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Futterhafers bleiben in Deutschland stabil, geben in der Ukraine angesichts Schwarzes-Meer-Risiken nach

Futterhafers bleiben in Deutschland stabil, geben in der Ukraine angesichts Schwarzes-Meer-Risiken nach

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Kompaktes Update zum Futterhafermarkt: Deutsche EXW-Preise stabil, ukrainische FCA-Notierungen in Odessa geben nach, da Störungen im Schwarzen Meer, EU-Versorgung und Wetter die kurzfristige Marktlage prägen.

Futterhaferpreise in Deutschland sind unverändert, während ukrainische FCA-Notierungen in Odessa nachgegeben haben. Dies spiegelt Erntedruck und anhaltende Export­risiken im Schwarzen Meer wider, statt einer akuten lokalen Angebotsknappheit. Die europäischen Haferbilanzen bleiben zu Beginn der Saison 2025/26 komfortabel und begrenzen die Futterqualitäten, obwohl die Getreidemärkte insgesamt volatil sind. EU-Daten deuten auf eine steigende Haferproduktion und höhere Endbestände bis 2025/26 hin, was auf ein reichliches Futterangebot und einen nur moderaten Importbedarf schließen lässt. In der Ukraine begrenzen anhaltende Störungen der Logistik im Schwarzen Meer und eine schrittweise Verlagerung auf alternative Exportkorridore die Exportkapazitäten und -margen, haben sich bislang aber nicht in einem starken lokalen Preisanstieg für Futterhafer niedergeschlagen. Das kurzfristige Wetter in wichtigen Haferregionen Deutschlands und um Odessa ist gemischt, aber nicht extrem und deutet nur auf begrenzte kurzfristige Ertrags- oder Qualitätsrisiken hin.

Preise

Die Futterhaferpreise in Nordwestdeutschland sind Anfang August weitgehend stabil, mit EXW-Indikationen um 0,19 EUR/kg, unverändert gegenüber den letzten Sitzungen nach einer kleinen Korrektur Ende Juli. Dies spiegelt die frühe Verfügbarkeit der neuen Ernte und das Ausbleiben größerer Wetter- oder Logistikschocks in der Region wider.

Im Süden der Ukraine haben sich die FCA-Futterhafernotierungen in Odessa gegenüber Ende Juli leicht abgeschwächt und liegen bei rund 0,20 EUR/kg. Der Rückgang spiegelt Erntedruck und eingeschränkte Exportkanäle wider, da Fracht- und Risikoprämien einen Teil des Aufwärtspotenzials aus der gestörten Schwarzes-Meer-Anbindung absorbieren, statt in die Auszahlungspreise an die Erzeuger für Hafer durchzuschlagen.

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Angebot & Nachfrage

Für die EU insgesamt sind die Haferfundamentaldaten komfortabel. USDA/EU-Projektionen zeigen, dass die geerntete Fläche und Produktion von Hafer bis 2025/26 steigen, mit wachsenden Endbeständen. Dies weist auf ein insgesamt gut versorgtes Futtersegment hin und verringert die Notwendigkeit aggressiver Preisanreize zur Rationierung. Der Futterverbrauch wird ebenfalls leicht höher prognostiziert, bleibt jedoch durch die inländische Produktion und vorhandene Bestände gedeckt.

Das ukrainische Getreideexportsystem steht dagegen weiterhin unter Druck. Russische Angriffe auf die Infrastruktur im Schwarzen Meer haben die Aktivitäten an wichtigen Tiefsee-Terminals eingeschränkt und zeitweise das Einlaufen von Handelsschiffen gestoppt, was eine stärkere Abhängigkeit von Donau- und Landrouten erzwingt. Offizielle Stellen erwarten, dass alternative Korridore die benötigte Kapazität erst gegen Ende August erreichen und selbst dann nur etwa die Hälfte des Exportvolumens vor den Störungen abdecken. Dies begrenzt die Exportmöglichkeiten für Nebengetreide wie Hafer und verankert die lokalen Preise trotz globaler Angebotsbedenken.

Wetterausblick (DE, UA)

Das Kurzfristwetter in Norddeutschland, einschließlich Niedersachsen und angrenzender Haferanbaugebiete, weist in der nächsten Woche moderate Temperaturen und vereinzelte Schauer auf, was die späte Ernte und das Handling nach der Ernte unterstützt, mit nur kurzen Unterbrechungen der Feldarbeiten. Die Böden sind nach früheren Niederschlägen im Allgemeinen ausreichend versorgt, wodurch Ertragsstress begrenzt wird.

Rund um Odessa und im Süden der Ukraine deutet die 7‑Tage-Prognose auf warme, jahreszeittypische Bedingungen mit geringen Niederschlägen hin, was die laufende Getreideernte und Trocknung begünstigt, aber auf späteren Beständen etwas Feuchtigkeitsstress verursacht. Für Futterhafer ist das Muster insgesamt neutral: Es unterstützt Logistik und Qualität, dürfte das Angebot in der sehr kurzen Frist aber kaum spürbar verknappen.

Fundamentaldaten & Treiber

  • EU-Überschusstendenz: Steigende EU-Haferproduktion und -bestände für 2025/26 halten die regionale Bilanz komfortabel und dämpfen mögliche Spillover-Effekte aus der Volatilität bei Weizen und Mais.
  • Risikoprämie Schwarzes Meer: Wiederholte Raketen- und Drohnenangriffe auf die ukrainische Hafeninfrastruktur, darunter wichtige Getreideexportdrehkreuze, haben die Risikoprämien erhöht und die Ströme gestört, doch der Effekt ist bislang stärker in der Preisbildung für Weizen und Mais als in den lokalen Hafergeboten sichtbar.
  • Alternative Routen: Donau- und Landkorridore werden ausgebaut, dürften bis Ende August jedoch nur etwa 50 % der Exportkapazität vor der Krise erreichen, wodurch kurzfristig ein exportgetriebenes Aufwärtspotenzial für ukrainischen Futterhafer begrenzt wird.

Kurzfristiger Handelsausblick

  • Deutschland (DE): Bei stabilen EXW-Futterhaferpreisen und komfortabler EU-Versorgung dürften die Kassanotierungen in einer engen Spanne bleiben. Verkäufer mit Lagerkapazität können Verkäufe staffeln, kräftige Rallyes erscheinen jedoch unwahrscheinlich, solange es keinen breiteren, getreidegetriebenen Aufwärtsschub gibt.
  • Ukraine (UA): Die FCA-Notierungen in Odessa stehen durch Ernte und Logistikengpässe leicht unter Abwärtsdruck. Importkäufer in der EU könnten kurzfristige Chancen finden, sollten jedoch erhöhte Fracht- und Sicherheitskosten berücksichtigen, wenn sie mit lokalen deutschen Angeboten vergleichen.

3‑Tage-Richtungseinschätzung für Preise (EUR)

  • Deutschland – Drentwede, EXW-Futterhafer: Seitwärts bis leicht schwächer in den kommenden drei Tagen, mit Umsätzen voraussichtlich um 0,19 EUR/kg, da Ernteangebot mit stabiler Futternachfrage konkurriert.
  • Ukraine – Odessa, FCA-Futterhafer: Leichte Abwärtstendenz in der sehr kurzen Frist, mit Preisen voraussichtlich knapp unter den aktuellen Indikationen von 0,20 EUR/kg, sofern Ernteverkäufe anhalten und Exportengpässe bestehen bleiben.
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Live-Chart
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