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Indische Selleriesamenpreise halten sich stabil, während der Monsun unbeständig bleibt

Indische Selleriesamenpreise halten sich stabil, während der Monsun unbeständig bleibt

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Die in EUR notierten Preise für indische Selleriesamen bleiben stabil bis leicht fester, während der Monsun 2026 über wichtigen Anbaugebieten nachlässt und eine moderate Aufwärtsrisikoprämie schafft.

Die Preise für indische Selleriesamen sind insgesamt stabil bis leicht fester, wobei FCA‑Notierungen in Neu‑Delhi leicht anziehen, während FOB‑Exportangebote unverändert bleiben. Die Wetterrisiken verschieben sich: Der Monsun hat ganz Indien erreicht, doch das IMD signalisiert nun nachlassende Niederschläge und unterdurchschnittliche Regenmengen im Juli für weite Teile des Landes, einschließlich Zentralindien und Teilen Nordwestindiens. Die kurzfristige Preisrichtung hängt davon ab, wie schnell sich die Niederschläge in den wichtigen Anbaugebieten von Rajasthan und Madhya Pradesh normalisieren und wie sich die Exportnachfrage seitens Gewürzekäufern entwickelt. Die indischen Selleriesamenmärkte gehen ohne größeren Angebotsschock, aber mit vorsichtigem Ton in die zweite Julihälfte. Der Südwestmonsun ist über das ganze Land vorgerückt, doch IMD und Medienberichte weisen nun auf eine bevorstehende Phase schwächerer, unterdurchschnittlicher Niederschläge hin, insbesondere über den zentralen und nordwestlichen Regionen. Für Selleriesamen, die überwiegend in trockeneren Regionen Nord- und Zentralindiens angebaut werden, wirft dies Fragen zur Kornfüllung und zum Ertragspotenzial auf, falls die Bodenfeuchte dauerhaft zu gering bleibt. Gleichzeitig bleibt die Exportparität im Vergleich zu anderen Gewürzsamen wettbewerbsfähig und stützt das Interesse ausländischer Käufer, die Bestände wieder aufbauen wollen. Da die Preise in Neu‑Delhi auf FCA‑Basis leicht steigen und FOB‑Angebote unverändert sind, wirkt der Markt ausgeglichen, reagiert aber empfindlich auf weitere Herabstufungen beim Monsun oder logistische Störungen.

Preise

Inlands- und Exportindikationen für konventionelle 99% ganze Selleriesamen indischen Ursprungs, ex/Neu‑Delhi, sind in EUR ausgedrückt stabil bis leicht fester. Die FCA‑Werte sind in der vergangenen Woche moderat gestiegen, während FOB‑Angebote unverändert blieben, was auf anhaltenden Wettbewerb unter den Exporteuren und ein beherrschbares kurzfristiges Angebot hindeutet.

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Die flache FOB‑Kurve deutet darauf hin, dass Exporteure weiterhin bereit sind, Forward‑Mengen zu aktuellen Margen anzubieten, während der leichte FCA‑Anstieg eine festere lokale Nachfrage und eine gewisse wetterbedingte Vorsicht widerspiegelt. Die Preisdifferenzierung zwischen FCA und FOB zeigt zudem, dass derzeit vor allem Logistik- und Margenkomponenten, nicht jedoch eine Rohwarenknappheit, die Haupttreiber sind.

Angebot & Nachfrage

Der Südwestmonsun hat mittlerweile ganz Indien erfasst, doch das IMD und mehrere nationale Medien heben hervor, dass die aktive Phase beendet ist und mit nachlassenden Niederschlägen zu rechnen ist, wobei für Juli in weiten Teilen des Landes unterdurchschnittliche Gesamtniederschläge wahrscheinlich sind. Für Nord- und Zentralindien – wo sich die Anbaugebiete von Sellerie-, Kreuzkümmel- und Ajwainsamen überschneiden – bedeutet dies eine stärkere Abhängigkeit von gespeicherter Bodenfeuchte und rechtzeitigen Schauern während der kritischen vegetativen Phasen.

Zugleich deutet die saisonale Prognose für den gesamten Zeitraum Juni–September auf einen unterdurchschnittlichen Monsun von rund 90% des langjährigen Mittels hin, was mit einem sich entwickelnden El‑Niño‑Muster in Verbindung gebracht wird. Sellerie ist zwar im Vergleich zu einigen anderen Gewürzen relativ dürreresistent, anhaltende Defizite könnten jedoch die Erträge schmälern und die marktfähige Korngröße verringern. Auf der Nachfrageseite bauen internationale Gewürzekäufer ihre Lagerbestände nach zuvor schwächeren Preisen bei konkurrierenden Samen allmählich wieder auf. Stabile FOB‑Angebote aus Indien, kombiniert mit witterungsbedingter Unsicherheit anderswo, halten Indien im Zentrum der globalen Beschaffung von Selleriesamen.

