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Hafer-Futures stabil, da New-Crop-Kurve durch Anstiege 2027–28 fester wird

Hafer-Futures stabil, da New-Crop-Kurve durch Anstiege 2027–28 fester wird

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Knackige Hafermarkt-Analyse: Nahe CBOT-Futures stabil, Kontrakte 2027–28 fester, deutsche Kassapreise unverändert und ukrainische Angebote nachgebend. Kurzfristiger Ausblick inklusive.

Hafer-Futures bewegen sich in den nächstfälligen CBOT-Kontrakten seitwärts, während die Forward-Kurve ab Mitte 2027 deutlich angezogen hat. Das signalisiert ein zunehmendes Vertrauen in die längerfristige Nachfrage sowie Erwartungen engerer Angebotsverhältnisse. Die physischen Preise in Europa und im Schwarzmeerraum zeichnen ein gemischtes, insgesamt aber stabiles Bild, mit unveränderten Futterhaferpreisen in Deutschland und leicht nachgebenden Futterhaferpreisen in der Ukraine. Nach einer kurzen Schwächephase im März‑2027‑Kontrakt hat sich der Hafermarkt stabilisiert, mit nur marginalen Bewegungen in den Frontmonaten und stärkeren Aufschlägen in den weiter fälligen Terminen. Die nahen September- und Dezember‑2026‑Kontrakte bleiben in einer engen Handelsspanne, während die Fälligkeiten von Mai bis September 2027 und bis Mitte 2028 deutliche Tagesgewinne verbucht haben. Dies flacht den Carry ab und deutet auf wachsende Risikoprämien für künftige Ernten hin. Am Kassamarkt haben sich die deutschen Futterhaferpreise in den jüngsten Sitzungen behauptet, während die ukrainischen Futterhaferangebote moderat nachgegeben haben. Dies spiegelt eher regionale Angebots- und Logistikdynamiken wider als eine breit angelegte Nachfrageverschiebung.

Prices

Am 11. August 2026 wurden CBOT September 2026 Hafer zuletzt bei 324,50 USc/bu gehandelt, ein Plus von 0,50 Cent (+0,15 %) bei sehr dünnem Umsatz. Dezember 2026 war mit 343,75 USc/bu etwas schwächer (−0,25 Cent, −0,07 %), während März 2027 um 1,50 Cent auf 354,50 USc/bu nachgab. Im Gegensatz dazu verzeichneten die weiter fälligen Kontrakte von Mai 2027 bis September 2028 deutliche Tagesgewinne von rund 12 Cent und unterstrichen damit trotz geringer Liquidität einen festeren längerfristigen Ton.

Am europäischen physischen Markt werden deutsche Futterhaferqualitäten (14 % Feuchte, EXW Drentwede) bei etwa 0,188 EUR/kg (188 EUR/t) indiziert, unverändert seit dem 3. August nach einem kurzen Anstieg von rund 179 EUR/t Ende Juli. Ukrainischer Futterhafer (FCA Odessa, 98 % Reinheit) wird nahe 0,20 EUR/kg (200 EUR/t) quotiert, nachgebend von rund 0,22–0,24 EUR/kg Ende Juli, was auf einen gewissen Druck auf die Angebote aus dem Schwarzmeerraum hindeutet.

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Supply & Demand

Die flache Entwicklung bei den nahe fälligen CBOT-Haferkontrakten deutet darauf hin, dass das aktuelle Angebot für das Vermarktungsjahr 2026/27 als ausreichend wahrgenommen wird und im September und Dezember 2026 keine akute Knappheit eingepreist ist. Die ausgeprägte Festigung der Kontrakte 2027–28 zeigt jedoch, dass der Markt beginnt, potenzielle Risiken für künftige Ernten einzupreisen, wahrscheinlich im Zusammenhang mit unsicheren Ertragsperspektiven in Nordamerika und Europa sowie einer möglichen Konkurrenz mit anderen Getreidearten um Anbauflächen.

