Price-UpdateCN,IN
Rosinenpreise ziehen leicht an, da Hitze in Xinjiang und wiedererstarkender indischer Monsun die Stimmung prägen
Rosinenpreise in Indien und China ziehen leicht an, da Hitze in Xinjiang und ein sich erholender Monsun in Maharashtra das kurzfristige Angebot und die Exportofferten prägen. Inklusive 3‑Tage‑Ausblick.
Die Rosinenpreise sowohl mit Ursprung China als auch Indien ziehen leicht an, mit moderaten Woche‑zu‑Woche‑Gewinnen, die eher von witterungsbedingten Angebotserwartungen als von unmittelbaren Knappheiten getrieben sind. Heiße, meist trockene Bedingungen in Xinjiang und ein sich verstärkender Monsun über Maharashtra stehen im Fokus, rechtfertigen derzeit aber noch keine aggressiven Preissprünge.
Kurzfristig ist der Markt ausgeglichen: Verarbeiter in China rechnen mit einer frühen, hitzebedingt beschleunigten Traubenreife, während indische Rosinenexporteure von einer stabilen bis leicht festeren inländischen Stimmung profitieren, da die Kharif‑Aussaat mit den sich verbessernden Regenfällen an Fahrt gewinnt. Käufer sehen kurzfristig begrenztes Abwärtspotenzial, aber auch wenig Anlass für eine starke Rally, bevor klarere Signale zur Erntemenge und -qualität sowohl aus Xinjiang als auch aus Maharashtra vorliegen. Die Liquidität bleibt in Indien besser als bei chinesischen Sultanas mit Ziel Europa.
Preise
BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
Charts öffnen →
(Alle EUR‑Werte sind Näherungswerte, Umrechnung mit 1 USD ≈ 0.92 EUR.)
Insgesamt zeigen indische Rosinen der Sorte AA in Neu-Delhi über die vergangenen drei Wochen ein Festigungsmuster von rund 1–2 %, wobei FOB‑Niveaus für den Export die FCA‑Offerten eng nachzeichnen. Futterqualitäten Malayar‑Rosinen werden weiterhin deutlich mit Abschlag gegenüber Tafelqualitäten gehandelt, sind aber ebenfalls leicht gestiegen. Dies spiegelt die breitere Festigkeit in der Traubenwertschöpfungskette Maharashtras wider, da die Kharif‑Aussaat wieder an Tempo gewinnt. Chinesische Sultanas ex Hamburg sind in EUR gerechnet weitgehend stabil, wobei geringe Intraday‑Bewegungen von Fracht- und Logistikkosten nach Europa überlagert werden. Ausgeprägtere Knappheit zeigt sich bei höherwertigen Ursprüngen aus der Türkei und Chile, was trotz komfortabler globaler Bestände einen weichen Boden unter die chinesischen Offerten legt.Angebots- & Nachfragefaktoren (CN, IN)
China (Xinjiang) – Frühe Hitze, gute Ernteaussichten
Die wichtigsten Traubenanbaugebiete Xinjiangs verzeichnen derzeit sehr warme bis heiße Bedingungen, mit Tageshöchstwerten um 35–36 °C und nur vereinzelt erwarteten Schauern in den nächsten drei Tagen. Lokale Medien berichten, dass die Trauben im Traubental von Turpan bereits zu reifen beginnen, was auf eine termingerechte bis leicht frühere Saison mit bislang gutem Fruchtansatz hinweist. Solches Wetter ist im Großen und Ganzen förderlich für die Zuckerakkumulation und die Trocknung, vorausgesetzt, die Hitze steigert sich nicht zu anhaltendem Hitzestress. Da die chinesische Rosinenproduktion für 2025/26 nach früheren Witterungsstörungen ohnehin mit einem Zuwachs prognostiziert wird, untermauern die aktuellen Bedingungen die Erwartung eines reichlichen Angebots aus Xinjiang. Damit ist der Aufwärtsspielraum bei Exportpreisen mit Ursprung China vorerst begrenzt, auch wenn die kurzfristige Verfügbarkeit vor der neuen Ernte moderat bleibt.Indien (Maharashtra) – Monsun-Erholung stützt Rebenzustand
In Maharashtra, das die indische Trauben- und Rosinenproduktion dominiert, hat sich der Südwestmonsun nach einem anfänglichen Defizit wieder belebt. Nationale und bundesstaatliche Berichte heben hervor, dass die Kharif‑Aussaat seit Anfang Juli an Fahrt gewonnen hat, da die Regenfälle zunahmen. Einige westliche Distrikte verzeichneten Anfang Juli starke Regenfälle, wobei Thane in der ersten Monatswoche mehr als 770 mm registrierte, was die Intensität des Monsuns in Teilen des Bundesstaates unterstreicht. Für den Gürtel Nashik–Sangli–Tasgaon deuten jüngste Monsunbewertungen und Mandi‑Preisdaten auf ein sich weitgehend normalisierendes Niederschlagsmuster hin, mit warmen Temperaturen und vereinzelten Schauern in den nächsten drei Tagen (Höchstwerte um 36 °C, vereinzelte Gewitter). Diese Kombination ist positiv für das Wachstum der Rebstöcke, erhöht aber bei anhaltend hoher Luftfeuchtigkeit das Risiko lokal begrenzten Krankheitsdrucks. In diesem Stadium gibt es jedoch keine Meldungen über nennenswerte Schäden an Trauben oder Rosinenbeständen, und Indien wird weiterhin als bedeutender Rosinen- und Sultana‑Lieferant mit strukturell starker Exportkapazität dargestellt. Auf der Nachfrageseite zeigen indische Großhandelsdaten im Inland allgemein feste Obst- und Gemüsepreise, was auf eine robuste Verbraucher- und Verarbeiternachfrage hindeutet. Das Exportinteresse an indischen Rosinen in den Nahen Osten und nach Europa bleibt stabil, da Käufer von den wettbewerbsfähigen Preisen im Vergleich zu türkischen und US‑Ursprüngen angezogen werden.Fundamentaldaten & Wetterausblick (3 Tage)
China – Xinjiang
- Wetter (14.–16. Juli): Sehr warm bis heiß, Höchstwerte 35–36 °C, Tiefstwerte 24–26 °C, meist bewölkt mit nur vereinzelten Schauern oder Gewittern.
