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Türkische Haselnüsse legen leicht zu, da Signale für die neue Ernte bullisch bleiben

Türkische Haselnüsse legen leicht zu, da Signale für die neue Ernte bullisch bleiben

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Die türkischen Haselnusspreise in EUR verzeichnen einen leichten Anstieg, da die Erwartungen für die neue Ernte stark bleiben. Kurzfristausblick, Wetter und Handelsstrategie in einer kompakten Übersicht.

Die Preise für türkische Haselnusskerne in EUR sind fest bis leicht höher, wobei Bio-Qualitäten in İzmir leicht anziehen und konventionelle FOB-Notierungen in Istanbul einen leichten Abwärtsdruck aufweisen, da der Markt eine starke neue Ernte und wettbewerbsfähige Lieferungen aus Georgien einpreist. Der Haselnussmarkt tritt in das entscheidende Vorerntefenster ein, wobei die Türkei weiterhin das globale Angebot dominiert und Exporteure die offiziellen Ernteschätzungen und Referenzpreise genau verfolgen. Jüngste Marktkommentare deuten auf eine insgesamt komfortable Versorgungslage für die Saison 2026/27 hin, mit starken Ernten in der Türkei und in Georgien bei gleichzeitig nur allmählich anziehender Nachfrage in Europa und stabiler Abnahme durch große Süßwarenhersteller. Das Wetter im Haselnussgürtel rund um das Schwarze Meer ist der Jahreszeit entsprechend warm, ohne dass akute Belastungen gemeldet werden, sodass die Ertragserwartungen intakt bleiben. Vor diesem Hintergrund dürften sich die kurzfristigen Preisbewegungen moderat gestalten, wobei die Niveaus in EUR eher von der Volatilität der Lira und der Absicherung durch Exporteure als von einer unmittelbaren physischen Knappheit bestimmt werden.

Preise

Preisindikation (FOB TR / FCA PL, umgerechnet in EUR mit ~1 EUR = 53,2 TRY und 1 EUR = 4,29 PLN).

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Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Türkische Bio-Kerne in İzmir zeigen über die letzte Woche eine sehr leichte Festigung, während die konventionellen türkischen FOB-Preise in Istanbul im Vergleich zu Anfang Juli etwas weicher bleiben. Georgische Kerne in Polen haben um rund 0,1 EUR/kg nachgegeben, was das weiterhin wettbewerbsfähige Angebot und den Einfluss der stärkeren türkischen Verfügbarkeit auf die regionale Preisbildung widerspiegelt.

Angebot & Nachfrage

Die Türkei bleibt der zentrale Treiber des globalen Angebots und geht mit überwiegend positiven Er tragserwartungen in die Ernte 2026. Die Landwirtschaftsdirektionen in Kernregionen wie Ordu und Giresun berichten, dass die offiziellen Ertragsschätzungskommissionen im Feld sind, ohne dass bislang Hinweise auf größere witterungsbedingte Schäden vorliegen. Exportstatistiken zeigen, dass Haselnüsse in den ersten fünf Monaten 2026 rund 1,2 Mrd. USD an türkischen Exporterlösen generierten, was die strategische Bedeutung des Sektors unterstreicht, trotz saisonal schwächerer Ausfuhrmengen im Vergleich zu den Vorjahren.

Auf der Nachfrageseite verweisen jüngste Marktkommentare lediglich auf eine schrittweise Erholung der europäischen Industriekäufe, wobei einige Schokoladenhersteller weiterhin einen Teil ihres Haselnussbedarfs durch andere Nüsse ersetzen. Gleichzeitig belasten Georgiens Rekordexporte und starke Zuflüsse in die EU die regionalen Preise und begrenzen das Aufwärtspotenzial für türkische konventionelle Kerne. Insgesamt neigt sich die Balance kurzfristig zu einem reichlichen Angebot bei nur moderatem Nachfragewachstum.

Wetter- & Erntebedingungen (TR)

Der türkische Wetterdienst erwartet für den Zeitraum 25.–31. Juli 2026 in weiten Teilen des Landes, einschließlich der Schwarzmeerregion, saisonale bis leicht überdurchschnittliche Temperaturen und begrenzte Niederschläge. Für Haselnussplantagen in Ordu, Giresun und den umliegenden Provinzen wirkt das derzeitige Muster insgesamt unterstützend: Warmes und relativ trockenes Wetter in dieser Phase der Saison begünstigt in der Regel die Kernfüllung, sofern die Feuchtigkeitsverhältnisse zuvor ausreichend waren.

