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Türkische getrocknete Aprikosen: Neue Ernte hält FOB-Preise seitwärts

Türkische getrocknete Aprikosen: Neue Ernte hält FOB-Preise seitwärts

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Die Preise für türkische getrocknete Aprikosen bleiben stabil, da die Malatya-Ernte 2026 reichliches Angebot, günstiges Wetter und eine ruhige, aber feste EU-Nachfrage bringt.

Die Preise für türkische getrocknete Aprikosen bleiben weitgehend stabil, da die Malatya-Ernte 2026 in ihr zentrales Exportfenster eintritt und weder größere Wetter- noch Logistikschocks absehbar sind. Ein starkes Angebot und heißes, trockenes Erntewetter halten die FOB-Angebote in einer engen Spanne, während die EU-Nachfrage aktiv, aber nicht überhitzt ist. Die neue Ernte in Malatya hat unter insgesamt günstigen Bedingungen begonnen, wobei offizielle und branchenseitige Schätzungen auf ein komfortables Angebot nach der frostgeschädigten Saison des Vorjahres hindeuten. Ernte- und exportbezogene Ereignisse im Juli unterstreichen die Rolle der Region als Rückgrat des weltweiten Handels mit getrockneten Aprikosen. Das derzeit heiße und stabile Wetter in Malatya sowie milde Bedingungen in Ankara unterstützen eine schnelle Trocknung und reibungslose Logistik und festigen das seitwärts gerichtete Preisbild sowohl im geschwefelten als auch im ungeschwefelten Segment. Käufer konzentrieren sich eher auf Timing und Qualitätsdifferenzen als auf ausgeprägte Preisbewegungen, während Exporteure derzeit Wechselkurs- und Frachtkosten genauer beobachten als Wetterrisiken.

Preise

FOB-Preise in Malatya für konventionelle ungeschwefelte Qualitäten bleiben gegenüber Mitte Juli unverändert, wobei sich Angebote für Größen Nr. 3–5 im mittleren einstelligen EUR/kg-Bereich bündeln und Größenaufschläge weitgehend unverändert sind. Bio-Ware erzielt weiterhin einen deutlichen Aufschlag von etwa 1,3–1,8 EUR/kg gegenüber vergleichbaren konventionellen Größen ab Ursprung, ohne dass bislang Anzeichen für Preisnachlässe erkennbar wären.

Geschwefelte Ware aus Malatya (etwa 2.000 ppm) wird mit einem moderaten Abschlag gegenüber ungeschwefelter gehandelt, doch auch hier zeigt die Kurve nahezu keine Veränderung gegenüber der Vorwoche, was eine ausbalancierte Nachfrage im Nahtermin widerspiegelt. FCA-Großhandelspreise für Ursprung Türkei in Kontinentaleuropa (z. B. Niederlande, Polen) verzeichnen nur marginale Veränderungen zur Vorwoche und liegen nach Berücksichtigung von Logistik und Margen weiterhin unter den FOB-Ursprungspreisen, was auf komfortable Lagerbestände in der Weiterverarbeitung und nicht auf Knappheit hindeutet.

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Supply & Demand

Branchenquellen berichten von einer großen Malatya-Ernte 2026 bei getrockneten Aprikosen: Der International Nut and Dried Fruit Council (INC) und lokale Exporteure gehen von rund 75.000 Tonnen neuerntiger Ware aus und damit von einem soliden Puffer gegenüber dem frostbedingt reduzierten Volumen des Vorjahres. Offizielle Zeremonien zum Erntebeginn Mitte Juli und das Malatya-Aprikosenfest unterstreichen, dass die Lese in den wichtigsten Distrikten im vollen Gange ist und die Region vollständig auf den Export ausgerichtet ist.

Während ein lokales Hagelereignis im Mai in einigen Obstgärten zu Schäden von 10–20 % geführt hat, wird der Gesamteinfluss auf die Produktion der Provinz als begrenzt eingestuft; es gibt keine Hinweise auf eine nennenswerte Abwärtskorrektur der gesamten Ernteerwartung. EU und Vereinigtes Königreich bleiben die dominierenden Abnehmer für türkische getrocknete Aprikosen und nehmen den Großteil der Exporte auf; erste Berichte aus Malatya heben hervor, dass die Ausfuhren nach Europa rasch wieder angelaufen sind, sobald die Ernte begonnen hatte. Die jüngst angekündigten russischen Beschränkungen für Steinobst aus der Türkei betreffen vor allem phytosanitäre Fragen im Frischwarenfluss und haben sich bislang nicht spürbar auf den Handel mit verarbeiteten oder getrockneten Aprikosen ausgewirkt.

