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Walnussmarkt zieht an, da US-Export von Nüssen in Schale boomt und Preise in China fester tendieren

Walnussmarkt zieht an, da US-Export von Nüssen in Schale boomt und Preise in China fester tendieren

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Knackige Walnussmarktanalyse: boomende US-Exporte in Schale, gemischte regionale Nachfrage, feste Preise in China und stabile Kernel-Notierungen Ende Juli 2026.

Die US-Lieferungen von Walnüssen in Schale liegen bei mehr als dem Doppelten der letzten Saison, angetrieben von einer robusten Exportnachfrage in die Türkei, den Nahen Osten und Afrika, während die Abnahme in Europa nachlässt und die Preise in China fester tendieren. Auch die Lieferungen von Kernen steigen, wenn auch moderater, sodass Ware insgesamt gut verfügbar bleibt und ein abrupter Preissprung vorerst begrenzt wird. Die aktuelle Walnusssaison ist geprägt von einer kräftigen, exportgetriebenen Erholung der US-Versendungen in Schale, wobei sich die kumulierten Lieferungen der Marke von 300 Millionen Pfund nähern. Starke Käufe aus der Türkei sowie mehreren Zielen im Nahen Osten und in Nordafrika haben einen Großteil des erheblichen US-Überhangs aufgenommen, selbst wenn die Nachfrage aus Europa und Indien hinterherhinkt. Gleichzeitig steigen die Kernausfuhren stetig, und die Spotpreise für chinesische und US-Kerne sind stabil bis leicht fester, was auf einen Markt hindeutet, der sich allmählich strafft, ohne zu überhitzen.

Preise

Die Preise für chinesische und US-Walnusskerne in EUR bleiben gegenüber Anfang Juli weitgehend stabil, ohne größere Bewegungen von Woche zu Woche, trotz der dynamischen Exporte von Nüssen in Schale. Fester gemeldete Inlandspreise in China stehen im Einklang mit solider Exportnachfrage und saisonaler Positionierung vor der neuen Ernte, doch die aktuellen Angebote deuten bislang nur auf einen moderaten Aufwärtsdruck hin.

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Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Angesichts des ausgeprägten Anstiegs der Exporte von Nüssen in Schale aus Kalifornien deutet die derzeitige Stabilität der Kernpreise darauf hin, dass die Lagerbestände weiterhin komfortabel sind und die Käufer noch nicht aggressiv um Versorgung konkurrieren. Festere Indikationen in China verweisen jedoch kurzfristig auf ein begrenztes Abwärtspotenzial, insbesondere für bessere helle Qualitäten.

Angebot & Nachfrage

Die US-Lieferungen von Walnüssen in Schale schnellten im Mai auf 12.862 Pfund nach oben und lagen damit mehr als doppelt so hoch wie die 5.558 Pfund vor einem Jahr. Haupttreiber waren die Exporte, die von 5.229 auf 12.498 Pfund stiegen, während sich der Inlandsabsatz von Nüssen in Schale um rund 11 % auf 364 Pfund erhöhte – ein klares Zeichen für die Dominanz der internationalen Nachfrage bei der Räumung der Ernte.

Seit Beginn der Saison haben sich die kumulierten Lieferungen in Schale auf nahezu 300 Millionen Pfund summiert und damit mehr als das Doppelte des Vorjahresvolumens erreicht. Die Exporte von Nüssen in Schale liegen 114 % höher, während die Inlandsversendungen um 47 % zulegten – ein breit angelegter Nachfrageschub, jedoch klar von den Exporten angeführt. Die Türkei ist mit nahezu verfünffachten Volumina zu einem wichtigen Wachstumsmotor geworden, und die Lieferungen in den Nahen Osten und nach Afrika sind um 395 % von 37 Millionen auf 183 Millionen Pfund gestiegen.

Innerhalb der MENA-Region verzeichnen die Vereinigten Arabischen Emirate, Algerien, Libanon, Irak und Marokko allesamt starke Nachfragezuwächse, was sowohl auf Wiederauffüllung der Lager als auch auf eine mögliche Umlenkung des Handels weg von anderen Herkünften hindeutet. Im Gegensatz dazu ist die europäische Nachfrage nach US-Walnüssen in Schale etwas schwächer: Die gesamten Lieferungen nach Europa sind um rund 5 % von 55,8 auf 53,1 Millionen Pfund zurückgegangen, wobei Spanien 13 % im Minus liegt, Italien jedoch um 15 % im Plus – ein gemischtes Bild innerhalb des Blocks.

In Asien sind die indischen Käufe von Walnüssen in Schale um etwa 10 % rückläufig, dennoch steigen die gesamten Exporte in die Asien-Pazifik-Region dank stärkerer Lieferungen in andere Zielmärkte – darunter ein Plus von 88 % nach Vietnam – um 5 % auf 37 Millionen Pfund. Auch der grenzüberschreitende Handel in Nordamerika hat an Dynamik gewonnen, mit um 44 % auf 15,8 Millionen Pfund gestiegenen Lieferungen, was zur regionalen Balance des Angebots beiträgt.

