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Deutsche Futterhaferpreise verharren bei etwa 0,205 €/kg, da der Erntedruck nachlässt

Deutsche Futterhaferpreise verharren bei etwa 0,205 €/kg, da der Erntedruck nachlässt

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Die Preise für deutschen Futterhafer in Niedersachsen halten sich bei etwa 0,205 €/kg EXW mit festen regionalen Aufschlägen. Das EU-Angebot ist komfortabel; kurzfristig wird ein seitwärts bis leicht fester Markt erwartet.

Die Preise für deutschen Futterhafer in Niedersachsen halten sich stabil im Bereich der jüngsten Höchststände, ohne klare Anzeichen für einen erneuten Erntedruck oder eine unmittelbar nach oben gerichtete Dynamik. Die regionalen Kassapreise werden weiterhin mit einem deutlichen Aufschlag gegenüber den bundesweiten Erzeugerpreisdurchschnitten gehandelt, was die starke lokale Futternachfrage und das knappe kurzfristige Angebot widerspiegelt. Deutsche Getreidepreise insgesamt bleiben gut unterstützt, doch der Hafermarkt ist im Vergleich zur erhöhten Volatilität bei Weizen und Mais infolge der Störungen am Schwarzen Meer relativ ruhig. Nationale Beratungshinweise für September bestätigen, dass Futterhafer in Deutschland fest innerhalb des Getreidekomplexes bewertet wird, während EU‑27-Daten nur moderate monatliche Zuwächse zeigen. Kurzfristig deuten das milde Wetter und die weitgehend abgeschlossenen Feldarbeiten in Niedersachsen auf einen Seitwärtsmarkt hin, sofern externe Schocks im weiteren Getreidekomplex nicht auf Hafer übergreifen.

Preise

Kassapreisindikationen für deutschen Futterhafer in Niedersachsen werden mit 0,205 EUR/kg EXW Drentwede angegeben, unverändert gegenüber dem 18. September 2026 und nach dem Anstieg Anfang September auf einem Plateau.

Demgegenüber werden die bundesweiten durchschnittlichen Erzeugerpreise für deutschen Futterhafer im September mit etwa 130–135 EUR/t angegeben. Dies unterstreicht den deutlichen regionalen Aufschlag in Norddeutschland im Vergleich zu den lokalen Kassageboten. Die Beratungspreise für Futtergetreide in Niedersachsen liegen für September in einer Spanne von 12,00–16,95 EUR je 100 kg und entsprechen damit weitgehend diesem festen, aber nicht haussierenden Marktton.

Ukrainischer Futterhafer für den Export bleibt in der Schwarzmeerregion preislich wettbewerbsfähig. Anhaltende logistische Störungen sowie höhere Fracht- und Risikoprämien begrenzen jedoch kurzfristig den starken Abwärtsdruck auf die gelieferten Preise in Deutschland.

Angebot & Nachfrage

Die Verfügbarkeit von Hafer in Deutschland bis Ende September wird durch eine weitgehend abgeschlossene Ernte und eine solide Futternachfrage geprägt, insbesondere in viehstarken Regionen wie Niedersachsen. Regionale Beratungsstellen weisen für September allgemein auf feste Getreidepreise hin. Hafer wird im Vergleich zu Gerste und Roggen wettbewerbsfähig bewertet, was die Einsatzquoten in Mischfutter unterstützt.

Auf EU-Ebene sind die Futterhaferpreise im Monatsvergleich nur leicht gestiegen. Dies deutet darauf hin, dass die EU insgesamt ausreichend versorgt ist und Deutschland keinem akuten Mangel gegenübersteht. Strukturelle Knappheit bei hochwertigen lokalen Beständen und die Kosten für Kurzstreckenlogistik halten jedoch einen Aufschlag im Nordwesten aufrecht. Der Importwettbewerb aus der Ukraine bleibt aufgrund der Sicherheitsprobleme am Schwarzen Meer und komplexerer Landrouten eingeschränkt. Dies verteuert die Transporte und verlangsamt die Zuflüsse von Futtergetreide, einschließlich Nischenkulturen wie Hafer.

