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Indische Erdnusspreise geben leicht nach, neue Ernte naht, Brasilien begrenzt Aufwärtspotenzial

Indische Erdnusspreise geben leicht nach, neue Ernte naht, Brasilien begrenzt Aufwärtspotenzial

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Kompaktes Erdnussmarkt-Update für Anfang September: Indische Preise geben leicht nach aufgrund neuer Ernteerwartungen, während brasilianische Angebote nahe €1,10–1,15/kg FOB das globale Aufwärtspotenzial begrenzen.

Die Exportangebote für indische und brasilianische Erdnüsse sind Anfang September weitgehend stabil, wobei indische Bold- und Java-Typen leicht nachgeben und brasilianische Rohware als Preisdeckel fungiert. Nachgebende Schalenpreise in den indischen Mandis und ausgewogene Erntebedingungen halten die internationalen Notierungen vorerst in einer engen Spanne. In ganz Indien sind die Großhandelspreise für Erdnüsse in den letzten vier Wochen um rund 5–7 % gefallen, liegen aber weiterhin nahe an den nationalen Rekord-Monatsdurchschnitten, gestützt durch eine robuste Nachfrage nach Speiseölen und nur moderat schwächere Anlieferungen. Aktuelle Mandi-Daten weisen auf einen gesamindischen Durchschnitt von etwa €0,80–0,90/kg hin, während exportfähige Kerne der Bold- und Java-Typen knapp darüber bewertet werden. In Brasilien bieten Exporteure aus São Paulo weiterhin Roh‑Erdnüsse bei rund €1,10–1,15/kg FOB an, was die globalen Handelsströme verankert und das Aufwärtspotenzial für indische Anbieter in preissensiblen Märkten begrenzt.

Prices

Interne Exportangebots-Indikationen für indische Erdnüsse sind im Wochenvergleich insgesamt unverändert bis leicht niedriger, wobei die meisten Bold- und Java-Qualitäten etwa 1 % unter Ende August liegen. Brasilianische Angebote für Roh‑Erdnüsse sind stabil und liegen derzeit geringfügig über der mittleren Spanne der indischen Angebote, wodurch Brasiliens Wettbewerbsfähigkeit in qualitätssensiblen Destinationen gewahrt bleibt. Die inländischen indischen Großhandelspreise für Erdnussschalen sind in mehreren Märkten im vergangenen Monat um etwa 20 % gefallen, doch der gesamindische durchschnittliche Erdnusspreis liegt weiterhin nahe einem Rekord-Monatshoch, gestützt durch eine robuste Ölsaatennachfrage und den staatlichen MSP-Rahmen. Nationale Mandi-Daten deuten per 2. September 2026 auf einen Durchschnitt von rund 7.100 INR pro Quintal (etwa €0,80/kg) hin, nur geringfügig unter dem MSP 2026/27 von 7.517 INR/Quintal.    

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Supply & Demand

In Indien sind die nationalen Erdnuss-Anlieferungen in den Mandis saisonal gering, aber zunehmend, während die Preise von jüngsten Höchstständen zurückgekommen sind, da sich Händler vor der Haupt‑Kharif-Ernte positionieren. Aktuelle Mandi-Daten zeigen einen durchschnittlichen Erdnusspreis von rund 7.100 INR/Quintal über fast 100 Märkte hinweg, etwa 5 % unter dem MSP, aber historisch hoch. Das deutet darauf hin, dass die Erzeuger eine gewisse Preissetzungsmacht behalten, während Ölmühlen und Schäler sich Versorgung sichern, bevor der Druck der neuen Ernte zunimmt. Der Speiseölkomplex bleibt fest: Die Großhandelspreise für Erdnussöl in Indien sind in den letzten sechs Monaten um rund 7 % gestiegen, begünstigt durch höhere Palm- und Sojaöl-Benchmarks sowie eine starke Vor‑Festivalsnachfrage seitens der Raffinerien. Dies stützt weiterhin die Crush-Margen und unterstützt die Abnahme von Roh‑Erdnüssen trotz der jüngsten Korrektur.  

Die Exportnachfrage nach indischen Bold- und Java-Typen ist stabil, da Käufer in Asien und im Nahen Osten nach den Ferien zur Jahresmitte allmählich zurückkehren. Wettbewerbsfähige brasilianische Angebote nahe €1,20/kg FOB für Rohkerne begrenzen jedoch faktisch, wie weit indische Exporteure die Preise anheben können, ohne Marktanteile zu verlieren, insbesondere in preissensiblen Snack- und Süßwarensegmenten. In Brasilien sorgt São Paulos große, rotationsbasierte Erdnussernte für ein verlässliches exportierbares Überschussvolumen, während das aktuelle Preisniveau für Ölmühlen im Vergleich zu alternativen Ölsaaten attraktiv bleibt. Insgesamt erscheint das kurzfristige Gleichgewicht komfortabel, ohne dass derzeit in Indien oder Brasilien ein größerer Angebotsschock erkennbar wäre.

