Mexikanische Pekannusspreise bleiben stabil, während sich der Ausblick für die Ernte 2025/26 eintrübt
Mexikanische Pekannusspreise bleiben mit nur minimalen Bewegungen fest, da eine kleinere Ernte 2025/26 und eine stabile Weltmarktnachfrage einen stabil bis festen EUR-Preisausblick stützen.
Preise
FOB-Preise ab Mexiko-Stadt (ungefähr, umgerechnet in EUR bei 1 USD = 0,92 EUR):
Hälften wurden den gesamten Juli über in einer engen Spanne gehandelt, ohne Nettoveränderung im Wochenvergleich zum letzten Stand, während biologische Bruchkerne über mehrere Wochen hinweg nur minimal angezogen haben. Die sehr kleinen Preisschritte deuten auf einen Markt hin, der fundamental leicht unterstützt ist, aber keinem aggressiven kurzfristigen Kaufdruck ausgesetzt ist.
Angebot & Nachfrage
Das weltweite Angebot an Pekannüssen wird von den Vereinigten Staaten und Mexiko dominiert. Aktuelle Daten der internationalen Nussindustrie zeigen, dass die mexikanische Ernte von rund 64.800 Tonnen in 2024/25 auf etwa 47.500 Tonnen in 2025/26 zurückgehen dürfte, wodurch sich das Gesamtangebot verringert, obwohl die Anfangsbestände weiterhin gering bleiben. Dies begrenzt die Exportverfügbarkeit im Vergleich zur vergangenen Saison.
In den Vereinigten Staaten wird für 2025/26 ein leichtes Produktionsplus erwartet, das den kleineren mexikanischen Ertrag auf globaler Ebene teilweise ausgleicht, insgesamt dürfte die Weltproduktion jedoch leicht unter dem Vorjahresniveau liegen. Der Verbrauch, insbesondere in Nordamerika und aufstrebenden asiatischen Märkten, dürfte fest bleiben, sodass nur begrenzter Spielraum für einen Bestandsaufbau bleibt. Anwender, die stark von Ware mexikanischen Ursprungs abhängig sind, sollten daher in den kommenden Monaten nicht mit einer Rückkehr zu deutlich niedrigeren Preisen rechnen.
Wetter & Erntebedingungen (Mexiko)
Die Pekannussproduktion in Mexiko konzentriert sich auf nördliche Bundesstaaten wie Chihuahua und Coahuila, wo die Plantagen sehr empfindlich auf Hitze und Wasserverfügbarkeit reagieren. Historische agronomische und handelsbezogene Berichte unterstreichen, dass Wasserzugang und Temperaturschwankungen in diesen Regionen entscheidende Faktoren für Nussgröße und Kernelqualität sind.
In den vergangenen Tagen wurden aus diesen nördlichen mexikanischen Bundesstaaten keine größeren neuen Wetterextreme oder Schadensmeldungen bekannt, die die aktuellen Erwartungen an die Ernte 2025/26 wesentlich verändern würden. Vorliegende regionale wirtschaftliche und klimatische Referenzen für Chihuahua bis Ende Frühjahr 2026 deuten auf normale Schwankungen hin, nicht jedoch auf einen strukturellen Schock für die Erzeugung von Baumnüssen in diesem Jahr. Kurzfristig scheinen die Anbaubedingungen neutral für die Preisrichtung zu sein.
Fundamentaldaten & Markttreiber
Internationale Statistiken zu Pekannüssen für 2024/25 und 2025/26 deuten darauf hin, dass das weltweite Gesamtangebot zwar ausreichend, aber nicht übermäßig ist. Der erwartete Rückgang der Erntemenge in Mexiko ist die auffälligste Veränderung von eher bärisch zu eher bullisch auf der Angebotsseite, auch wenn die US-Produktion moderat zunimmt. Die globalen Endbestände dürften nur leicht steigen, was bedeutet, dass sich jede Nachfraseüberraschung relativ rasch in den Preisen niederschlagen würde.
Analysen zur Preisbildung bei Pekannüssen zeigen, dass Preisreaktionen auf Ungleichgewichte von Angebot und Nachfrage tendenziell mit Verzögerung über die Vermarktungssaisons hinweg einsetzen und dass Schalenware und Kerne teils unterschiedlich auf fundamentale Veränderungen reagieren. Die aktuelle Stabilität der Preise für mexikanische Kerne und Hälften passt daher zu einem Markt, der sich von einem Großerntejahr in ein knapperes Jahr bewegt, wobei die Marktteilnehmer auf klarere Hinweise zu den Neusaison-Erträgen und Exportströmen warten, bevor sie die Preise aggressiver neu bewerten.
Handelsausblick (nächste 1–3 Monate)
- Tendenz: Stabil bis fest für mexikanische Pekannusshälften und biologische Bruchkerne angesichts der erwarteten kleineren mexikanischen Ernte 2025/26 und der festen globalen Nachfrage.
- Käufer: Endabnehmer mit Bedarf für Q4 2026–Q1 2027 sollten erwägen, einen Teil ihrer Anforderungen zu den aktuellen EUR-Niveaus zu sichern, insbesondere bei Bio-Kernen, wo sich die Zuschläge bei Angebotsverengung ausweiten könnten.
- Verkäufer: Mexikanische Anbieter können ein Angebotsniveau nahe den aktuellen Preisen beibehalten und zunächst die Signale zur US-Ernte und zur Exportnachfrage beobachten, bevor sie nennenswerte Abschläge gewähren.
- Risiken: Aufwärtsrisiken ergeben sich aus möglichen witterungsbedingten Problemen in Nordmexiko spät in der Saison oder Qualitätsproblemen bei der US-Ernte; Abwärtsrisiken würden eine deutlich schwächere Nachfrage oder eine stärker als erwartete US-Produktion voraussetzen.
3‑Tage-Preisindikation (Region: MX)
Angesichts des Ausbleibens neuer Angebots- oder Wetterschocks und der sehr engen jüngsten Handelsspanne dürften die mexikanischen FOB-Pekannusspreise in den nächsten drei Tagen weitgehend unverändert bleiben:
- Konventionelle Pekannusshälften (FOB Mexiko-Stadt, MX): ~24,6–24,8 EUR/kg, stabile Tendenz.
- Biologische gebrochene Pekannusskerne (FOB Mexiko-Stadt, MX): ~19,8–20,0 EUR/kg, stabil bis leicht fester, falls sich die Nachfrage im Nahbereich verbessert.
Die kurzfristige Volatilität dürfte minimal bleiben, sofern keine unerwarteten Exportausschreibungen oder wetterbedingten Schlagzeilen auftreten; die Spannen zwischen Hälften und Bruchkernen sollten nahe den aktuellen Niveaus bleiben.