Die globalen Reispreise präsentieren sich Mitte März 2026 zweigeteilt: Während indische FOB-Angebote in Neu-Delhi seit mehreren Wochen weitgehend stabil notieren, geraten vietnamesische Exportpreise im Umfeld einer starken Ernte und intensiven Konkurrenz aus Asien zunehmend unter Druck. Aus Indien werden sowohl Basmati- als auch Non-Basmati-Qualitäten nach der Aufhebung früherer Exportbeschränkungen wieder in hohem Umfang angeboten, was einen preisbegrenzenden Effekt auf den Weltmarkt ausübt. In Vietnam sorgt die laufende Winter‑Frühjahrsernte im Mekong-Delta für reichliches Angebot, gleichzeitig berichten Exporteure von Margendruck, da internationale Käufer aggressiv nach Preisnachlässen suchen. Auf den Terminmärkten bleiben die CBOT-Rough-Rice-Kontrakte zwar volatil, doch dominiert insgesamt eine eher seitwärts bis leicht weiche Tendenz, da die globale Versorgungslage komfortabel erscheint. Wetterseitig herrschen in Nord- und Zentralindien derzeit überwiegend trockene, für die späte Rabi-Reisphase neutrale Bedingungen, während im Süden bereits der Übergang zur Vorsommerhitze beginnt. In Vietnam kennzeichnen warme, überwiegend trockene Verhältnisse im Mekong-Delta den März, was die Erntearbeiten unterstützt und kurzfristig zusätzlichen Preisdruck erzeugt. Vor diesem Hintergrund zeigen die aktuellen FOB-Reispreise in Neu-Delhi über alle Qualitäten hinweg eine bemerkenswerte Wochenstabilität, während die Quotierungen in Hanoi im Wochenvergleich moderat nachgegeben haben. Für die kommenden drei Handelstage ist – trotz vereinzelter wetterbedingter Risikoprämien – eher mit einer engen Handelsspanne und selektiv weiter nachgebenden Angeboten aus Vietnam zu rechnen, während indische Offerten in EUR gerechnet überwiegend stabil bis leicht schwächer erwartet werden.
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📈 Preisüberblick & Marktniveau (alle Werte in EUR)
Aktuelle FOB-Preise laut cmBroker-Daten (Stand 14.03.2026, Umrechnung 1 USD ≈ 0,92 EUR)
Hinweis: Die folgenden Preise sind bereits in EUR pro kg umgerechnet. Historische Werte aus der Datenreihe wurden zur Trendbeurteilung herangezogen, aber nicht vollständig tabelliert, um die Übersichtlichkeit zu wahren.
| Ursprung | Ort (FOB) | Typ | Preis 14.03.2026 (EUR/kg) | Preis 07.03.2026 (EUR/kg) | Wochenänderung | Sentiment |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Indien | Neu-Delhi | all golden, sella | 0,97 | 0,97 | 0,0 % | Seitwärts |
| Indien | Neu-Delhi | all steam, PR11 | 0,47 | 0,47 | 0,0 % | Stabil |
| Indien | Neu-Delhi | al steam, Sharbati | 0,64 | 0,64 | 0,0 % | Stabil |
| Indien | Neu-Delhi | all steam, 1121 steam | 0,88 | 0,88 | 0,0 % | Seitwärts |
| Indien | Neu-Delhi | all steam, 1509 steam | 0,82 | 0,82 | 0,0 % | Seitwärts |
| Indien | Neu-Delhi | weiß, non-basmati (bio) | 1,50 | 1,50 | 0,0 % | Fest |
| Indien | Neu-Delhi | weiß, basmati (bio) | 1,80 | 1,80 | 0,0 % | Leicht schwach (Exportstörungen) |
| Indien | Neu-Delhi | weiß sella, 1121 creamy | 0,80 | 0,80 | 0,0 % | Seitwärts |
