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Indische Rosinen geben leicht nach, während der Monsun bestandsfreundlich bleibt

Indische Rosinen geben leicht nach, während der Monsun bestandsfreundlich bleibt

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Indische Rosinenpreise in Neu-Delhi geben leicht nach – bei normalem Monsunwetter, soliden Beständen und einer zögerlichen neuen türkischen Sultana-Saison. Kompakte, EUR-basierte Marktübersicht.

Die Preise für indische Rosinen in Neu-Delhi tendieren etwas schwächer. Premium-Qualitäten für Lebensmittelzwecke gaben in der vergangenen Woche in EUR gerechnet um rund 1 % nach, während die Futterqualität Malayar für Vogelfutter stabil blieb. Exportorientierte indische Angebote liegen weiterhin mit Abschlag zu türkischen Sultanas, wo die neue Saison ruhig und unter den Erwartungen der Erzeuger eröffnet hat. Die Marktstimmung in Indien ist leicht bärisch: Die Lagerhäuser sind nach einer normalen Trocknungssaison von Februar bis April ordentlich versorgt, und das aktuelle Monsunwetter über dem Rosinengürtel Maharashtras ist zwar bewölkt, aber überwiegend günstig. Dies begünstigt die Werterhaltung der Bestände, anstatt neue Qualitätsprobleme zu verursachen. Gleichzeitig setzt die verzögerte, inzwischen aber voranschreitende Sultani-Ernte in der Türkei eine weiche Obergrenze für die Weltmarktpreise, da Käufer auf klarere Signale vom Türkischen Getreideamt (TMO) und auf den Aufbau von Spotvolumen warten. Händler in Indien konzentrieren sich weiterhin auf die kurzfristige Exportnachfrage in den Nahen Osten und nach Europa sowie auf Währungsbewegungen statt auf Angebotsschocks.

Preise

Alle nachfolgenden Preisniveaus und Veränderungen sind ungefähre Angaben und in EUR/kg ausgedrückt, basierend auf einem Arbeitskurs von 1 EUR ≈ 92 INR und 1 EUR ≈ 90 TRY.

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Indische Einzelhandelsreferenzen für hochwertige grüne und schwarze Rosinen in Maharashtra (Online-Angebote ~₹299–799/kg) entsprechen etwa 3,25–8,70 EUR/kg und bestätigen, dass der Großhandel in Neu-Delhi mit einem typischen Abschlag gegenüber den Verbraucherpreisen notiert. Die türkische Sultana-Spotaktivität in Izmir ist bislang in dieser Woche minimal, wobei die Warenbörse keine neuen gehandelten Volumina und nur indikative Referenzniveaus ausweist – ein Hinweis auf einen zögerlichen Start in die Exportsaison.

Angebot & Nachfrage

Das Angebot an indischen Rosinen wird von Maharashtra dominiert, insbesondere den Bezirken Sangli–Tasgaon und den umliegenden Regionen, wo Thompson Seedless-Trauben überwiegend zwischen Februar und April getrocknet werden. Da die diesjährige Trocknungssaison bereits abgeschlossen ist und keine größeren Produktionsschocks gemeldet wurden, werden die aktuellen Marktströme eher durch Bestandsmanagement in den Lagern als durch Unsicherheit über die neue Ernte geprägt.

Auf der Nachfrageseite bleiben die Exporte von Malayar-Rosinen aus Indien breit auf etwa 19 Zielländer verteilt, wobei Indien einen dominanten Anteil an den weltweiten Malayar-Exporten hält. Für höherwertige Lebensmittelrosinen berichten Händler von stetiger Abnahme in den Nahen Osten und nach Europa, wo indische Ware preislich weiterhin mit türkischen Sultanas konkurriert. Da sich türkische Exporteure jedoch weiterhin weitgehend zurückhalten und auf ein klareres inländisches Preissignal des TMO warten, arbeiten internationale Käufer gerne auf Sicht („hand-to-mouth“). Dies begrenzt auch das Aufwärtspotenzial für indische Angebote.

Wetter & Erntebedingungen (Indien)

Für den wichtigsten Rosinenanbaugürtel in Maharashtra (rund um Sangli und Nashik) sind die Monsunbedingungen Ende August saisonal normal. Offizielle Prognosen für Sangli deuten bis zum 3. September auf überwiegend bewölkten Himmel mit leichtem Regen und Höchsttemperaturen um 30–32 °C sowie Tiefstwerten nahe 22 °C hin, ohne dass Unwetterwarnungen ausgegeben wurden.

