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Deutsche Roggenpreise behaupten sich, da Wetterrisiken auf schwachen Schwarzmeerhandel treffen

Deutsche Roggenpreise behaupten sich, da Wetterrisiken auf schwachen Schwarzmeerhandel treffen

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Deutsche Roggenpreise verharren bei rund 0,17 EUR/kg, da Trockenheit im Norden die schwache Stimmung im EU-Futtergetreidesektor ausgleicht. Ausblick: seitwärts bis leicht fester.

Die deutschen Roggenpreise halten sich insgesamt stabil mit leicht fester Tendenz, da die lokale Trockenheit in Norddeutschland dem verhaltenen Exportgeschäft aus der Schwarzmeerregion und einer schwachen Stimmung im europäischen Futtergetreidekomplex gegenübersteht. Eine begrenzte Neunachfrage seitens der Futterverbraucher begrenzt deutliche Aufwärtspotenziale, aber das Ausbleiben aggressiver ukrainischer Roggenexporte und anhaltende Wetterrisiken bei EU-Getreide begrenzen vorerst auch das Abwärtsrisiko. In Norddeutschland sind die Böden nach mehreren Wochen unterdurchschnittlicher Niederschläge weiterhin deutlich trockener als normal, was Sorgen um das Ertragspotenzial flachwurzelnder Getreidearten und Sommerkulturen weckt. Jüngste Niederschläge haben die Defizite nur teilweise verringert, insbesondere in Teilen Niedersachsens und Schleswig-Holsteins, wo die oberen Bodenschichten weiterhin als „trocken“ bis „sehr trocken“ eingestuft werden. In diesem Umfeld behält Roggen gegenüber anderen kleineren Futtergetreiden einen gewissen Wetterrisikoaufschlag.

Prices & Spreads

Spot-Indikationen für konventionellen Roggen in Deutschland liegen derzeit bei rund 0,17 EUR/kg ab Hof und entsprechen damit weitgehend den nationalen Durchschnittswerten für Roggen von etwa 0,17 EUR/kg im Juni. Damit bewegt sich Roggen grob im Einklang mit inländischer Gerste und liegt auf Energie-Basis leicht unter vielen Mahlweizen-Benchmarks.

In den ukrainischen Schwarzmeer-Getreidemärkten zeigen sich die Futtergetreidepreise insgesamt stabil bis leicht schwächer, wobei FOB-Weizen im Zuge komfortabler Versorgungserwartungen in der Vorkontraktphase in den letzten 24 Stunden um rund 1–3 EUR/t nachgegeben hat. Roggen selbst bleibt allerdings ein Randexportgut: Die kumulierten ukrainischen Roggenexporte 2025/26 werden mit lediglich 0,2 Tsd. Tonnen ausgewiesen, deutlich unter den 10,8 Tsd. Tonnen der Vorsaison. Dies signalisiert nur sehr begrenzten Wettbewerb aus der Schwarzmeerregion für EU-Roggen.

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Supply, Demand & Weather

EU-weit bleibt Roggen ein kleiner, aber stabiler Bestandteil der Getreidebilanz. Der jüngste Getreideausblick der Europäischen Union sieht für 2026/27 einen leicht geringeren Einsatz von Roggen im Futtersektor als im Vorjahr vor. Dies spiegelt die anhaltende Konkurrenz von Mais und Gerste in Futterrationen sowie reichliche Weizenbestände wider. Dies begrenzt das strukturelle Nachfragewachstum, auch wenn lokales Interesse von Mischfutterherstellern aufkommt, sobald sich die Roggenrabatte ausweiten.

In Deutschland hat die robuste Lage in den Viehmärkten und der Futterbedarf bislang nicht zu einer ausgeprägten Roggen-geführten Nachfrage geführt, da Mischfutterwerke weiterhin stärker auf die liquideren Futtergerste- und Weizenmärkte setzen. Dennoch sorgen die Kombination aus trockenen Bodenbedingungen in Norddeutschland und anhaltenden Bedenken hinsichtlich schwankender Getreideerträge in Teilen der EU und der Schwarzmeerregion dafür, dass Produktionsrisiken bei Roggen im Fokus bleiben, insbesondere falls die Niederschläge im Juni–Juli weiterhin nur punktuell ausfallen.

Market Drivers & Risks

  • Wetterrisiko in Deutschland: Anhaltend trockene Bodenprofile in den nördlichen Bundesländern könnten die Erträge von Roggen und anderem Getreide schmälern, sofern kräftige Niederschläge Ende Juni ausbleiben – was den Preisen etwas Unterstützung bietet.
  • Gedämpfter Wettbewerb aus der Schwarzmeerregion bei Roggen: Angesichts der bisher äußerst geringen ukrainischen Roggenexporte 2025/26 ist der unmittelbare Preisdruck auf deutschen Roggen durch FOB-Odesa-Notierungen minimal, auch wenn Weizen weiterhin wettbewerbsfähig bleibt.
  • Weicher EU-Futtergetreidekomplex: Die schwache Stimmung an den globalen Weizen- und Mais-Terminmärkten, wie in jüngsten Marktberichten zum Ackerbau hervorgehoben, dämpft wetterbedingte Aufwärtsbewegungen bei kleineren Getreidearten wie Roggen.
  • Logistik & Energie: Erhöhte Treibstoff- und Frachtkosten in Europa infolge der jüngsten Energiepreisvolatilität vergrößern weiterhin den Abstand zwischen Erzeuger- und Verbraucherpreisen und dämpfen die ab-Hof-Gebote leicht.

Trading Outlook (Next 1–2 Weeks)

  • Erzeuger (Deutschland): Erwägen Sie gestaffelte Verkäufe bei Anstiegen über 0,18 EUR/kg ab Hof in Norddeutschland, da die allgemein weiche Lage im Futtergetreidekomplex und das begrenzte strukturelle Nachfragewachstum bei Roggen gegen deutlich höhere Preisniveaus ohne klaren Wetterschock sprechen.
  • Futterkäufer: Fahren Sie eine vorsichtige, kurzfristig orientierte Beschaffungsstrategie; nutzen Sie etwaige Rücksetzer in Richtung 0,16–0,17 EUR/kg, um die Deckung moderat zu verlängern, aber vermeiden Sie Überdeckung, solange die Ernteerträge noch unsicher sind.
  • Händler: Das Management der Basis bleibt entscheidend. Angesichts dünner Schwarzmeer-Roggenexporte liegt der Fokus auf Cross-Hedging über Weizen/Mais; zugleich sollte das deutsche Wetter aufmerksam beobachtet werden, da es potenzielle Short-Covering-Rallyes auslösen könnte.

3‑Day Price Indication (Region: Germany)

  • Norddeutschland (Futterroggen EXW): Seitwärts bis leicht fester; erwartete Spanne in den nächsten drei Tagen bei etwa 0,17–0,18 EUR/kg, gestützt durch lokale Trockenheit, aber begrenzt durch die schwache Gesamtstimmung im Futtergetreidekomplex.
  • Restliches Deutschland (Futterroggen EXW): Weitgehend stabil; kleinere regionale Unterschiede dürften vor allem Transport- und Qualitätsfaktoren widerspiegeln, nicht jedoch eine klar gerichtete Marktbewegung.
  • Schwarzmeer-Referenz (Ukraine FOB): In Euro gerechnet stabil bis leicht weicher, im Einklang mit dem breiteren Futtergetreidekomplex, jedoch mit begrenztem direkten Einfluss auf die deutsche Roggenpreisbildung aufgrund sehr geringer Roggenexportvolumina.
BASIC
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