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Chinesische Kürbiskernkerne bleiben stabil, während Frachtkosten steigen

Chinesische Kürbiskernkerne bleiben stabil, während Frachtkosten steigen

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Chinesische FOB-Preise für Kürbiskernkerne bleiben fest, während die Asien–Europa-Frachtkosten steigen. Wetter in Nordchina ist unterstützend; kurzfristiger Preisausblick stabil.

Die chinesischen FOB-Preise für Kürbiskernkerne sind stabil bis leicht fester, doch steigende Containerfrachtraten nach Europa ziehen die effektiven Einstandspreise an und begrenzen das Abwärtspotenzial für Exporteure. Chinesische Kürbiskernkerne handeln Anfang Juli in einer engen Spanne, wobei gängige nicht‑biologische Shine Skin Grade A bei etwa 2,50–2,60 EUR/kg FOB und GWS Grade AA bei rund 3,00 EUR/kg FOB (Dalian/Peking) liegen. Inländische Käufer agieren weiterhin vorsichtig, da sie auf klarere Signale zur neuen Ernte und zur Exportnachfrage warten. Das knappe Angebot an EU‑fähiger Ware und höhere Containerraten auf den Asien–Europa‑Routen verhindern jedoch eine nennenswerte Preisschwäche. Heißes, feuchtes Wetter in Nordchina unterstützt die Bestandsentwicklung derzeit, auch wenn lokale Gewitter die Feldarbeiten kurzzeitig unterbrechen können. In den kommenden drei Tagen dürften die Preise weitgehend stabil bleiben; etwaige Veränderungen werden eher von Frachtsurcharges als von den Fundamentaldaten der Rohware ausgehen.

Prices

FOB-Preise in China am 3. Juli 2026, umgerechnet bei ~1 EUR = 1,08 USD:

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Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Die Preise liegen weiterhin sehr nahe an den Niveaus von Ende Juni, was ein ausgewogenes kurzfristiges Angebot und eine selektive Exportnachfrage widerspiegelt. Marktquellen berichten nach wie vor von knapper Verfügbarkeit bei EU‑qualifizierten Kernen, insbesondere höherer Qualitäten. Dies stützt das obere Ende der Handelsspanne, obwohl der Spoteinkauf zurückhaltend bleibt.

Supply & Demand

China dominiert weiterhin die weltweiten Exporte von Kürbiskernkernen. Zoll- und Handelsdaten zeigen ein diversifiziertes Versandmuster nach Asien und Europa. Jüngste Exportstatistiken heben China nach wie vor als Kernursprung für Kerne unter HS 121299 hervor, mit regelmäßigen Lieferströmen nach Asien und in Schwellenmärkte. Die begrenzte Verfügbarkeit von EU‑spezifischer Ware und bereits gut abgesicherte Importeure halten die Spotmengen moderat statt aggressiv.

Auf der Inlandsseite bleiben die Erzeugerpreise für Kürbisse im Juli relativ niedrig (umgerechnet etwa 0,38–0,40 EUR/kg), was die Margen der Verarbeiter stützt und den Druck zur Anhebung der Kernel‑Angebote verringert. Die Erinnerung an frühere witterungsbedingte Engpässe hat jedoch zu mehr Vertragsanbau und früherer Vorkontraktierung entlang der Nuss- und Saatenwertschöpfungskette geführt. Dies sollte die Verfügbarkeit von Rohsaat insgesamt stabilisieren, begrenzt aber günstige, opportunistische Spotmengen.

Weather & Crop Conditions (CN)

In Dalian und den umliegenden Anbaugebieten der Provinz Liaoning bringen die nächsten drei Tage warme, feuchte Bedingungen mit Höchstwerten um 26–30 °C und vereinzelten Schauern oder Gewittern. Dieses Muster unterstützt das vegetative Wachstum und die Blüte, auch wenn kräftige lokale Schauer Spritzarbeiten und andere Feldarbeiten kurzzeitig verzögern können, ohne in dieser Entwicklungsphase eine ernsthafte Bedrohung für den Bestand darzustellen.

