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Gerstenmarkt bleibt stabil, da Werte für neue Ernte-Futtergerste sich einpendeln

Gerstenmarkt bleibt stabil, da Werte für neue Ernte-Futtergerste sich einpendeln

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Gerstenpreise bleiben stabil mit leichter Abwärtstendenz in den Kassa­märkten der EU und des Schwarzmeerraums, während SFE-Futtergersten-Futures flach und volumenarm bleiben.

Die Gerstenpreise sind derzeit stabil mit leicht weicher Tendenz im Kassageschäft, während die australischen Futtergersten-Futures entlang der Kurve flach und moderat im Backwardation-Verhältnis zu den nahe gelegenen Kassapreisen notieren. Das Ausbleiben frischer Handelsaktivität an der Sydney Futures Exchange (SFE) und nur moderate tägliche Bewegungen in den europäischen und Schwarzmeer-Kassaangeboten deuten auf einen ausgeglichenen Markt hin, der jedoch anfällig für Wetter- und Cross-Commodity-Bewegungen bei Weizen und Mais bleibt. Saatgerstenangebote in Deutschland und der Ukraine haben in den letzten Wochen leicht nachgegeben, während australische SFE-Futtergerstenkontrakte von Juli 2026 bis Anfang 2029 unveränderte Schlusskurse und geringe Umsätze aufweisen, was auf eine abwartende Haltung unter den Hedgern schließen lässt. Da Erntefortschritt und Ertragserwartungen weitgehend mit den bisherigen Annahmen übereinstimmen, konzentriert sich der Markt auf inkrementelle Veränderungen in der Exportnachfrage und der Getreidemischung der Mischfutterhersteller. Kurzfristig scheinen die Preise in einer Spanne gefangen, deutlichere Bewegungen sind voraussichtlich erst zu erwarten, wenn Wetter- oder Makroschocks die Erwartungen an das Futtergetreideangebot verändern.

Preise

Australische SFE-Futtergerste (nahe Juli 2026) hat zuletzt bei rund 303 AUD/t geschlossen, wobei nachfolgende 2026–2027er Kontrakte eng zwischen 308–314 AUD/t und spätere Termine (Januar 2028 und Januar 2029) um 326 AUD/t liegen, alle unverändert zum letzten Handelstag und bei null sichtbarem Volumen. In EUR umgerechnet implizieren die aktuellen nahe gelegenen Futures Werte im unteren bis mittleren Bereich der 180er EUR/t gegenüber physischen europäischen Angeboten im mittleren 180er EUR/t-Bereich.

Im physischen Markt wird deutsche Futtergerste ab Werk Drentwede mit etwa 0.183 EUR/kg (≈183 EUR/t) indiziert, ein leichter Rückgang gegenüber 0.187 EUR/kg zu Beginn der Woche. Ukrainische Futtergerstenangebote sind ebenfalls auf rund 0.167–0.180 EUR/kg (≈167–180 EUR/t) gesunken, je nach Standort und Incoterm, während höher spezifizierte Ware FCA Odessa/Kiew näher bei 0.19–0.20 EUR/kg (≈190–200 EUR/t) liegt. Insgesamt zeigt die Kurve eine leichte Entspannung bei Spot- und nahen Terminen, während weiter vorn datierte Futures flach bleiben.

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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*Futures-Werte aus AUD/t mit einem indikativem FX-Kurs in EUR/t umgerechnet.

Angebot & Nachfrage

Die flache SFE-Kurve und das Fehlen neuer Futures-Umsätze deuten darauf hin, dass die Marktteilnehmer kurzfristig keinen Angebotsschock bei australischer Futtergerste sehen und die aktuellen Produktionserwartungen weitgehend eingepreist sind. Weltweit konkurriert Gerste weiterhin mit Weizen und Mais in Futterrationen; die jüngsten kleinen Preisrückgänge bei ukrainischer FOB/CPT-Gerste signalisieren ausreichendes Exportangebot und einen aktiven Wettbewerb um Nachfrage im Nahen Osten und im Mittelmeerraum.