Die Lieferungen von Kernen wachsen, jedoch in einem moderateren Tempo als die von Nüssen in Schale. Die Kernel-Exporte im Mai erreichten 39.267 Pfund und lagen damit 23 % über dem Vorjahreswert von 31.815 Pfund. Die exportierten Kerne stiegen um 41 %, während der inländische Absatz von Kernen nur um 2 % zulegte – ein weiterer Hinweis darauf, dass vor allem der internationale Markt das Wachstum aufnimmt. Europa bleibt der wichtigste Absatzkanal für US-Walnusskerne und kompensiert damit teilweise die schwächere Nachfrage nach Nüssen in Schale.

Fundamentaldaten & Wetter

Die Versanddaten deuten auf eine deutlich engere Verfügbarkeit von US-Walnüssen in Schale im Vergleich zum Vorjahr hin, auch wenn das Gesamtangebot an Walnüssen einschließlich Kerne weiterhin reichlich ist. Erhöhte Kaufverpflichtungen für Nüsse in Schale im Juni und solide Exportvolumina bei Kernen unterstreichen ein gesünderes Nachfrageumfeld als in der vorangegangenen Saison, in der sich die Lagerbestände deutlich aufgebaut hatten.

Der Importbedarf der Türkei bleibt strukturell hoch, trotz jüngster Anpassungen der Zollabgaben, und die aktuellen Handelsströme aus den Vereinigten Staaten, Chile und anderen Herkünften betonen die Rolle des Landes als regionales Drehkreuz für Nusskonsum und Re-Exporte. Neueste Handelsdaten bestätigen, dass die Türkei weiterhin erhebliche Mengen an Walnüssen in Schale von mehreren Lieferanten bezieht und so das starke Lieferwachstum in dieser Saison stützt.

Das Wetter im kalifornischen Central Valley ist saisonal heiß und überwiegend vorteilhaft für Walnussplantagen. Lokale Prognosen deuten auf typische Juli-Hitze hin, mit der Möglichkeit überdurchschnittlich heißer Bedingungen und Episoden extremer Hitze bis in den frühen August – ein Hinweis auf ein generell warmes, trockenes Sommermuster.

Kurzfristig unterstützt diese Wetterlage eine gute Kernel-Ausbildung und Qualität, auch wenn längere Hitzeperioden die Bäume belasten und die Erträge in weniger gut bewässerten Anlagen leicht beeinträchtigen könnten. Auf längere Sicht stellen die anhaltende Klimavariabilität und die zunehmende Häufigkeit von Hitzeereignissen ein strukturelles Risiko für den kalifornischen Baumnusssektor, einschließlich Walnüssen, dar.

Ausblick 4–8 Wochen & Handelsmeinungen

Da die Lieferungen in Schale bereits mehr als doppelt so hoch sind wie im Vorjahr und die Exportnachfrage aus MENA und Teilen Asiens anzieht, wandelt sich der Walnussmarkt von einem Überangebot zu einer ausgeglicheneren Situation. Gleichwohl signalisiert das anhaltende Wachstum der Kernelproduktion und das derzeit stabile Preisniveau, dass dieser Übergang schrittweise verläuft und Käufern ein begrenztes Zeitfenster bleibt, um sich zu historisch attraktiven Niveaus nach vorne abzusichern.

  • Importeure in MENA und der Türkei: Erwägen Sie, die Deckung für Nüsse in Schale und wichtige Kernel-Qualitäten moderat bis ins 4. Quartal zu verlängern, da die starke aktuelle Nachfrage und ein engerer US-Exportüberschuss das Abwärtspotenzial begrenzen und das Risiko einer Straffung im späteren Saisonverlauf erhöhen.
  • Europäische Käufer: Angesichts leicht geringerer Lieferungen und guter Kernelverfügbarkeit empfiehlt sich weiterhin eine gestaffelte Einkaufsstrategie. Konzentrieren Sie sich auf helle Hälften und Viertel, bei denen chinesische und US-Angebote in EUR stabil bleiben, seien Sie jedoch auf eine leichte Festigung vorbereitet, falls die US-Exportdynamik anhält.
  • Asiatische Käufer (inkl. Indien und Vietnam): Der Rückgang der indischen Käufe und der starke Anstieg der Lieferungen nach Vietnam deuten auf sich verändernde regionale Handelsströme hin; Käufer mit flexiblen Herkunftspräferenzen können dies in Verhandlungen nutzen, sollten jedoch nicht mit deutlich niedrigeren Preisen rechnen, angesichts festerer Indikationen in China.
  • Erzeuger und Händler: Angesichts des verbesserten Versandtempos und stabiler Preise sollten Verkäufe in aktive Destinationen (Türkei, MENA, Vietnam) priorisiert werden, während die europäische Nachfrage und Währungsentwicklungen eng beobachtet werden. Übermäßige Altware in der Erwartung einer starken Hausse zu halten, erscheint in dieser Phase riskant.

Kurzfristige 3-Tages-Preisindikation (Richtung)

  • FOB Dalian (CN-Kerne, Hauptsorten): Seitwärts bis leicht fester in EUR über die nächsten drei Tage, gestützt durch konstante Exportnachfrage und feste Inlandssignale.
  • FOB London (US Bio-Hälften): Seitwärts; starke US-Versanddaten stehen komfortablen Kernelbeständen gegenüber, was den kurzfristigen Aufwärtsspielraum begrenzt.
  • FOB New Delhi (IN Bio-Hälften): Seitwärts mit leicht fester Tendenz, da Indien die Importe von Nüssen in Schale reduziert, die Nachfrage nach Premium-Kernsegmenten aber aufrechterhält.
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Den interaktiven Chart findest du auf CMBroker.
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