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Haselnusskerne geben nach, da das Neusaison-Wetter freundlich bleibt

Haselnusskerne geben nach, da das Neusaison-Wetter freundlich bleibt

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Hazelnut kernel prices from Georgia and Turkey soften slightly as Black Sea weather stays benign, keeping nearby supply comfortable and market tone mildly bearish.

Die Preise für Haselnusskerne aus Georgien und der Türkei tendieren Anfang Juni leicht nach unten, da es in den wichtigsten Schwarzmeer-Plantagen keine akuten Wetterrisiken gibt, die Risikoaufschläge rechtfertigen würden. Käufer sehen einen weichen, aber stabilen Markt mit begrenztem Abwärtsrisiko, sofern sich die aktuellen Croperwartungen in den kommenden Wochen bestätigen. Der Markt startet mit einem leicht bärischen Grundton in den Juni. Georgische Kerne, geliefert nach Mitteleuropa, sind im Vergleich zu Ende Mai um rund 0,05–0,10 EUR/kg im Rückgang, während auch die türkischen FOB-Werte nachgeben. Frühzeitige Erzeugerpreise Anfang Juni von der türkischen Schwarzmeerküste deuten auf eine verhaltene lokale Nachfrage und vorsichtiges Kaufen hin, solange noch keine klareren Signale zur Neusaison vorliegen. Gleichzeitig bleibt das Wetter in den georgischen und türkischen Haselnussgürteln saisonal warm mit nur vereinzelten Schauern, was derzeit eine gute Cropprogression unterstützt. Insgesamt erscheint die kurzfristige Versorgung komfortabel, und Käufer können sich mit größeren Volumenengagements Zeit lassen.

Preise

Indikative aktuelle Kernelpreise (in EUR umgerechnet) zeigen einen leichten Rückgang im Wochenvergleich sowohl für georgische FCA-Mitteleuropa-Referenzen als auch für türkische FOB-Istanbul-Benchmarks. Natürliche Kerne georgischen Ursprungs in Polen werden mit etwa 9,90–11,00 EUR/kg FCA Warschau angegeben, rund 0,05–0,10 EUR unter Ende Mai. Türkische Naturkerne werden für Standardsortierungen bei etwa 8,00–8,35 EUR/kg FOB Istanbul gesehen, geröstete Qualitäten bei rund 6,40–7,20 EUR/kg – ebenfalls etwas schwächer als in früheren Meldungen.

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Angebot & Nachfrage

Aktuelle Marktkommentare heben hervor, dass die weltweite Haselnussnachfrage durch hohe Preise für Süßwaren und Konkurrenz durch andere Nüsse gebremst wird, sodass Käufer zögern, höheren Offerten hinterherzulaufen. Bereits Ende April wurde über eine verhaltene Nachfrage nach türkischen Kernen und einen weicheren Ton bei Exportpreisen nach Europa berichtet, ein Trend, der sich nun in den frühen Juni-Listen widerspiegelt. 

Die mittelfristigen Fundamentaldaten bleiben aufgrund früherer Erwartungen kleinerer türkischer Ernten und geringer Lagerbestände relativ angespannt, doch das unmittelbare Gleichgewicht bis in den Sommer 2026 wirkt entspannter. Internationale Branchendaten gehen für 2025/26 weiterhin nur von einem moderaten Wachstum der weltweiten Haselnussproduktion aus, wobei die Türkei und der Kaukasus das Angebot dominieren. 

Wetter & Crop-Ausblick (Georgien & Schwarzmeerregion)

Für die nächsten 3 Tage (3.–5. Juni 2026) werden in den wichtigsten Haselnussregionen Westgeorgiens sowie entlang der zentralen und östlichen türkischen Schwarzmeerküste frühsommerlich warme Bedingungen erwartet, mit Tageshöchstwerten meist im mittleren 20er-Bereich °C und nur vereinzelten Schauern oder Gewittern. In den Kurzfristprognosen für diese Plantagen sind weder flächendeckend starke Regenfälle noch Hitzewellen oder Frostgefahren angezeigt, was auf neutrale bis unterstützende Bedingungen für die Nussfüllung hindeutet.

