Die US-Mais-Futures stärkten sich zur Wochenmitte, da der Markt eine wahrscheinliche Reduzierung der US-Maisanbaufläche für 2026 und eine festere Ethanol-Nachfrage einpreiste, während europäische Landwirte ebenfalls auf einen möglichen Wechsel von Mais hinweisen. Die physischen Spotpreise in Europa und im Schwarzen Meer sind in EUR weitgehend stabil, aber das Risiko für die Zukunft ist aufgrund von Nachrichten zu Anbauflächen und Politik leicht höher.
Die Maismärkte balancieren derzeit unterstützende angebotsseitige Signale gegen nach wie vor komfortable Ethanolbestände und solide Exportverfügbarkeit. In den USA stützen Erwartungen für einen signifikanten Rückgang der eingepflanzten Maisfläche aufgrund hoher Düngemittelpreise die Futures, vor dem Bericht über die Pflanzungsabsichten des USDA am 31. März. Gleichzeitig bieten eine erhöhte Ethanolproduktion, eine E15-Befreiung für die Sommerfahrtsaison und eine feste Exportnachfrage Unterstützung von der Nachfrageseite. Die europäischen und schwarzen Meer Spotnotierungen in EUR sind stabil, aber das Risiko kleinerer Ernten 2026 sowohl in den USA als auch in Frankreich spricht für eine leicht konstruktive mittel- bis langfristige Sicht.
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📈 Preise
Die US-Mais-Futures schlossen am Mittwoch höher, wobei der Haupttreiber eine Neubewertung der US-Anbauflächen für 2026 und eine stärkere Ethanol-Nachfrage war. Neueste CBOT-Daten zeigen aktive Volumina und leicht festere nah liegende Verträge nach vorheriger Schwäche Anfang März, was auf einen stabilisierenden Preisboden hindeutet, da die Händler sich auf wichtige USDA-Statistiken vorbereiten.
Physische Referenzpreise in EUR bleiben im Vergleich zur Vorwoche weitgehend unverändert. Französischer gelber Mais FOB Paris wird mit etwa 0,22 EUR/kg angegeben, unverändert gegenüber Mitte März. Ukrainischer FOB Odesa-Mais wird nahe 0,18 EUR/kg notiert, marginal über dem der Vorwoche, während ukrainischer Futtermais FCA Odesa bei etwa 0,24 EUR/kg gehandelt wird, unverändert. Die aus der EU importierten brasilianischen Popcorn- und argentinischen Popcorn-Angebote sind ebenfalls stabil bei etwa 0,73 EUR/kg (FCA NL) und 0,80 EUR/kg (FOB AR) respektive.
| Produkt | Herkunft / Termin | Aktuellster Preis (EUR/kg) | WoW Veränderung (EUR/kg) |
|---|---|---|---|
| Mais, gelb | FR, FOB Paris | 0.22 | 0.00 |
| Mais, Schüttgut | UA, FOB Odesa | 0.18 | +0.01 |
| Mais, Futterqualität | UA, FCA Odesa | 0.24 | 0.00 |
| Popcorn | BR, FCA NL | 0.73 | 0.00 |
| Popcorn 40/42 | AR, FOB Buenos Aires | 0.80 | 0.00 |
🌍 Angebot & Nachfrage
In den USA erwarten Händler zunehmend, dass Landwirte die Maisfläche in Reaktion auf stark steigende Düngemittelpreise reduzieren. Aktuelle Analystenerwartungen belaufen sich auf 94,77 Millionen Acres für die kommende Saison, also etwa 4 Millionen Acres unter dem Vorjahr. Die Bandbreite der Schätzungen (92,6–96 Millionen Acres) hebt die beträchtliche Unsicherheit hervor. Der Bericht über die Pflanzungsabsichten des USDA am 31. März wird die nächste wichtige Benchmark sein und könnte eine deutlichere, engere mittel- bis langfristige Angebotsprognose im Vergleich zur vorherigen Saison bestätigen.
Die vorläufige Prognose des USDA von Februar lag bei 94 Millionen Acres, also bereits unter dem Vorjahr, aber der Markt tendiert nun zu noch niedrigeren Zahlen. Dieses Anbaurisiko beschränkt sich nicht auf die USA: In Frankreich ziehen Landwirte aktiv in Betracht, Flächen von Mais auf Sonnenblumen umzuwidmen, die weniger Düngemittel und Energie benötigen. Sollte sich dies sowohl in den USA als auch in Frankreich realisieren, würde dies die globale Maisverfügbarkeit im Vermarktungsjahr 2026/27 verringern und dem Markt trotz derzeit umfangreicher Bestände eine strukturell bullishe Unterstützung bieten.
📊 Grundlagen: Ethanol & Exporte
Ethanol-Grundlagen sind ein wichtiger Pfeiler für die Maisnachfrage im aktuellen Umfeld. Neueste wöchentliche Daten zeigen, dass die US-Ethanolproduktion in der Woche bis zum 20. März um 23.000 Barrel pro Tag auf 1.116 Millionen bpd gestiegen ist. Dies ist ein konstruktives Signal für die Maisvermahlung, hat jedoch auch zu einem Anstieg der Ethanolbestände geführt, die um 763.000 Barrel auf 27,17 Millionen Barrel gestiegen sind. Die Ethanol-Exporte gingen um 55.000 bpd auf 119.000 bpd zurück, während die Raffinerie-Ethanoleingänge um 13.000 bpd auf 889.000 bpd zunahmen.
