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Fester Walnussmarkt in Neu-Delhi, da begrenztes Angebot die Preise stützt

Fester Walnussmarkt in Neu-Delhi, da begrenztes Angebot die Preise stützt

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Walnusspreise in Neu-Delhi bleiben bei stabiler Nachfrage und knappen Beständen fest. Analyse zu indischen und globalen Kernel-Angeboten, Versorgungsrisiken und kurzfristigem Trading-Ausblick.

Die Walnusspreise in Neu-Delhi behaupten sich fest und dürften kurzfristig durch eine stabile Inlandsnachfrage und zurückgehaltene Lagerbestände unterstützt bleiben. Da bislang kein deutlicher Anstieg der physischen Ankünfte zu erkennen ist, bleibt die Marktstimmung leicht bullisch. Am indischen Kassamarkt und im kurzfristigen Exportgeschäft trifft die regelmäßige Nachfrage von Trockenfruchthändlern, Einzelhändlern und Verarbeitern auf ein begrenztes Angebot. Lagerhalter zeigen sich auf dem aktuellen Niveau verkaufsunwillig, was die Preise stützt, obwohl sich andere Nuss- und Agrarmärkte teils schwächer oder seitwärts entwickeln. Vor diesem Hintergrund bleiben internationale Kernel-Angebote aus China, den USA und Indien weitgehend stabil. Sie halten die Importparität im Zaum, reichen aber bislang nicht aus, um in Neu-Delhi eine nennenswerte Korrektur auszulösen.

Prices & Differentials

In Neu-Delhi werden Walnüsse um USD 9,45–9,55 je kg notiert, was bei einem Arbeitskurs von 1 USD ≈ 0,92 EUR etwa EUR 8,70–8,80 je kg entspricht. Die Tonlage wird als fest beschrieben, wobei Käufer nur wenig Spielraum für niedrigere Preise finden.

Exportorientierte Kernel-Angebote für wichtige Herkünfte sind im Vergleich zu Ende Mai unverändert. Chinesische Walnusskerne (FOB Dalian) haben in den vergangenen drei Wochen keine nennenswerten Veränderungen gezeigt, was auf ein insgesamt stabiles globales Referenzumfeld hindeutet.

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Supply & Demand Drivers

Die inländische indische Nachfrage von Trockenfruchthändlern, Einzelhändlern und Verarbeitern wird eher als regelmäßig denn als überschwänglich beschrieben, ist aber entscheidend konstant genug, um die begrenzten verfügbaren Mengen aufzunehmen. Dieser stetige Sog erhält das Ersatzinteresse auf dem aktuellen Preisniveau aufrecht.

Auf der Angebotsseite agieren Lagerhalter vorsichtig und geben Ware nur zögerlich frei. Da die Bestände nicht aggressiv auf den Markt kommen, kann bereits ein kleiner Anstieg der Nachfrage aus Festtags- oder Süßwarenanwendungen rasch zu lokaler Knappheit führen. Die breiteren Trockenfruchtmärkte in Delhi haben jüngst aufgrund von Lieferstörungen kräftige Preisanstiege verzeichnet, was die Sensitivität des Segments gegenüber Logistik- und geopolitischen Risiken unterstreicht.

Fundamentals & External Context

Aktuelle Branchendaten aus Kalifornien, dem weltweit wichtigsten Exportherkunftsland für Walnüsse, zeigen einen weiterhin umfangreichen Baumbestand, der sich jedoch in einer Phase struktureller Anpassung befindet, da einige ältere oder weniger produktive Plantagen gerodet werden. Dies deutet zwar noch nicht auf eine akute Knappheit hin, verringert aber mittelfristig den Spielraum für starken überschussbedingten Preisdruck.

Wetterseitig weist das Wasserwirtschaftsjahr 2025/26 in Kalifornien bis Anfang Juni in einigen Einzugsgebieten Niederschläge um oder leicht unter dem Durchschnitt auf, was derzeit weder auf eine schwere Dürre noch auf ein klares Überangebot hindeutet. Der breitere Nusskomplex (z. B. Cashews, Mandeln) zeigt feste bis stabile Preise bei relativ robuster Nachfrage, was die Annahme einer Untergrenze für Preise im Premium-Nusssegment, einschließlich Walnüssen, stützt, solange die Konsumausgaben stabil bleiben.

Short-Term Outlook (Next 1–3 Weeks)

Angesichts des aktuellen Gleichgewichts in Neu-Delhi dürften die Walnusspreise so lange fest bleiben, wie das frische Angebot nicht deutlich zunimmt. Eine Entspannung der Knappheit und eine Begrenzung weiterer Aufwärtspotenziale würden eine Verbesserung der Ankünfte – entweder aus inländischen Beständen oder neuen Importzuflüssen – voraussetzen.

Bleibt eine solche Angebotsreaktion aus, deutet die Kombination aus vorsichtigen Verkäufern und regelmäßiger Endnachfrage auf eine seitwärts bis leicht aufwärts gerichtete Preisentwicklung bis Ende Juni hin. Die Volatilität könnte zunehmen, falls sich Frachtkosten oder Währungsbewegungen auf die Importökonomie auswirken, doch es gibt bislang keine klaren Anzeichen für einen unmittelbar bevorstehenden Rückgang der lokalen Walnussnotierungen.

Trading Outlook

  • Käufer (Händler, Einzelhändler, Verarbeiter): Eine zeitnahe Absicherung des kurzfristigen Bedarfs erscheint sinnvoller, als auf Preisnachlässe zu warten, da die aktuellen Indikationen in Neu-Delhi bereits fest sind und eine scharfe, angebotsgetriebene Korrektur im unmittelbaren Zeitraum eher unwahrscheinlich wirkt.
  • Lagerhalter: Bei einem Markt, der durch begrenzte Verfügbarkeit gestützt wird, scheint eine dosierte Verkaufsstrategie gerechtfertigt. Eine schnelle Bestandsabwicklung ist nicht zu empfehlen, sofern keine klaren Hinweise auf deutlich höhere Ankünfte oder eine Nachfrageschwäche vorliegen.
  • Importeure: Kernel-Angebote aus China und den USA sollten aufmerksam verfolgt werden; bei stabilen FOB-Preisen und Exportpreisindizes könnte jede Entspannung bei Fracht oder Wechselkursen ein Zeitfenster eröffnen, um wettbewerbsfähige Forward-Ladungen zu fixieren, ohne die aktuellen Inlandspreise zu untergraben.

3-Day Regional Price Indication (Directional)

  • Neu-Delhi (In-Shell / Kerne, Kassamarkt, EUR-Basis): Feste Tendenz; Preise dürften sich um das aktuelle Niveau von rund EUR 8,70–8,80/kg halten, mit leichtem Aufwärtsrisiko bei weiterhin zurückhaltenden Verkäufern.
  • Dalian FOB-Kerne (EUR-Basis): Seitwärts; keine starken Impulse für unmittelbare Bewegungen, was auf stabile Spannen zu den indischen Großhandelsniveaus hindeutet.
  • Europäische Hubs (z. B. London, Bio-Kerne, EUR-Basis): Stabil; der Bio-Aufschlag bleibt bestehen, mit begrenztem kurzfristigen Abwärtspotenzial angesichts ausgeglichener Bestände und Nischennachfrage.
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