Deutsche Triticale-Futterpreise geben leicht nach, bleiben im Nordwesten jedoch fest
Deutsche Triticale in Futterqualität gibt EXW Drentwede leicht nach, bleibt gegenüber anderen Futtergetreiden jedoch fest. Kurzfristiger Ausblick, wichtige Treiber und 3-Tage-Prognose.
Preise
In Drentwede (Niedersachsen) wird Triticale in Futterqualität aktuell mit 0.225 EUR/kg EXW zum 16. September 2026 angegeben, leicht über dem Niveau von Ende August, aber geringfügig unter den Höchstständen von Anfang September am selben Standort. Aktuelle Berichte für Nordwestdeutschland beschreiben Triticale als von diesen Höchstständen zurückweichend, aber weiterhin auf festem Niveau gehandelt. Unterstützt wird dies durch die Knappheit im breiteren Futtergetreidekomplex und die widerstandsfähige Nachfrage der Mischfutterhersteller.
Die regionalen Erzeugerpreise unterstreichen diese Festigkeit: In Ostwestfalen (Nordrhein-Westfalen) wird Triticale mit etwa 180 bis 185 EUR/t frei Lager Erfassung gehandelt, während die Indikationen für Ruhr-Hellweg nahe der Mitte der 180er EUR/t liegen. Süddeutschland liegt etwas niedriger. Die jüngsten Referenzpreise aus Bayern bewegen sich überwiegend zwischen Mitte der 150er und etwa 170 EUR/t, zeigen sich im Wochenvergleich jedoch ebenfalls relativ stabil. EU-Referenzdaten weisen deutsche Triticale im September mit rund 172.50 EUR/t aus, deutlich höher als im Vorjahr, und bestätigen damit das weiterhin erhöhte Preisumfeld.
| Region / Standort | Spezifikation | Preis (EUR) | Lieferbedingung | Datum |
|---|---|---|---|---|
| Drentwede, Niedersachsen (DE) | Triticale, Futterqualität, max. 14 % Feuchtigkeit | 0.225 EUR/kg | EXW | 16 Sep 2026 |
| Ostwestfalen (NRW) | Triticale, Futter | 181.00–195.00 EUR/t | frei Lager Erfasser | 14 Sep 2026 |
| Ruhr-Hellweg (NRW) | Triticale, Futter | 185.00 EUR/t | frei Lager Erfasser | 14 Sep 2026 |
| Bayern (DE) | Triticale | 155.00–170.00 EUR/t | regionale Referenz | 16 Sep 2026 |
Angebot & Nachfrage
Das deutsche Triticale-Angebot wird 2026 nach einer soliden Ernte als reichlich beschrieben. Regionale Versuchsergebnisse aus Niedersachsen deuten auf allgemein zufriedenstellende Erträge und Qualitäten hin. Die gesamte deutsche Getreideproduktion liegt aufgrund von Sommerhitze und Dürre jedoch unter dem Vorjahresniveau, was die Bilanz des breiteren Futtergetreidemarktes verknappt und die Triticale-Preise indirekt unterstützt.
Auf der Nachfrageseite bleibt Triticale gegenüber Futterweizen und Futtergerste attraktiv, was ihre weitere Integration in Futterrationen begünstigt. Jüngste deutsche Marktkommentare stellen fest, dass die Nachfrage aus Tierhaltung und Mischfutterindustrie ausreichend robust ist, um das verfügbare Triticale-Angebot aufzunehmen, insbesondere in Nordwestdeutschland. Die begrenzte Maisverfügbarkeit in einigen Regionen stützt die Substitution durch Triticale zusätzlich und begrenzt das Abwärtspotenzial der Preise trotz der jüngsten Schwäche.
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Wetter & Logistik (DE)
Die kurzfristige Wetterprognose für Drentwede und die weitere Region Niedersachsen sieht für die kommenden drei Tage überwiegend milde Temperaturen um 19°C, wechselnde Bewölkung, gelegentliche leichte Schauer und mäßige Brisen vor. Diese Bedingungen sind für die bereits abgeschlossene Triticale-Ernte neutral und stellen keine wesentlichen logistischen Herausforderungen für die Verladung auf den Höfen oder kurze Lkw-Transporte dar.
Da die Ernte weitgehend abgeschlossen ist, ist das aktuelle Wetter eher für die Lagerbedingungen und die Feldarbeiten vor den Winteraussaaten relevant als für die unmittelbare Preisbildung bei Triticale. Die erwartete Mischung aus Wolken, kurzen Schauern und etwas Sonnenschein sollte die Feldarbeiten mit nur geringfügigen Unterbrechungen ermöglichen. Ein wesentlicher wetterbedingter Preisimpuls ist daher kurzfristig nicht zu erwarten.
Marktfundamentaldaten
Marktdaten auf EU-Ebene bestätigen, dass die Getreidepreise allgemein erhöht sind, wobei Triticale auf Monats- und Jahresbasis moderate positive Veränderungen zeigt. In Deutschland wird Triticale weiterhin mit einem Abschlag gegenüber Futterweizen und in vielen Regionen auf einem ähnlichen oder leicht niedrigeren Niveau als Futtergerste gehandelt. Dies stützt ihre Wettbewerbsfähigkeit in Futterformulierungen trotz des kleinen jüngsten Rückgangs der Notierungen im Nordwesten.
Darüber hinaus zeigen Berichte, dass sich Futtergerste und andere Futtergetreide nach den früheren wetterbedingten Anstiegen stabilisiert haben, mit nur moderater Schwäche Anfang September. Diese Stabilität im Referenzkomplex sowie ein reichliches, aber nicht belastendes Triticale-Angebot sprechen kurzfristig eher für eine allmähliche Preisschwäche als für eine scharfe Korrektur.
Handelsausblick
- Erzeuger (Nordwestdeutschland): Bei 0.225 EUR/kg EXW in Drentwede und einem weiterhin festen breiteren Futterkomplex sollten schrittweise Verkäufe bei kleinen Preissteigerungen erwogen werden, während umfangreiche Terminverkäufe vermieden werden sollten, da die Futternachfrage unterstützend bleibt.
- Mischfutterhersteller: Den Triticale-Anteil in den Rationen beibehalten oder leicht erhöhen, sofern die Logistik dies zulässt, da Triticale gegenüber Futterweizen und Futtergerste in den meisten deutschen Regionen weiterhin attraktiv bepreist ist.
- Käufer in Süddeutschland: Eine weitere Abschwächung der bayerischen Preise beobachten. Das aktuelle Niveau zwischen Mitte der 150er und etwa 170 EUR/t bietet gegenüber den Notierungen im Nordwesten einen relativen Mehrwert und könnte opportunistische Käufe rechtfertigen.
3-Tage-Richtungsausblick (Deutschland)
- Drentwede EXW (Futter-Triticale): In den kommenden drei Handelstagen leicht schwächer bis seitwärts, da ein reichliches lokales Angebot auf eine stabile Futternachfrage trifft und das Wetter neutral bleibt.
- Nordrhein-Westfalen (Erzeugerpreise): Seitwärtstendenz innerhalb der aktuellen Spanne von 180 bis 190 EUR/t, mit nur begrenztem kurzfristigem Abwärtspotenzial, solange die übrigen Futtergetreide fest bleiben.
- Süddeutschland (Bayern): Stabil bis marginal schwächer, mit etwas Spielraum für eine weitere leichte Abschwächung, falls die regionale Nachfrage pausiert, jedoch ohne klare Anzeichen für eine scharfe Korrektur.