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Rosinenpreise ziehen an dank fester indischer und türkischer Märkte
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Rosinenpreise ziehen an dank fester indischer und türkischer Märkte

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Rosinenpreise ziehen an, da Indien und die Türkei fest bleiben, Wetter in Xinjiang Risiko bringt und Europa hohe Europreise zahlt. Kurzfristiger Ausblick und Handeltipps im Überblick.

Die indischen und türkischen Rosinenpreise ziehen Ende Juni leicht an, gestützt durch solide Exportnachfrage und lokale Wetterrisiken in Chinas Xinjiang-Region. Die europäischen Großhandelspreise bleiben in Euro hoch, wodurch sich das kurzfristige Abwärtspotenzial begrenzt. Über die wichtigsten Ursprünge hinweg ist der Preisanstieg moderat, aber überwiegend positiv, wobei Indien und Chile gegenüber einem weiterhin festen türkischen Sultaninenmarkt wettbewerbsfähig sind. Jüngste Extremniederschläge in Teilen Xinjiangs und frühsommerliche Hitze in Eurasien werfen Fragen zu Qualität und Logistik auf, haben aber noch keinen klaren Angebotsschock ausgelöst. Vorerst sehen sich Käufer eher einem sanft steigenden Markt als einer scharfen Rallye gegenüber, wobei Währungseffekte und Frachtkosten den Aufwärtsdruck verstärken.

Preise

Alle Preise in ungefähre EUR umgerechnet bei 1 USD ≈ 0,93 EUR.

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Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Die indischen inländischen APMC-Preise in Sangli für Trockentrauben liegen per 18. Juni bei etwa ₹27.100/Quintal (Modalpreis; ≈3,0–3,1 EUR/kg) und unterstreichen damit einen festen Binnenmarkt, der die Exportparität auf den aktuellen FOB/FCA-Niveaus stützt. Französische Großhandelspreise für braune Trockentrauben in der Nähe von Paris werden Ende Juni mit rund 6,30 EUR/kg angegeben, was auf starke nachgelagerte Margen und Spielraum für weiterhin gestützte Ursprungspreise hinweist.

Angebot & Nachfrage

Die mittelfristigen Fundamentaldaten bleiben angespannt, aber nicht extrem. Jüngste globale Prognosen der internationalen Nuss- und Trockenfruchtbranche zeigen für 2025/26 einen Rückgang der Rosinenproduktion gegenüber 2024/25 in Indien und der Türkei, während China und Chile leicht zulegen, sodass das weltweite Angebot im Jahresvergleich etwas niedriger ausfällt. Anfangsbestände aus früheren Ernten halten die Gesamtverfügbarkeit zwar ausreichend, begrenzen aber das Potenzial für deutliche Preisrückgänge.

In Indien bleiben Sangli und Nashik die wichtigsten Zentren für Rosinenproduktion und Exportlogistik, mit hoher Verarbeitungskapazität und ganzjähriger Verfügbarkeit. Lokale Händler berichten von stetigen Anfragen aus dem Nahen Osten und Asien, während der heimische Einzelhandels- und Bäckereisektor widerstandsfähig bleibt. Weltweit wächst die Nachfrage moderat, aber stabil; industrielle Verwender (Cerealien, Bäckerei, Süßwaren) reagieren preisempfindlicher, sind jedoch weiterhin stark auf Rosinen als Schlüsselzutat fixiert.

Die Türkei bleibt die Referenzherkunft für kernlose Sultaninen, wobei aktuelle Spot-Notierungen der Warenbörse Izmir auf feste, aber weitgehend seitwärts tendierende Preise Ende Juni hindeuten. Die chinesische Region Xinjiang, ein wichtiges Sultaninenanbaugebiet, verfügt über ausreichende Bestände aus vorangegangenen Saisons, doch Käufer beobachten nach ungewöhnlichem Wetter die Ernte 2026 genau. Chilenische Exporteure, insbesondere aus den nördlichen Regionen, vermarkten weiterhin hochwertige Flame- und Thompson-Rosinen nach Europa und Asien und nutzen das gegenläufige Saisonangebot.

Wetter & Erntebedingungen (AF, CL, CN, IN, TR)

China (CN/Xinjiang): In der vergangenen Woche verzeichnete Hotan in Xinjiang am 20. Juni rekordverdächtige Niederschläge, wobei Tages- und Stundenniederschlagsrekorde gebrochen wurden – ein ungewöhnliches Ereignis für diese Wüstenregion. Während sich die Weinberge überwiegend in geschützteren Oasen befinden, schüren solche Extreme Sorgen über lokale Überschwemmungen, Aufplatzen der Beeren und erhöhten Krankheitsdruck später in der Saison, falls nasse Bedingungen anhalten. Derzeit wird das Ereignis als lokales Risiko und nicht als nationaler Angebotsschock bewertet.

Indien (IN): Die wichtigsten Trauben- und Rosinengürtel in Maharashtra (Nashik, Sangli, Tasgaon) befinden sich in der Übergangsphase von trockener Hitze zum frühen Monsunfenster. In den letzten Tagen wurden keine größeren Wetterschäden gemeldet, und die Anlieferungen am APMC-Markt Sangli sind ausreichend, um den Markt liquide zu halten, auch wenn angespannte Strom- und Arbeitsmarktsituationen in Spitzenzeiten beim Trocknen und Einlagern die Kosten weiterhin leicht nach oben treiben können.