Wetter & Ernteausblick (Indien)

Aktuelle IMD‑Hinweise und Regierungsberichte zeigen, dass nach einer Phase heftiger Niederschläge beim Vorrücken des Monsuns die Regenfälle über Nordwest- und Zentralindien nun gedämpft ausfallen dürften, mit nur vereinzelten bis verstreuten Schauern über Bundesstaaten wie Rajasthan, Uttar Pradesh und angrenzenden Regionen in den kommenden Tagen. Landwirtschaftliche Bulletins für Rajasthan bestätigen, dass die Niederschläge bis Ende Juni in einigen Distrikten um ein nahezu normales bis leicht überdurchschnittliches Niveau geschwankt haben, Prognosemodelle aber bei anhaltender Abschwächung zunehmende Defizite im Juli anzeigen.

Für Selleriesamenanbauer in Nord- und Zentralindien hat dieses Muster zwei Implikationen. Erstens speichern die Böden in vielen Regionen derzeit noch ausreichend Feuchtigkeit, wodurch akuter Stress begrenzt wird. Zweitens könnten bei anhaltend unterdurchschnittlichen Regenfällen bis Ende Juli und in den August hinein im Rahmen eines insgesamt schwachen Monsunszenarios, die Kornfüllung und die Enderträge begrenzt werden, insbesondere auf leichten Böden oder nicht bewässerten Flächen. Marktteilnehmer sollten daher die aktuell stabilen Preise als davon abhängig betrachten, dass sich die Niederschlagssituation in den nächsten 2–3 Wochen nicht weiter verschlechtert.

Fundamentaldaten & Markttreiber

  • Aufkommende Monsun‑Risikoprämie: Da offizielle Prognosen nun auf unterdurchschnittliche Niederschläge im Juli landesweit und auf eine insgesamt schwächere Monsunsaison infolge von El Niño hinweisen, beginnen Händler, mögliche Ertragskürzungen bei Gewürzsamen, einschließlich Sellerie, einzupreisen.
  • Ausgeglichenes kurzfristiges physisches Angebot: Das Ausbleiben eines deutlichen FOB‑Anstiegs trotz festerer FCA‑Notierungen legt nahe, dass die derzeitigen Pipelinebestände und die Verfügbarkeit aus Altware komfortabel bleiben und einen Engpass in den kurzfristigen Exportprogrammen verhindern.
  • Relativer Wert gegenüber anderen Gewürzen: Im Vergleich zu volatileren Samen wie Kreuzkümmel erscheinen indische Selleriesamen in EUR für europäische und nahöstliche Blending‑Unternehmen angemessen bewertet und stützen eine stetige Forward‑Nachfrage.

3–7‑Tage‑Preis- & Handelsausblick

  • Physische Käufer (EU, MENA): Erwägen Sie, den kurzfristigen Bedarf (1–2 Monate) zu aktuellen, in EUR denominierten FOB‑Niveaus zu decken und für das 4. Quartal etwas Aufwärtspotenzial offenzulassen, falls sich El‑Niño‑bedingte Monsundefizite verschärfen.
  • Indische Händler/Exporteure: Halten Sie ein maßvolles Long‑Engagement in physischen Beständen; vermeiden Sie Überverpflichtungen im Forward‑Geschäft mit engen Margen, bis mehr Klarheit über die Niederschläge Ende Juli in Rajasthan und Madhya Pradesh besteht.
  • Industrielle Anwender: Nutzen Sie die derzeitige Stabilität, um das Herkunftrisiko zu diversifizieren, behalten Sie Indien aber als Kernlieferant bei, da das wetterbedingte Aufwärtsrisiko derzeit das Abwärtsrisiko überwiegt.

3‑Tage‑regionale Preisindikation (Richtung, EUR)

  • Neu‑Delhi – FCA Indien (99% ganz): Leicht festerer Bias in EUR über die nächsten 3 Tage aufgrund anhaltender lokaler Käufe und Monsunbedenken; das Ausmaß dürfte moderat bleiben.
  • Neu‑Delhi – FOB Indien (99% ganz): Weitgehend stabil in EUR, mit leichtem Aufwärtsrisiko, falls Exportanfragen zunehmen oder neue Berichte tiefere Niederschlagsdefizite in den wichtigen Anbaugebieten bestätigen.
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