Vietnam und Thailand unter den führenden Exporteuren, mit stabilen Strömen nach Europa, die die Grundnachfrage stützen, jedoch ohne Hinweise auf einen starken Importanstieg Anfang September.
- Die Endnachfrage in Europa scheint moderat zu sein; Käufer fühlen sich mit ihren aktuellen Beständen wohl. Dies ermöglicht es den Exporteuren, ihre Angebote trotz höherer zugrunde liegender Arbeits- und Logistikkosten stabil zu halten.
Wetter & Erntebedingungen (TH, VN)
- Thailand: Die jüngste wöchentliche Klimazusammenfassung des thailändischen Wetterdienstes (bis 11. September 2026) beschreibt typische Monsunbedingungen mit vereinzelten bis verbreiteten Regenfällen in den meisten Regionen, jedoch ohne größere Extreme in wichtigen Agrargebieten.
- Für Mango, deren Haupternte größtenteils vorbei ist, beeinflussen die aktuellen Regenfälle vor allem Blüte und vegetatives Wachstum für den nächsten Zyklus, nicht aber die Trockenmango-Produktion dieser Saison.
- Vietnam: Der nationale Klimaausblick für September 2026 weist auf Temperaturen etwa 0,5–1,0°C über dem Normalniveau hin, mit Niederschlagsmengen im Süden (einschließlich des Mekong-Deltas, einem wichtigen Mango-Anbaugebiet), die allgemein leicht unter den langjährigen Mittelwerten liegen, aber weiterhin im saisonalen Rahmen bleiben.
- Agrarmeteorologische Kurzberichte deuten darauf hin, dass die Hochwasserstände im Mekong-Delta später im September erwartet werden, es gibt jedoch in der ersten Monatshälfte keine unmittelbaren Hinweise auf schwere Überflutungen, die Obstanlagen beeinträchtigen würden.
Fundamentaldaten & Markttreiber
- Rohstoffkosten: Da die Mengen an frischen Mangos sowohl in Thailand als auch in Vietnam zurückgehen, sehen sich Verarbeiter mit einer allmählich knapper werdenden Rohwarenbasis konfrontiert. Dies kann zu leicht festeren Kosten in Richtung viertes Quartal beitragen, auch wenn die Preise für fertige Trockenware bislang unverändert geblieben sind.
- Konkurrenzprodukte: Die thailändischen Behörden managen aktiv große Ernten von Durian, Mangostan und Longkong, was logistische und Marketingressourcen bindet, jedoch nicht direkt mit Trockenmango konkurriert. Ein reichliches Angebot an alternativen Früchten kann allerdings den Aufwärtsdruck auf Mangopreise in den regionalen Verbrauchermärkten begrenzen.
- Exportnachfrage: Aktuelle Handelsanalysen bestätigen, dass die Niederlande, Deutschland und die Schweiz wichtige Importdrehscheiben für Trockenmango bleiben, wobei Thailand und Vietnam zu den weltweit größten Exporteuren zählen. Die Versorgung dieser Hubs erscheint derzeit ausgeglichen statt angespannt.
- Makro & Devisen: In der vergangenen Woche gab es keinen größeren Währungsschock; da Angebote faktisch in EUR-Äquivalent quotiert sind, haben Exporteure wenig Anreiz, aggressiv zu rabattieren, solange die Absicherung für Ende 2026 noch läuft.
3-Tage-Ausblick & Handelsimplikationen
3-Tage Markt- & Wetterausblick (TH, VN)
- Das Wetter in Thailand und Vietnam wird in den nächsten drei Tagen saisonal feucht erwartet, ohne prognostizierte Extreme, die unmittelbar geerntete oder gelagerte Mangos zur Trocknung beeinträchtigen würden.
- Spotpreise für Trockenmango in EUR dürften seitwärts verlaufen, bei begrenzter Dringlichkeit seitens der Käufer und komfortablen Lagerbeständen der Verarbeiter.
Handelsempfehlungen
- Käufer (EU-Importeure, Abpacker): Nutzen Sie das derzeit stabile Umfeld, um die Deckung moderat bis ins erste Quartal 2027 zu verlängern, insbesondere für höherwertige vietnamesische Scheiben und Stücke, da die Knappheit an Rohfrüchten später in der Saison in festeren Angeboten münden könnte.
- Verarbeiter im Ursprung (TH, VN): Halten Sie die Angebote stabil, seien Sie jedoch bereit zu selektiven, kleineren Nachlässen bei größeren Volumenverträgen, um die Auslastung zu sichern, solange frische Rohware noch verfügbar ist.
- Händler: Beobachten Sie die Hochwasserentwicklung im Mekong-Delta und die Monsun-Updates aus Thailand genau; jede abrupte Wetterstörung oder jedes Logistik-Nadelöhr könnte das Exportangebot rasch verknappen und einen moderaten Risikoaufschlag rechtfertigen.
3-Tage Richtungsindikative Preisindikation (EUR)
- Vietnam FOB Hanoi Trockenmango: €5.70–5.90/kg, stabil über die nächsten 3 Tage.
- Trockenmango thailändischen Ursprungs, FCA NL: €4.60–4.80/kg, stabil mit leichtem Aufwärtspotenzial, falls die Anfragen aus Europa zunehmen.
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