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Deutsche Gerste tendiert schwächer, während ukrainische Angebote stark rabattiert bleiben

Deutsche Gerste tendiert schwächer, während ukrainische Angebote stark rabattiert bleiben

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Kompaktes Gerstenmarkt-Update für Ende September 2026: Deutsche EXW-Preise geben leicht nach, ukrainische CPT-/FOB-Angebote bleiben wegen Exportbeschränkungen stark rabattiert.

Die Preise für deutsche und ukrainische Futtergerste sind stabil bis leicht schwächer. Deutschland gab Ende September leicht nach, während exportbezogene ukrainische Werte angesichts anhaltender Logistikengpässe deutlich rabattiert bleiben. Der Handel mit Gerste in Deutschland und der Ukraine ist zum Monatswechsel ruhig, da die Käufer gut gedeckt sind und der Erntedruck weitgehend absorbiert wurde. Norddeutsche Futtergerste im Raum Niedersachsen zeigt eine schwächere Tendenz, bleibt jedoch durch feste EU-Referenzpreise für Futtergetreide und angespannte lokale Logistik unterstützt. Ukrainische Preise rund um Odessa und an Binnenstandorten wie Kiew signalisieren gegenüber EU-Herkünften weiterhin hohe Abschläge. Dies spiegelt die eingeschränkten Seeexporte und die Verlagerung auf alternative Routen wider. Das Wetter in beiden Regionen ist derzeit für die Herbstarbeiten günstig, wodurch unmittelbare Angebotsschocks begrenzt bleiben. In den nächsten Tagen dürften sich die Preise in einer engen Spanne seitwärts bewegen; den größten Einfluss haben dabei Basisdifferenzen und nicht deutliche absolute Preisbewegungen.

Preise

Die jüngsten Notierungen zeigen deutsche Futtergerste EXW Drentwede bei 0.215 EUR/kg und ukrainische Futtergerste CPT Odessa bei 0.128 EUR/kg für Futterware mit 14 % Feuchtigkeit; beide Werte blieben zwischen dem 28. und 29. September 2026 unverändert. Zu Beginn des Monats wurden in Deutschland noch eher 0.225–0.230 EUR/kg erzielt, während die ukrainischen CPT-Odessa-Werte von rund 0.138 EUR/kg Anfang September nachgaben.

Diese physischen Indikationen stehen weitgehend im Einklang mit einem schwächeren, aber weiterhin unterstützten kontinentaleuropäischen Marktbild. EU-Referenzdaten zeigen für deutsche Futtergerste im Raum Mannheim im September einen monatlichen Anstieg, während die FOB-Deutschland-Bewertungen für Gerste Ende September im Wochenvergleich um einige Dollar zurückgingen. Dies deutet eher auf einen moderaten Druck auf die Exportparität als auf eine scharfe Korrektur hin.

Herkunft Standort Spezifikation Lieferbedingung Letzter Preis (EUR/kg) Letzte Veränderung
Deutschland (DE) Drentwede Gerstensaatgut, Futterqualität, max. 14 % Feuchtigkeit EXW 0.215 Unverändert gegenüber 28. Sep. 2026 (0.215)
Ukraine (UA) Odessa Gerstensaatgut, Futterqualität, max. 14 % Feuchtigkeit CPT 0.128 Unverändert gegenüber 28. Sep. 2026 (0.128)
Ukraine (UA) Odessa Gerstensaatgut, Rinderfutter FOB 0.137 Letzte Veränderung am 24. Sep. 2026 von 0.140
Ukraine (UA) Odessa Gerstensaatgut, Futterqualität, max. 14 % Feuchtigkeit, 98 % Reinheit FCA 0.160 Seit Mitte September stabil
Ukraine (UA) Kiew Gerstensaatgut, Futterqualität, max. 14 % Feuchtigkeit, 98 % Reinheit FCA 0.140 Rückgang von 0.150 am 24. Sep. 2026
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.Charts öffnen →

Angebot & Nachfrage

Deutsche Futtergerste bleibt durch die insgesamt festen Strukturen am EU-Getreidemarkt unterstützt. Die Referenzpreise für EU-27-Futtergerste sind bis zum Spätsommer auf Monatsbasis gestiegen. Regionale Berichte deutscher Getreidekammern heben zudem hervor, dass insbesondere Braugerste trotz der Schwäche bei einigen anderen Getreidearten wertstabil geblieben ist. Dies stützt indirekt auch die Futtergerste, da die Substitutionsmöglichkeiten begrenzt bleiben.