Längerfristige Klimastudien legen nahe, dass der Haselnussgürtel am Schwarzen Meer zwar in den kommenden Jahrzehnten mit einer allmählichen Erwärmung und veränderten Niederschlagsmustern konfrontiert ist, die Juniniederschläge jedoch nicht einbrechen dürften und kurzfristige Ertragsrisiken im Jahr 2026 eher von lokalen Unwettern als von systemischen Wetterschocks ausgehen.  Derzeit rechtfertigt das Wetter keinen Wetterrisiko-Aufschlag auf kurzfristige Kerne aus Georgien oder der Türkei.

Markttreiber

  • Schwache Nachfrage auf kurze Sicht: Süßwaren und Nussaufstriche stoßen nach vorangegangenen Preiserhöhungen weiterhin auf Widerstand der Verbraucher, was trotz strukturell knapper Fundamentaldaten eine aggressive Kernel-Nachfrage bremst. 
  • Währung & Makro: Hohe Inflation in der Türkei und veränderte Stützpreise für andere Kulturen prägen die Erwartungen der Erzeuger, doch die jüngsten Bewegungen im TRY/EUR-Verhältnis hatten bislang nur begrenzten unmittelbaren Einfluss auf die Exportlisten für Haselnüsse. 
  • Strukturelle Knappheit vs. kurzfristige Entspannung: Globale Produktionsprognosen deuten weiterhin auf angespannte Bilanzen bis 2026 hin, doch die aktuelle Spotverfügbarkeit aus der Türkei und Georgien ist ausreichend, sodass Käufer ihre kurzfristige Deckung sichern können, ohne für Knappheit zu zahlen. 

Handelsausblick

  • Käufer (Röster, Süßwarenhersteller): Nutzen Sie die aktuelle leichte Preisschwäche, um die Deckung für Q3 aufzustocken, mit Fokus auf Standardsortierungen (11–13 mm, 13–15 mm), bei denen die Abschläge gegenüber den jüngsten Hochs am deutlichsten sind. Vermeiden Sie Überengagements bis 2027, bis klarere Hinweise zu den 2026er Ernten in der Türkei und Georgien vorliegen.
  • Verkäufer (Erzeuger, Schaler in Georgien und der Türkei): Bei unterstützendem Wetter und schleppender Nachfrage sollten über die aktuellen kleineren Preisnachlässe hinausgehende starke Abschläge vermieden werden. Ziehen Sie gestaffelte Verkäufe über die nächsten 4–6 Wochen in Betracht, insbesondere falls sich die lokale Kassanfrage verstärkt, sobald sich die Neusaisonserwartungen verfestigen.
  • Händler: Der kurzfristige Markt erscheint in einer Handelsspanne gefangen, mit leichtem Abwärtsbias. Achten Sie auf Chancen in Ursprungs-Spreads (Georgien FCA vs. Türkei FOB) sowie bei Premiumgrößen oder gerösteten Fraktionen, bei denen die jüngsten Preisrückgänge die Fundamentaldaten überzeichnen könnten.

3-Tage-Preisbild der Regionen (EUR)

  • Georgien → Mitteleuropa (FCA Warschau): Natürliche Kerne aus Georgien dürften vom 3.–5. Juni weitgehend stabil bis leicht schwächer tendieren, mit typischen Handelsspannen um 9,90–11,00 EUR/kg je nach Größe, da Käufer das Abwärtspotenzial testen, die Liquidität aber dünn bleibt.
  • Türkei FOB Istanbul: Türkische Naturkerne dürften in einer weichen Seitwärtsrange um 8,00–8,40 EUR/kg gehandelt werden, mit begrenztem Erholungspotenzial, solange keine neue Nachfrage einsetzt oder sich das Wetter nicht merklich eintrübt.
  • Geliefert EU (CIF/DAP, implizit): Unter Berücksichtigung von Fracht und Handling sollten Mainstream-Einkäufer in Europa weiterhin Kerne türkischen Ursprungs zu einem deutlichen Abschlag gegenüber georgischen Offerten sehen, womit sich ein moderater Ursprungsaufschlag für Ware aus Georgien hält.
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