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Wetter & Erntebedingungen (Region: Deutschland)

Für Niedersachsen zeigen kurzfristige Wetterprognosen für den 22.–25. September 2026 überwiegend trockene bis bedeckte Bedingungen mit Tageshöchsttemperaturen um 18–20 °C und begrenzten Niederschlägen nach einer kurzen feuchteren Phase. Dieses Muster ist weitgehend saisonüblich und ermöglicht gute Befahrbarkeit der Felder für noch ausstehende Nacherntearbeiten.

Da die Haferernte 2026 praktisch abgeschlossen ist, hat das aktuelle Wetter nur minimale Auswirkungen auf die Ertragsergebnisse und einen begrenzten Einfluss auf die kurzfristige Logistik. Die Prognosen bis Ende September deuten auf etwas wärmeres, überwiegend trockenes Wetter hin. Dies sollte reibungslose Lkw-Transporte unterstützen und Qualitätsrisiken in der landwirtschaftlichen Lagerung gering halten.

Fundamentaldaten & externe Einflussfaktoren

EU‑27-Daten zu Getreidepreisen zeigen, dass Futterhafer im September gegenüber dem Vormonat um etwa 2,1 % gestiegen ist, jedoch weiterhin rund 6–7 % unter dem Vorjahresniveau gehandelt wird. Dies signalisiert einen festen, historisch betrachtet aber nicht knappen Markt. In Deutschland unterstreichen die Beratungspreistabellen ebenfalls, dass Hafer gemessen am Energiegehalt weiterhin zu den günstigeren Getreideoptionen gehört. Dies dürfte die Substitution von Hafer in Futterrationen begrenzen.

Weltweit bleiben die Getreidemärkte angesichts der zunehmenden Störungen am Schwarzen Meer empfindlich. Intensivere Angriffe haben die ukrainische Getreideexportkapazität reduziert und die russischen Lieferströme beeinträchtigt, wodurch die Risikoprämien im gesamten Getreidekomplex gestiegen sind. Hafer ist zwar ein kleinerer Handelsmarkt als Weizen oder Mais, doch eine breit angelegte Rally bei Futtergetreide könnte über Futtersubstitution und konkurrierende Anbauflächen im nächsten Aussaatzyklus auf die Haferpreise übergreifen.

Kurzfristiger Ausblick & Handelsideen

Markttendenz (nächste 3–5 Handelstage): Seitwärts bis leicht fest für deutschen Futterhafer in Niedersachsen.

  • Käufer (Futtermühlen, Tierhalter): Es empfiehlt sich, den kurzfristigen Bedarf auf dem aktuellen EXW-Niveau zu decken. Das stabile Wetter und das ausreichende EU-Angebot sprechen gegen einen starken Preisanstieg, während die Risiken am Schwarzen Meer den Abwärtsdruck begrenzen.
  • Landwirte/Lagerhalter: Da die lokalen Preise deutlich über den bundesweiten Durchschnittswerten liegen, können zusätzliche Verkäufe bei Preisen über dem aktuellen Kassaniveau attraktiv sein, insbesondere wenn Lagerraum später für Getreide oder Ölsaaten benötigt wird.
  • Händler: Die Spreads zwischen den physischen Preisen in Norddeutschland und den EU-Benchmarks sollten beobachtet werden. Anhaltende regionale Aufschläge bieten eher Chancen bei Back-to-back-Beschaffung und Kurzstreckenlogistik als bei richtungsbezogenen Wetten.

3‑Tage-Preisanzeige für die Region (Deutschland)

Region / Markt Qualität & Termin 3‑Tage-Ausblick (22.–24. Sep. 2026)
Niedersachsen (Drentwede) Futterhafer, EXW Kassapreis um 0,205 EUR/kg, voraussichtlich weitgehend stabil, mit leichtem Befestigungsrisiko bei Stärke im externen Getreidemarkt.
Deutschland – bundesweiter Durchschnitt Futterhafer, Erzeugerpreis Indikative Werte um 130–135 EUR/t dürften kurzfristig stabil bleiben.
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.Charts öffnen →
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