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Günstigere chinesische Walnüsse belasten die Weltmarktpreise, da die Nachfrage stockt

Günstigere chinesische Walnüsse belasten die Weltmarktpreise, da die Nachfrage stockt

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Die Walnusspreise stehen weiter unter Druck, da preisgünstige chinesische Kerne auf verhaltene Nachfrage treffen. Überblick über aktuelle EUR-Preise, Fundamentaldaten, Wetter und Marktausblick.

Die Walnuss­preise stehen weiter unter Abwärtsdruck, da preislich sehr wettbewerbsfähige Kerne chinesischen Ursprungs auf eine verhaltene Nachfrage treffen. Das hält die Inlandsmärkte schwach und begrenzt jede kurzfristige Erholung. Da das Spotgeschäft ruhig ist und Käufer gut gedeckt sind, begrenzen zusätzliche, niedrig bepreiste chinesische Offerten die Wiederbeschaffungswerte. Sofern sich die Nachfrage bis ins vierte Quartal nicht deutlich verbessert, wird der Markt voraussichtlich seitwärts bis leicht schwächer tendieren, selbst wenn die anstehenden Ernten in China und Kalifornien ohne größere Wetterschocks voranschreiten.

Preise

In jüngsten Abschlüssen wurden Walnüsse bei rund 3,67–6,29 $ pro kg (entspricht etwa 3,40–5,80 € pro kg) gehandelt – abhängig von Qualität und Ursprung. Das untere Ende dieser Spanne spiegelt aggressive Angebote chinesischer Herkunft wider, während höhere Notierungen überwiegend Premium- und Bio-Qualitäten entsprechen.

FOB-Indikationen in Dalian für chinesische Walnusskerne sind gegenüber Mitte August weitgehend stabil, mit hellen Vierteln um 3,05 €/kg und hellen Stücken zwischen 2,10–2,65 €/kg. Biologische helle Hälften aus den USA und Indien erzielen weiterhin einen deutlichen Aufschlag und werden auf FOB-Basis grob im Bereich von 4,20–4,95 €/kg gehandelt, gestützt durch eine festere Spezialitätennachfrage.       

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Angebot & Nachfrage

Reichliche und preislich sehr wettbewerbsfähige chinesische Angebotsmengen sind der Haupttreiber der aktuellen Schwäche. Exportströme aus Nordchina verlaufen reibungslos, und wichtige Anbaugebiete wie Xinjiang befinden sich nun in einer aktiven Erntephase, was die Erwartung eines reichlichen Rohwarenangebots in der kurzen Frist untermauert.

Auf der Nachfrageseite scheinen viele internationale Käufer nach früheren Terminkäufen ausreichend gedeckt zu sein. Da es keine klaren Anzeichen für einen sprunghaften Anstieg des Verbraucher- oder Industrieabsatzes gibt, schlagen zusätzliche chinesische Volumina eher in Preisdruck um, als dass sie zu höheren Durchsätzen führen. Die Binnenmärkte in den Importregionen bleiben daher verhalten, obwohl die weltweiten Versandstatistiken großer Exporteure wie Kalifornien und Chile solide ausfallen.

Fundamentaldaten & Wetter

Die Fundamentaldaten begünstigen derzeit die Käuferseite. Die Preise für Walnusskerne aus China waren bis Ende August weitgehend stabil, und in den vergangenen Tagen wurden aus den nördlichen Walnussprovinzen Chinas keine größeren Wetterstörungen gemeldet. Die laufende Ernte in Xinjiang verläuft überwiegend unter normalen Bedingungen und stützt die Aussicht auf ein stetiges Angebot in der nahen Zukunft.

In Kalifornien, wo die neue Ernte sich noch entwickelt, deuten aktuelle Berichte auf überwiegend günstiges Wetter und ein verbessertes Bewässerungsmanagement hin, während regionale Dürreindikatoren aufmerksam beobachtet werden, bislang jedoch noch keine akute Gefahr für das Walnussangebot darstellen. Unterdessen zeigen die chilenischen Exporte unterschiedliche Trends zwischen Nüssen in der Schale und Kernen, doch insgesamt bleiben die Volumina ausreichend, um die Lieferungen der nördlichen Hemisphäre zu ergänzen.

Kurzfristiger Ausblick & Handelsideen

Marktrichtung (nächste 4–6 Wochen): Seitwärts bis leicht schwächer. Günstigeres Material aus China und verhaltene Inlandsnachfrage dürften jede Rallye begrenzen, bis es klarere Anzeichen für eine Nachfrageerholung gibt.

  • Käufer (Röster, Abpacker, Einzelhändler): Nutzen Sie die aktuell stabilen chinesischen FOB-Niveaus, um helle Stücke und Viertel für die Deckung im 4. Quartal bzw. 1. Quartal zu sichern. Erwägen Sie gestaffelte Einkäufe, um von möglicher weiterer, erntebedingter Schwäche in CN oder frühen Offerten der neuen Ernte aus Kalifornien zu profitieren.
  • Verkäufer (Erzeuger, Schälbetriebe): Konzentrieren Sie sich auf Qualitätsdifferenzierung (Farbe, Größe, Zertifizierungen), um Prämien gegenüber niedrig bepreisten chinesischen Kernen zu verteidigen. Vermeiden Sie, sofern die Lagerung es zulässt, aggressive Preisnachlässe auf dem aktuellen Niveau und fokussieren Sie sich auf Nischenkanäle, in denen Rückverfolgbarkeit und Bio-Ursprung geschätzt werden.
  • Händler: Die breite Spanne zwischen Standardware aus China und hochwertigen Bio-Qualitäten eröffnet Relative-Value-Chancen; halten Sie eine Short-Bias in niedrigeren Qualitätssegmenten und gehen Sie selektiv Long-Positionen in hochwertiger, gut positionierter Markenware ein.

3-Tage-Preistendenz (Richtung)

  • FOB Dalian, CN-Kerne: Stabil bis leicht weicher, da der Erntedruck zunimmt und Exportangebote wettbewerbsfähig bleiben.
  • FOB Westeuropa (US/IN Bio-Kerne): Stabil bis leicht fester, gestützt durch robuste Spezialitätennachfrage und begrenztes unmittelbares Abwärtspotenzial.
  • Frei Haus EU, Standardkerne: Überwiegend stabil; weitere Schwäche hängt davon ab, wie aggressiv chinesische Exporteure die neuen Erntevolumina in Europa bepreisen.
BASIC
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