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Türkische Rosinenpreise bleiben stabil: Wetter weiterhin günstig, Frachtkosten steigen

Türkische Rosinenpreise bleiben stabil: Wetter weiterhin günstig, Frachtkosten steigen

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Kompaktes Update Juni 2026 zu türkischen Rosinenpreisen, Angebot, Wetter in Malatya und steigenden Frachtkosten plus 3‑Tage-Ausblick und Handelsleitfaden.

Die Preise für türkische Rosinen zeigen sich in dieser Woche weitgehend stabil. Malatya-Sultaninen handeln in einer engen Spanne, während die globalen Frachtkosten zulegen und sich die Weinberge weiterhin in gutem Zustand präsentieren. Ein knappes, aber ausreichendes Angebot und eine schwache Nachfrage halten den Markt in einem fragilen Gleichgewicht, während steigende Containerfrachten ein moderates Aufwärtsrisiko für Exportangebote darstellen. Türkische Sultana-Weinberge werden nach einem überwiegend günstigen Frühjahr als in sehr gutem Zustand gemeldet, wobei Hagel in dieser Phase der Saison als das wichtigste Wetterrisiko gilt. Die Nachfrage nach Trockenfrüchten, einschließlich Sultaninen, bleibt verhalten. Dies begrenzt die Möglichkeit der Exporteure, die Preise anzuheben, obwohl die Logistikkosten auf den Asien–Europa-Routen steigen. Jüngste Berichte zum Containermarkt deuten auf ein festeres Frachtumfeld nach Europa und ins Mittelmeer hin, sodass CIF-Angebote allmählich höher tendieren könnten, selbst wenn FOB-Niveaus in der Türkei kurzfristig unverändert bleiben.

Preise

Alle Preise wurden zu Vergleichszwecken mit einem indikativem Kurs von 1,00 USD = 0,93 EUR umgerechnet.

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Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Die Preise für türkische Sultaninen in Malatya sind im Wochenvergleich unverändert, nachdem es Anfang Juni zu einer deutlichen Anpassung bei den FOB-Notierungen für Typ 9 gekommen war. Chinesische RTU-Ware ab Hamburg hat sich in den letzten Tagen leicht befestigt und den Abschlag gegenüber türkischer Ware verringert.

Angebot & Nachfrage

Jüngste Marktberichte für Trockenfrüchte aus der Türkei zeigen, dass sich die Sultana-Weinberge in sehr gutem Zustand befinden, bislang keine größeren Wetterschäden gemeldet wurden und Hagel als das wichtigste verbleibende Risiko gilt. Dies stützt die Erwartung einer komfortablen Ernte 2026/27, sofern die aktuellen Bedingungen anhalten.

Gleichzeitig wird die Nachfrage nach Sultaninen als schwach beschrieben; Käufer agieren vorsichtig und haben keinen Zeitdruck, sich langfristig einzudecken. Dies steht im Einklang mit der derzeit flachen Preisstruktur und der bislang begrenzten Reaktion auf steigende Frachtkosten. Die türkischen Trockenobstexporte bleiben insgesamt solide, aber im Wert nicht außergewöhnlich, wobei Rosinen weiterhin der wichtigste Beitragsträger innerhalb der Kategorie sind.

Fundamentaldaten & Logistik

Für das Wetter in Malatya in den kommenden drei Tagen wird überwiegend sonnig bis leicht bewölkt mit Tageshöchstwerten um 29–31°C und kühlen Nächten bei etwa 14–16°C prognostiziert. Diese Bedingungen unterstützen das Rebenwachstum und das Trocknungspotenzial und stellen derzeit keine unmittelbare Bedrohung für die Traubenernte 2026 dar.

Auf der Logistikseite sind die Containerfrachtraten auf den Routen Asien–Europa und Asien–Mittelmeer im Juni deutlich gestiegen – vor dem üblichen saisonalen Höhepunkt, getrieben durch Kapazitätssteuerung und weiterhin bestehende Umleitungen um Konfliktgebiete. Branchenbenchmarks zeigen, dass die Asien–Europa-Spotraten allein in der letzten Woche um mehr als 10 % gestiegen sind; die Verkehre Asien–Mittelmeer haben sich sogar noch stärker befestigt, und beide liegen nun deutlich über den Höchstständen des Vorjahres. Auch wenn die Verbindungen Türkei–EU nicht im Zentrum dieser Erhöhungen stehen, sehen sich Exporteure mit einem deutlich teureren Frachtumfeld als noch zu Jahresbeginn konfrontiert.

Kurzfristiger Ausblick & Handelsideen

Marktausblick (nächste 1–2 Wochen)

  • Bei stabilem Wetter und schwacher Nachfrage dürften die türkischen FOB-Preise für Rosinen in der sehr kurzen Frist in einer Handelsspanne bleiben.
  • Allerdings erhöhen sich mit den fester tendierenden globalen Containerraten die Chancen auf einen graduellen Aufwärtstrend der CIF-Angebote nach Europa und in den Nahen Osten, sobald Logistikzuschläge durchschlagen.
  • Etwaige Hagelereignisse oder lokale Sturmschäden in wichtigen Sultana-Anbaugebieten würden die Marktstimmung rasch bullischer werden lassen, doch derzeit sind keine entsprechenden Ereignisse in der Prognose.

Handelsempfehlungen

  • Importeure: Erwägen Sie, den physischen Bedarf für Q3 bei türkischen Sultaninen jetzt zu decken, solange die FOB-Preise seitwärts tendieren, verhandeln Sie jedoch Frachtnachträge oder gesplittete Angebote (FOB vs. CIF), um steigende Seefrachtkosten zu managen.
  • Abpacker in Europa: Vergleichen Sie türkische Angebote mit chinesischer RTU-Ware und anderen Herkünften; der jüngste Anstieg der chinesischen FCA-Notierungen verringert den Preisabstand und stützt eine anhaltende Fokussierung auf die Türkei für höherwertige Qualitäten.
  • Türkische Exporteure: Sichern Sie sich nach Möglichkeit frühzeitig Containerkapazitäten für Juli–August-Ladungen und berücksichtigen Sie weitere Frachtvolatilität bei der Festlegung der Angebotsgültigkeit.

3‑Tage-Richtung der regionalen Preise (EUR)

  • Malatya, TR – FOB Sultaninen (alle Qualitäten): Preise in den nächsten drei Tagen voraussichtlich stabil, mit leichtem Aufwärtspotenzial nur bei einem plötzlichen, starken Anstieg der Frachtzuschläge.
  • Malatya, TR – CIF wichtige EU-Häfen: Es wird ein leicht festerer Ton erwartet, da höhere Containerbenchmarks nach Europa und ins Mittelmeer schrittweise in den Angeboten reflektiert werden.
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