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Walnusskerne bleiben stabil, während sich chinesische Exportströme verschieben
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Walnusskerne bleiben stabil, während sich chinesische Exportströme verschieben

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

FOB-Preise für Walnusskerne aus China, Indien und den USA bleiben weitgehend stabil, während sich chinesische Exportmuster verschieben und das Wetter in Kaschmir und Kalifornien überwiegend freundlich bleibt.

Chinesische, indische und US-amerikanische Walnusskernpreise zeigen bis zum 28. August 2026 im Großen und Ganzen ein stabiles Bild, mit nur leichter Festigung bei Bio-Qualitäten. Es gibt derzeit weder Wetter- noch Ernteschocks, die die Preise treiben würden, sodass Handelsströme und das Timing der Käufer die wichtigsten kurzfristigen Einflussfaktoren bleiben. Am Kassamarkt bleibt die Aktivität moderat. Chinesische FOB-Dalian-Preise für Standardkerne waren den größten Teil des August weitgehend unverändert, während Bio-„light halves“ aus den USA und Indien in Euro leicht zugelegt haben – getragen von stabiler Nachfrage und einem weiterhin komfortablen, aber aufmerksam beobachteten Ausblick auf die anstehenden Ernten in Kalifornien und Kaschmir. Da das Wetter in den wichtigsten Ursprungsregionen überwiegend günstig ist und weder in Indien noch in China neue politische Schocks aufgetreten sind, steuert der Markt auf ein ruhig ausbalanciertes Monatsende zu, auch wenn Exportdaten aus China eine wichtige Verschiebung von ungeschälten zu geschälten Ausfuhren zeigen.

Preise

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Hinweis: In USD notierte Angebote wurden mit ≈1,09 USD/EUR umgerechnet; alle Werte gerundet.

Angebot & Nachfrage

  • China (CN): Aktuelle Handelsdaten zeigen auseinanderlaufende Exporttrends: Die Ausfuhren ungeschälter Walnüsse gingen im Juli im Jahresvergleich um rund 31% zurück, während Exporte geschälter Ware um etwa 16% zulegten. Dies unterstreicht eine starke Nachfrage nach Kernen, obwohl der Druck auf Volumina im ungeschälten Massensegment zunimmt.
  • Indien (IN): Inlandspreise für Walnüsse in den Mandis von Jammu & Kashmir per 27. August deuten auf einen festen, aber nicht überhitzten Markt hin – im Einklang mit unserer Einschätzung eines ausgeglichenen lokalen Angebots vor dem Haupterntefenster.
  • Vereinigte Staaten (US): Branchenkommentare aus Kalifornien verweisen auf eine insgesamt gesunde Walnussernte 2026. Die Obstplantagen gehen unter überwiegend günstigen Bedingungen in die Vorerntephase, ohne eine Wiederholung der extremen Hitzeschäden von 2022; die Versorgung dürfte reichlich ausfallen und wettbewerbsfähige Exportangebote stützen.
  • Globale Handelsströme: China bleibt ein wichtiger Exporteur in Belt-and-Road-Märkte, und das starke Exportwachstum der Vorjahre prägt weiterhin die Erwartung, dass chinesische Ursprünge bei geschälten Kernen auch nach dem Start der neuen Ernte offensiv bleiben werden, wodurch das Aufwärtspotenzial für Standardqualitäten begrenzt wird.

Wetter & Ernteausblick (CN / IN / US)

  • IN – Kaschmir (zentrales Walnussanbaugebiet): Der Wetterdienst in Srinagar rechnet bis zum 30. August mit heißen und feuchten Bedingungen bei vereinzelten Schauern in Jammu & Kashmir, bevor die Regenaktivität ab dem 31. August zunimmt. Dieses Muster unterstützt die späte Nussfüllung, ohne die Ernte kurzfristig zu stören. Allerdings würden stärkere Niederschläge im September das Risiko von Schalenverfärbungen und Trocknungsproblemen erhöhen.
  • US – kalifornische Walnussregionen: Jüngste Vorernteberichte beschreiben trockenes, sonniges und jahreszeittypisches Wetter zum Beginn der Ernte 2026, mit Temperaturen überwiegend im mittleren 80er- bis unteren 90er-Fahrenheitbereich und keiner kritischen Hitzewelle in Sicht. Dies steht im starken Kontrast zu den schädlichen Extremen von 2022 und spricht für gute Qualität und einen geordneten Ernteverlauf in diesem Jahr.
  • CN – Nordchina: In den wichtigsten Walnussprovinzen wurden in den letzten Tagen keine gravierenden Wetterbelastungen gemeldet; mit noch ausstehender Ernte in vielen Obstplantagen trägt das Ausbleiben akuter Stressfaktoren zur derzeit ruhigen Preissituation für FOB-Dalian-Kerne bei.

