Mandelpreise geben in Indien nach, da Käufer sich gegen hohe Niveaus stemmen
Kalifornische und spanische Mandelpreise bleiben global fest, während importierte Mandeln in Indien vor den Festtagen nachgeben, da Käufer hohe Niveaus ablehnen.
Prices
Spot-Indikationen aus Neu-Delhi vom 15. September zeigen schwächere Notierungen für importierte kalifornische Mandeln und Mandelkerne, im Einklang mit weicheren Gewürznelken und Zimt, da Käufer die hohen Preisniveaus nicht akzeptieren und ihre Lagerhaltung reduzieren. Dies steht im Kontrast zu festen globalen Referenzwerten, bei denen Kerne in den wichtigsten Handelsdrehkreuzen überwiegend in einer unterstützten Spanne von EUR 11,3–12,2/kg auf CIF/FOB-Basis gemeldet werden, was das straffere Gleichgewicht 2026/27 widerspiegelt.
Maklerindikation für wichtige Kernqualitäten in Europa und den USA bleiben stabil: US Carmel SSR 18/20 und 20/22 um EUR 6,70/kg FAS Washington D.C., und spanische Marcona- und Valencia-Typen überwiegend in einer Spanne von etwa EUR 6,15 bis 8,90/kg FOB Madrid, mit Bio-Nonpareil nahe EUR 11,50/kg. Diese stabilen Angebotsniveaus, zusammen mit nachgebenden Spotpreisen in Neu-Delhi, deuten darauf hin, dass die aktuelle Schwäche eher auf lokale Nachfragemüdigkeit als auf eine Veränderung der globalen Fundamentaldaten zurückzuführen ist.
Supply & Demand
Auf der Nachfrageseite bleibt Indien strukturell auf Importe angewiesen, bei gleichzeitig stark wachsendem zugrunde liegendem Verbrauch. Die jüngsten Rückmeldungen aus Neu-Delhi zeigen jedoch, dass Käufer die aktuellen Preisniveaus nicht akzeptieren. Höhere Preise bei importierten Gewürzen und Trockenfrüchten veranlassen Händler, ihre Volumina zu reduzieren und die Deckung zu verkürzen, insbesondere bei Mandeln und Walnusskernen, die beide aufgrund begrenzter Käufe nachgegeben haben.
Global bleibt der Exportzug jedoch bis Anfang September robust. Lieferungen aus Kalifornien und mediterranen Ursprüngen zu wichtigen Zielmärkten, darunter Indien und Europa, waren kräftig, wobei mehrere aktuelle Handelsberichte auf gegenüber dem Vorjahr höhere Exportvolumina und ein diszipliniertes Verkaufsverhalten von Erzeugern und Händlern hinweisen. Dieser Gegensatz – starke Exportströme, aber schwächere Spotpreise in Indien – unterstreicht, dass die aktuelle Schwächephase eher eine lokale Anpassung als eine Bewegung hin zu einem Überangebot darstellt.
Fundamentals
Fundamental wird die kalifornische Ernte 2026 leicht unter dem Niveau der vorangegangenen Saison erwartet, und nach mehreren Jahren hoher Bestände ist der Markt in ein engeres, aber nicht extrem angespanntes Gleichgewicht übergegangen. Die Verfügbarkeit von Kernen ist weniger belastend, was Anbieter in Kalifornien und Spanien dazu ermutigt, ihre festen Angebotspreise beizubehalten, statt mit niedrigeren Preisen um Geschäfte zu konkurrieren, selbst wenn einige Zielmärkte Anzeichen von Nachfragemüdigkeit zeigen.
In Spanien zeigen auf Marcona, Valencia und Guara basierende Kerne gegenüber Ende August stabile bis leicht festere Benchmarkpreise in EUR, während US-Kernangebote im gleichen Zeitraum nur leicht angezogen haben. Die Kombination aus einer kleineren Ernte, diszipliniertem Verkauf und solider Importnachfrage aus Indien und Europa verhindert eine nennenswerte Korrektur und lässt nur Raum für lokale Schwächephasen, in denen die Großhandelsnachfrage vorübergehend eingeschränkt ist.
Weather & Crop Outlook
Die Witterungsbedingungen in Kaliforniens wichtigsten Mandelanbaugebieten waren zuletzt durch hohe Verdunstungsnachfrage und anhaltende Trockenheit in Teilen des Central Valley gekennzeichnet, doch es ist kein bedeutender Schock zum Ende der Saison aufgetreten, der den Ernteausblick 2026 verändern würde. Derzeitige Erwartungen deuten auf eine etwas kleinere Ernte mit normalem bis frühem Erntetermin hin, was die festere globale Preisstruktur stützt, ohne sie dramatisch zu verschärfen.
In Spanien berichteten frühere Saisonbewertungen von im Allgemeinen ausreichender Blüte und Fruchtansatz für Marcona, Guara und verwandte Sorten, auch wenn regionale Unterschiede bestehen bleiben. In dieser Saisonphase ist das Wetter für die Ertragsbildung weniger entscheidend und wirkt sich stärker auf die Ernteabwicklung und die Kernqualität aus. Anzeichen für eine deutliche, wetterbedingte Entspannung auf der Angebotsseite sind nicht erkennbar, was die Einschätzung stützt, dass jede kurzfristige Preisschwäche in Indien wahrscheinlich nachfrageseitig getrieben und vorübergehend ist.
Trading Outlook
- Importeure in Indien: Nutzen Sie die aktuelle Schwäche der Preise in Neu-Delhi und die Kaufzurückhaltung, um die Deckung für die Festperiode vorsichtig zu verlängern, vermeiden Sie jedoch Überbevorratung angesichts weiterhin hoher globaler Ersatzkosten.
- Exporteure (US, ES): Fahren Sie eine feste, aber flexible Angebotspolitik; die lokale Schwäche in Indien beruht auf Lagerermüdung und nicht auf einem strukturellen Überangebot, und die Festnachfrage dürfte gut bepreiste Partien absorbieren.
- Industriekäufer in Europa: Erwägen Sie, die Deckung für Q4 2026–Q1 2027 gestaffelt aufzubauen, solange Kerne in einer engen EUR-Spanne handeln; das Abwärtspotenzial erscheint begrenzt, solange das Angebots-Nachfrage-Gleichgewicht 2026/27 nur moderat komfortabel bleibt.
3‑Day Price Direction (EUR)
- US-Kerne (Export-Referenzen): Stabil bis leicht fester; disziplinierter Verkauf und begrenzte Kernverfügbarkeit begrenzen das Abwärtspotenzial.
- Spanische Kerne (Marcona/Valencia/Guara): Stabil; ausgeglichenes lokales Angebot und gute Exportnachfrage.
- Importierte Mandeln in Neu-Delhi: Leicht schwächer bis seitwärts, da Käufer hohe Preise ablehnen, mit selektiver Unterstützung durch die Festnachfrage.