- Fundamentaler Effekt: Unterstützt kräftiges vegetatives Wachstum und Zuckerakkumulation in den Trauben. Trocknungsbedingungen für frühe sonnengetrocknete Rosinen erscheinen günstig, ohne unmittelbare Gefahr von qualitätsmindernden Regenereignissen.
- Preisimplikation: Mittelfristig bärisch bis neutral, da gute Feldbedingungen die Erwartungen an ein komfortables Rosinenangebot 2026/27 aus Xinjiang untermauern; kurzfristig bleiben die Preise vor allem durch Logistik und bestehende Kontrakte gestützt.
Indien – Maharashtra
- Wetter (14.–16. Juli): Sehr warm (Höchstwerte 36–37 °C) mit einem Mix aus Sonne und Wolken; an einigen Tagen nachmittägliche, vereinzelte Gewitter und leichter Regen.
- Fundamentaler Effekt: Die Monsun-Erholung unterstützt den gesamten Kharif‑Anbau und verbessert die Wasserverfügbarkeit für Weinberge, bei kurzfristig beherrschbarem Krankheitsrisiko, sofern die Schauer nicht übermäßig ausfallen.
- Preisimplikation: In der sehr kurzen Frist leicht unterstützend, da Erzeuger und Händler mit begrenztem Verkaufsdruck agieren, während sie die Beständigkeit des Monsuns beobachten. Bleiben gravierende Witterungsbelastungen aus, dürfte jedoch das von Branchenverbänden prognostizierte höhere indische Rosinenaufkommen 2025/26 eine anhaltende Rally begrenzen.
Handelsausblick & 3‑Tage‑Preisrichtung
Umsetzbare Hinweise
- Endabnehmer in Europa: Erwägen Sie eine gestaffelte Eindeckung bei Sultanas mit Ursprung China und Indien für Q4 2026–Q1 2027. Aktuelle Preisniveaus mit Ursprung China sind stabil, und indische AA‑Sorten liegen nur moderat über den Werten von Ende Juni, sodass bei weiter günstigem Monsun etwas Spielraum für kleinere Rücksetzer bleibt.
- Indische Exporteure: Nutzen Sie die derzeitige Festigkeit der Inlandspreise, um Forward‑Kontrakte abzusichern, insbesondere für golden AA, vermeiden Sie jedoch übermäßige Vorverkäufe, bis das Monsunmuster bis Ende Juli klarer ist.
- Chinesische Abpacker: Da die Ernteaussichten in Xinjiang günstig erscheinen, sollte der Fokus eher auf wettbewerbsfähigen Frachtraten und kurzen Vorlaufzeiten als auf aggressiven Preiserhöhungen liegen, um Marktanteile gegenüber der Türkei und Indien zu verteidigen.
3‑Tage‑Regionale Preisindikation (Richtung)
- China, Xinjiang → EU (CN Sultanas über Hamburg, FCA, EUR/kg): Seitwärts bis leicht weichere Tendenz; gute Feldwetterbedingungen und reichliche perspektivische Versorgung begrenzen das Aufwärtspotenzial. Spot‑Offerten dürften in einer engen Spanne um die aktuellen Niveaus bleiben.
- Indien, Maharashtra (Nashik/Sangli, FOB Neu-Delhi, EUR/kg): Leicht fester Ton, insbesondere für golden und schwarz AA, da monsunkonforme Unsicherheit und solide Exportnachfrage eine kleine Risikoprämie stützen. Preise dürften leicht über den Durchschnittswerten von Anfang Juli handeln, jedoch ohne starke Ausschläge in den nächsten drei Tagen.
PREMIUM
KI-Agent
Was treibt aktuell die Chilli-Prämie?
Knappe Guntur-Bestände, feste EU-Exportnachfrage und geringere Andhra-Anlieferungen — volle Analyse in deinem Dashboard.
Frag die CMB-KI zu Preisen, Marktreibern und Handelsströmen — trainiert auf den Daten unserer Redaktion.
KI-Agent öffnen →