Weather & Crop Outlook (BR, IN)

Für Indien deutet der Ausblick Anfang September auf insgesamt verhaltene, aber ausreichende Monsunaktivität über weiten Teilen des indischen Südteils hin, wobei weiterhin lokal begrenzte Schauer über wichtigen Erdnussanbaugebieten in Gujarat erwartet werden. Während die kumulierten Niederschläge in einigen Regionen hinter den langjährigen Mittelwerten zurückgeblieben sind, gibt es derzeit keine Hinweise auf ein weit verbreitetes Ernteversagen, und Feldberichte deuten bislang auf ein im Großen und Ganzen ausgewogenes Produktionsprofil hin. Das Wetter der nächsten Wochen bleibt entscheidend für Schalenfüllung und Erntequalität, aber die aktuellen Prognosen rechtfertigen keinen ausgeprägten bullischen Wetteraufschlag in den Preisen.

In Brasilien prognostiziert der nationale Wetterdienst für September über große Teile der Regionen Mitte‑Westen, Südosten und Süden, einschließlich des wichtigsten Erdnussanbaustaates São Paulo, überdurchschnittliche Niederschläge. Die Temperaturen dürften in São Paulo nahe den jahreszeitlichen Normen verlaufen, was das Risiko von Hitzestress bei den sich entwickelnden Beständen reduziert. Für die erste Ernte ist diese Kombination aus ausreichender Bodenfeuchte und annähernd normalen Temperaturen ertragsstützend und dürfte Brasiliens Rolle als verlässlicher Lieferant untermauern, wodurch die aktuelle Obergrenze für die internationalen Erdnusspreise verstärkt wird.

Fundamentals & Price Drivers

  • Inländische Indien-Preise vs. MSP: Nationale Durchschnittspreise für Erdnüsse von rund 7.100 INR/Quintal (≈ €0,80/kg) liegen nur etwa 5 % unter dem offiziellen MSP, was das Abwärtspotenzial begrenzt und insbesondere dort, wo Beschaffungskanäle aktiv sind, eine gewisse Lagerhaltungskapazität der Landwirte begünstigt.
  • Unterstützung durch Speiseöle: Die Großhandelspreise für Erdnussöl in Indien sind in sechs Monaten um über 7 % gestiegen, im Einklang mit der Stärke bei Palm- und Sojabohnenöl und stützen die Crush-Margen. Dies fördert eine stabile Nachfrage der Ölmühlen nach Roh‑Erdnüssen trotz weicherer Schalenpreise.
  • Exportparität vs. Brasilien: Brasilianische Angebote für Roh‑Erdnüsse nahe €1,10–1,15/kg FOB schaffen einen Referenzpunkt für globale Käufer. Indische Exporteure müssen leicht darunter oder innerhalb dieser Spanne preislich ansetzen, um in Europa, Nordafrika und Teilen Asiens wettbewerbsfähig zu bleiben.
  • Spekulative und festliche Nachfrage: Mit dem Eintritt Indiens in die wichtige Festsaison verbessert sich üblicherweise die nachgelagerte Snack- und Süßwarennachfrage, doch deuten aktuelle Hinweise auf diszipliniertes Buying hin; Händler scheuen davor zurück, Preisen hinterherzulaufen, solange die Aussichten für die neue Ernte akzeptabel sind.

3-Day Price & Trading Outlook (BR, IN)

  • Indien – Exportkerne (FOB Westküste): Die Preise für Bold- und Java-Qualitäten dürften in den nächsten drei Handelstagen seitwärts bis leicht schwächer tendieren (0 bis -1 %), da sich verbessernde Ernteerwartungen die stabile Export- und Ölsaatennachfrage ausgleichen.
  • Indien – inländische Mandis: Die gesamtnationalen Preise für Erdnussschalen dürften in einer engen Spanne um das derzeitige Äquivalent von €0,80/kg bleiben, mit lokal begrenzter Schwäche in Überschussmärkten und leichter Festigkeit dort, wo die Anlieferungen gering sind.
  • Brasilien – Roh‑Erdnüsse (FOB Santos): Exportangebote sollten in den kommenden drei Tagen weitgehend stabil in der Spanne von €1,10–1,15/kg bleiben, gestützt durch günstiges Wetter in São Paulo und konstante Auslandnachfrage, jedoch ohne nennenswerten neuen bullischen Impuls.
  • Für Käufer: Erwägen Sie, kurzfristige Bedarfe auf dem aktuellen Niveau schrittweise zu decken, statt auf deutlich niedrigere Preise zu warten; das Abwärtspotenzial erscheint begrenzt, solange festliche Nachfrage und feste Ölpreise anhalten.
  • Für Verkäufer: Nutzen Sie kurzzeitige Ausschläge an das obere Ende der jüngsten Handelsspanne, um einen Teil der Lieferungen für das 4. Quartal im Voraus zu verkaufen, insbesondere wenn die Qualität exportfähig ist und die Logistik gesichert ist.
  • Für Ölmühlen (Crushers): Halten Sie die Beschaffung flexibel; die aktuellen Spannen zwischen Schalenpreisen und Erdnussöl sind vorteilhaft, aber eine schneller als erwartete Ernte oder ein makroökonomischer Nachfrageschock könnte die Margen einengen.
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