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Chinesische Rosinen bleiben im Rabatt zu Türkei, während neue Erntepolitik globalen Boden setzt

Chinesische Rosinen bleiben im Rabatt zu Türkei, während neue Erntepolitik globalen Boden setzt

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Preise chinesischer und türkischer Rosinen Mitte September 2026: Einfluss des neuen TMO-Mindestpreises, fester Indikationen aus Indien und des Wetters in Xinjiang auf die kurzfristigen EUR-Preise.

Rosinen chinesischen Ursprungs in Europa handeln leicht weicher, aber insgesamt seitwärts und behalten trotz des neuen türkischen Interventionsbodens aus Ankara einen deutlichen Abschlag gegenüber türkischen und chilenischen Qualitäten. Mit dem nun festgelegten TMO-Basispreis in der Türkei und festen indischen Notierungen erscheint das Abwärtspotenzial in EUR für Standard-Sultaninen begrenzt, während chinesische Exporteure weiterhin aggressive Preisgestaltung benötigen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Rosinenmärkte gehen in die Hochsaison der Verschiffungen auf der Nordhalbkugel mit einem stabil bis festen Unterton. Die Türkei hat inzwischen die Interventionspreise 2026/27 für Sultaninen durch die TMO bestätigt und damit de facto einen höheren inländischen Mindestpreis gesetzt, der Exportangebote stützt, auch wenn die Liraschwäche die Maßnahme teilweise kompensiert. In Indien zeigt sich der Markt in Maharashtra aufgrund monsunnaher Angebotsrisiken leicht bullisch, während globale Handelsdaten auf eine robuste Nachfrage und diversifizierte Käuferinteressen hindeuten. Chinesische Erzeuger profitieren in Xinjiang von heißem, trockenem Wetter, das die Trocknungsqualität unterstützt, doch verhaltene Inlandsnachfrage und frühere Importschwäche halten die Exportströme auf preissensitive Bestimmungsorte fokussiert. Insgesamt erscheint die kurzfristige Kursentwicklung eher bandgebunden als klar richtungsweisend.

Preise

Alle untenstehenden Preisindikationen sind ungefähre Werte und in EUR umgerechnet.

Herkunft / Qualität Ort / Term Letzter Preis (EUR/kg) 1-Wochen-Trend
China Sultanine Typ 9, RTU std Hamburg, FCA ≈1.73 Seitwärts bis leicht weicher gegenüber Anfang September
China Sultanine std Nr. 9, Qualität AA Dordrecht, FCA ≈2.22 Im September stabil
Türkei Sultanine Typ 9, Qualität A Malatya, FOB ≈2.15 Bandgebunden um 2.15–2.20
Türkei Sultanine Typ 10, Qualität A Malatya, FOB ≈2.35 Leicht nachgebend von zuvor 2.40
Indien goldene Rosinen, Qualität AA Neu-Delhi, FOB ≈2.55 Fest; Ton Anfang September als leicht höher beschrieben
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.Charts öffnen →

In der Türkei deuten aktuelle Marktkommentare auf FOB-Sultaninenangebote im Band von grob 2.15–2.40 EUR/kg für Hauptqualitäten hin, wobei Spotpreise in Euro als überwiegend seitwärts beschrieben werden. 【0search3】 Die neue TMO-Basisankaufsspanne von rund 85–100 TRY/kg (angekündigt am 11. September) impliziert einen höheren inländischen Mindestpreis als in der vergangenen Saison und begrenzt die Abwärtsrisiken bei Exportangeboten, selbst wenn die Liraschwäche anhält. 【0search2】【0search10】

Indische Mandi-Daten aus Karnataka zeigen Spot-Rosinenpreise nahe 20.100 INR/quintal am 10. September, was vor Qualitäts- und Exportbasisanpassungen grob 2.20–2.30 EUR/kg entspricht und weitgehend mit festen FOB-Angeboten aus Neu-Delhi um das mittlere 2-EUR/kg-Niveau übereinstimmt. 【0search8】【0search4】 Vor diesem Hintergrund bleibt Ware chinesischen Ursprungs nach Europa um 1.7–2.2 EUR/kg deutlich im Abschlag und stützt die Nachfrage seitens preisorientierter Käufer.