Marktfundamentaldaten

  • Flache CN-Kernkurve: Chinesische Kernangebote aus Dalian bewegten sich im August in einer engen Spanne, wobei Preise für light quarters und Standardstücke in den letzten zwei Wochen unverändert blieben. Dies deutet darauf hin, dass Verkäufer gut gedeckt sind und noch nicht unter Druck stehen, vor Eintreffen der neuen Ernte mit Rabatten zu arbeiten.
  • Premium für Bio und Herkunftsdifferenzierung: Bio-„light halves“ aus Indien und den USA erzielen weiterhin einen deutlichen Aufschlag gegenüber konventionellen chinesischen Stücken. Dies spiegelt sowohl Bio-Zertifizierungskosten als auch Herkunftsbranding wider. Die moderaten Euro-Zuwächse in dieser Woche entsprechen einer festen Nachfrage aus Europa und dem Nahen Osten sowie einer begrenzten kurzfristigen Verfügbarkeit der Topqualitäten.
  • Handelsströme begünstigen Kerne: Die jüngste Verschiebung in China von ungeschälten zu geschälten Exporten zeigt, dass Verarbeiter mehr Wertschöpfung durch Knacken und Sortieren abschöpfen. Dies sollte die Kernpreise gegenüber ungeschälter Ware stützen und dafür sorgen, dass das globale Angebot an Kernen gut über die Verbrauchermärkte verteilt bleibt.

3-Tage-Preis-Tendenz & Handelsausblick (CN / IN / US)

  • CN – Dalian FOB Kerne (nächste 3 Tage): Ohne neue wetter- oder politikgetriebene Impulse und bei stabiler Exportnachfrage erwarten wir bis zum 31. August eine seitwärts gerichtete Preisentwicklung für chinesische light quarters und pieces innerhalb einer Spanne von ±1% um die aktuellen Euro-Niveaus.
  • IN – FOB New Delhi Bio halves: Heißes, feuchtes Wetter in Kaschmir vor stärker einsetzendem Regen dürfte Verkäufer vorsichtig, aber nicht panisch stimmen; kurzfristig werden die Preise voraussichtlich fest bis seitwärts tendieren, wobei das Aufwärtspotenzial durch Konkurrenzangebote aus den USA und China begrenzt bleibt.
  • US – FOB Kalifornien Bio halves: Günstiges Vorerntewetter und die Erwartung einer reichlichen Ernte sprechen im sehr kurzfristigen Bereich für eine leicht weichere bis stabile Tendenz, während hochwertige Bio-Partien ihren Aufschlag gegenüber konventionellen chinesischen Kernen behalten sollten.

Fokussierte Handelsempfehlungen

  • Käufer (Röster, Abpacker): Nutzen Sie den derzeit stabilen CN-FOB-Markt, um light pieces und quarters für die Absicherung von Q4/Q1 zu fixieren; erwägen Sie gestaffelte Käufe angesichts der Aussicht auf wettbewerbsfähige Angebote aus neuer Ernte sowohl aus China als auch aus Kalifornien.
  • Käufer von Bio halves: Für Ursprünge IN und US bietet sich derzeit eine teilweise Vorwärtsdeckung an, da die Aufschläge qualitätsbedingt nachvollziehbar sind und es bei anhaltend robuster Nachfrage aus Europa und dem Nahen Osten nur begrenztes kurzfristiges Abwärtspotenzial gibt.
  • Verkäufer (CN-Exporteure, IN/US-Versender): Halten Sie die Angebotsdisziplin bei höheren Qualitäten aufrecht, bleiben Sie aber bei Bruch- und Amber-Stücken flexibel, um mit den steigenden chinesischen Exporten geschälter Ware konkurrieren zu können und einen Lageraufbau vor dem Erntehöhepunkt zu vermeiden.

3-Tage-Überblick nach Regionen

  • CN – Dalian FOB Kerne: Stabil; bis zum 31. August wird eine enge Spanne von ±1% um die aktuellen Euro-Niveaus erwartet.
  • IN – New Delhi FOB Bio halves: Fest, mit leichtem Aufwärtspotenzial, falls die Regenfälle in Kaschmir früher als prognostiziert intensiver werden.
  • US – Kalifornien FOB Bio halves: Stabil bis geringfügig weicher, da günstiges Wetter das Vertrauen in die Verfügbarkeit der neuen Ernte stärkt.
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