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Haselnüsse: Weichere Preise, da Russland aserbaidschanische Nüsse unter strengeren Kontrollen abfertigt

Haselnüsse: Weichere Preise, da Russland aserbaidschanische Nüsse unter strengeren Kontrollen abfertigt

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Haselnusspreise geben leicht nach, während Russland aserbaidschanische Lieferungen unter strengen phytosanitären Kontrollen freigibt. Ausblick für Verarbeiter, Händler und Käufer.

Die Haselnusspreise geben leicht nach, während die Handelsströme stabil bleiben, da Russland neue aserbaidschanische Lieferungen unter strengen pflanzengesundheitlichen Kontrollen freigibt. Für Hersteller von Süßwaren und Snackprodukten unterstützt diese Kombination aus weicheren Preisen und gesicherten Importkanälen eine komfortable kurzfristige Verfügbarkeit von Rohwaren. Die jüngste Entwicklung ist die Genehmigung einer rund 20‑Tonnen‑Sendung aserbaidschanischer Haselnüsse durch Russland zur industriellen Verwendung in Iwanowo, nachdem Labortests die vollständige Einhaltung der Pflanzengesundheitsvorschriften bestätigt hatten. Dies unterstreicht, dass trotz verschärfter Kontrollen bei Obst, Gemüse und Nüssen der regelkonforme Haselnusshandel zwischen Aserbaidschan und Russland weitgehend ungestört weiterläuft. Gleichzeitig zeigen FOB‑Angebote für türkische Haselnusskerne Mitte Juni im Vergleich zu Anfang Juni einen moderaten Abwärtstrend, was die Beschaffungsbedingungen für Käufer in Europa und darüber hinaus verbessert.

Prices

FOB‑Angebote in Istanbul für konventionelle türkische Haselnusskerne (nicht biologisch) zum 15. Juni 2026 zeigen im Vergleich zum Monatsbeginn eine leichte Abschwächung:

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Damit zeigen die Preise im ersten Junidrittel eine sanfte Abwärtsanpassung von rund 1–3 %, wobei größere, hochwertige georgische Kerne weiterhin einen deutlichen Aufschlag gegenüber türkischer Herkunft erzielen.

Supply & Demand

Die Abfertigung der 20‑Tonnen‑Sendung aserbaidschanischer Haselnüsse nach Russland bestätigt, dass grenzüberschreitende Lieferketten für industrielle Abnehmer unter strengeren Gesundheitsregimen funktionsfähig bleiben. Für russische Hersteller von Süßwaren und Backwaren trägt dies zur Sicherung der Inputverfügbarkeit bei, zu einem Zeitpunkt, an dem die Behörden die Kontrollen für ein breites Spektrum importierter Früchte, Gemüse und Nüsse verschärfen.

Weltweit wird der Haselnusshandel weiterhin von der Türkei dominiert, doch Aserbaidschan, Georgien und andere Schwarzmeer‑Produzenten spielen eine wachsende komplementäre Rolle bei der Belieferung Osteuropas und Russlands. Jüngste Welthandelsdaten beziffern die Haselnussausfuhren auf rund 2,45 Mrd. USD jährlich, wobei die Türkei mehr als 40 % des Exportwertes hält und Aserbaidschan und Georgien zusammen über 13 % ausmachen, was das strategische Gewicht der Kaukasus‑Region in der Kerneversorgung unterstreicht.

Auf der Nachfrageseite konzentriert sich der Verbrauch auf Süßwaren, Backwaren und Snacks. Für diese Sektoren bietet die Bestätigung, dass aserbaidschanische Ware den russischen Pflanzengesundheitsstandards entspricht, Planungssicherheit: Genehmigte Importe verringern das Risiko plötzlicher Rohstoffengpässe und ermöglichen es Verarbeitern, von den derzeit leicht weicheren Preisniveaus zu profitieren.

Fundamentals & Regulatory Context

Die russischen Behörden haben die phytosanitären Kontrollen für alle importierten Früchte, Gemüse und Nüsse intensiviert, um Quarantäneschädlinge und Pflanzenkrankheiten an der Grenze zu stoppen. Dies schließt eine genaue Prüfung von Haselnusssendungen ein. Die erfolgreiche Inspektion und Freigabe der aserbaidschanischen Lieferung signalisiert, dass sich Produkte, sofern Exporteure die Vorschriften einhalten, weiterhin reibungslos in den russischen Markt bewegen können.

