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Mandelpreise ziehen leicht an, da die EU Zölle lockert und Wetterrisiken gemischt bleiben

Mandelpreise ziehen leicht an, da die EU Zölle lockert und Wetterrisiken gemischt bleiben

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Mandelpreise in Spanien und den USA ziehen angesichts EU‑Zollerleichterungen, solider Nachfrage und moderater Wetterrisiken an. Kompakter Preis- und Handelsausblick für Juli 2026.

Die Mandelpreise in Spanien und den USA tendieren leicht fester. Getragen werden sie von einer robusteren Nachfrage aus der EU und wetterbedingten Risikoprämien, während die fundamentalen Angebotserwartungen insgesamt weiterhin komfortabel bleiben. Die neu vereinbarte zollfreie EU‑Kontingentregelung (0 % Zollsatz) für US‑Mandeln und eine saisonal starke Nachfrage nach Kernen stützen Aufschläge für Qualität und Herkunft. Die Spotmärkte zeigen sich ruhig, aber fester, wobei spanische Sorten wie Marcona und Valencia leicht anziehen und US‑Nonpareil und Carmel in Euro gerechnet ebenfalls höher notieren. Käufer in Europa bauen ihre Absicherung für das Vermarktungsjahr 2026/27 aus, begünstigt durch den verbesserten Zugang zu US‑Ware, aber aufmerksam gegenüber Hitze- und Trockenperioden in den mediterranen Anbaugebieten. In Kalifornien bestätigt der jüngste USDA‑Ausblick für Obst und Schalenobst nur eine geringfügig niedrigere Mandelproduktion im Jahresvergleich. Damit bleibt die Gesamtbilanz reichlich, aber nicht belastend, während jüngste europäische Hitzewarnungen ein Wetter‑Fundament unter den iberischen Notierungen halten.

Preise

Die unten genannten Preise sind unverbindliche aktuelle Arbeitsniveaus und zur Vergleichbarkeit in EUR umgerechnet (1 USD ≈ 0,92 EUR).

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Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Europäische Großhandels‑Benchmarkdaten zeigen Mandeln bei rund 2,6 EUR/kg für Standardqualitäten in Rungis, was auf einen gesunden, aber nicht überhitzten nachgelagerten Markt hindeutet.

Angebots- & Nachfragefaktoren

Der jüngste USDA‑Ausblick für Obst und Schalenobst (Juli 2026) bestätigt ein insgesamt stabiles Bild für das US‑Mandelangebot, mit einer kalifornischen Produktion 2026 nur leicht unter Vorjahr und weiterhin komfortablen Beständen. Dies begrenzt erhebliches Aufwärtspotenzial, lässt aber Raum für eine moderate Preissteigerung bei kräftiger Nachfrage.

Auf der Nachfrageseite bleibt die EU der wichtigste Wachstumstreiber. Die jüngste EU‑US‑Vereinbarung über ein zollfreies Kontingent (0 % Zollsatz) für zulässige US‑Mandelimporte ist ein deutlich bullischer Faktor für die Handelsströme, da sie die Preiswettbewerbsfähigkeit kalifornischer Kerne in Europa verbessert und Forward‑Sales‑Programme der US‑Händler unterstützt. Erste Hinweise von Branchenanalysten deuten infolgedessen auf einen regen Abschluss von Exportgeschäften für die neue Ernte in Richtung Europa hin.

Das inländische spanische Angebot dürfte sich in der Kampagne 2025/26 im Vergleich zu den vorangegangenen dürrebedingten Schwachjahren deutlich erholen, so die – früh in der Saison veröffentlichten – Prognosen des nationalen Landwirtschaftsministeriums. Zusammen mit dem leichteren Zugang zu US‑Ware deutet dies insgesamt auf einen gut versorgten europäischen Markt hin, wobei die Preisstärke eher durch Wetterrisiken, Qualitätsdifferenzen und Logistik als durch absolute Knappheit getrieben wird.

Wetter- & Erntebedingungen (ES, US)

In Spanien gehörte der Juni 2026 zu den wärmsten und trockensten Juni‑Monaten seit Beginn der Aufzeichnungen. Die nationale Wetterbehörde meldete „äußerst warme“ und „sehr trockene“ Bedingungen, insbesondere in weiten Teilen des Landesinneren. Anfang Juli kam es zu verbreiteten Hitzealarmen, einschließlich roter Warnstufen in wichtigen inneren und östlichen Regionen, allerdings ohne lang anhaltende, rekordbrechende Extremwerte.

