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Rosinenpreise bleiben stabil, da Hitzewelle in China und Wetterbeobachtung in der Türkei Abwärtsrisiken begrenzen

Rosinenpreise bleiben stabil, da Hitzewelle in China und Wetterbeobachtung in der Türkei Abwärtsrisiken begrenzen

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Rosinenpreise bleiben stabil: Türkische Sultanas halten ihr Niveau, während das chinesische Angebot durch Hitzewellenrisiken belastet ist. Kurzfristiger Ausblick für TR und CN bleibt weitgehend seitwärts.

Die Rosinenpreise bleiben weitgehend stabil: Die Exportwerte für türkische Sultanas sind unverändert, und bei Ware chinesischen Ursprungs ist nur eine geringfügige Abschwächung zu beobachten. Extreme Hitze im chinesischen Rosinengürtel Xinjiang und saisonal warme, aber noch nicht bedrohliche Bedingungen in Malatya halten das Wetterrisiko im Blickfeld, doch das kurzfristige Angebot wirkt komfortabel und verhindert deutliche Preisausschläge. Der Markt wird derzeit stärker von stetigen Exportprogrammen als von neuen fundamentalen Schocks bestimmt. Die Türkei dominiert weiterhin den Sultana‑Handel, wobei das Wetter in Malatya warm und trocken, aber im saisonalen Rahmen für Anfang Juli liegt und damit die Traubenentwicklung vor dem neuen Erntefenster unterstützt. In der chinesischen Region Turpan werden sehr hohe Temperaturen gemeldet, was bei einer anhaltenden Hitzewelle Sorgen über Sonnenbrand und Qualitätsrisiken für grüne Rosinen auslöst, auch wenn in den letzten Tagen keine offiziellen Schätzungen zu Ernteverlusten veröffentlicht wurden. Bei stabiler Endverbrauchernachfrage und normal funktionierender Logistik dürfte die Preisentwicklung in den nächsten Sitzungen in einer Spanne bleiben.

Preise

Ausgehend von einem indikativem EUR/USD‑Kurs von 1,10 ergeben sich aus den aktuellen Spotniveaus ungefähr folgende Preise:

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Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Die Preise für türkische Sultanas sind seit Ende Juni unverändert, was auf einen ausgeglichenen Spotmarkt und moderates Verkäufervertrauen im Vorfeld der Ernte 2026/27 hinweist. Sultanas chinesischen Ursprungs in Europa haben nur marginal nachgegeben, was auf eine ausreichende Verfügbarkeit und begrenzte unmittelbare Sorge über das Xinjiang‑Wetter in der Pipeline schließen lässt.

Angebot & Nachfrage

Die Türkei bleibt ein Eckpfeiler des globalen Rosinenhandels, wobei die jüngste türkische Berichterstattung starke Exportleistungen bei Trockenfrüchten im ersten Halbjahr 2026 hervorhebt, gestützt durch robuste Nachfrage aus der EU und dem Nahen Osten. Dennoch zeigen die aktuellen Sultana‑Preise keine Anzeichen einer Verengung, was darauf hindeutet, dass Exporteure noch über ausreichende, vermarktbare Bestände aus der Ernte 2025 verfügen und bereit sind, zu stabilen Niveaus zu offerieren.

Auf der Nachfrageseite blieben die Großhandelspreise für Sultanas an wichtigen europäischen Plattformen wie Rungis Ende Juni und Anfang Juli weitgehend stabil, was auf eine stetige, aber unspektakuläre Konsumnachfrage schließen lässt. China, ein wichtiger Produzent und Verbraucher, verzeichnete 2025 eine rekordhohe Widerstandsfähigkeit bei Getreide unter widrigen Wetterbedingungen, was darauf hindeutet, dass das breitere Agrar‑ und Lebensmittelsystem extreme Bedingungen insgesamt relativ gut bewältigt, auch wenn Spezialkulturen wie Rosinen während Hitzespitzen lokal mit Qualitätsrisiken konfrontiert sein können.

Wetter & Ernteausblick (TR & CN)

Türkei (Malatya und umliegende Weinbaugebiete – Proxy für Sultanas): Kurzfristige Prognosen für den 10.–13. Juli deuten auf warme, überwiegend trockene Bedingungen hin, mit Tageshöchstwerten im oberen 20er‑ bis unteren 30er‑°C‑Bereich, geringen Niederschlagswahrscheinlichkeiten und schwachen Winden. Dies ist insgesamt vorteilhaft für die Traubenentwicklung und die Trocknungsinfrastruktur, ohne unmittelbare Bedrohung durch extreme Hitze oder Stürme. Das Wetter wirkt damit neutral bis leicht unterstützend für die Aufrechterhaltung der aktuellen Ertragserwartungen.

