Indische Rosinenpreise steigen leicht aufgrund fester Inlandsnachfrage und stabiler Importe
Indische Rosinenpreise in New Delhi ziehen bei stabiler Nachfrage und normalem Monsun im Traubengürtel Maharashtras an; türkische und chinesische Angebote bleiben in EUR stabil.
Die indischen Rosinenpreise steigen Mitte Juli moderat, angeführt von kleinen Aufschlägen bei New-Delhi-Malayar-Qualitäten für Vogelfutter und AA-Qualitäten, während türkische und chinesische Angebote in Europa in Euro gerechnet weitgehend stabil bleiben. Das Wetter in Indiens wichtigsten Trauben- und Rosinenanbaugebieten ist saisonal feucht, aber nicht extrem, wodurch sich die Ernteaussichten 2026/27 stabil darstellen.
Der Handel in Indien bleibt rund um Nashik–Sangli und Delhi rege, da Monsunregen die Hitzebelastung mindert, bislang jedoch keine gravierenden Überschwemmungsschäden verursacht. IMD- und private Prognosen deuten auf überwiegend bewölkten Himmel mit leichtem bis mäßigem Regen rund um Nashik bis zum 18. Juli hin – ein unterstützender Hintergrund für Weinberge, sofern starke Niederschläge begrenzt bleiben. Die Exportlogistik und die Nachfragesignale für Trockenfrüchte sind insgesamt stabil, und in den letzten Tagen gab es keine neuen politischen Schocks für Agrarimporte.
Preise
BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Hinweis: USD-notierte Angebote wurden zur Vergleichbarkeit mit ≈1,07 USD/EUR umgerechnet. Werte sind indikativ.
Indische Malayar-Rosinen für Vogelfutter in New Delhi zeigen gegenüber Anfang Juli einen klaren, wenn auch moderaten Aufwärtstrend und signalisieren eine stetige Abnahme im Niedrigqualitätssegment. AA-Lebensmittelqualitäten (golden, braun, schwarz) sind entweder stabil oder tendieren leicht fester, was darauf hindeutet, dass die aktuellen Preise von inländischen Bäckereien, Snackherstellern und Händlern im Vorfeld der festlichen Nachfragepipeline akzeptiert werden. Aktuelle indische Kommentare zu Trockenfruchtexportzentren bestätigen, dass Nashik/Mumbai und Delhi weiterhin zentrale Knotenpunkte für die Konsolidierung und den Export nach Europa bleiben. Türkische Sultanas aus Malatya und chinesische RTU-Rosinen, geliefert nach Deutschland und in die Niederlande, sind in der vergangenen Woche in Euro gerechnet weitgehend unverändert geblieben. Dies spiegelt eine ausgewogene Exportnachfrage und das Ausbleiben neuer Angebotsschocks wider. Die frühere Festigkeit bei hochwertigen Importrosinen im Zusammenhang mit Iran-bedingten Schifffahrtsstörungen hat sich in den letzten Tagen nicht wesentlich verstärkt, bildet aber eine Untergrenze für europäische und indische Importersatzwerte.Angebot & Nachfrage
Der indische Rosinenkomplex tritt in die zentrale Monsun-Wartungsphase ein, in der die meisten Trauben in wichtigen Gürteln wie Nashik und Sangli bereits zur Trocknung abgeerntet sind und der aktuelle Handel eher von Lagerumschichtungen als von frischen Ernteanlieferungen geprägt ist. Sangli-Rosinen profitieren weiterhin von ihrer GI-Positionierung und einer etablierten Verarbeitungskette, die das Angebot für braune und goldene Qualitäten absichert. Auf der Nachfrageseite bleiben Anfragen kleiner Trockenfruchtexporteure nach Europa und in den Mittleren Osten rege, sind jedoch weiterhin selektiv hinsichtlich Qualität und Compliance. Breitere indische Warenexportdaten für Juni zeigen Wachstum in mehreren Absatzmärkten, was darauf hinweist, dass das allgemeine Handelsumfeld unterstützend wirkt, auch wenn die Frachtraten nach Europa und in den Golf im Vergleich zu Anfang 2026 erhöht bleiben. Für Rosinen bedeutet dies eine stabile bis leicht festere Exportnachfrage, insbesondere für saubere AA- und RTU-Qualitäten. Das geopolitische Risiko durch den anhaltenden Iran-Krieg wirkt sich weiterhin auf Schiffs- und Zahlungsströme über den Golf aus, mit dokumentierten Störungen in anderen Agrarsektoren wie Reis. Für Rosinen ist die Auswirkung indirekt, aber relevant: Die Logistik zu traditionellen Käufern im Mittleren Osten kann langsamer und teurer sein, wodurch nahegelegene Märkte (EU, Ostafrika, Südasien) relativ attraktiver werden und dazu beitragen, dass indische und türkische Exportangebote in Euro gerechnet fest bleiben.Wetter & Ernteausblick (Indien)