In der EU spiegelt die leichte Abschwächung der deutschen Ab-Werk-Preise den saisonalen Zufluss von neuerntiger Ware und eine vorsichtige Beschaffung durch Mischfutterhersteller wider, die sich die Flexibilität bewahren, je nach relativen Preisen zwischen Gerste, Weizen und Mais zu wechseln. Die Nachfrage seitens der Viehhalter bleibt stabil statt dynamisch, und es gibt bislang keine starken Hinweise auf eine nachfragegetriebene Verengung. In der Folge spricht die aktuelle Balance für eine komfortable Verfügbarkeit, die den kurzfristigen Aufwärtsspielraum bei den Preisen begrenzt.

Fundamentaldaten & Wetter

Fundamental befindet sich der Markt in einer Übergangsphase von alter zu neuer Ernte. Das Ausbleiben von Aufwärtsbewegungen entlang des SFE-Streifens, trotz des saisonalen Risikofensters, deutet darauf hin, dass sich die Ertragserwartungen in wichtigen Gerstenanbauregionen derzeit nicht nennenswert verschlechtern. Europäische physische Angebote spiegeln ebenfalls keine dringenden Sorgen hinsichtlich Qualität oder Mengen wider, mit lediglich kleinen, geordneten Preisänderungen in den letzten drei Wochen.

Das Wetter bleibt ein Beobachtungspunkt, insbesondere in noch laufenden Erntegebieten und für später reifende Gerste in Europa und im Schwarzmeerraum. Der aktuelle Preispfad legt nahe, dass etwaige Wetterprobleme entweder lokal begrenzt waren oder bereits über Cross-Markt-Bewegungen in anderen Getreiden eingepreist wurden. Sofern keine anhaltende Hitze oder übermäßige Niederschläge auftreten, die Ertrag oder Qualität gefährden, deuten die Fundamentaldaten auf einen weitgehend ausgeglichenen Gerstenmarkt mit begrenzten unmittelbaren bullischen Treibern hin.

Handelsausblick

  • Futterkäufer (EU & Importe): Aktuelle Spotniveaus um 180–185 EUR/t äquivalent für EU-Ursprung und hohe 160er EUR/t für ukrainische Gerste erscheinen für eine Teilabsicherung vernünftig. Erwägen Sie, zusätzliche Mengen in Kursrücksetzern schrittweise zu staffeln, statt kurzfristigen Rallys hinterherzulaufen.
  • Erzeuger (EU & Schwarzmeerraum): Da SFE- und Kassamärkte nur begrenzte Aufwärtsdynamik zeigen, sollten kleine Preisaufschläge genutzt werden, um Verkäufe auf gestaffelter Basis vorzuziehen, insbesondere für niedrigere Futterqualitäten, wobei Flexibilität für wetterbedingte Preisspitzen gewahrt bleiben sollte.
  • Händler: Die enge Spanne zwischen den umgerechneten australischen Futures und europäischen physischen Werten spricht eher für Range-Trading-Strategien und Relative-Value-Ansätze gegenüber Weizen und Mais, als für starke Richtungswetten ausschließlich in Gerste.

3-tägiger Richtungsindikator

  • SFE-Futtergerste (Australien): Seitwärts; sehr geringes Volumen und flache Kurve liefern kaum kurzfristige Richtungssignale.
  • Deutschland EXW-Futtergerste: Leicht abwärtsgerichtete Tendenz im Zuge des anhaltenden Drucks der neuen Ernte und vorsichtiger Nachfrage.
  • Ukraine Exportgerste (CPT/FOB): Überwiegend seitwärts, mit leichtem Abwärtsrisiko, falls sich der Wettbewerb aus anderen Herkünften in nahe gelegenen Ausschreibungen verschärft.
BASIC
Live-Chart
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