In den jüngsten offiziellen Berichten wurden keine größeren Ereignisse wie Frost, Hagel oder Hitzestress gemeldet, die die seit Juni und Anfang Juli aufgebaute positive Ernteerwartung wesentlich verändern würden. Infolgedessen gehen Marktteilnehmer weiterhin von einer soliden türkischen Ernte 2026/27 aus, was den leicht bärischen Ton bei konventionellen Kernpreisen verstärkt und weitere kurzfristige Rallyes in EUR begrenzt.

Fundamentaldaten & FX

Branchenanalysen heben hervor, dass die türkischen Exporte in der laufenden Saison deutlich unter dem Vorjahresniveau liegen, was signalisiert, dass sich die Endnachfrage trotz niedrigerer Preise gegenüber dem Hochpunkt 2025 noch nicht vollständig erholt hat. Gleichzeitig dürfte die weltweite Haselnussproduktion üppig bleiben, da die Türkei, Italien und aufstrebende Ursprünge wie Georgien zu einem komfortablen Weltmarktgleichgewicht in den Jahren 2025/26 und 2026/27 beitragen.

Aus Preisperspektive werden in EUR notierte Angebote auch durch die Schwäche der türkischen Lira geprägt. Der jüngste Referenzkurs der Europäischen Zentralbank sieht den EUR/TRY über 53, was bedeutet, dass selbst relativ kleine Bewegungen der Lira für ausländische Käufer zu spürbaren Veränderungen führen können. Die insgesamt starke türkische Exportperformance und ein im Inland weiterhin herausforderndes makroökonomisches Umfeld ermutigen Exporteure dazu, insbesondere für konventionelle Qualitäten aggressive Preise in Fremdwährungen beizubehalten, während Bio-Segmente einen moderaten Aufschlag halten.

Ausblick & Handelsstrategie (3–5 Tage)

  • Kurzfristige Preisrichtung (TR, konventionell): Leichte Abwärts- bis Seitwärtsneigung, da der Markt weiterhin starke Ernten in der Türkei und in Georgien einpreist und auf offizielle Signale zu Stützungspreisen wartet.
  • Kurzfristige Preisrichtung (TR, Bio): Etwas festerer Ton, gestützt durch stabile europäische Spezialitätennachfrage und straffere, dedizierte Lieferketten; etwaige Anstiege dürften eher graduell als abrupt verlaufen.
  • Risikofaktoren: Plötzliche Wetteranomalien im Schwarzmeergürtel, unerwartete politische Eingriffe in der Türkei (z. B. Entscheidungen zu Referenzpreisen) oder stärkere als erwartete EUR/TRY-Volatilität könnten Angebotsniveaus rasch verschieben.

Handelsempfehlungen

  • Käufer (EU-Röster, Schokoladenhersteller): Erwägen Sie, den kurzfristigen physischen Bedarf an konventionellen Kernen in der kommenden Woche zu decken, solange die Preise unter leichtem Druck stehen, behalten Sie jedoch Flexibilität für die Zeit nach der Bekanntgabe von Stützungspreisen, wenn die Volatilität steigen könnte.
  • Biologisch fokussierte Käufer: Gestaffelt einsteigen, statt kleinen täglichen Bewegungen hinterherzulaufen; die aktuellen Angebote in İzmir spiegeln die positiven Ernteerwartungen bereits wider, ohne mögliche spätsaisonale Wetterrisiken vollständig einzupreisen.
  • Türkische Exporteure: Halten Sie wettbewerbsfähige EUR-Angebote für konventionelle Kerne aufrecht, um den Marktanteil gegenüber georgischem Angebot zu verteidigen, bewahren Sie jedoch Prämien für Bio-Qualitäten, wo die Nachfrage widerstandsfähiger erscheint.

3-Tage-Regionale Preisindikation (Richtung)

  • Türkei, İzmir FOB (Bio-Kerne): Stabil bis leicht fester in EUR, da Spezialitätennachfrage und begrenztes kurzfristiges Angebot die aktuellen Niveaus stützen.
  • Türkei, Istanbul FOB (konventionelle Kerne): Stabil bis leicht weicher in EUR, was komfortable Angebotserwartungen und Konkurrenz aus georgischen Herkünften widerspiegelt.
  • Polen, Warschau FCA (georgische Kerne): Leichte Abwärtsneigung, da reichliches georgisches Angebot und starke Signale einer guten türkischen Ernte auf den regionalen Preisen lasten.
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