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Futterhaferpreise in Deutschland und der Ukraine trotz Wetteraufheizung unverändert

Futterhaferpreise in Deutschland und der Ukraine trotz Wetteraufheizung unverändert

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Die Futterhaferpreise in Deutschland und der Ukraine bleiben stabil – trotz Hitze in Norddeutschland und ruhiger Bedingungen in der Südukraine. Kurzfristiger Ausblick: seitwärts.

Die Futterhaferpreise in Deutschland und der Ukraine bleiben stabil, ohne erkennbare Reaktion auf die aktuelle Hitzewelle in Norddeutschland oder das ruhige Wetter in der Südukraine. Kurzfristig sorgen feste Notierungen und eine komfortable Getreideverfügbarkeit für einen ruhigen Markt, doch Wetter und Erntefortschritt werden für die nächste Bewegung entscheidend sein. Nach mehreren Wochen seitwärts gerichteten Handels stehen die regionalen Futterhafermärkte in Deutschland (Raum Niedersachsen/Bremen) und in der Südukraine weiterhin unter Druck durch allgemein schwache Getreidekomplexe und gute Erwartungen an die neue Ernte. Die Wettermuster driften auseinander: Norddeutschland sieht sich mit heißen, teils gewittrigen Bedingungen konfrontiert, während die Region Odessa saisonal warm bleibt, ohne größere Extreme. Käufer scheinen für den näheren Zeitraum gut gedeckt zu sein, was das Aufwärtspotenzial begrenzt. Verkäufer mit Altbeständen treffen auf verhaltene Nachfrage, und die Aufmerksamkeit verlagert sich zunehmend auf Qualität und Logistik der neuen Ernte statt auf plötzliche Preissprünge.

Preise & Spreads

Aktuelle Indikationen (umgerechnet in EUR/t, ab Ursprung):

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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International sind börsengehandelte Hafer-Benchmarks Mitte Juni zusammen mit anderen Getreiden weiter gefallen, was komfortable globale Vorräte und ein verhaltenes spekulatives Interesse widerspiegelt.

Angebot & Nachfrage

Das europäische Haferangebot bleibt insgesamt reichlich, wobei die EU dank guter Aussichten in wichtigen Erzeugerländern, darunter Deutschland, zu den führenden globalen Produzenten und Exporteuren gehört. Die Schwäche in den breiteren Getreidemärkten, getrieben von günstigen Aussichten für Weizen und Grobgetreide, schlägt auf Hafer durch und begrenzt lokale Erholungen.

In der Ukraine haben sich die Logistik über das Schwarze Meer und alternative Routen im Vergleich zu den frühen Kriegsjahren verbessert, und die Getreideexportströme normalisieren sich zunehmend. Das hilft, lokale Überangebots-Schocks in Odessa zu verhindern, begrenzt aber zugleich mögliche Knappheitsprämien für Futterhafer. Exporteure priorisieren weiterhin Weizen und Mais, sodass Hafer ein kleinerer, nachlaufender Markt bleibt, in dem sich die Preise stärker an regionalen Futtergetreidewerten orientieren als an eigenständigen Haferfundamentaldaten.

Wetter & Kulturbedingungen (DE, UA)

Deutschland (Region Niedersachsen/Bremen – Proxy für Drentwede): Prognosen für den Raum Bremen in den kommenden Tagen deuten auf sehr warme Bedingungen mit Höchstwerten meist im oberen 20er bis niedrigen 30er °C-Bereich hin, örtlich begleitet von Gewittern, jedoch ohne ausgeprägte Kältephasen. Die Bodenfeuchte ist nach vorherigen Niederschlägen ausreichend, sodass die aktuelle Wärme eher die Bestandesentwicklung und das Abreifen der Sommergetreide beschleunigen dürfte, anstatt nennenswerte Ertragsschäden zu verursachen – vorausgesetzt, die Unwetter bleiben lokal begrenzt.

Ukraine (Region Odessa): Aktuelle regionale Einschätzungen zeigen saisonal warme, allgemein trockene bis mäßig trockene Bedingungen im Süden der Ukraine, ohne akute Witterungsextreme in den letzten Tagen, die die erwarteten Getreideerträge drastisch verändern würden. Für Hafer, der relativ kleine Flächen belegt, bestünde das Hauptrisiko in länger anhaltender Hitze- und Trockenstressphase näher zur Kornfüllung; dies ist im sehr kurzfristigen Ausblick noch nicht deutlich zu erkennen.

Fundamentaldaten & Markttreiber

  • Makrodruck im Getreidekomplex: Europäische Marktkommentare Mitte Juni verweisen auf anhaltenden Abwärtsdruck bei Getreidepreisen aufgrund guter Ernteerwartungen und hoher Eindeckungsgrade bei Verarbeitern im Vorfeld der neuen Ernte. Hafer folgt diesem übergeordneten Trend.
  • Logistik und Exportkorridore: Die Getreideexportlogistik der Ukraine über westliche Landrouten und einen verbesserten Zugang zum Schwarzen Meer hat strukturell Engpässe entschärft. Das bringt lokale Getreidepreise näher an das Weltmarktniveau und reduziert extreme regionale Preisspitzen.
  • Dünner Hafermarkt: Global bleibt Hafer ein relativ kleiner und illiquider Markt; Preise werden leicht von Entwicklungen in größeren Getreiden und von Verschiebungen zwischen Futter- und Lebensmittelnachfrage beeinflusst, eher als von hafer­spezifischen Schocks.

Kurzfristiger Ausblick & Handelsideen

Preis-Tendenz (nächste 1–2 Wochen): Seitwärts bis leicht schwächer, sofern Wetterrisi ken begrenzt bleiben und die Ernteerwartungen für Getreide in Europa und der Ukraine weiter günstig sind.

  • Futterkäufer (Deutschland, DE): Eine moderate Ausdehnung der Deckung in die frühe neue Ernte hinein kann erwogen werden, solange EXW-Niveaus um 179 EUR/t stabil bleiben, jedoch ohne Überdeckung angesichts der insgesamt bärischen Stimmung im Getreidekomplex.
  • Erzeuger (Deutschland, DE): Altbestände können bei kurzfristigen, wetterbedingten Preisaufschlägen zügiger abverkauft werden; bei Neugerste sollte eine gewisse Flexibilität bei den zu vermarktenden Mengen erhalten bleiben, falls lokale Witterungsthemen später in der Saison Unterstützung bieten.
  • Exporteure/Händler (Ukraine, UA): Da FCA-Indikationen in Odessa stabil sind und die Logistik vergleichsweise gut funktioniert, kann es sinnvoll sein, Margen gegen liquide internationale Getreide-Benchmarks zu sichern, da das Aufwärtspotenzial im Futterhafer begrenzt erscheint, sofern keine breitere Getreiderally einsetzt.

3-Tages-Preissignal (DE, UA)

  • Deutschland – Drentwede (EXW-Futterhafer): Stabil bis leicht schwächer in den nächsten drei Handelstagen, da heißes, aber nicht schädigendes Wetter und eine weiche Stimmung im Getreidekomplex gegen einen Preissprung sprechen.
  • Ukraine – Odessa (FCA-Futterhafer): Stabil im sehr kurzen Zeitraum, bei unveränderten Exportlogistiken und übergeordneten Getreidepreisen sowie ohne erwartete akute lokale Wetterschocks.
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