Angebot & Nachfrage

Die Türkei bleibt der Taktgeber für kernlose Sultaninen. Die Ernte in den Kerndistrikten von Manisa ist weitgehend abgeschlossen, mit heißem, trockenem Wetter, das Trocknung und Farbe unterstützt; nur einige Gebiete wie Alaşehir sind noch in der Abschlussphase. 【0search10】【0search3】 Die Kombination aus einem 80 TRY/kg-Vorschusspreis von TARIS zu Monatsbeginn und nun höheren TMO-Basispreisen hat die Erzeuger enttäuscht, erhöht jedoch das Vertrauen in einen Preisboden und fördert damit eine dosierte Vermarktung statt Notverkäufen. 【0search6】【0search11】

In Indien verweisen Berichte von Anfang September auf einen „leicht festen“ Ton in den wichtigsten Produktionszentren in Maharashtra, wobei Händler Monsunverlauf, Traubenverfügbarkeit und -qualität für den nächsten Trocknungszyklus im Blick behalten. 【0search4】 Ein knappes kurzfristiges Angebot exportfähiger Qualitäten und zurückhaltende Verkäufe der Farmer stützen die Angebotspreise, auch wenn die Exportwettbewerbsfähigkeit gegenüber der Türkei und China allzu aggressive Aufschläge begrenzen dürfte.

Für China zeigen offizielle Daten von Anfang 2026 eine solide Gesamt-Handelsdynamik mit steigenden Importen und Exporten, was unterstreicht, dass die externe Nachfrage insgesamt robust bleibt. 【0search9】 Spezifische Rosinenanalysen aus Ende 2025 deuteten auf eine gedämpfte Inlandsnachfrage und rückläufige Importe, jedoch auf eine widerstandsfähige Exportnachfrage hin, insbesondere aus der EU und dem Vereinigten Königreich, da einige Käufer ihre Abhängigkeit von der Türkei als einzigem Ursprung verringern. 【0search15】【0search14】 Aktuelle Handels-Intelligence-Snapshots für HS-Rosinen-Codes bestätigen eine breite globale Käuferbasis mit Zehntausenden Sendungen in mehr als 160 Importländer, was auf eine diversifizierte, strukturelle Nachfrage hinweist. 【0search7】

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Exklusive Commodities auf CMBroker

Raisins — sultanas, type 9, rtu grade  STD
Raisins
sultanas, type 9, rtu grade STD
FCA 1,73 €/kg
(aus CN)
Lieferkosten anfragen →
Raisins — golden, grade aa
Raisins
golden, grade aa
FOB 2,55 €/kg
(aus IN)
Lieferkosten anfragen →
Raisins — brown, grade aa
Raisins
brown, grade aa
FOB 1,97 €/kg
(aus IN)
Lieferkosten anfragen →

Wetter & Erntebedingungen (Fokus China)

Der wichtigste chinesische Rosinenursprung Xinjiang (einschließlich Turpan und umliegender Oasengebiete) verzeichnet heißes, trockenes Wetter, das die spätsaisonale Traubentrocknung unterstützt. Jüngste Dreitagsprognosen zeigen Tageshöchstwerte meist über 30 °C in wichtigen Städten wie Turpan, Hami und Kashgar bei begrenzten Niederschlägen. 【0search5】 Solche Bedingungen begünstigen eine schnelle, gleichmäßige Dehydrierung in traditionellen Trocknungshöfen und sind bei sorgfältigem Management im Allgemeinen positiv für Farbe und Haltbarkeit.

Nationale Prognosen heben unbeständigere, regenreiche Bedingungen vor allem in südwestlichen und Hochlandregionen hervor, doch dieses Muster beeinflusst die trockenen Traubentäler Xinjiangs nicht direkt. 【0search5】 Insgesamt sind im unmittelbaren 3–5-Tage-Horizont keine größeren witterungsbedingten Risiken für den verbleibenden chinesischen Rosinenertrag 2026 erkennbar, was derzeit stabile Angebotserwartungen aus Xinjiang impliziert.