Türkei (TR): Die westtürkischen Sultaninengebiete rund um Manisa und İzmir treten in einen warmen, überwiegend trockenen Frühsommer ein, der für die Rebentwicklung typisch ist. Jüngste Klimaberichte für den weiteren östlichen Mittelmeerraum heben einen Trend zu häufigeren Hitzewellen hervor, die den Zuckeraufbau beschleunigen, aber auch die Reben stressen und bei fehlender Bewässerung die Beerengröße beeinträchtigen können. Bisher wurde in den letzten drei Tagen kein akuter Wetterschock in den Sultaninengebieten gemeldet.

Chile (CL): Die nördlichen chilenischen Traubenanbaugebiete befinden sich in der winterlichen Ruhephase der südlichen Hemisphäre. Jüngste Branchenmitteilungen betonen ein standardmäßiges Nachernte-Management ohne größere Wetteranomalien; der aktuelle Fokus liegt auf der Vermarktung eingelagerter Rosinen aus der letzten Ernte.

Afghanistan (AF): Der afghanische Rosinensektor ist strukturell klein, aber wachsend; für 2025/26 wird eine Produktion von rund 20.000 Tonnen prognostiziert, deutlich mehr als in der vorigen Saison. Das Wetter der letzten Tage hat keine internationalen Schlagzeilen verursacht; die Hauptsorgen gelten weiterhin Infrastruktur und Handelsabwicklung und weniger unmittelbaren Klimarisiken.

Fundamentaldaten & Markttreiber

  • Bestände vs. neue Ernte: Komfortable Überhangbestände in der Türkei, Indien und den USA dämpfen den Markt, doch eine niedrigere Frischproduktion in einigen Ursprüngen für 2025/26 reduziert die Überschüsse und unterstützt einen leichten Aufwärtstrend der Preise.
  • Energie, Fracht und FX: Höhere Transport- und Energiekosten in Verbindung mit schwächeren Lokalwährungen in einigen Erzeugerländern veranlassen Exporteure, ihre Angebote in EUR, insbesondere nach Europa, wo Spotpreise für Trockentrauben hoch bleiben, eher stabil bis steigend zu halten.
  • Wettervolatilität: Vereinzelte Extremereignisse, insbesondere der jüngste Starkregen in Xinjiang, erinnern an das Klimarisiko und halten Risikoprämien in Forward-Verhandlungen, insbesondere für chinesische und zentralasiatische Ursprünge, verankert.

Kurzfristiger Ausblick & Handelsstrategie

  • Käufer (Importeure, Abpacker): Erwägen Sie, einen Teil des Bedarfs für Q3–Q4 2026 jetzt zu decken, insbesondere für indische black und golden AA sowie chilenische flame jumbo, bei denen die aktuellen EUR/kg-Niveaus im Vergleich zu türkischen und EU-Großhandelsbenchmarks wettbewerbsfähig bleiben. Staffeln Sie die Käufe, um potenzielle wetterbedingte Volatilität in Xinjiang und im Mittelmeerraum zu managen.
  • Erzeuger/Exporteure: Mit europäischen Preisen für braune Rosinen um 6,30 EUR/kg und deutlich niedrigeren Ursprungsofferten besteht Spielraum, Angebotspreise zu verteidigen oder leicht anzuheben, insbesondere für höhere Qualitäten und Bio-Linien. Konzentrieren Sie sich auf Qualitätssicherung und zeitgerechte Verschiffung, um Prämien zu realisieren.
  • Industrielle Verwender: Sichern Sie, wo möglich, volumenbasierte Kontrakte, behalten Sie jedoch eine gewisse Flexibilität bei der Herkunft. Der Austausch zwischen indischen, chinesischen und chilenischen Rosinen kann lokale Angebotsstörungen abfedern und die Inputkosten begrenzen.

3‑Tage-Preisindikation (Richtung, alle in EUR)

  • Indien (IN, FOB/FCA Neu-Delhi): Leicht fester Bias in den nächsten drei Tagen, da die inländischen Sangli-Preise und das Exportinteresse stützend wirken; in EUR gerechnet werden Bewegungen von höchstens ±1–2% erwartet.
  • Türkei (TR, FOB Malatya / Izmir Spot): Weitgehend stabil, aber mit Aufwärtstendenz bei hochwertigen Sultaninen angesichts solider Exportnachfrage; kurzfristige Bewegungen dürften sich in einer engen Spanne von ±1% abspielen.
  • China (CN, Xinjiang – EU FCA): Leichtes Aufwärtsrisiko, da Käufer die Wetterfolgen in Xinjiang neu bewerten; Preise zu europäischen Lagern könnten um 1–2% anziehen, falls sich die Logistik verengt.
  • Chile (CL, EU FCA): Stabil bis leicht fester angesichts solider Nachfrage nach Flame-/Thompson-Rosinen und begrenztem unmittelbarem Neuzufluss in der südlichen Winterhälfte.
  • Afghanistan (AF, EU FCA Futterqualitäten): Überwiegend stabil mit leicht fester Tendenz, im Einklang mit dem breiteren Markt für geringwertige Trockenfrüchte und Futterware und weniger getrieben von spezifischen Ernteberichten.
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