| Vietnam | Hanoi | rot | 0,75 | 0,77 | -2,6 % | Schwach |
| Vietnam | Hanoi | paper dried | 1,80 | 1,82 | -1,1 % | Schwach |
| Vietnam | Hanoi | lang, weiß, 5 % | 0,46 | 0,48 | -4,2 % | Schwach |
| Vietnam | Hanoi | Jasmine | 0,48 | 0,50 | -4,0 % | Schwach |
| Vietnam | Hanoi | Japonica | 0,57 | 0,59 | -3,4 % | Schwach |
| Vietnam | Hanoi | Homali | 0,63 | 0,65 | -3,1 % | Schwach |
| Vietnam | Hanoi | weiß glutinous | 0,58 | 0,60 | -3,3 % | Schwach |
| Vietnam | Hanoi | Calrose | 0,63 | 0,65 | -3,1 % | Schwach |
| Vietnam | Hanoi | schwarz | 1,03 | 1,05 | -1,9 % | Schwach |
Internationale Benchmark-Preise (Umrechnung in EUR/t)
Aus aktuellen Marktberichten ergibt sich für März 2026 folgendes Bild der Exportpreise (5 % Bruch, FOB):
| Herkunft | Qualität | Preisband (USD/t) | Preisband (EUR/t, ≈0,92) | Marktkommentar |
|---|---|---|---|---|
| Vietnam | weiß, 5 % Bruch | 360–370 | 331–340 | Seitwärts, Nachfrage abwartend, Risiko weiter fallender Preise |
| Vietnam | weiß, 5 % Bruch | 346–351 | 318–323 | Offizielle Preisspanne laut vietnamesischen Regierungsangaben, leicht rückläufig |
| Indien | weiß, 5 % Bruch | 351–355 | 323–326 | Preisuntergrenze im asiatischen Markt, hohe Exportverfügbarkeit |
🌍 Angebot, Nachfrage & Politik
- Indien: Nach der Aufhebung zentraler Exportbeschränkungen für verschiedene Non‑Basmati-Kategorien haben sich die indischen Reisexporte im Jahr 2025 um knapp 20 % auf rund 21,5 Mio. t erhöht; Non‑Basmati legte um ca. 25 % zu. Dies sorgt 2026 für reichliches Exportangebot und wirkt global preisdeckelnd.
- Basmati-Segment: Aktuell bremsen geopolitische Spannungen im Nahen Osten den Abfluss von Basmati aus Indien; Berichte sprechen von rund 400.000 t blockierter Lieferungen und einem Preisrückgang von 5–6 % im Premiumsegment. Das erklärt das weiche Sentiment bei den cmBroker-Bio-Basmati-Notierungen, obwohl die FOB-Preise der letzten Wochen nominell unverändert erscheinen.
- Rabi-Reis in Indien: Die Rabi-Reisfläche 2025/26 wurde von der indischen Regierung leicht höher als im Vorjahr gemeldet (ca. 8,26 vs. 7,59 Lakh ha), was auf zusätzliche Angebotsmengen aus den östlichen und südlichen Bundesstaaten schließen lässt.
- Vietnam: Vietnam exportierte in den ersten beiden Monaten 2026 etwa 5 % mehr Reis als im Vorjahr, doch der durchschnittliche Exportpreis sank um rund 15 %. Exporteure berichten von Margendruck, da die FOB-Preise im Bereich von 360–370 USD/t bzw. lokal teils noch darunter liegen.
- Handelsströme: Die Philippinen bleiben wichtigster Abnehmer vietnamesischen Reises (rund 48 % Marktanteil Anfang 2026). Für indischen Parboiled-Reis treiben insbesondere westafrikanische Käufer (Nigeria, Benin u.a.) die Nachfrage.
📊 Fundamentaldaten & Terminmärkte
- Globale Versorgung: Internationale Beobachter (u.a. OSIRIZ, APEDA-Dashboards) beschreiben die globale Reisversorgung als komfortabel; 5 %-Bruch-Qualitäten tendieren seit Monaten schwächer, was die aktuell weichen FOB-Preise in Vietnam bestätigt.