China (Turpan, Xinjiang – Hauptrosinengürtel): Beobachtete Daten für Anfang Juli zeigen sehr hohe Maximaltemperaturen in Turpan, an einigen Tagen um die mittleren 40er‑°C, im Einklang mit typischen sommerlichen Extremen, aber am oberen Ende der Spanne. Während Rosinen von heißer, trockener Luft bei der Trocknung profitieren, erhöhen anhaltende Hitzewellen das Risiko von Beerensonnenbrand, ungleichmäßiger Trocknung und Arbeitsengpässen in Weinbergen und Trocknungsanlagen. In den letzten drei Tagen wurde keine offizielle Herabstufung der chinesischen Rosinenernte 2025/26 gemeldet, sodass die Hitzewelle derzeit eher ein Beobachtungsfaktor als ein bestätigter bullischer Treiber ist.

Fundamentaldaten & Markttreiber

  • Globale Versorgung weiterhin komfortabel: Jüngste Branchendaten deuten darauf hin, dass für 2025/26 die weltweite Rosinenproduktion und die Anfangsbestände das Gesamtangebot üppig halten, obwohl die türkische Ernte unterhalb der vorangegangenen Saison prognostiziert wird. Dies begrenzt das Aufwärtspreisrisiko, sofern keine witterungsbedingten Schäden bei einem der großen Produzenten eintreten.
  • Türkei & China als zentrale Säulen: Die jüngste globale Übersicht zu Trockenfrüchten zeigt eine beträchtliche Rosinenproduktion in der Türkei und in China, wobei Chinas Output steigt und seine Rolle als Lieferant und Wettbewerber in Standard‑Sultana‑Qualitäten schrittweise verstärkt.
  • Makro & Handelsströme: Breitere Handelsspannungen, etwa zwischen China und der Türkei oder China und der EU, konzentrieren sich stärker auf Industriegüter und Fahrzeuge; in den letzten Tagen wurden keine neuen Agrarzölle auf Rosinen eingeführt. Die Logistikkorridore durch Europa und den Nahen Osten bleiben offen und begrenzen frachtbedingte Volatilität für kurzfristige Verschiffungen.
  • Spekulative Beteiligung: Rosinen sind überwiegend ein physischer Handelsmarkt; es gibt keine Anzeichen neuer spekulativer Ströme, die die Preise in dieser Woche beeinflussen. Die Preisstabilität bei Ware türkischen und chinesischen Ursprungs stützt die Sicht eines fundamental getriebenen, seitwärts tendierenden Marktes.

Handelsausblick & 3‑Tage‑Preisindikation

Handelsempfehlungen (kurzfristig, 3–7 Tage):

  • Importeure / Abpacker: Nutzen Sie die aktuelle Stabilität, um den kurzfristigen Bedarf an türkischen Sultanas (Typen 8–10) zu decken. Bei gutartigen Wetterbedingungen in Malatya und ohne klaren bullischen Katalysator erscheint gestaffeltes Kaufen zu den aktuellen EUR‑Niveaus sinnvoll.
  • Exporteure (TR & CN): Halten Sie Ihre Angebote aufrecht, bleiben Sie jedoch flexibel für kleine Abschläge bei prompt lieferbaren Partien, um Volumen zu sichern, bevor mögliche Wetterberichte aus Xinjiang oder den türkischen Weinbergen später im Juli aufkommen.
  • Industrielle Verwender in Europa & Asien: Ziehen Sie eine moderate Vorwärtsdeckung für Kernqualitäten von Sultanas bis ins 4. Quartal 2026 in Betracht, vermeiden Sie jedoch aggressive Long‑Positionen, bis klarere Hinweise auf Erntestress oder eine Nachfrabeschleunigung vorliegen.

3‑Tage‑Preistrend nach Region (alle Werte indikativ, in EUR):

  • Türkei (Malatya, FOB/CIF Sultanas): Preise um 1,85–2,70 EUR/kg für die wichtigsten konventionellen Qualitäten und etwa 2,80+ EUR/kg für Bio‑Ware dürften in den nächsten drei Tagen seitwärts verlaufen, gestützt durch stabiles Wetter und Exportnachfrage.
  • China (Ursprung Xinjiang, geliefert EU, FCA‑Hubs): Chinesische Standard‑Sultanas Nr. 9 RTU nahe 1,90–2,00 EUR/kg dürften leicht weich bis stabil bleiben, mit nur begrenztem Abwärtsrisiko, solange Logistik und vorhandene Bestände die Auswirkungen der aktuellen Hitze abpuffern.
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