Rapsfutures an der Euronext bewegen sich in einer engen Spanne um 500 €/t, während ICE-Canola nach unten korrigiert, was Druck von schwächeren Rohöl- und Pflanzenölen widerspiegelt, aber auch eine solide physische Nachfrage und begrenzte Verkäufe der Landwirte vor Ort zeigt. Differenziell feste FOB- und FCA-Preise in Europa und der Ukraine signalisieren, dass die Spot-Samen trotz makrogetriebener Volatilität gut unterstützt bleiben.
Europäischer Raps handelt seitwärts, wobei der Euronext-Kontrakt für Mai 2026 zuletzt bei etwa 505 €/t lag und die Forward-Kurve nur leicht in die Jahre 2027 abgezinst ist, was auf eine ausgewogene mittelfristige Perspektive hinweist. Im Gegensatz dazu fielen die kanadischen Canola-Futures am 1. April um etwa 1,5–2%, was der weicheren Energie und den Konkurrenz-Pflanzenölen folgte. Physische Angebote aus der Ukraine und Frankreich in EUR/Tonne bleiben stabil bis fest, untermauert durch eine aktive Vermahlung und nachhaltige Biodiesel-Nachfrage, auch wenn langfristige Prognosen strukturelle Herausforderungen durch den Rückgang des EU-Anteils an biokraftstoffbasiertem Rapsaufkommen anzeigen.
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📈 Preise & Futures-Struktur
Euronext-Raps (MATIF) konsolidiert knapp über 500 €/t:
- Mai 2026: 504,75 €/t (unverändert gegenüber dem vorherigen Schluss, enge Geld-Brief-Spanne 504–508)
- Aug 2026: 497,25 €/t; Nov 2026: 499,75 €/t – nur leichte Prämie/Rabatt gegenüber Mai
- Verträge bis Feb/Mai 2027 pendeln bei 497–499 €/t, mit einem tieferen Rabatt erst ab Aug 2027 (rund 476 €/t), bevor ein deutlicher Anstieg bei den weniger liquiden Fälligkeiten 2028 (Mai 2028 etwa 551 €/t) folgt.
ICE-Canola in Kanada fiel am 1. April stark, als der Pflanzenölkomplex schwächer wurde und der kanadische Dollar stärker wurde. Canola für Mai 2026 schloss bei etwa CAD 718,50/t, was einem Rückgang von etwa 1,9% am Tag entspricht, mit ähnlichen Rückgängen über die nachfolgenden Monate, was auf kurzfristigen Druck durch makro- und Energiemärkte hinweist und nicht auf einen spezifischen Rapsüberschuss.
| Markt | Nahegelegener Vertrag | Preis (EUR/t, ca.) | Bewegung gegenüber letzter Woche |
|---|---|---|---|
| Euronext-Raps | Mai 2026 | ~505 | Seitwärts bis leicht niedriger (ca. -2 €/t über die Woche) |
| ICE-Canola | Mai 2026 | ~490–500 (EUR-äquivalent) | Um etwa 2% im Sitzung vom 1. April gefallen |
🌍 Physischer Markt & Angebot-Nachfrage
Physische Rapsangebote zeigen einen festen Ton sowohl in der EU als auch im Schwarzen Meer:
- Ukraine, FCA Kiew: etwa 610 €/t für 42% Öl, 98% Reinheit, wobei die Preise in der vergangenen Woche stabil blieben nach einem allmählichen Anstieg seit Anfang März.
- Ukraine, FCA Odessa: ungefähr 620 €/t, nach einem ähnlichen milden Aufwärtstrend im März.
- Frankreich, FOB Paris: ca. 570 €/t (Ende März), gestiegen von etwa 550 €/t, was die enge Verfügbarkeit vor Ort und die solide Vermahlungsnachfrage widerspiegelt.
Die Festigkeit der Spotprämien gegenüber den Euronext-Futures zeigt, dass die Müller weiterhin aktiv um die Samen konkurrieren, selbst wenn die Importnachfrage nach Pflanzenölen nachlässt. Eine aktuelle Analyse des EU-Ölsaatenhandels weist auf einen Rückgang der gesamten Ölsaatenimporte um 5,9% hin, wobei Rapsöl als besonders anfällig für die schwächer werdende Biodiesel-Nachfrage in der Zukunft identifiziert wird.