Die lokalen IMD-Bulletins für Nashik zeigen überwiegend bewölkten Himmel mit leichtem Regen und ohne schwere Unwetterwarnungen mindestens bis zum 18. Juli, mit Höchsttemperaturen um 30–31 °C und Tiefstwerten nahe 23 °C. Unabhängige 7-Tage-Prognosen bestätigen dieses Muster mit zeitweilig leichtem Regen und moderaten Temperaturen, während aktuelle lokale Berichte darauf hinweisen, dass sich frühere starke Schauer und Überschwemmungssorgen entspannt haben. Für Sangli und den breiteren Tasgaon-Gürtel deuten mittelfristige Prognosen auf anhaltende Monsunbedingungen mit vereinzelten Schauern, aber ohne extreme Hitze hin. Dieses Wetterprofil ist im Großen und Ganzen günstig für die Erholung der Reben und die Laubgesundheit nach Ernte und Trocknung und verringert das unmittelbare Risiko von Lager- oder Transportproblemen im Zusammenhang mit übermäßiger Luftfeuchtigkeit, vorausgesetzt, die Lagerhäuser sorgen für ausreichende Belüftung. Insgesamt stützen die aktuellen Bedingungen einen neutralen bis positiven Ausblick für das indische Rosinenangebot 2026/27.Kurzfristprognose & Handelsausblick
Preis- und Basis-Ausblick (nächste 3 Tage)
- New Delhi (Indien, FOB/FCA, EUR-Basis): Spot-Malayar-Vogelfutter- sowie braune/schwarze AA-Rosinen dürften fest bis leicht höher tendieren, mit einem Aufwärtspotenzial von etwa 0,01–0,03 EUR/kg, da monsunnormales Wetter und eine stetige Inlandsnachfrage die Angebotspreise der Verkäufer stützen.
- Türkische Sultanas (Malatya, FOB/CIF, EUR): Die Preise dürften in den nächsten 3 Tagen in etwa auf dem aktuellen Niveau bleiben, mit nur geringfügigen Intraday-Anpassungen infolge von Währungsschwankungen.
- EU-Lager (Hamburg/Dordrecht, FCA, EUR): Chinesische und türkische RTU- und Standard-Sultanas werden voraussichtlich seitwärts gehandelt, gestützt durch Ersatzkosten und das Ausbleiben neuer Nachrichten zu Angebot oder Logistik.
Handelsempfehlungen
- Indische Käufer (Lebensmittelverwender): Erwägen Sie, den kurzfristigen Bedarf an goldenen und braunen AA-Qualitäten zu aktuellen Niveaus zu decken; Monsunrisiken scheinen derzeit begrenzt, aber Logistik- und geopolitische Aufschläge lassen in Euro gerechnet nur begrenztes Abwärtspotenzial.
- Indische Exporteure: Nutzen Sie die derzeitige Stabilität bei der Beschaffung in Nashik–Delhi und die festen EUR-Angebote, um Terminkontrakte mit EU-Käufern zu sichern, insbesondere für konforme AA- und RTU-Ware, für die die Nachfrage widerstandsfähig ist.
- Europäische Käufer: Halten Sie mindestens eine normale Deckung für Q3–Q4; jede erneute Eskalation von Schifffahrtsstörungen im Golf könnte türkische und indische Ersatzwerte rasch von ihrem heutigen Plateau nach oben treiben.
3-Tage-Richtungsausblick (in EUR)
- Indien – New-Delhi-Rosinen (FOB/FCA): Leicht bullischer Bias; +0–2 % in den nächsten 3 Tagen erwartet.
- Türkei – Malatya-Sultanas (FOB/CIF): Seitwärts; eine bandbreitengebundene Bewegung von 0–1 % ist wahrscheinlich.
- EU – Bestände Hamburg/Dordrecht (FCA): Seitwärts; Preise dürften den Ersatzkosten folgen, mit einem leichten Aufwärtsrisiko, falls sich Frachtofferten plötzlich verengen.
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