Futterhaferpreise in Deutschland und der Ukraine stabil, während der Erntedruck nachlässt
Die Futterhaferpreise in Deutschland und der Ukraine bleiben Ende September 2026 bei komfortablem Angebot, günstigem Wetter und beherrschbaren Logistikrisiken am Schwarzen Meer stabil.
Preise
Aktuelle regionale Spotindikationen:
| Herkunft | Qualität / Typ | Ort | Lieferung | Preis (EUR/kg) | Veränderung zur Vorwoche |
|---|---|---|---|---|---|
| Deutschland (DE) | Futterhafer, Feuchtigkeit max. 14 % | Drentwede | EXW | 0.205 | Stabil gegenüber der Vorwoche |
| Ukraine (UA) | Hafer für Futtermittel, 98 % Reinheit | Odesa | FCA | 0.19 | Stabil gegenüber der Vorwoche |
Die regionalen deutschen EXW-Preise im Raum Drentwede liegen im Einklang mit den gemeldeten nationalen Erzeugerpreisdurchschnitten für Futterhafer im September. Diese weisen moderate monatliche Zuwächse auf, liegen jedoch weiterhin unter dem Vorjahresniveau und deuten damit auf einen festen, aber nicht angespannten Markt hin. Auch die EU-Getreidepreisdaten weisen auf leichte Anstiege bei Futterhafer hin und stützen das derzeit stabile, aber leicht erhöhte Preisumfeld.
Angebot und Nachfrage
Für Deutschland beschreiben offizielle und regionale Futtermittelmarktberichte für die zweite Septemberhälfte gut versorgte Getreidemärkte. Gerste und Weizen konkurrieren stark in den Rationen, und bei Hafer gibt es keine Anzeichen für eine akute Verknappung. Die nationalen Durchschnittspreise für Futterhafer haben im Monatsvergleich moderat angezogen, doch das reichliche Angebot und die vielfältigen Futtermittelalternativen verhindern eine deutliche Rally.
In der Ukraine bleibt die wichtigste Einschränkung die Exportlogistik und nicht die grundsätzliche Verfügbarkeit von Hafer. Sicherheitsrisiken im Schwarzen Meer und die Verlagerung von Exportwegen in Richtung EU und möglicherweise baltischer Häfen sorgen für Unsicherheit bei Fracht und Abwicklung, haben jedoch nicht zu sichtbaren Preissprüngen bei Futterhafer geführt. Die Donau und alternative Korridore tragen dazu bei, Überschüsse im Inland zu begrenzen, sodass die FCA-Haferwerte am Schwarzen Meer insgesamt stabil bleiben.
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Wetterausblick (DE, UA)
In Deutschlands wichtigen Getreideanbaugebieten, darunter Niedersachsen im Raum Drentwede, ist in den kommenden drei Tagen überwiegend trockenes und saisonal mildes Wetter mit lediglich leichten, vereinzelten Schauern zu erwarten. Dies begünstigt die verbleibenden Feldarbeiten und die Logistik und stellt kein Qualitätsrisiko für gelagerten oder spät geernteten Hafer dar.
In der Ukraine prognostiziert der nationale Wetterdienst für die kommenden drei Tage wechselnde Bewölkung, kurze Schauer in Teilen des Nordens und Westens sowie nahezu normale Temperaturen. Für den wichtigsten Getreidegürtel gibt es keine Hinweise auf Unwetter. Da die Ernte im Wesentlichen abgeschlossen ist und der Transport den wichtigsten Engpass darstellt, bleibt das fundamentale Bild kurzfristig unverändert.
Fundamentaldaten und Markttreiber
- EU-Haferbilanz: Die jüngsten EU-Getreidepreisdaten bestätigen, dass die Futterhaferpreise im Monatsvergleich leicht gestiegen sind, aber weiterhin mehrere Prozent unter dem Vorjahresniveau liegen. Dies deutet trotz geringerer Aussaatflächen im Jahr 2026 auf komfortable Bestände hin.
- Futtermittelnachfrage: Nationale Futtermittelstatistiken und regionale Notierungen in Deutschland weisen auf eine stabile Nachfrage nach Mischfuttermitteln hin. Hafer behält gegenüber Gerste und Weizen eine Nischenrolle; Ende September ist kein Nachfrageschock erkennbar.
- Logistikrisiko im Schwarzen Meer: Anhaltende Störungen und die Umleitung von Getreideströmen weg vom Schwarzen Meer zwingen die Ukraine, alternative Absatzwege zu prüfen. Die derzeitigen Kapazitäten über die Donau und EU-Routen scheinen jedoch auszureichen, um einen akuten Inlandsüberschuss bei Hafer zu vermeiden.
3-Tage-Handels- und Preisausblick (DE, UA)
- Deutschland (EXW Drentwede): Für Futterhafer wird eine seitwärts gerichtete Preisentwicklung um 0.205 EUR/kg erwartet. Mit nachlassendem Erntedruck und der Deckung des kurzfristigen Bedarfs durch Käufer bei Preisrückgängen sind lediglich geringfügige, betriebsspezifische Basisbewegungen zu erwarten.
- Ukraine (FCA Odesa): Die Preise dürften in den kommenden drei Tagen nahe 0.19 EUR/kg bleiben. Nachrichten zu Frachtkosten und Korridoren könnten die Geld-Brief-Spannen vorübergehend ausweiten, doch kurzfristig ist kein klarer richtungsweisender Impuls erkennbar.
- Relativer Wert: Der geringe Aufschlag der deutschen EXW-Preise gegenüber den ukrainischen FCA-Niveaus dürfte aufgrund der höheren internen Logistikkosten und der insgesamt stärkeren EU-Nachfrage bestehen bleiben. Die Arbitrage bleibt jedoch durch Fracht- und Risikokosten eingeschränkt.
Insgesamt ist die kurzfristige Tendenz für Futterhafer in Deutschland und der Ukraine angesichts der weitgehend abgeschlossenen Ernte, des günstigen Wetters und des Fehlens unmittelbarer Logistik- oder Nachfrageschocks neutral bis leicht fest, bleibt jedoch auf eine sehr enge Spanne begrenzt.