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Ukrainische Gerstenpreise bleiben stabil, da Exportnachfrage schwach bleibt

Ukrainische Gerstenpreise bleiben stabil, da Exportnachfrage schwach bleibt

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Die ukrainischen Gerstenpreise bleiben stabil, da schwache Exportnachfrage und ruhiges Wetter die FOB-Odesa- und FCA-Binnenwerte in einer engen Spanne halten. Kurzfristiger Ausblick seitwärts.

Die ukrainischen Futtergerstenpreise halten sich weitgehend stabil, mit unveränderten FOB-/Odesa-Niveaus und gleichbleibenden FCA-Geboten an wichtigen Binnenstandorten, da die schwache Exportnachfrage jede Aufwärtsbewegung begrenzt. Gerste wird derzeit in einer engen Spanne am ukrainischen Kassamarkt gehandelt, was stabile FOB-Ideen nahe den Schwarzmeer-Benchmarks sowie nur begrenzte Änderungen bei Logistik oder Politik widerspiegelt. Exportwerte werden durch ein starkes globales Angebot an Grobgetreide und nur verhaltenes Interesse der wichtigsten Importeure begrenzt, während die inländische Futternachfrage und vorsichtige Verkäufe der Landwirte für eine solide Untergrenze sorgen. Das Wetter im Süden der Ukraine ist durchwachsen, bedroht die neue Ernte bislang jedoch nicht, was die Volatilität vorerst niedrig hält und die kurzfristigen Preiserwartungen ankert.

Prices

Aktuelle Angebote für ukrainische Gerste zeigen eine Seitwärtsbewegung. Futtergerste FOB Odesa ist im Wochenvergleich faktisch unverändert und spiegelt Exportofferten um 240 USD/t wider, was bei den aktuellen Wechselkursen etwa 220–225 EUR/t entspricht. Die FCA-Preise in den Oblasten Odesa und Kyjiw für Futtergerste bleiben in der vergangenen Woche ebenfalls unverändert, ohne dass sich in den Geboten neuer Aufwärtsimpuls abzeichnet.

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Supply & Demand

Das ukrainische Gerstenexportprogramm bleibt im Vergleich zu früheren Saisons verhalten. Mit Stand 3. Juni 2026 erreichten die Gerstenexporte im Vermarktungsjahr 2025/26 rund 1,48 Mio. t gegenüber 2,31 Mio. t im Vorjahr, was eine schwächere Auslandsnachfrage und zurückhaltendere Verkäufe der Landwirte bestätigt. Für die nächste Saison wird eine gewisse Erholung erwartet: Branchenanalysten prognostizieren für 2026 einen Anstieg der Gerstenproduktion von 4,9 auf rund 5,2 Mio. t, wobei sich das Exportpotenzial von 1,6 auf etwa 2,2 Mio. t erhöhen dürfte, sofern die Logistik funktionsfähig bleibt.

Weltweit bleibt die Gerstenverfügbarkeit aus dem Schwarzmeerraum und der EU komfortabel, was den Wettbewerb in wichtigen Absatzmärkten wie dem Nahen Osten und Nordafrika hochhält. Aktuelle ukrainische Analysen heben hervor, dass die Nachfragepreise für Export-Futtergerste durch günstigere Konkurrenzherkünfte sowie durch einen geringeren Importbedarf in der Türkei und Teilen Asiens gedeckelt werden, was eine Obergrenze für die ukrainischen Angebotspreise verstärkt.

Fundamentals & Weather

Offizielle Prognosen des ukrainischen Wirtschaftsministeriums gehen derzeit davon aus, dass die gesamte Getreide- und Ölsaatenerzeugung 2026 in etwa auf dem Niveau des Vorjahres liegen wird, was auf keine wesentliche Verknappung des Grobgetreideangebots hindeutet. Innerhalb dieses Mixes wird eine leicht rückläufige Gerstenfläche erwartet, doch sollen bessere Erträge dies ausgleichen und die Gesamtverfügbarkeit stabil halten. Die Bestände aus der vorherigen Saison sind ausreichend, was den kurzfristigen Aufwärtsdruck auf die Preise zusätzlich mindert.

Das Wetter im Süden der Ukraine, einschließlich der Oblast Odesa, ist für Sommer- und Wintergerste überwiegend vorteilhaft. Sieben-Tage-Agrarprognosen deuten auf milde Temperaturen, vereinzelte Schauer und eine moderate kumulierte Niederschlagsmenge in den wichtigsten Getreideanbaugebieten der Region Odesa hin, was die Bestandsentwicklung und die Bodenfeuchte ohne größere Belastung unterstützt. Für die kommende Woche sind weder akute Frost- noch Hitzestressrisiken erkennbar, sodass der Markt derzeit keine Wetterprämie einpreist.

Trading Outlook

  • Verkäufer (Landwirte/Genossenschaften): Angesichts stagnierender FOB- und FCA-Niveaus und weiterhin schwacher Exportnachfrage könnte das Halten eines Teils der Mengen bis in den Juli nur begrenztes Aufwärtspotenzial bieten, sofern keine witterungs- oder logistikbedingten Schocks auftreten. Es ist sinnvoll, Altbestände in seitwärts tendierenden Phasen schrittweise zu vermarkten, um Lagerkapazitäten vor dem Eintreffen der neuen Ernte freizumachen.
  • Exporteure: Die aktuellen FOB-Odesa-Werte sind wettbewerbsfähig, aber nicht aggressiv im Vergleich zu alternativen Schwarzmeer- und EU-Herkünften. Im Fokus sollten nahegelegene Ausschreibungen im Nahen Osten und in Nordafrika stehen, bei denen Fracht- und Abwicklungsvorteile die engen Margen ausgleichen können.
  • Futterkäufer (Inland): Stabile Preise und komfortable Verfügbarkeit sprechen für eine Hand-zu-Mund-Eindeckung, doch kann es sinnvoll sein, einen Teil des Bedarfs für das 3. Quartal zu den aktuellen FCA-Niveaus abzusichern, falls es zu Wettervolatilität im Spätsommer kommt.

3‑Day Price Indication (UA)

  • Odesa FOB Futtergerste: Seitwärts, um 220–225 EUR/t, bei geringer erwarteter Volatilität, da Exportgebote nahe 240 USD/t liegen.
  • Odesa FCA Futtergerste: Stabil bis leicht fester, etwa 265–270 EUR/t, gestützt durch vorsichtige Verkäufe der Landwirte und begrenzte Spotliquidität.
  • Zentrale Ukraine (Region Kyjiw) FCA Futtergerste: Flach, nahe 255–260 EUR/t, orientiert sich an Odesa, jedoch mit etwas geringerer Kaufinteresse.
BASIC
Live-Chart
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