Deutsche Futterhaferpreise behaupten sich, während ukrainische Werte aufgrund von Exportstörungen zurückbleiben
Deutscher Futterhafer hält sich bei etwa 0.205 EUR/kg EXW, ukrainischer FCA Odesa bei 0.19 EUR/kg. Reichliches EU-Angebot, ukrainische Exportengpässe und mildes Wetter halten die Preise in einer engen Spanne.
Die Preise für deutschen und ukrainischen Futterhafer sind in dieser Woche nahezu unverändert, wobei die Spotpreise im Norden Deutschlands einen moderaten Aufschlag gegenüber den EU-Benchmarks halten und die ukrainischen FCA-Odesa-Werte angesichts eingeschränkter Exportströme unverändert bleiben. Das stabile Wetter in beiden Regionen beseitigt das unmittelbare Ertragsrisiko und lenkt den Marktfokus auf Logistik und den Wettbewerb im Futtergetreide statt auf Ernteschäden.
Der physische Handel bleibt dünn, verläuft aber geordnet. In Deutschland berichten Käufer über eine komfortable Abdeckung des kurzfristigen Bedarfs und verlängern diese nur selektiv bis ins 4. Quartal, während Verkäufer angesichts fester Getreidemärkte und der im Vergleich zu anderen Sommergetreiden relativ attraktiven Rentabilität von Hafer keinen Verkaufsdruck verspüren. In der Ukraine begrenzen die Exportstörungen am Schwarzen Meer die Erzeugerpreise weiterhin, obwohl die globalen Getreidemärkte fest sind; alternative Donau- und Landrouten kompensieren die stark reduzierten Verladungen in Odesa nur teilweise. Für die kommenden Tage dominiert ein stabiles, seitwärts gerichtetes Preismuster, wobei nur geringfügige regionale Basisbewegungen erwartet werden.
Preise
| Herkunft | Qualität / Spezifikation | Ort | Lieferbedingung | Aktueller Preis (EUR/kg) | Veränderung gegenüber dem vorherigen Kurs |
|---|---|---|---|---|---|
| Deutschland (DE) | Futterhafer, Feuchtigkeit max. 14 % | Drentwede | EXW | 0.205 | Unverändert |
| Ukraine (UA) | Futterhafer, 98 % Reinheit | Odesa | FCA | 0.19 | Unverändert |
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Aktuelle Kommentare zum deutschen Kassamarkt bestätigen einen stabilen bis leicht festen Ton bei norddeutschem Futterhafer um 0.20–0.21 EUR/kg, gestützt durch einen allgemein festen EU-Getreidekomplex und moderate regionale Aufschläge gegenüber den nationalen Durchschnittswerten. EU-Getreidepreisdaten zeigen deutschen Futterhafer auf nationaler Basis nahe 130–135 EUR/t, wobei die physischen Gebote im Norden aufgrund von Logistik und Qualität höher liegen. Dies steht im Einklang mit dem genannten EXW-Preis von 0.205 EUR/kg in Drentwede.
In der Ukraine liegen die FCA-Preise um 0.19 EUR/kg in Odesa weitgehend im Rahmen der Hinweise, dass Futterhafer ukrainischer Herkunft aus dem Schwarzmeerraum gegenüber deutschen Werten mit einem Abschlag gehandelt wird, was höhere Risikoprämien und Exportengpässe widerspiegelt. Marktberichte weisen darauf hin, dass die Getreideexporte aus dem Hafen Odesa Anfang September gegenüber Juli stark zurückgegangen sind und die gesamten Seetransporte bei etwa 40 % der normalen Mengen liegen, was die Hafergebote im Landesinneren belastet.
Angebots- und Nachfragetreiber
EU-Daten deuten auf eine reichliche Haferverfügbarkeit im Jahr 2026 hin. Die kumulierten Haferanlieferungen in der EU‑27 für 2025/26 liegen bereits deutlich über den Vorjahren und steigen weiter, was auf ein komfortables Angebot zum Beginn der neuen Saison hindeutet. Auch nationale deutsche Berichte beschreiben einen gut versorgten Futtersektor, in dem Hafer eng mit Gerste und Roggen in den Rationen konkurriert. Dies hält die inländischen Käufer trotz fester Kassapreise entspannt. Für die Ukraine ist die Logistik und nicht die Erntemenge der wichtigste Treiber. Das Landwirtschaftsministerium berichtet, dass alternative Exportrouten über die Donau und EU-Korridore etwa 40 % der normalen Kapazität erreicht haben, während die Mengen im Hafen Odesa im September gegenüber dem Vormonat um mehr als 90 % zurückgingen. Dadurch wird mehr Getreide, einschließlich Hafer, in den Inlandskanälen oder in die Lagerung gelenkt, was die FOB- und FCA-Werte trotz des robusten internationalen Interesses begrenzt. Auf der Nachfrageseite weisen Daten deutscher Mischfutterhersteller auf einen stabilen bis leicht rückläufigen Haferverbrauch in Mischrationen hin, da günstigere Alternativen verfügbar bleiben, während der menschliche Konsum und die industrielle Verwendung, etwa für Hafergetränke, weiter zunehmen. Diese strukturellen Veränderungen vollziehen sich jedoch allmählich und verknappen die kurzfristige Bilanz bei Futterhafer nicht wesentlich.