- CBOT Rough Rice: Die Notierungen in Chicago reagierten zuletzt zwar auf allgemeine Rohstoffimpulse (Ölpreis, geopolitische Risiken), bleiben aber im historischen Vergleich moderat. Reis folgt eher fundamentalen Asien-Signalen als den US-Futures.
- Indische Exportpolitik: Nach der Normalisierung der Exportregeln bleibt das Hauptrisiko weniger in neuen Verboten, sondern in logistischen Störungen (Frachtkosten, Versicherungsprämien) infolge der Konflikte im Nahen Osten, die vor allem Basmati und Premiumsegmente betreffen.
- Vietnam – Margendruck: Vietnamesische Medien berichten, dass einige Exporteure trotz Rekordvolumina Verluste schreiben, da sie mit den niedrigsten Exportpreisen am Weltmarkt konkurrieren müssen. Dies erhöht den Anreiz, kurzfristig Volumen zu platzieren und verstärkt damit den Preisdruck.
🌦 Wetter & Ernteausblick (Regionen IN & VN)
Indien (IN)
- Aktuelle Phase: Mitte März befindet sich Indien in der späten Rabi-Saison. Rabi-Reis spielt vor allem in Ost- und Südindien eine Rolle, während Nordindien (inkl. Neu-Delhi) primär Kharif-Reis (Monsun) anbaut.
- Wetterlage: Die jüngsten Berichte deuten auf überwiegend trockene bis leicht bewölkte Bedingungen mit moderaten Temperaturen in Nordindien und zunehmender Hitze im Zentrum/Süden hin; kritische Trockenheit ist aktuell nicht gemeldet, die Wasserspeicher profitieren vom guten Monsun 2025.
- Ertragswirkung: Für Rabi-Reis wird ein normales bis leicht überdurchschnittliches Ertragspotenzial erwartet, da keine großflächigen Extremereignisse (Dürre, Überflutung) gemeldet wurden. Das unterstützt ein neutrales bis leicht bärisches Preisumfeld für indische FOB-Angebote.
Vietnam (VN)
- Mekong-Delta: Der März ist im Süden Vietnams typischerweise warm und vergleichsweise trocken; Wasserstände im Mekong-Delta liegen saisonal eher niedrig, was die Winter‑Frühjahrsernte begünstigt.
- Aktuelle Signale: Reise- und Wetterberichte bestätigen freundliche, trockene Bedingungen mit nur vereinzelten Schauern – ideal für Ernte und Trocknung. Ungewöhnliche Niederschlagsmuster betreffen eher das zentrale Hochland (Kaffee), nicht das Reisanbauzentrum im Delta.
- Risiko Dürre/Salzwasser: Frühere Jahre zeigten, dass Dürre und Salzwasserintrusion im Mekong-Delta erhebliche Schäden verursachen können; aktuell liegen jedoch keine Hinweise auf ein 2020-ähnliches Ereignis vor.
- Preiseffekt: Das derzeit günstige Erntewetter verstärkt das reichliche Angebot aus Vietnam und erklärt die in den cmBroker-Daten sichtbaren Preisrückgänge in Hanoi über nahezu alle Qualitäten.
📉 Regionale Preistrends IN vs. VN (FOB)
- Indien (Neu-Delhi, FOB): Über die letzten vier Berichtstermine (14.02., 21.02., 28.02., 07.03., 14.03.2026) zeigen alle gelisteten Qualitäten (PR11, Sharbati, 1121 steam, 1509 steam, 1121 creamy, Basmati, Non-Basmati bio) in EUR/kg eine weitgehend seitwärts gerichtete Entwicklung mit leichten Rückgängen im Februar und anschließender Stabilisierung im März. Dies passt zum Bild reichlicher Exportverfügbarkeit und solider Importnachfrage.