📊 Fundamentale & externe Treiber
Fundamentale Signale sind gemischt, jedoch nicht offen bärisch. Die europäischen Pflanz- und frühen Erntebedingungen für 2026/27 sind weiterhin grundsätzlich ausreichend, und mittelfristige Prognosen halten die EU-Rapsproduktion im Wesentlichen stabil bei etwa 18–18,5 Mt, da agronomische und regulatorische Einschränkungen Ertragsgewinne ausgleichen.
Auf der Nachfrageseite belastet der schrittweise Rückgang der EU von biokraftstoffbasiertem Rapsöl den langfristigen Verbrauch von Rapsöl, aber die kurzfristige Nutzung von Pflanzenölen bleibt robust und eng mit den Energiepreisen verbunden. Die jüngste Stärke bei Rohöl und Palm- / Sojaöl-Futures zu Beginn der Woche hatte die Werte für europäischen Raps und Sonnenblumenöl angehoben, obwohl die letzte Sitzung eine Korrektur bei Canola neben dem weicheren Rohöl erlebte, was die Sensibilität des Marktes gegenüber Energie- und makroökonomischen Stimmungen unterstreicht.
In der Ukraine verändern strukturelle Änderungen in den Ölsaaten-Bilanzen und Exportsystemen weiterhin die Flüsse. Analysten heben hervor, dass die Verwertung von Raps in der inländischen Vermahlung zunimmt, während das Exportwachstum durch Logistik und Politik eingeschränkt wird, ein Faktor, der in einigen Jahren die exportierbaren Überschüsse verknappen und die Prämien im Schwarzen Meer im Vergleich zu den Futures unterstützen kann.
🌦️ Wetter & Ernteaussichten
Wetterrisiken sind derzeit ein sekundärer Treiber im Vergleich zu makroökonomischen und politischen Faktoren. Wichtige Rapsanbaugebiete in Westeuropa und Mitteleuropa sind durch den späten Winter mit weitgehend ausreichender Feuchtigkeit gegangen, während die unmittelbaren 3–5 Tage Aussichten kein signifikantes Risiko von Frost oder Hitzestress für die stehende Ernte anzeigen. Die Marktbeachtung wird zunehmend auf die Regen- und Temperaturmuster im April-Mai gerichtet, aber bisher ist kein wesentlicher wetterbedingter Aufschlag in den Euronext-Preisen eingebettet.
📆 Handelsausblick & Strategie
- Erzeuger (EU/Ukraine): Mit Mai 2026 Euronext nahe 500 €/t und starken physischen Prämien, erscheint eine schrittweise Absicherung der Ernte 2026 über 500–510 €/t vernünftig, während einige Aufwärtsmöglichkeiten offen bleiben im Falle von wetter- oder energiebetriebenen Anstiegen.
- Mühlen: Ziehen Sie in Betracht, sich bei Spot- und nahegelegenen Positionen abzusichern, wenn die Futures in Richtung der mittleren 490er €/t fallen, wobei die derzeitige Festigkeit der Öl- und Mahlmarginalien als Puffer gegen Rückgänge bei den Samenpreisen dient.
- Händler: Die relativ flache 2026er Kurve im Vergleich zu den rabattierten 2027er Verträgen spricht für die Überwachung von Spread-Möglichkeiten; ein nachhaltiger Rückgang der Biodemand oder eine wohlwollende Ernte 2026 könnte die Prämie Ende 2026–27 steiler machen.
📉 Kurzfristige Preisrichtung (3-Tage-Aussicht)
- Euronext-Raps (Mai 2026): Wahrscheinlich im Bereich von 495–510 €/t zu handeln, entsprechend den Schwankungen bei Rohöl und dem breiteren Pflanzenölkomplex.
- ICE-Canola (Mai 2026): Tendenz leicht nach unten bis seitwärts nach dem kürzlichen Rückgang, es sei denn, die Energiepreise steigen stark an.
- Physischer EU- & Schwarzmeer-Raps: Spotprämien sollten fest bleiben, mit nur begrenztem Rückgang, solange die Nachfrage der Müller stabil bleibt und die Verkäufe der Landwirte vorsichtig sind.








