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Türkische Rosinen bleiben stabil, während die Hitze in Malatya zunimmt

Türkische Rosinen bleiben stabil, während die Hitze in Malatya zunimmt

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Die Preise für türkische Rosinen bleiben trotz heißem, trockenem Wetter in Malatya stabil. Aktuelle EUR-Niveaus, EU-Konkurrenz, Veränderungen der Handelspolitik und ein 3‑Tage-Ausblick.

Die Preise für türkische Rosinen liegen unverändert auf dem Niveau von Ende Juni, wobei die Angebote für Malatya-Sultaninen trotz einer ausgeprägten Hitzewelle und anhaltend fester Großhandelspreise für Trockenfrüchte in der EU unverändert bleiben. Da in den letzten Tagen weder ein größerer Angebotsschock noch eine politische Änderung aufgetreten ist, bleibt der Markt in einer Spanne, ist aber gut unterstützt – insbesondere im Vergleich zu höher bepreisten EU-Spotangeboten. Die kernlose türkische Traubenernte entwickelt sich unter sehr heißen, trockenen Bedingungen, doch die kumulierten Niederschläge seit dem Herbst liegen in Malatya nahe am Normalwert bis leicht darunter, was akute Dürresorgen begrenzt. Die heimischen Obstmärkte und Getreideinterventionen dominieren die lokalen Schlagzeilen, während mit Rosinen im Hintergrund eher ruhig gehandelt wird. Die EU-Großhandelspreise für getrocknete Rosinen liegen weiterhin ein Mehrfaches über den türkischen Exportwerten und unterstreichen den Kostenvorteil der Türkei. In den nächsten drei Tagen sprechen stabiles Wetter, eine robuste globale Nachfrage nach Trockenfrüchten und steigende Handelskosten für Waren chinesischer Herkunft in die EU gemeinsam für einen leicht unterstützenden bis seitwärts gerichteten Preisausblick.

Preise

Alle Preise umgerechnet in EUR/kg (ca. 1 USD = 0,93 EUR).

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Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Der jüngste EU-Großhandelsnotierungspreis für braune getrocknete Rosinen auf einer französischen B2B-Plattform liegt per 1. Juli 2026 bei 8,65 EUR/kg, mehr als 40 % höher als im Vorjahr, was die starke Preiswettbewerbsfähigkeit der Türkei selbst nach Logistikkosten und Margen unterstreicht.

Angebot & Nachfrage

In den letzten drei Tagen gab es keine neuen offiziellen Ankündigungen zu türkischen Exportpolitiken für getrocknete Trauben, Interventionskäufen oder Ernteausfällen. Lokale Nachrichten aus Malatya konzentrierten sich stattdessen auf die Getreideankaufskampagne des TMO und die Steinobstpreise. Für Rosinen stützt diese Ruhe den Eindruck einer weitgehend ausgeglichenen Angebots-Nachfrage-Situation zum Eintritt in den Hochsommer.

Weltweite Branchendaten, die im Frühjahr 2026 veröffentlicht wurden, deuteten bereits auf ein ausreichendes Angebot an kernlosen getrockneten Trauben in der Türkei und konkurrierenden Herkünften hin, wobei erwartet wurde, dass sich die Preise für Sultaninen und Rosinen im Jahr 2026 im Allgemeinen stabil entwickeln, sofern keine extremen Wetterereignisse eintreten. Diese Einschätzung deckt sich mit den stabilen Exportangeboten aus Malatya und nur geringfügigen Aufschlägen für Sultaninen chinesischer Herkunft in nordeuropäischen Lagerhäusern.

Auf der Nachfrageseite ist der EU-Verbrauch von Trockenfrüchten stabil, während sich Großhandelskunden nach dem starken Preisanstieg bei Nüssen und bestimmten Trockenfrüchten im vergangenen Jahr vorsichtiger verhalten. Das sehr hohe französische Großhandelsniveau im Vergleich zu Exportangeboten deutet eher auf anhaltende Margenspielräume für EU-Abpacker und Einzelhändler hin als auf unmittelbaren Druck, die Erzeugerpreise nach oben zu treiben.

Wetter & Erntebedingungen – Fokus Malatya

Das Kurzfristwetter in Malatya vom 2.–4. Juli 2026 ist heiß und trocken, mit Tageshöchstwerten um 35–36 °C und klarem Himmel sowie Tiefstwerten in der Nacht um 20–22 °C. Diese Bedingungen begünstigen das rasche Trocknen bereits ausgebildeter Beeren, erhöhen jedoch den Bewässerungsbedarf und das Hitzestressrisiko für exponierte Weinberge.

Kumulative Niederschlagsdaten des türkischen Wetterdienstes zeigen Malatya unter den Provinzen mit leicht reduzierten Niederschlagsmengen gegenüber dem Normalwert in diesem hydrologischen Jahr – im Allgemeinen innerhalb von etwa 20 % unter dem Durchschnitt und damit keine extreme Dürre. In Kombination mit der aktuellen Hitzewelle deutet dies auf ein mögliches Angebotsschrumpfen hin, falls sich trocken-heißes Wetter bis in den August hinein fortsetzt, doch es gibt derzeit keine unmittelbaren Hinweise auf großflächige Ertragseinbußen bei kernlosen Trauben.

