Die CBOT-Haferfutures stabilisieren sich nach einem starken Rückgang Anfang April, wobei die nahen Kontrakte intraday leicht niedriger sind, insgesamt jedoch in einem engen Bereich konsolidieren. Die physischen Futterhaferpreise in der Schwarzmeerregion bleiben stabil, was auf ein komfortables kurzfristiges Angebot trotz der Volatilität der Futures hinweist.
Die Haferpreise haben sich von ihren Höchstständen im März zurückgezogen, befinden sich jedoch nun in einer Konsolidierungsphase. Der CBOT-Kontrakt für Mai 2026 wird bei etwa 330 US-ct/bu gehandelt, mit sehr begrenztem Volumen, während die späteren Positionen bis 2028 eine leicht festere Struktur zeigen. Im nahen Exportsegment Europas blieben die ukrainischen Futterhaferpreise ab Odesa seit Wochen unverändert, was auf einen ausgewogenen regionalen Markt hinweist. Das Wetter in den wichtigen Anbaugebieten der Nordhalbkugel wird ab Ende April allmählich an Bedeutung gewinnen, aber im Moment ist keine akute Produktionsgefährdung sichtbar.
Exclusive Offers on CMBroker

Oat
for feed
98%
FCA 0.24 €/kg
(from UA)
📈 Preise & Terminkontrakte
Die Rohfutureskurve zeigt einen ruhigen, aber dünn gehandelten Markt:
- Mai 2026 zuletzt bei 338,25 US-ct/bu (‑0,25 am Tag; ‑0,07%), mit einem Handelsbereich von 337,25–342,25 und nur 2 Lots gehandelt.
- Juli 2026 bei 342,25 US-ct/bu (‑0,25; ‑0,07%), Volumen 4 Lots, was auf leicht festere Sommerpreise im Vergleich zu den nahen Kontrakten hindeutet.
- Sep & Dez 2026 haben sich im vorherigen Handel deutlich (+1,5–1,8%) gestärkt, nun bei etwa 346–347 US-ct/bu, was auf eine gewisse Risikoprämie weiter außerhalb der Kurve hinweist.
Zur Einordnung: Ein Benchmark-Hafer-CFD wurde kürzlich bei etwa 334 US-ct/bu gehandelt, was einem Rückgang von fast 9% im Monatsvergleich und etwa 3–4% unter dem Niveau des Vorjahres entspricht und bestätigt, dass die aktuellen Board-Niveaus eine Korrekturphase nach dem Rallye darstellen und keinen strukturellen Bullenmarkt.
💶 Indikative Preisumrechnung
Unter Verwendung der Standard-CBOT-Umrechnung (1 bu ≈ 38,6 kg) und einer indikativen EUR/USD von ~1,08 entspricht das Futures-Niveau für Mai 2026 von etwa 338 US-ct/bu ungefähr 300–305 EUR/t.
| Kontrakt | Futures-Niveau | Ungef. EUR/t |
|---|---|---|
| CBOT-Hafer Mai 2026 | 338 US-ct/bu | ≈ 300–305 EUR/t |
| CBOT-Hafer Juli 2026 | 342 US-ct/bu | ≈ 305–310 EUR/t |
🌍 Physischer Markt & Angebot-Nachfrage-Signale
Im regionalen physikalischen Markt wurden ukrainische Futterhafer (98% Reinheit, FCA Odesa) seit mindestens dem 20. März mit 0,24 EUR/kg notiert, ohne sichtbare wöchentliche Veränderung. Dies entspricht ungefähr 240 EUR/t und macht eine bemerkenswerte Diskrepanz zu den CBOT-gleichwertigen Niveaus deutlich und bestätigt ein komfortables Angebot im Schwarzen Meer.
- Stabile FCA-Preise über vier aufeinanderfolgende Updates (20., 27. März; 2., 9. April) deuten weder auf akuten Exportdruck noch auf ein Angebotshaus in der Ukraine hin.
- Die Differenz zwischen physischen Schwarzmeerhafer (~240 EUR/t) und Chicago-Futures (~300 EUR/t) deutet auf Spielraum für Arbitrage hin, aber Logistik-, Qualitäts- und Währungsrisiken bleiben entscheidend.
Auf der Nachfrageseite liefert die Verwendung für Lebensmittel und Tierfutter weiterhin eine solide Basis. Der mittelfristige Wachstumstrend in haferbasierten Lebensmitteln (insbesondere Haferdrinks und Frühstücksanwendungen) bleibt unterstützend, aber die kurzfristigen Futures-Preise sind von den allgemeinen Getreidesentiments und Makrofaktoren statt von Nachfrageschocks dominiert.
🌦️ Wetter & Fundamentalkontext
Das Wetterrisiko für Hafer rückt allmählich in den Fokus, da die Aussaat auf der Nordhalbkugel an Schwung gewinnt. Im Moment sind die Prognosen für die wichtigsten im Frühling gesäten Getreidegebiete (kanadische Prärien, US-Nord-Plain, Teile Europas) insgesamt saisonal gemischt, jedoch ohne ein deutlich bullisches Muster; die Märkte beobachten Niederschlags- und Temperaturtrends genauer in Bezug auf Weizen, mit Spillover-Auswirkungen auf kleinere Getreidearten, einschließlich Hafer.
Die globalen Haferpreise liegen immer noch deutlich unter den extremen Höchstständen von 2022 und bleiben gegenüber Entwicklungen in größeren Getreidekomplexen und Energiemärkten empfindlich. Eine jüngste Analyse über verschiedene Rohstoffmärkte unterstreicht, dass reichlich Weizen- und grobe Getreidestämme zusammen mit weiterhin milden Inputkosten-Trends den Aufwärtsimpuls bei Hafer vorerst dämpfen.
📊 Handelsausblick
- Produzenten (Nordamerika/Europa): Mit Futures von Mai bis Juli 2026, die sich um 300+ EUR/t stabilisieren, ziehen Sie in Betracht, schrittweise Vorernte-Absicherungen bei Anstiegen vorzunehmen, während Sie Überabsicherungen vermeiden, da die Tragfähigkeit mäßig und das Wetter noch unsicher ist.
- Futterkäufer (EU & MENA): Die stabilen 240 EUR/t FCA Odesa-Angebote bleiben im Vergleich zu CBOT attraktiv; eine Teilmenge des Bedarfs für Q2–Q3 jetzt zu sichern, während Frachtraten und Basis günstig sind, erscheint sinnvoll.
- Spekulanten: Das dünne Volumen und die flache nahen Kurve sprechen für vorsichtige, kleine Positionierungen; Strategien zur Mittelwertreversion innerhalb des kürzlich gesehenen Bands von 320–350 US-ct/bu sind vorzuziehen gegenüber starken Richtungswetten, bis ein klarerer Wetter- oder Politikimpuls auftaucht.
📆 3-Tage Richtungsansicht
- CBOT-Hafer (nah): Seitwärts bis leicht nach unten; intraday Bewegungen wahrscheinlich innerhalb eines engen Bands, da die Liquidität dünn ist und keine neuen wichtigen Fundamentaldaten erwartet werden.
- Schwarzmeer (FCA Odesa, Futterhafer): Preise werden voraussichtlich in den nächsten Tagen um 0,24 EUR/kg bleiben, es sei denn, es kommt zu abrupten Änderungen in den Frachtraten oder regionalen Logistik.
- Europäische Käufer: Basis- und Frachtbedingungen werden voraussichtlich stabil sein; kein unmittelbarer Aufwärtstrigger sichtbar, aber die Wetterüberschriften sollten ab Ende April genau beobachtet werden.


