US-Walnuss-Exporte steigen stark, während sich chinesische Preise festigen und weltweite Notierungen stützen
US-Walnuss-Exporte haben sich dank starker Nachfrage aus der Türkei, dem Nahen Osten und Afrika mehr als verdoppelt, während festere chinesische Preise stabile, feste weltweite Walnussnotierungen stützen.
Prices
Internationale Walnusspreise werden als stabil, aber fest beschrieben und spiegeln einen Markt wider, der sich von früheren Überangebotsbedingungen entfernt hat. Höhere chinesische Walnusspreise haben den Abwärtsdruck der zuvor günstigen chinesischen Ware gemildert, sodass US-Exporteure ihre Erlöse verteidigen und in einigen Fällen leicht verbessern konnten, ohne wichtige Kunden zu verlieren.
Jüngste indikative Kernangebote, in EUR umgerechnet, zeigen für chinesische Ware leichte Viertel FOB Dalian bei rund 3,3 EUR/kg, leichte Stücke 8–12 mm nahe 2,85 EUR/kg und hell bernsteinfarbene Stücke bei etwa 2,30 EUR/kg. US-Bio-Leuthälften FOB London liegen bei rund 4,50 EUR/kg, während indische Bio-Leuthälften in Neu-Delhi bei etwa 5,30 EUR/kg notieren. Diese Niveaus sind in den vergangenen Wochen weitgehend unverändert geblieben und unterstreichen die aktuelle Preisstabilität.
Supply & Demand
Die US-Ausfuhren von Walnüssen in Schale haben in dieser Saison bislang fast 300 Millionen Pfund erreicht und liegen damit mehr als doppelt so hoch wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Insgesamt sind die Exportlieferungen um rund 114 % gestiegen, während die inländische Bewegung um etwa 47 % zugenommen hat. Dies unterstreicht, wie stark globale Käufer auf das wettbewerbsfähigere und stabilere Preisumfeld reagiert haben.
Die Türkei hat sich als herausragender Wachstumsmarkt herauskristallisiert, wobei die US-Walnusskäufe im Vergleich zur vorherigen Saison nahezu verfünffacht wurden. Lieferungen in den weiteren Nahen Osten und nach Afrika sind um etwa 395 % in die Höhe geschnellt – von rund 37 Millionen Pfund auf 183 Millionen Pfund – angetrieben von einer stärkeren Nachfrage aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, Algerien, dem Libanon, Irak und Marokko. Diese geografische Diversifizierung hilft der US-Industrie, die Abhängigkeit von einzelnen Absatzmärkten zu reduzieren.
Fundamentals
Auch der Handel mit Walnusskernen verbessert sich. Die monatliche Bewegung von Kernen ist um rund 23 % gestiegen, gestützt durch einen Zuwachs der Exporte um 41 % und ein leichtes Plus von 2 % im Inlandsgeschäft, während die kumulierten Kernlieferungen um etwa 11 % höher liegen. Dies zeigt, dass die nachgelagerte Nachfrage nach verarbeiteter Ware der Stärke im Segment Walnüsse in Schale folgt, statt hinterherzuhinken.
Europa bleibt ein wichtiger, derzeit jedoch uneinheitlicher Markt, wobei die gesamten US-Lieferungen in die Region um etwa 5 % zurückgegangen sind. Auch die Exporte nach Indien haben nachgegeben und liegen rund 10 % niedriger. Das rasche Wachstum in mehreren westasiatischen und afrikanischen Destinationen macht diese Schwäche jedoch mehr als wett, und die gesamten Exportvolumina sind stark genug, um US-Bestände trotz vergleichsweise hoher Produktion abzubauen.
Die daraus resultierende Verbesserung des Bestands-Verbrauchs-Verhältnisses, in Kombination mit höheren chinesischen Preisen, hat es amerikanischen Anbietern ermöglicht, feste Angebotsniveaus zu halten. Witterungsbedingungen in wichtigen US-Anbaugebieten, die endgültige Erntegröße und weiterhin hohe Produktionskosten bleiben entscheidende Einflussfaktoren, doch die jüngste Exportentwicklung hat die Stimmung in der Branche deutlich aufgehellt und das unmittelbare Risiko eines massiven Bestandsüberhangs verringert.
Outlook & Trading Strategy
Da sich die Bestände von zuvor erhöhten Niveaus her verknappen und die Nachfrage in der Türkei, im Nahen Osten und in Afrika robust bleibt, scheint die kurzfristige Preisneigung für US-Walnüsse seitwärts bis leicht fester zu sein. Viel wird von den kommenden Wetter- und Ertragsaussichten für die nächste US-Ernte abhängen sowie davon, ob die chinesischen Preise ausreichend hoch bleiben, um aggressives Discounting in den Exportmärkten zu begrenzen.
- Käufer: Erwägen Sie, einen Teil des mittelfristigen Bedarfs auf dem aktuellen Niveau abzusichern, insbesondere für stark gefragte Kaliber und Qualitäten, da die feste Exportnachfrage und gesündere Bestände das Abwärtspotenzial kurzfristig begrenzen.
- Anbieter: Halten Sie disziplinierte Angebotspreise; da das Exportwachstum die Produktion übertrifft und der chinesische Wettbewerb weniger aggressiv ist, besteht Spielraum, die aktuellen Preise zu verteidigen, statt Volumen über Rabatte zu suchen.
- Händler: Beobachten Sie die Ströme in die Türkei, die VAE und Nordafrika genau; erste Anzeichen von Nachfragesättigung oder Substitution könnten die derzeitige Festigkeit rasch begrenzen, während zusätzliche Stärke in diesen Märkten ein engeres globales Gleichgewicht unterstützen würde.
In den nächsten drei Handelstagen dürften sich die Walnusspreise auf wichtigen europäischen und asiatischen Importrelationen in EUR gerechnet weitgehend stabil entwickeln, mit einer leichten Aufwärtstendenz für US-Ursprung, sofern der Exportmomentum anhält und keine bärischen Wetter- oder Erntemeldungen aufkommen.