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Exklusive Commodities auf CMBroker
Oat
for feed
FCA 0,19 €/kg
(aus UA)
Oat
feed grade, moisture: 14 % max
EXW 0,21 €/kg
(aus DE)
Wetterausblick (DE, UA)
In Niedersachsen, einschließlich des Gebiets um Drentwede, sagt die 7‑Tage-Prognose milde frühherbstliche Bedingungen mit vereinzelten Schauern, Temperaturen von mittleren Zehnergraden bis zu niedrigen 20ern °C und keinen längeren Niederschlagsereignissen voraus. Da die Ernte weitgehend abgeschlossen ist und nur noch begrenzte Feldarbeiten stattfinden, ist dieses Muster für das Haferangebot neutral und trägt eher zur Erhaltung der Getreidequalität bei der Lagerung bei, als neue Risiken zu schaffen. Rund um Odesa deuten die Prognosen in der kommenden Woche auf überwiegend trockenes, jahreszeitlich warmes Wetter mit nur leichten, vereinzelten Schauern und meist niedrigen bis mittleren 20er-Temperaturen °C hin. Dies unterstützt grundsätzlich die Logistik entlang der Binnenrouten und den Hafenbetrieb, sofern die Sicherheitslage dies zulässt, wirkt sich jedoch nicht wesentlich auf die bereits geernteten Hafermengen aus. Insgesamt ist das kurzfristige Wetter in beiden Regionen unproblematisch und kein wesentlicher Preistreiber; logistische und makroökonomische Faktoren im Getreide bleiben für die Preisbildung bei Futterhafer wichtiger.Fundamentaldaten und Marktstimmung
EU-Getreidestatistiken zeigen, dass die Futterhaferpreise im Monatsvergleich moderat um 2–3 % gestiegen sind, aber weiterhin unter dem Vorjahresniveau liegen, was eine Normalisierung nach der Volatilität von 2022–2023 widerspiegelt. Der breitere Getreidekomplex aus Weizen, Gerste und Mais hat sich angesichts anhaltender Risiken im Schwarzmeerraum und von Wetterproblemen in anderen Regionen befestigt und stützt damit indirekt den Futterhafer. Regionale deutsche Marktberichte betonen, dass Hafer zwar rentabel ist und die Anbaufläche in den vergangenen Saisons zugenommen hat, es jedoch keine Anzeichen für eine akute Knappheit 2026/27 gibt. In der Ukraine ist die fundamentale Verfügbarkeit reichlich, doch Exportstörungen sowie höhere Fracht- und Versicherungskosten verzerren weiterhin die lokalen Basisniveaus. Händler bleiben hinsichtlich künftiger Verladungen aus Odesa im Schwarzmeerraum vorsichtig, was deutliche Preissteigerungen am Erzeugerstandort trotz der internationalen Stärke begrenzt. Die Stimmung in beiden Regionen lässt sich am besten als stabil bis fest beschreiben: Verkäufer sehen wenig Anlass für Preisnachlässe, doch Käufer jagen den Mengen ebenfalls nicht hinterher. Dadurch bleiben die Handelsspannen um die aktuellen Indikationen eng.Handelsausblick und 3‑Tage-Sicht
- Deutschland (DE, Drentwede EXW): Bei festen Getreidebenchmarks und komfortablen, aber nicht übermäßigen Beständen erscheinen Futterhaferpreise um 0.205 EUR/kg gut unterstützt. Kurzfristige Rückgänge dürften begrenzt bleiben, sofern der breitere Getreidekomplex nicht stark korrigiert.
- Ukraine (UA, Odesa FCA): Exportbeschränkungen und Risikoprämien sprechen für eine anhaltende Preisermäßigung gegenüber deutscher Herkunft, doch Preise nahe 0.19 EUR/kg dürften halten, solange die alternativen Exportrouten ihre derzeitige Kapazität beibehalten.
- Vermarkter: Eine ausgewogene Abdeckung für das 4. Quartal sollte beibehalten werden; Käufe bei kleineren Rückgängen in Deutschland und eine selektive Absicherung über EU-Haferbenchmarks könnten attraktiv sein.
- Futterkäufer: In beiden Regionen sollte ein Teil des Bedarfs auf dem aktuellen Niveau gesichert werden, während Flexibilität erhalten bleibt, um je nach relativer Preisentwicklung in den kommenden Wochen zwischen Hafer, Gerste und Roggen zu wechseln.
- Deutschland – Futterhafer Drentwede EXW: Seitwärts bis leicht fest; es wird ein Handel in einer engen Spanne mit leichtem Aufwärtsbias erwartet.
- Ukraine – Futterhafer Odesa FCA: Weitgehend seitwärts; je nach kurzfristigen Export- und Logistiknachrichten sind gelegentliche geringfügige Basisanpassungen möglich, aber es gibt kein klares Ausbruchssignal.