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Chinesische Rosinen steigen leicht, während Käufer Sommernachfrage testen

Chinesische Rosinen steigen leicht, während Käufer Sommernachfrage testen

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Chinesische Rosinenpreise ziehen durch stabile Exportnachfrage und stabiles Wetter in Xinjiang leicht an. Wichtige Preisniveaus, Treiber und 3‑Tage‑Ausblick in EUR.

Die chinesischen Rosinenpreise ziehen Ende Juni leicht an, gestützt durch anhaltendes Exportinteresse und überwiegend günstiges Wetter in wichtigen Traubenregionen. Die Bewegung bleibt moderat, wobei China weiterhin preislich wettbewerbsfähig gegenüber türkischen und indischen Herkünften ist. Die Rosinenmärkte zeigen sich derzeit ruhig, aber mit festem Unterton. Chinesische Sultanas haben in der vergangenen Woche leicht hinzugewonnen, während indische Preise unverändert sind und türkische Angebote mit einem Aufschlag gehandelt werden. Das Wetter in Xinjiang und anderen chinesischen Traubengürteln war saisonal warm bis heiß, ohne größere Stresssignale, sodass sich die Marktteilnehmer stärker auf Handelsströme als auf Ernte­risiken konzentrieren. Global sind Sultanas weiterhin gut versorgt, doch die starke Nachfrage nach prompten Verschiffungen aus der Türkei bildet eine generelle Untergrenze für die Preise und stützt indirekt chinesische Angebote.

Preise

Alle Preise umgerechnet in EUR/kg (ca. 1 EUR = 1,08 USD; 1 EUR = 90 INR; gerundet).

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Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Im indischen Maharashtra werden durchschnittliche Großhandelspreise für Trockentrauben bei rund 20.701 INR pro Quintal (≈ 2,56 EUR/kg) gemeldet, im Einklang mit den angegebenen ex‑Delhi‑Niveaus und als Bestätigung für einen insgesamt stabilen indischen Markt.

Angebots- & Nachfragetreiber

  • China: Die landwirtschaftlichen Preise insgesamt dürften in diesem Jahr weitgehend stabil bleiben; für viele Agrarrohstoffe, einschließlich Trockenfrüchte, wird erwartet, dass sie zunächst seitwärts tendieren und später im Jahr anziehen. Rosinen folgen diesem Muster: moderate Festigkeit statt ausgeprägter Ausschläge.
  • Türkei: Die Türkei bleibt der zentrale Akteur im Sultana‑Export und steht weiterhin für rund ein Drittel der globalen Sultana‑Produktion, mit einem entsprechend hohen Exportanteil. Jüngste Berichte zeigen eine höhere Nachfrage nach prompten Sultana‑Verschiffungen, gestützt durch ordentliche Exportzahlen und überwiegend günstige Weinbergsbedingungen in Manisa.
  • Indien: Feste Großhandelspreise für Trockentrauben in Maharashtra stützen stabile Exportangebote. Da in den vergangenen Tagen keine größeren Wetter‑ oder Politikscherben gemeldet wurden, wirkt das indische Angebot als Preisanker für den globalen Rosinenkomplex.
  • Chinesische Inlandspreise für Frischobst: Jüngste Großhandelsdaten aus Nordchina zeigen solide Preisniveaus für frische Trauben und verwandte Früchte, was auf eine robuste Endverbrauchernachfrage und einen insgesamt festen Frischobstkomplex hinweist – dies stützt indirekt die Preise für Trockenfrüchte.

Wetter & Erntebedingungen (Fokus China)

Das derzeit für Rosinen relevante Wetter in China ist saisonal warm bis heiß. In den nördlichen und nordwestlichen Regionen herrschten zuletzt überwiegend trockene bis mäßig niederschlagsreiche Bedingungen, während die östlichen Küstenstädte das typische frühsommerliche, heiße und feuchte Muster zeigen. Berichte von Reisenden und lokalen Beobachtern beschreiben die Bedingungen im Juni in großen Teilen Ostchinas als heiß, mit vereinzelten Schauern statt anhaltend ergiebigen Regenfällen.