In der Ukraine zeigen offizielle und analytische Schätzungen, dass die Gerstenexportmengen in diesem Wirtschaftsjahr bisher deutlich unter dem möglichen Niveau liegen. Anhaltende Angriffe auf die Infrastruktur am Schwarzen Meer halten Odessa und benachbarte Häfen weit unter ihrer Kapazität. Eine aktuelle Analyse stellt fest, dass die Agrarausfuhren Anfang September weniger als der Hälfte dessen entsprachen, was die aktuelle Produktion rechtfertigen würde. Die Gerstenexporte liegen im Jahresvergleich zurück, wodurch mehr Getreide in den Binnenmarkt oder auf Landwege gelenkt wird.

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Exklusive Commodities auf CMBroker

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EXW 0,22 €/kg
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Fundamentaldaten & Wetter

Fundamental ist die deutsche Gerstenbilanz nach der Ernte komfortabel, aber nicht überversorgt. Die Bestände auf den Höfen in Niedersachsen und den umliegenden nördlichen Regionen werden als ausreichend beschrieben. Die Landwirte stehen nicht unter starkem Verkaufsdruck und sind bereit, zu den aktuellen Niveaus zu halten. Lokale Marktkommentare aus Mitte September verwiesen bereits auf eine „enge Handelsspanne“ bei Futtergerste; die aktuellen unveränderten Preise bestätigen dieses Muster.

Wettermäßig ist der kurzfristige Ausblick in Norddeutschland für die Jahreszeit mild. Für die ersten Oktobertage werden weder störende Niederschläge noch frühe Frostrisiken erwartet. Dies unterstützt die Herbstarbeiten und die Aussaat von Wintergetreide, anstatt Versorgungsängste auszulösen. Im Raum Odessa werden für Anfang Oktober Tagestemperaturen im mittleren bis hohen Zehnerbereich in Celsius mit Bewölkung, aber ohne schwere Stürme erwartet. Das ist ein neutraler bis positiver Hintergrund für Logistik und den Getreidetransport ins Binnenland.

Globale Gerstenreferenzpreise, darunter FOB Deutschland und Bewertungen für das Schwarze Meer, haben in der zweiten Septemberhälfte moderat nachgegeben, liegen aber weiterhin deutlich über den Durchschnittswerten vor 2020. Diese Kombination aus erhöhten, aber nachgebenden internationalen Preisen und eingeschränkten ukrainischen Exporten setzt EU-Futtergerste eine Untergrenze, während ukrainische Partien auf der Suche nach alternativer Nachfrage weiterhin mit einem erheblichen Abschlag angeboten werden.

Kurzfristiger Ausblick & Handelsideen

  • Deutschland (DE): Bei EXW Drentwede von 0.215 EUR/kg und weiterhin festen EU-Futtergerstenpreisen erscheint das Abwärtspotenzial in den kommenden Tagen begrenzt. Käufer könnten kleinere Rückgänge nutzen, um ihre Deckung bis ins vierte Quartal zu verlängern, sollten jedoch ohne einen breiteren Ausverkauf bei Futtergetreide keine scharfe Korrektur erwarten.
  • Ukraine (UA): Futtergerste aus Odessa bleibt auf CPT-/FOB-Basis aufgrund der Exportbeschränkungen gegenüber EU-Herkünften stark rabattiert. Verkäufer mit Zugang zu relativ effizienter Logistik sollten bei Verbesserungen der Frachtraten den Abschluss von Termingeschäften erwägen, da die lokalen FCA-Preise rund um Kiew und Odessa bereits nach unten angepasst wurden.
  • Spread-Chancen: Die anhaltende Differenz zwischen deutschen EXW- und ukrainischen CPT-/FOB-Werten bietet Händlern, die Logistik- und politische Risiken steuern können, weiterhin Margenpotenzial, insbesondere für Lieferungen in nahegelegene Mittelmeer- oder EU-Grenzmärkte.

3‑Tage-Preistendenz nach Region

  • Deutschland (DE – Drentwede, EXW): Seitwärts bis leicht schwächer; erwartet wird ein Handel in einer engen Spanne, wobei sich Kauf- und Verkaufsangebote nahe 0.215 EUR/kg bündeln.
  • Ukraine (UA – Odessa, CPT/FOB): Weitgehend seitwärts; mögliche Veränderungen dürften eher durch Frachtraten und Sicherheitsmeldungen als durch lokale Nachrichten zur Ernte ausgelöst werden. Die Preise dürften damit nahe den jüngsten Tiefständen bleiben, ohne in den nächsten drei Tagen weiter einzubrechen.
  • Ukraine (UA – Kiew, FCA): Nach dem jüngsten Rückgang auf 0.140 EUR/kg leicht nach unten gerichtet; Käufer könnten etwas niedrigere Niveaus testen, die Liquidität bleibt jedoch gering.
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Live-Chart
Den interaktiven Chart findest du auf CMBroker.
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