In dieser Phase des Vermarktungsjahres betreffen diese Bedingungen vor allem gelagerte Bestände und weniger die Trocknung im Feld. Die moderaten Temperaturen und begrenzten Niederschläge verringern das unmittelbare Risiko von Hitzeschäden in Lagern, auch wenn zwischenzeitliche Feuchtigkeitsspitzen weiterhin eine sorgfältige Belüftung und Feuchteüberwachung in Hof- und teilkontrollierten Lagereinrichtungen erfordern. Witterungsbedingte Störungen von Transport oder Logistik sind derzeit für die Region nicht angezeigt.

Externe Einflussfaktoren

In der türkischen Kernregion für Sultani-Trauben rund um Manisa begann die Traubenernte 2026 Berichten zufolge 10–15 Tage später als üblich und war von Phasen mit Hitzestress geprägt, kommt nun aber voran, wobei Trauben zur Rosinenproduktion zum Trocknen ausgebracht werden. Marktkommentare verweisen auf geringe anfängliche Exportvolumina und lokale Preise, die hinter den Erwartungen der Erzeuger zurückbleiben. Die Stimmung bleibt gedämpft, da der Handel auf einen offiziellen TMO-Interventionspreis wartet, der die Untergrenze für die neue Ernte festlegen soll.

Für indische Exporteure verstärkt diese Kombination aus verzögertem, letztlich aber ausreichendem türkischem Angebot und einem zögerlichen Preisumfeld im Ausland tendenziell einen Seitwärtstrend. Importeure in Europa können zwischen August und Oktober zudem Tafeltrauben aus der Türkei beziehen, was die Nachfrage nach Rosinen kurzfristig indirekt beeinflusst, da Käufer zwischen Trocken- und Frischware abwägen. In den letzten drei Tagen wurden keine größeren Währungsschocks gemeldet, die die in EUR ausgedrückte Wettbewerbsfähigkeit indischer Rosinen wesentlich verändern würden.

Handelsausblick

  • Kurzfristig (nächste 1–2 Wochen): Da die FCA/FOB-Preise in Neu-Delhi nur leicht nachgeben und türkische Exporteure weiterhin weitgehend inaktiv bleiben, ist mit einer engen Handelsspanne und leicht abwärtsgerichteter Tendenz für Standardqualitäten aus Indien zu rechnen.
  • Käufer: Lebensmittelhersteller und Abpacker mit Bedarf im 4. Quartal können die aktuelle Schwäche nutzen, um ihre Deckung moderat auszubauen, wobei höhere Qualitäten (golden AA) zu priorisieren sind, solange der Abschlag gegenüber türkischen Sultanas sichtbar bleibt.
  • Verkäufer: Indische Versender sollten aggressive Unterbietungen vermeiden und stattdessen über kurzfristige Verschiffungsfenster und konstante Sortierung/Qualität differenzieren, da die Logistik in der Monsunzeit stabil bleibt und die Qualität ein zentrales Unterscheidungsmerkmal ist.
  • Risikofaktoren im Blick: Beobachten Sie etwaige kurzfristige Ankündigungen eines TMO-Mindestpreises in der Türkei sowie Verschiebungen der Nachfrage in EU und Nahost, die die Ersatzwerte für indische Herkunft rasch festigen könnten.

3-tägige Richtungsprognose für Preise (EUR)

  • Neu-Delhi, Indien (FCA/FOB Rosinen, Lebensmittelqualität): Stabil bis leicht schwächer in den nächsten drei Handelstagen, mit voraussichtlich auf ±0,02 EUR/kg begrenzten Bewegungen bei komfortablen Beständen und stetiger Nachfrage.
  • Exportparität Indien–Naher Osten (FOB Rosinen): Weitgehend unverändert in EUR; kleinere Anpassungen werden eher Fracht- und Währungsbewegungen als Fundamentaldaten folgen.
  • Türkische Sultanas (FOB Ägäis): Seitwärts mit weichem Grundton, da die physischen Volumina dünn bleiben und der Markt auf klarere inländische Preisvorgaben wartet.
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