Benachbarte Obstsektoren (insbesondere frische und getrocknete Aprikosen) erwarten derzeit eine bessere Ernte 2026 nach Frostproblemen in den Vorjahren, was insgesamt auf günstige agrarklimatische Bedingungen in der weiteren Region hindeutet. Für Rosinen bleibt der kurzfristige Produktionsausblick daher vorsichtig positiv, wobei das Wetter eher ein zu beobachtender Faktor als ein aktuell treibender bullischer Impuls ist.

Fundamentaldaten & Handelsströme

Auf globaler Ebene behält die Türkei einen Kosten- und Logistikvorteil in Richtung Europa gegenüber den meisten Wettbewerbern, insbesondere bei Bulk-Sultaninen. Eine neue EU-Regelung, die am 1. Juli 2026 in Kraft trat, führt eine Pauschalgebühr von 3 EUR auf niedrigwertige Sendungen ein, die direkt aus China importiert werden, und zielt auf günstige B2C-E-Commerce-Sendungen ab. Auch wenn diese Maßnahme nicht auf Bulk-Lebensmittelinhaltsstoffe abzielt, verstärkt sie den breiteren politischen Trend zu strengeren Bedingungen für Warenströme chinesischer Herkunft in die EU.

Marktkommentare der vergangenen Woche heben hervor, dass chinesische Exporteure zunehmend EU-Lagerhaltung und alternative Kanäle nutzen, um diese neuen Kosten zu mildern, was zu höheren Einstandspreisen und längeren Vorlaufzeiten für einige Waren chinesischer Herkunft führen könnte. Für industrielle Rosinenkäufer bleibt die relative Einfachheit und der zollfreie Zugang türkischer Ware im Rahmen der bestehenden EU–Türkei-Regelungen ein struktureller Pluspunkt.

Brancheninformationen aus Anfang 2026 unterstreichen, dass der Markt für Sultaninen/Rosinen moderat konzentriert ist, wobei türkische Exportgenossenschaften eine Schlüsselrolle im Volumen- und Qualitätsmanagement spielen. Diese institutionelle Struktur, kombiniert mit einer ausgewogenen Lagerposition, trägt wahrscheinlich zur aktuellen Preisstabilität bei: Exporteure stehen unter keinem unmittelbaren Druck, Rabatte zu gewähren, sehen sich aber auch keinem akuten Mangel gegenüber, der aggressive Preiserhöhungen auslösen würde.

Kurzfristiger Ausblick & Handelsideen

3–5-Tage-Preis-Tendenz (Region = Türkiye, Rosinen aus Malatya): seitwärts bis leicht fester.

  • Exporteure in der Türkei: Bei stabilen FOB-Notierungen für Sultaninen aus Malatya und sehr hohen EU-Großhandelsniveaus gibt es Spielraum, die aktuellen Angebotspreise in den nächsten Tagen zu verteidigen. In Betracht kommt, an den Preisen festzuhalten und große, kurzfristige Anfragen selektiv mit kleinen Abschlägen zu bedienen, statt die offiziellen Listen zu senken.
  • EU-Industriekäufer/Abpacker: Türkische Sultaninen bleiben im Vergleich zu EU-Großhandelsbenchmarks hoch wettbewerbsfähig. Kurzfristig ist die Deckung des Nahbedarfs aus der Türkei statt über EU-Spot-Vertriebskanäle weiterhin attraktiv; nutzen Sie kleinere Rücksetzer durch Frachtraten- oder FX-Bewegungen, um Positionen für das 3. Quartal aufzustocken.
  • Händler mit CN- vs. TR-Optionalität: Der leichte Anstieg der Lagerhauspreise in China und neue EU-Kostenmaßnahmen für Warenströme chinesischer Herkunft verschieben das Chance-Risiko-Profil im sehr kurzfristigen EU-Geschäft etwas zugunsten türkischer Ware.

3-Tage-Richtungseinschätzung (in EUR)

  • Malatya FOB/CIF Rosinen (TR): Erwartete stabile Spanne; Tendenz leicht fester, falls die Hitze anhält und die Nahfristenachfrage anzieht. Bis zum 5. Juli sind keine wesentlichen Abwärtsfaktoren erkennbar.
  • EU-Lagerhäuser (NL/DE) türkische & chinesische Rosinen: Überwiegend stabil; leicht festerer Ton möglich aufgrund logistischer Engpässe und Kostendurchreichung, aber kein klarer Auslöser für starke Bewegungen in den nächsten drei Tagen.
  • EU-Großhandel (z. B. Rungis): Preise bereits hoch; weiteres Aufwärtspotenzial im Ultra-Kurzfristbereich eher begrenzt, da sich Abpacker auf Margen statt zusätzliche Erhöhungen konzentrieren.
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