Weather & Harvest Conditions (TR)

Der kurzfristige Wetterausblick ist für Trocknung und Logistik ausgesprochen günstig. In Malatya begünstigen Tageshöchstwerte von etwa 35–38 °C bei klarem Himmel in den nächsten drei Tagen eine schnelle Sonnentrocknung und verringern das Risiko von Qualitätsverlusten durch Feuchtigkeit während der Ernte. Nächtliche Tiefstwerte im oberen Zehner- bis unteren Zwanzigerbereich (°C) unterstützen zusätzlich gute Trocknungskurven für sowohl geschwefelte als auch natürliche Ware.

Ankara, ein wichtiger Logistik- und Umschlagknotenpunkt für einen Teil der Bio- und verarbeiteten Ware, verzeichnet milde und stabile Bedingungen mit Höchstwerten um 29–30 °C und kühlen Nächten um 13–15 °C, was ideal für Lagerung und Verpackung ist. Entscheidend ist, dass für die kommenden drei Tage in beiden Regionen weder Regen noch Sturmsysteme vorhergesagt sind; das hält das kurzfristige Wetterrisiko für die Preise sehr gering und stützt die aktuell seitwärts verlaufende Marktstruktur.

Fundamentals & Market Mood

Malatya liefert etwa die Hälfte der frischen Aprikosen der Türkei und rund 95 % der nationalen Produktion getrockneter Aprikosen und stellt damit einen dominanten Anteil am weltweiten Handel mit getrockneten Aprikosen. Da die Blüte 2026 weitgehend frostfrei verlief und Hagelschäden nur lokal begrenzt auftraten, wird die neue Ernte als sowohl umfangreich als auch qualitativ relativ homogen eingeschätzt. Dies stützt die aktuelle Angebotsstabilität, da Verkäufer zu Saisonbeginn wenig Druck verspüren, über Preisnachlässe Volumen abzusetzen.

Exporteure und Händler berichten von einem ruhigen, aber festen Grundton: Spotanfragen europäischer Käufer sind stabil, doch es gibt nur begrenzte Hinweise auf vorgezogene „Panik-Käufe“. Die meisten Marktteilnehmer erwarten, dass das reichliche Rohwarenaufkommen eine flexible Größensortierung und Qualitätszuordnung über die gesamte Saison erlaubt. Vor diesem Hintergrund werden Wechselkursentwicklungen, Frachtkosten und sich weiterentwickelnde sanitäre Anforderungen in Schlüsselmärkten (EU, EAWU) als größere Risiken im mittleren Zeithorizont angesehen als inländische Wetterfaktoren – zumindest im frühen Verlauf der Kampagne.

Trading Outlook (Next 1–2 Weeks)

  • Käufer (EU-Importeure, Abpacker): Bei stabilen Ursprungspreisen und unterstützendem Wetter eignet sich dieses Zeitfenster, um kurzfristige bis mittelfristige Bedarfe in Standardsortierungen zu decken, insbesondere geschwefelt Nr. 3–5 und ungeschwefelt Nr. 4–5. Es bietet sich an, Einkäufe schrittweise zu staffeln, statt auf deutliche Preisnachlässe zu warten, die bei guter Erntequalität und reibungsloser Logistik eher unwahrscheinlich sind.
  • Einzelhändler und Markenartikler: Sichern Sie Bio-Mengen frühzeitig, da der Aufschlag derzeit moderat im Vergleich zu historischen Extremwerten ist und sich die Verfügbarkeit von Bio-Ware im weiteren Saisonverlauf einengen kann. Konzentrieren Sie sich stärker auf strenge Qualitätsspezifikationen und Zertifizierungen als auf harte Preisverhandlungen, angesichts eines insgesamt komfortablen, aber nicht unbegrenzten Bio-Angebots.
  • Exporteure in der Türkei: Bei solider Ernte und stabiler Nachfrage erscheint es gerechtfertigt, bei höherwertigen Qualitäten Angebotsdisziplin zu wahren. Verfolgen Sie die russischen und regionalen regulatorischen Entwicklungen im Steinobstsegment genau, vermeiden Sie jedoch aggressive Preissenkungen in Europa, solange keine klaren Signale einer Nachfrageschwäche erkennbar sind.

3‑Day Directional Price Indication (TR)

  • Malatya FOB, geschwefelt Nr. 3–5: Seitwärts in EUR, sehr enge Spanne erwartet, da das Wetter heiß bleibt und das Exportinteresse stabil ist.
  • Malatya FOB, ungeschwefelt Nr. 3–5: Seitwärts bis leicht fester, falls die EU-Nachfrage nach Naturware weiter leicht zunimmt; Bewegungen dürften jedoch auf wenige Euro-Cent pro kg begrenzt bleiben.
  • Ankara FOB, Bio-Qualitäten: Seitwärts; derzeit keine Anzeichen für eine unmittelbare Angebotsverknappung, wenngleich kleine Bio-Kaliber bei anziehendem Frühinteresse marginal höhere Aufschläge erzielen könnten.
BASIC
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