Parallel dazu hat Russland kürzlich die Beschränkungen für bestimmte landwirtschaftliche Importe aus Armenien ausgeweitet und sich dabei auf phytosanitäre Bedenken und die Notwendigkeit berufen, den heimischen Gartenbau und Obstanbau zu schützen. Dieser Kontrast macht deutlich, dass regelkonforme Lieferanten wie Aserbaidschan ihren Marktanteil in Russland festigen oder sogar ausbauen könnten, wenn andere Herkünfte mit strengeren Auflagen konfrontiert werden.

Aus bilanzieller Sicht deuten die neuesten Branchenprognosen auf ein ausreichendes globales Haselnussangebot für 2025/26 hin, wobei die Türkei, Italien, die USA, Aserbaidschan und Georgien zusammen den Großteil der Weltproduktion stellen. Unter der Annahme normaler Witterung während der Vegetationsperiode polstert dies den Markt gegen abrupte kurzfristige Preisspitzen ab, auch wenn lokale Ernte‑ oder Logistikprobleme weiterhin kurzfristige Volatilität auslösen könnten.

Weather Outlook (Key Growing Regions)

Kurzfristige Wetterlagen in den wichtigsten türkischen Haselnussregionen entlang des Schwarzen Meeres (einschließlich des weiteren Gebiets von Bursa) deuten auf saisonal warme Frühsommerbedingungen mit vereinzelten Schauern statt anhaltender extremer Hitze hin. Dies ist in diesem Entwicklungsstadium insgesamt unterstützend für die Plantagen, da ausreichende Bodenfeuchte und das Ausbleiben schwerer Stürme unmittelbare Ertragsrisiken begrenzen.

Im Kaukasus (Aserbaidschan, Georgien) wurden Mitte Juni keine größeren akuten Witterungsstörungen gemeldet. Vor diesem Hintergrund liegen die wichtigsten kurzfristigen Unsicherheiten für russische Käufer eher in regulatorischen und logistischen Entwicklungen als in witterungsbedingten Angebotsschocks.

Market & Trading Outlook

  • Preisentwicklung (0–3 Wochen): Leicht bärisch bis seitwärts. Jüngste FOB‑ und FCA‑Indikationen deuten auf eine milde Abschwächung hin, wobei reichliche Angebote und eine stabile globale Verfügbarkeit das Aufwärtspotenzial begrenzen.
  • Süßwaren‑ und Backwarenhersteller (Russland, CEE): Opportunistische Eindeckung für Q3–Q4‑Bedarfe erwägen, solange aserbaidschanische und georgische Lieferungen reibungslos fließen und die Preise leicht unter dem Niveau von Anfang Juni liegen.
  • Internationale Händler: Die sich entwickelnde phytosanitäre Haltung Russlands je Herkunft aufmerksam verfolgen. Regelkonforme aserbaidschanische und georgische Ware könnte in Russland eine relativ stärkere Nachfrage verzeichnen als Ursprünge, die stärkeren Beschränkungen unterliegen.
  • Käufer von Premium‑Größen (15+ mm): Große georgische Kerne behalten einen deutlichen Aufschlag. Die Spannen gegenüber türkischen 13–15 mm bleiben stabil, was auf begrenztes Abwärtspotenzial für Top‑Qualitäten im kurzen Zeitraum hindeutet.

3‑Day Price Indication

  • Istanbul (FOB, Kerne 11–13 / 13–15 mm): In den nächsten drei Handelstagen sind überwiegend stabile bis leicht weichere Angebote im Bereich von 7,2–7,9 EUR/kg zu erwarten, bei ausreichender Verkaufsbereitschaft.
  • Warschau (FCA, georgische Kerne): Die Preise dürften sich im Bereich von 9,8–11,0 EUR/kg behaupten, was Qualitätsaufschläge und eine stabile Nachfrage seitens EU‑Käufern widerspiegelt.
  • Russland (Importparität, aserbaidschanische Kerne): Mit jüngst abgefertigten Sendungen sollten Importparitätswerte die türkischen/Kaukasus‑Angebote eng nachzeichnen, mit begrenztem kurzfristigem Aufwärtspotenzial, sofern keine neuen regulatorischen Schocks auftreten.
BASIC
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