Auf der politischen Seite kündigte EPA-Administrator Lee Zeldin eine Notfallbefreiung an, die den Verkauf von E15 ab dem 1. Mai erlaubt und somit die breitere Verfügbarkeit von E15 in die Sommerfahrtsaison verlängert, entsprechend den Mustern aus den Vorjahren. Diese Entscheidung unterstützt die inländische Ethanol (und damit Maissonachfrage), indem sie höhere Mischungen in den wichtigsten Verbrauchsregionen während der Spitzenverwendung von Treibstoff ermöglicht. Während die Ethanolbestände derzeit komfortabel sind, legt die Kombination aus höheren Laufzeiten und günstigeren Mischregeln nahe, dass die Maissonachfrage für Ethanol im zweiten Quartal fest bleiben wird.
Auf der Exportseite wartet der Markt auf den USDA-Exportbericht für die Woche bis zum 19. März. Die Handelserwartungen deuten auf 0,7–1,5 Millionen Tonnen Verkäufe von Altbeständen und moderate 0–100.000 Tonnen neuer Ernte hin. Die kumulativen US-Maiexportverpflichtungen liegen deutlich über dem Vorjahr, unterstützt durch starke Nachfrage aus Mexiko, Japan und Korea sowie durch geringeren Wettbewerb aus einigen Herkunftsländern zu Beginn des Vermarktungsjahres. Wenn die kommenden wöchentlichen Verkäufe den oberen Bereich der Erwartungen bestätigen, wird die Exportnachfrage weiterhin die US-Basis und die Futures unterstützen.
🌦 Wetter & Regionaler Kontext
Das Wetterrisiko ist derzeit moderat, nimmt aber an Bedeutung zu, da die Pflanzung auf der Nordhalbkugel näher rückt. Im US-Maisgürtel zeigen Kurzfristprognosen für die nächsten 7–10 Tage allgemein saisonal kühle bis milde Temperaturen mit periodischen Niederschlägen, was die Bodenfeuchtigkeit unterstützen sollte, ohne wesentliche Verzögerungen bei der frühen Feldarbeit zu verursachen. In Frankreich sind die Bedingungen gemischt, einige Regionen kämpfen noch mit überschüssiger Feuchtigkeit, was weitere Wechsel zu weniger inputintensiven Kulturen fördern könnte, wenn die Böden während der Pflanzung schwierig bleiben.
Das Wetter im Schwarzen Meer in der Ukraine ist vorerst nahe saisonaler Normen und bietet ein relativ stabiles Umfeld für die Entwicklung und Logistik bestehender Kulturen. Dennoch halten anhaltende geopolitische und logistische Unsicherheiten in der Region eine Risikoaufschlag in den Exportangeboten des Schwarzen Meeres eingebettet, auch wenn die nominalen Preise in EUR-Währung Woche für Woche stabil erscheinen.
📆 Handelsausblick
- Kurzfristig (1–2 Wochen): Die Preise werden voraussichtlich vor dem USDA-Anbaubericht am 31. März unterstützt bleiben, wobei Rückgänge Käuferinteresse bei den Erwartungen zu Anbauflächen und E15 wecken. Eine bandgebundene, aber feste Haltung sowohl bei den Futures als auch bei den wichtigsten EUR-Spotmärkten ist wahrscheinlich.
- Mittel- bis langfristig (2–8 Wochen): Wenn das USDA einen Rückgang von 4 Millionen Acres oder mehr im Vergleich zum Vorjahr bestätigt, verschiebt sich die Marktneigung moderat bullish, insbesondere wenn das Pflanzungswetter in den USA ungünstiger wird oder wenn sich die Anbauflächen in Frankreich auf Sonnenblumen umstellen.
- Risiko-Faktoren: Bearishe Risiken ergeben sich aus fortdauernden Ethanolbeständen oder schwächeren als erwarteten wöchentlichen Exportverkäufen; bullishe Risiken schließen schärfere, durch Düngemittel bedingte Anbauflächenreduzierungen oder Pflanzungsverzögerungen in den USA und der EU ein.
📉 3-Tages-Richtungsanzeige für Preise (EUR-Fokus)
- CBOT-Mais-Futures (in EUR-Werten umgerechnet): Leicht fester bis seitwärts über die nächsten drei Sitzungen, unterstützt durch Unsicherheiten bei der Anbaufläche und der Ethanolpolitik, jedoch begrenzt durch komfortable Bestände.
- Französischer FOB Paris-Mais (EUR/kg): Wahrscheinlich bei etwa 0,22 mit einer milden Aufwärtsneigung von bis zu 0,005 EUR/kg, falls die Futures weiter fester werden.
- Ukrainischer FOB/FCA Odesa-Mais (EUR/kg): Stabil bis leicht höher, bei etwa 0,18–0,24, wobei jegliche Bewegungen hauptsächlich Fracht- und Risikoprämien widerspiegeln, anstatt unmittelbare fundamentale Änderungen.