In Peking und den angrenzenden Produktionszonen der Nordchinesischen Ebene sind die Temperaturen höher und erreichen am 4. Juli Spitzenwerte nahe 35 °C, bevor sie wieder auf hohe 20er bis niedrige 30er °C mit zeitweiligen Gewittern zurückgehen. Das Haupt­risiko ist kurzfristiger Hitzestress, wo die Bewässerung begrenzt ist, doch der prognostizierte Mix aus Sonne und Regen deutet insgesamt auf weitgehend günstige Ernteaussichten hin. Damit besteht aus Wettersicht kurzfristig wenig Anlass für eine deutliche Marktneubewertung.

Freight & External Costs

Während die FOB‑Preise für Kerne stabil sind, steigen die Containerfrachtraten deutlich, da sich die frühe Hochsaison auf den Asien–Europa‑Verbindungen verstärkt. Der World Container Index von Drewry legte in der jüngsten Veröffentlichung um 9 % auf rund 4.530 USD pro 40‑Fuß‑Container zu, mit breiten Zuwächsen über die wichtigsten Fahrtgebiete hinweg. Marktberichte und Reedereimitteilungen sprechen von weitreichenden FAK‑ und Saisonzuschlägen auf Asien–Europa‑Diensten von Mitte Juni bis Anfang Juli, was die Kapazität verengt und Transitzeiten verlängert.

Wöchentliche Frachtberichte deuten darauf hin, dass nachfragebedingte Überlastungen an wichtigen asiatischen und europäischen Drehkreuzen inzwischen der Haupttreiber für höhere Raten sind und jede jüngste Entspannung bei den Treibstoffpreisen überlagern. Für Exporteure von Kürbiskernen bedeutet dies, dass selbst unveränderte FOB‑Preise in höhere Einstandskosten für Käufer in der EU und im Nahen Osten münden. Dies veranlasst einige Abnehmer, nicht dringende Käufe zu verschieben oder Losgrößen zu reduzieren und trägt so dazu bei, dass der FOB‑Markt geordnet, aber etwas illiquide bleibt.

Short‑Term Outlook & Trading Ideas

  • Preis­tendenz (nächste 1–2 Wochen): Die FOB‑Preise für Kürbiskernkerne in Nordchina dürften sich in einer engen Spanne bewegen, mit leichtem Aufwärtspotenzial bei höheren Qualitäten, falls die Verfügbarkeit von EU‑fähiger Ware knapp bleibt und die Frachtraten weiter steigen.
  • Exporteure: In Betracht ziehen, die aktuellen FOB‑Niveaus mit kurzfristen Verschiffungen zu sichern, solange Frachtkapazitäten noch zu akzeptablen Raten verfügbar sind; Gültigkeitsklauseln für Frachtsurcharges einbauen, um die Volatilität auf den Asien–Europa‑Routen zu managen.
  • Importeure (EU/MENA): Für zwingend notwendige Bedarfsdeckungen bis Q4 2026 schrittweise in den Markt einsteigen, statt auf niedrigere FOB‑Preise zu warten, da ein eventueller Rückgang der Saatpreise durch weitere Containererhöhungen oder stau­bedingte Verzögerungen kompensiert werden könnte.
  • Qualitätsspread: Die Prämie für EU‑spezifizierte AA‑Kerne gegenüber Standard‑Qualitäten A/A+ dürfte fest bleiben; Käufer, die leicht niedrigere Spezifikationen akzeptieren können, könnten moderate Einsparungen erzielen, ohne größere Abstriche bei Lebensmittelsicherheit oder Qualität hinnehmen zu müssen.

3‑Day Regional Price Indication (EUR, Directional)

  • Dalian FOB, Shine skin Grade A: ~2,50–2,60 EUR/kg – in den nächsten drei Tagen voraussichtlich stabil.
  • Dalian FOB, GWS Grade AA: ~3,00–3,10 EUR/kg – stabil bis leicht fester, falls Frachtsurcharges weiter steigen.
  • Peking FOB, Shine skin Grade AA (conv./organic): ~3,15–3,30 EUR/kg – seitwärts, wobei Bio weiterhin mit einem moderaten Aufschlag gehandelt wird.
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