Fundamentaldaten & politische Signale

Die wichtigste jüngste politische Entwicklung ist die neue Interventionspreisgestaltung der Türkei. TARIS hatte bereits Anfang September mit einem Vorschusspreis von 80 TRY/kg ein Signal gesetzt und damit die Erwartungen an einen deutlich niedrigeren Produzentenboden gedämpft. 【0search6】 TMO hat nun höhere Basispreise für kernlose Rosinen festgelegt und beginnt ab dem 15. September mit den Ankäufen, nachdem Logistik- und Finanzvorbereitungen abgeschlossen wurden. 【0search11】【0search2】 Diese Kombination legt effektiv einen starken Boden unter die türkischen Erzeugerpreise für die Saison 2026/27.

Da die Türkei der führende globale Sultaninenexporteur ist, überträgt sich dieser Boden auf die internationale Preisstruktur, insbesondere für EU-gebundene Ware, bei der die Türkei typischerweise rund ein Drittel des Importwerts hält. 【0search3】 Chinesische und indische Versender haben daher nur begrenzten Spielraum, die Preise in EUR deutlich weiter zu senken, ohne ihre Margen zu schmälern, selbst wenn sie weiterhin Wechselkurs- und Frachtvorteile nutzen können. Für Käufer bedeutet dies, dass aktuelle Niveaus von 2.1–2.3 EUR/kg für Standardqualitäten zunehmend wie ein struktureller Boden und weniger wie ein vorübergehender Rücksetzer erscheinen.

Kurzfristiger Ausblick & Handelsleitlinien

Bei gutem Erntewetter, nun sichtbaren politischen Mindestpreisen in der Türkei und festen Notierungen in Indien scheint der Rosinenkomplex vor einer Phase bandgebundenen Handels mit leichtem Aufwärtstempo zu stehen, insbesondere wenn die Nachfrage aus Europa und Asien in die herbstliche Backsaison hinein stabil bleibt. Ware chinesischen Ursprungs dürfte weiterhin der wichtigste Abschlagsursprung bleiben, vor allem für preissensitive Mischungen und industrielle Anwendungen.

  • Käufer (EU/Asien): Erwägen Sie, Ihre Deckung für Q4–Q1 bei chinesischen und türkischen Sultaninen zu sichern, solange die Preise nahe der politisch definierten Böden notieren, mit Fokus auf Standardqualitäten Typ 8–10 um 2.1–2.3 EUR/kg FOB-/CIF-Äquivalent. Aufwärtsrisiken ergeben sich aus einer angespannten indischen Versorgung oder unerwarteten Wetterereignissen.
  • Chinesische Exporteure: Halten Sie wettbewerbsfähige EUR-Preise gegenüber türkischen Angeboten, ohne die politischen Mindestpreise übermäßig zu unterbieten; heben Sie Qualitätsverbesserungen durch das günstige Trocknungswetter in Xinjiang hervor, um kleine Aufschläge für höhere Qualitäten zu rechtfertigen.
  • Türkische und indische Verkäufer: Nutzen Sie die neuen TMO- und TARIS-Mindestpreise sowie den festen inländischen Ton in Indien, um starken Nachlässen zu widerstehen. Priorisieren Sie nahe Termine und hochwertige Partien, da Käufer derzeit eine Präferenz für prompte, verlässliche Versorgung gegenüber weit vorgelagerten Abschlüssen zeigen.

3‑Tage-Richtungsausblick für Preise (EUR)

  • EU-Hub (Hamburg/Dordrecht, Ursprung CN Sultaninen): Seitwärts bis marginal fester in den nächsten drei Tagen, mit den meisten Abschlüssen innerhalb der aktuellen 1.7–2.2 EUR/kg FCA-Bandbreite.
  • Türkei (Malatya/Manisa FOB): Seitwärts, aber gut unterstützt; die neuen TMO-Ankäufe ab Mitte September sollten Sultaninen Typ 8–10 im Band von 2.15–2.35 EUR/kg verankern.
  • Indien (Neu-Delhi FOB): Seitwärts bis leicht fester, da die Märkte in Maharashtra einen festen Ton halten und monsunnahes Angebotsrisiko die Exporteure vorsichtig bleiben lässt.
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