- Vietnam (Hanoi, FOB): Die vietnamesischen Notierungen (u.a. lang weiß 5 %, Jasmine, Japonica, Homali, glutinous, Calrose, schwarz, rot, paper dried) verzeichnen im gleichen Zeitraum einen klaren Abwärtstrend von Mitte Februar bis Mitte März. Der stärkste Wochenrückgang in der letzten Woche ist bei lang weiß 5 % mit rund -4 % zu beobachten – im Einklang mit Berichten über sinkende durchschnittliche Exportpreise und intensiven Wettbewerb.
- Preisrelation: Umgerechnet auf EUR/t liegen vietnamesische Standardqualitäten (5 % Bruch) aktuell im Bereich von ca. 318–340 EUR/t, während indische 5 %-Bruch-Qualitäten etwa 323–326 EUR/t kosten. Damit konkurrieren beide Herkünfte eng; Vietnam tendiert leicht günstiger.
📆 3-Tage-Preisprognose (EUR, FOB, Tendenzen)
Annahme: Prognose für die nächsten drei Handelstage ab 15.03.2026, auf Basis aktueller Fundamentaldaten, Wetterlage und Marktberichten. Alle Werte in EUR/kg, Bandbreiten spiegeln erwartete Angebots- und Nachfragefluktuationen wider.
| Region | Ort | Typ (Auswahl) | Spot 14.03.2026 (EUR/kg) | Erwartete Spanne 15.–17.03.2026 (EUR/kg) | Tendenz |
|---|---|---|---|---|---|
| Indien (IN) | Neu-Delhi (FOB) | all golden, sella | 0,97 | 0,96–0,98 | Seitwärts bis minimal schwächer (hohes Angebot) |
| Indien (IN) | Neu-Delhi (FOB) | all steam, PR11 | 0,47 | 0,46–0,48 | Seitwärts |
| Indien (IN) | Neu-Delhi (FOB) | all steam, 1121 steam | 0,88 | 0,87–0,89 | Leicht schwächer (Basmati-Druck, Exportstörungen) |
| Indien (IN) | Neu-Delhi (FOB) | weiß, basmati (bio) | 1,80 | 1,76–1,82 | Volatil, tendenziell schwächer (Nahost-Konflikt) |
| Vietnam (VN) | Hanoi (FOB) | lang, weiß, 5 % | 0,46 | 0,44–0,47 | Weich (Ernteüberhang, Preisdruck) |
| Vietnam (VN) | Hanoi (FOB) | Jasmine | 0,48 | 0,46–0,49 | Leicht schwächer |
| Vietnam (VN) | Hanoi (FOB) | Japonica | 0,57 | 0,55–0,58 | Weich |
| Vietnam (VN) | Hanoi (FOB) | schwarz | 1,03 | 1,00–1,04 | Leicht schwächer |
📌 Kurzfristige Handelsimplikationen
- Käufer (Im- und Weiterverarbeiter in Europa/Nahost):
- Vietnam-Origination bleibt in den kommenden Tagen preislich attraktiv, insbesondere für Standardqualitäten (5 % Bruch, Jasmine). Staffelkäufe in der unteren Hälfte der genannten Spannen sind interessant.
- Indische Parboiled- und Non-Basmati-Qualitäten bieten stabile Versorgung bei geringem Aufwärtspotenzial – geeignet für Abdeckungen von Q2/Q3-Bedarfen.
- Verkäufer/Exporteure in Indien:
- Bei Basmati/1121 sollten Preisziele leicht nach unten angepasst und Zahlungs- bzw. Logistikrisiken im Nahostgeschäft aktiv gemanagt werden (Fracht, Versicherung).
- Für standardisierte Non-Basmati-Qualitäten ist eine defensive Preisstrategie sinnvoll, um Marktanteile gegenüber Vietnam zu halten.
- Verkäufer/Exporteure in Vietnam:
- Aufgrund des laufenden Erntedrucks und schwacher internationalen Nachfrage ist kurzfristig kaum Raum für Preisaufschläge; Fokus sollte auf Volumenabsicherung und Währungs-/Frachthedging liegen.
- Premiumsorten (Japonica, schwarz) zeigen zwar geringere Abschläge, sind aber nicht immun gegen den allgemeinen Abwärtstrend.