In Europa deuten stabile deutsche Futterhaferpreise auf ein ausgeglichenes lokales Verhältnis von Angebot und Nachfrage hin, wobei die neuen Ernten offenbar ausreichen, um den Futter- und Mahlbedarf bei den aktuellen Verbrauchsniveaus zu decken. Die Abschwächung der ukrainischen Angebote weist auf ein regionales Überangebot oder die Notwendigkeit hin, in den Exportkanälen wettbewerbsfähig zu bleiben, was möglicherweise bessere Logistikbedingungen oder aggressivere Verkäufe vor dem Hintergrund geopolitischer Unsicherheit widerspiegelt.

Fundamentals & Weather

Fundamental gesehen deutet der leichte Druck auf März 2027 im Vergleich zu den starken Gewinnen in weiter fälligen Positionen darauf hin, dass Händler zwar vorsichtig in Bezug auf die unmittelbar nach der Ernte verfügbaren Bestände sind, aber zunehmend besorgt über die Fähigkeit, das Angebot weiter in der Zukunft aufrechtzuerhalten. Die sich ausweitende Prämie für Mai bis September 2027 und darüber hinaus passt zu einem Markt, der beginnt, strukturelle Risiken statt kurzfristiger Knappheiten zu berücksichtigen.

Witterungsseitig liegt der Fokus weiterhin auf den wichtigsten Haferproduzenten in Nordamerika und Nordeuropa. Die jüngsten Bedingungen während Kornfüllung und Ernte werden für die Enderträge entscheidend sein, und jede aufkommende Trockenheit oder übermäßige Niederschläge in diesen Regionen könnten die wachsende Risikoprämie am langen Ende der Kurve rechtfertigen. Bislang impliziert das Ausbleiben heftiger Bewegungen in den nahen Futures, dass sich noch kein bedeutender Wetterschock materialisiert hat.

Trading Outlook (Next 1–2 Weeks)

  • Erzeuger (EU): Bei deutschen Futterhaferpreisen um 188 EUR/t und einer festeren CBOT-Kurve für 2027–28 sollten bei moderaten Aufwärtsbewegungen in den nahen Fälligkeiten schrittweise Vorverkäufe erwogen werden, während ein Teil der Position für potenzielle witterungsbedingte Aufwärtsrisiken später in der Saison offen bleibt.
  • Mischeinkäufer: Die derzeit stabilen Kassapreise in Deutschland und die weicheren ukrainischen Angebote bieten die Möglichkeit, einen Teil des Bedarfs für Q4 2026 und frühes 2027 abzusichern, insbesondere sofern die Logistik aus dem Schwarzmeerraum verlässlich bleibt.
  • Händler/Spekulanten: Die ausgeprägte Stärkung der weiter fälligen Kontrakte gegenüber der schwachen Entwicklung der nahen Fälligkeiten begünstigt Relative-Value-Strategien entlang der Kurve, etwa Long in den weiter fälligen und Short in den nahen Kontrakten, bei gleichzeitiger Beobachtung von Wetter- und Flächensignalen.

3‑Day Directional Outlook

  • CBOT nahe Fälligkeiten Hafer (Sep/Dez 2026): Seitwärts bis leicht fester; die geringen Umsätze deuten auf begrenzte Bewegungen hin, sofern keine überraschenden Wettermeldungen auftreten.
  • Deutscher Futterhafer (EXW): Stabil auf dem aktuellen EUR-Niveau; kurzfristig ist kein unmittelbarer Auslöser für eine starke Bewegung erkennbar.
  • Ukrainischer Futterhafer (FCA Odessa): Leicht abwärtsgerichtete Tendenz bei zunehmender Exportkonkurrenz, wobei weitere Rückgänge voraussichtlich schrittweise verlaufen werden.
BASIC
Live-Chart
Den interaktiven Chart findest du auf CMBroker.
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