Zuletzt verzeichneten Teile der Extremadura – eine bedeutende Mandelanbauregion – Ende Juli eine gewisse thermische Entlastung. Öffentlich‑rechtliche Sender berichteten von weniger intensiver Hitze als üblich für die Hochsommerzeit. Insgesamt sind die aktuellen Bedingungen nicht so gravierend, dass sie die Ernteaussichten 2026 wesentlich verändern würden. Die kumulierte Hitze und lokale Trockenheit rechtfertigen jedoch eine moderate Wetterprämie in den spanischen Kernpreisen, insbesondere für hochpreisige Marcona‑ und Valencia‑Typen.

In Kalifornien deuten Marktkommentare und Positionsdaten im USDA‑Ausblick vom Juli 2026 darauf hin, dass die Bäume die Saison insgesamt in recht gutem Zustand überstanden haben, ohne großflächige witterungsbedingte Schäden an der aktuellen Ernte. Während sich die breitere US‑Diskussion auf Hitzewellen und El‑Niño‑bedingte Volatilität konzentriert, weisen jüngste Berichte nicht auf unmittelbare, groß angelegte Schäden in Mandelanlagen hin. Kurzfristig bleibt das Wetter damit ein nachgeordneter Treiber gegenüber Handelspolitik und Nachfrage.

Fundamentaldaten & Handelsströme

Die US‑Ausfuhren bleiben robust, wie die jüngsten Positionsberichte des Almond Board mit solider Exportentwicklung und einem guten Tempo der Forward‑Verkäufe in die Saison 2026/27 zeigen. Das neue zollfreie EU‑Kontingent (0 % Zollsatz) dürfte zusätzliche Volumina verstärkt in Richtung europäischer Käufer lenken, die US‑Kerne nun zu wettbewerbsfähigeren Einstandspreisen sichern können.

Spanische Verarbeiter stehen unter dem doppelten Einfluss dieses günstigeren US‑Zuflusses und des sich erholenden heimischen Angebots. Frühere Einschätzungen des Ministeriums hoben eine voraussichtlich rekordhohe spanische Mandelernte 2025/26 hervor, getrieben durch Flächenausweitungen und bessere Erträge nach zwei schwierigen Saisons. Dies bedeutet, dass Aufschläge für spanische Herkunft – insbesondere für Marcona – zunehmend durch Qualität, Kaliber und Herkunftsmarken gerechtfertigt sein werden und weniger durch reine Knappheit.

Auf Verbraucherebene bleibt die Nussnachfrage in der EU robust, gestützt durch Gesundheitstrends und stabile Einzelhandelspreise, was sich in mittleren Großhandelsbenchmarks widerspiegelt. Insgesamt sind die Fundamentaldaten mit einem leicht festen, aber nicht explosiven Preisumfeld vereinbar.

Kurzfristiger Ausblick & Handelsideen

Markttendenz (nächste 2–4 Wochen): leicht bullische EUR‑Preise mit einer festen Untergrenze und begrenztem Aufwärtspotenzial ohne neue Wetter‑ oder Politikschocks.

  • EU-/spanische Käufer: Erwägen Sie eine moderate Ausweitung der Deckung bei spanischen Marcona‑ und Valencia‑Sorten, solange die Preise nur wenig über den jüngsten Tiefständen liegen, mit Fokus auf Qualitätslose und flexible Lieferfenster.
  • Industrieabnehmer im Euroraum: Nutzen Sie die verbesserten US‑EU‑Handelsbedingungen, indem Sie mit US‑Nonpareil‑ und Carmel‑Kernen diversifizieren, insbesondere für Standard- und Verarbeitungsqualitäten, bei denen die Herkunft weniger entscheidend ist.
  • Erzeuger (ES, US): Nutzen Sie die aktuelle Festigkeit, um einen Teil der Produktion 2026/27 – insbesondere Premium‑Kaliber – abzusichern, während Sie etwas Aufwärtspotenzial offenlassen für den Fall, dass spätsommerliche Wetterprobleme das Angebot verknappen.
  • Händler: Beobachten Sie die Wetterentwicklung in Spanien und weitere Signale zur Nutzung des EU‑Kontingents; ein rasches Ausschöpfen der zollfreien Quote (0 % TRQ) könnte die Spanne zwischen US‑ und spanischen Herkünften in EUR vorübergehend ausweiten.

3‑Tage‑Regionale Preisindikation (Richtung)

  • Spanien (FOB Madrid, Hauptkerntypen): Leicht festerer Bias in den nächsten drei Tagen, mit begrenztem Aufwärtspotenzial, getrieben durch anhaltendes Hitzerisiko und stabile Nachfrage seitens der EU‑Käufer.
  • USA (FAS/FOB, kalifornische Kerne in die EU): Stabil bis leicht höher in EUR, gestützt durch einen weicheren USD und starkes Interesse nach der Ankündigung des zollfreien EU‑Kontingents (0 %), jedoch begrenzt durch ein komfortables US‑Angebot.
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