Für wichtige traubenanbauende Binnenregionen deuten historische Daten für Juni 2026 bisher auf warme Tage und begrenzte Extremniederschläge hin, ohne weit verbreitete Berichte über schädliche Stürme oder Überschwemmungen in den letzten drei Tagen. Dies spricht für eine normale Rebenentwicklung in dieser Phase. Da die Ernte in den wichtigsten Rosinenregionen noch einige Wochen entfernt ist, wirkt das aktuelle Wetter leicht unterstützend, doch der Markt wird mögliche Hitzeperioden oder spätsaisonale Regenfälle, die Beerenqualität und Trocknung beeinträchtigen könnten, weiter aufmerksam verfolgen.

Fundamentaldaten & Markttendenz

  • Globales Gleichgewicht: Aktuelle globale Markteinschätzungen sehen den Sultana‑/Rosinensektor auf einem moderaten Wachstumspfad, mit der Türkei, Iran und den USA als zentralen Ankerländern. Allein die Türkei soll rund 32 % der weltweiten Sultana‑Produktion und nahezu die Hälfte der Exportmengen stellen, was ihre Benchmark‑Rolle für die Weltmarktpreise untermauert.
  • Türkei, kurzfristige Dynamik: Regen in Manisa am vergangenen Wochenende hat der Ernte keinen nennenswerten Schaden zugefügt und wird nun von einer überwiegend trockenen Woche mit Tageshöchsttemperaturen um die niedrigen 30 °C gefolgt, insgesamt günstig für die Reben. Auch wenn dies kein direkter Treiber für chinesische Preise ist, reduziert es das unmittelbare Aufwärtsrisiko aus Angebotsängsten.
  • Makroumfeld China: Übergeordnete Ausblicke für chinesische Agrarrohstoffe deuten auf stabile Preise mit gewissem Aufwärtspotenzial später im Jahr hin, da sich die Inlandsnachfrage schrittweise verbessert und bestimmte Lagerbestände normalisieren. Rosinen fügen sich in dieses Bild als Nischensegment ein, das dennoch sensibel reagiert.

Handelsausblick & 3‑Tage‑Preisindikation

Handelsausblick (nächste 1–2 Wochen)

  • Chinesische Herkunft: Mit FCA‑Hamburg‑Sultanas um 1,95 EUR/kg und niederländischen FCA‑Angeboten nahe 1,99 EUR/kg bleiben chinesische Rosinen im Vergleich zu türkischen CIF‑Offerten und indischen AA‑Qualitäten attraktiv. Aufwärtspotenzial im sehr kurzfristigen Bereich erscheint begrenzt, der Bias bleibt jedoch leicht fest, gestützt durch stabile globale Nachfrage.
  • Türkische Herkunft: Die starke Nachfrage nach prompten Verschiffungen und die Benchmark‑Rolle der Türkei lassen im kurzfristigen Zeitraum wenig Spielraum für Preisnachlässe von den aktuellen ≈ 2,03 EUR/kg CIF‑Niveaus. Käufer, die diversifizieren wollen, dürften chinesische und indische Alternativen genauer prüfen.
  • Indische Herkunft: Bei stabilen Erzeuger‑ und Mandi‑Preisen haben Exporteure wenig Anreiz, ihre Angebote zu senken. Indische Rosinen dürften weiterhin eine Preisuntergrenze für dunklere Typen und eine Obergrenze für chinesische Sultanas bilden, falls die Nachfrage nachlässt.

3‑Tage‑Richtungsausblick für Preise (alle in EUR/kg)

  • China Sultanas, Typ 9, RTU, FCA Hamburg: ~1.95; erwartet stabil bis +0,5 % in den nächsten 3 Tagen bei ausgewogener Nachfrage und ruhigen Devisenmärkten.
  • China Sultanas, Sorte AA, FCA Dordrecht: ~1.99; erwartet stabil, etwaige Bewegungen dürften eher durch Frachtkosten oder Kleinpartienkäufe als durch Fundamentals getrieben sein.
  • Türkei Sultanas, Typ 9, CIF Malatya, Äquivalent EU: ~2.03; erwartet stabil, da aktuelle Exportprogramme und günstiges Wetter die Volatilität dämpfen.
  • Indien Rosinen, golden AA, FCA Neu‑Delhi: ~2.58; erwartet stabil, im Gleichlauf mit den stabilen Trockentrauben‑Mandi‑Preisen in Maharashtra.

Insgesamt startet der chinesische Rosinenmarkt mit einem leicht festen, aber gut versorgten Fundament in das späte Juni‑Fenster, wobei das kurzfristige Preisrisiko leicht nach oben gerichtet ist, falls sich die globale Trockenfruchtnachfrage im Sommer weiter verbessert.

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