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Mandelkerne bleiben stabil, da Neusaison-Wetterlage freundlich bleibt

Mandelkerne bleiben stabil, da Neusaison-Wetterlage freundlich bleibt

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Die Preise für Mandelkerne in Spanien und den USA bleiben stabil, da sich kurzfristige Wetterriskien entspannen. Solide Fundamentaldaten, schwächere Indien-Nachfrage und steigende Kosten begrenzen starke Bewegungen.

Die Preise für Mandelkerne sind in Spanien wie auch in den USA in EUR betrachtet in dieser Woche unverändert geblieben, ohne nennenswerte Bewegung seit Anfang Juli – trotz steigender Produktionskosten und nachlassender Exportdynamik. Ein freundlicher kurzfristiger Wetterausblick in Kalifornien und Spanien nimmt den unmittelbaren Angebotssdruck aus dem Markt und hält die Notierungen in einer engen Spanne, während Käufer auf klarere Signale aus den kommenden US-Positionsdaten und den ersten Einschätzungen zur neuen Ernte warten. Die spanischen FOB-Madrid-Preise für die wichtigsten Sorten (Guara, Valencia, Marcona) sowie US-Kerne aus Kalifornien (Nonpareil, Carmel) sind im Vergleich zu Ende Juni weitgehend unverändert, was auf einen ausgeglichenen kurzfristigen Markt hindeutet. Die kurzfristige Wetterlage im Central Valley Kaliforniens zeigt sich saisonal warm und stabil, ohne Hitzeextreme oder Stürme, die die heranreifende Ernte gefährden könnten, während die spanischen Anbauregionen typische Bedingungen für den Hochsommer aufweisen. Die Exportnachfrage bleibt gemischt: Indien hat seine Käufe zuletzt angesichts hoher Preise und guter Lagerbestände zurückgefahren, während die Türkei und Teile Europas mehr Volumen aufnehmen. Der Preisboden wird derzeit durch erhöhte Kosten und eine robuste mittelfristige Nachfrage gestützt, während das Aufwärtspotenzial durch umfangreiche globale Bestände und vorsichtige Importeure begrenzt bleibt.

Preise

In EUR notierte Mandelkernpreise (ungefähre FX-Umrechnung) zeigen im Wochenvergleich ein stabiles Bild:

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Jüngste Branchenkommentare bestätigen, dass die Mandelpreise im Juni angesichts fester Nachfrage und knapper Altbestände stetig angezogen haben, um sich dann bis Mitte Juli einzupendeln, als Käufer vor der neuen Ernte vorsichtiger wurden. Zusammen mit unseren unveränderten Wochenpreisen stützt dies die Einschätzung eines Marktes in Konsolidierung, nicht in einem klaren Trend.

Angebot & Nachfrage

Auf der Angebotsseite bleibt Kalifornien der dominante Ursprung weltweit. Eine aktuelle Analyse eines US-Agrarkreditinstituts stellt fest, dass der Juni eine solide Nachfrage und eine Verengung der Verfügbarkeit der Ernte 2025/26 brachte, hebt aber auch hervor, dass Käufer in Indien – dem größten Einzelimportmarkt – im zweiten Junihalbjahr ihre Käufe angesichts hoher Preise, guter Lagerbestände und der Erwartung niedrigerer Preise mit Ankunft der Ernte 2026 zurückgefahren haben. Dadurch wurden zusätzliche Volumina in Richtung Türkei und Westeuropa umgelenkt.

Frühere Branchenberichte für Juni zeigen insgesamt eine robuste Exportnachfrage, insbesondere aus Europa, Südostasien, der Türkei und Marokko. Das globale Angebot bleibt jedoch reichlich: Jüngste Statistiken weisen auf hohe Endbestände in den USA und stabile bis wachsende Ernten in anderen Anbauregionen – darunter Spanien – hin. Diese Kombination aus hohen Anfangsbeständen und einer normalen 2026er Ernte begrenzt trotz strukturell fester Nachfrage das Potenzial für einen ausgeprägten Preisanstieg.

In Spanien betonen Erzeugerorganisationen, dass das Land inzwischen der größte Mandelproduzent Europas und der drittgrößte weltweit ist, und heben die zunehmende Konkurrenz aus Kalifornien und Australien sowie die Notwendigkeit hervor, die Rentabilität der Betriebe zu sichern. Ihren Aussagen zufolge zeigen sich Erzeuger aufgrund steigender Kosten wenig bereit, niedrigere Preise zu akzeptieren, was de facto einen Boden unter den europäischen Kernelpreisen bildet.

Wetter & Erntebedingungen (US, ES)

Vereinigte Staaten (Kalifornien): Kurzfristige Wetterprognosen für Nordkalifornien deuten auf ein „sehr schönes“ Juliwochenende mit typischer Sommerwärme und ohne ausgeprägte Hitzeperioden oder Stürme hin. Auch wenn die Prognose allgemein gehalten und nicht erntespezifisch ist, signalisiert sie doch günstige Bedingungen für Plantagen im Sacramento Valley und im nördlichen San Joaquin Valley im unmittelbaren 3-Tage-Fenster. Da die Nussfüllung weit fortgeschritten ist, birgt ein derart stabiles Wetter kurzfristig nur geringe Produktionsrisiken.

Spanien: In den vergangenen drei Tagen wurden keine mandelspezifischen Wetterwarnungen gemeldet, und die spanischen Medien sowie Erzeugerverbände sprechen weiterhin von einer normalen Saison, nachdem es in Regionen wie Andalusien Anfang des Jahres zu einem deutlichen Produktionszuwachs gekommen ist. Bei für den Juli typischen Hochsommertemperaturen stehen eher die Bewässerungskosten im Fokus als unmittelbare wetterbedingte Ertragsrisiken. Insgesamt wirkt das Wetter sowohl in ES als auch in US in den nächsten Tagen preisneutral.

Fundamentaldaten & Kosten

Aktuelle Analysen deuten auf eine strukturelle Verschiebung in der Mandelbilanz hin: Große Ernten in den USA und eine Ausweitung der Anbauflächen in Spanien und anderen Ursprungsländern haben das globale Angebot erhöht, während der Verbrauch zwar wächst, aber nicht schnell genug, um jeden zusätzlichen Zuwachs auf höherem Preisniveau aufzunehmen. Gleichzeitig sehen sich Produzenten mit steigenden Input- und Logistikkosten konfrontiert, insbesondere bei Wasser und Energie in Kalifornien sowie Bewässerung und Arbeit in Spanien.

Branchenkommentare europäischer Importeure und Händler aus dem Juni betonen, dass die Nachfrage ausreichen dürfte, um ein „stabiles Preisniveau“ bis zur Jahresmitte zu stützen, aber nicht stark genug sei, um anhaltende Preisspitzen bei komfortablen Beständen zu rechtfertigen. Da Indien sich vorübergehend zurückhält und einige Käufer ihre Absicherung in Erwartung von Neusaison-Angeboten hinauszögern, wirken die kurzfristigen Fundamentaldaten leicht belastend. Gleichzeitig sorgen der Kostenboden auf Erzeugerseite sowie eine anhaltende Snack- und Zutaten-Nachfrage für Unterstützung und erklären das aktuelle Seitwärtsmuster.

Handelsausblick (nächste 1–3 Wochen)

  • Tendenz: Seitwärts bis leicht weicher in EUR, da das globale Angebot komfortabel ist und wichtige Importeure (insbesondere Indien) preissensibel agieren, während freundliches Wetter und hohe Kosten die Unterseite begrenzen.
  • Für Käufer: In Erwägung ziehen, Spot- und kurzfristige Bedarfe schrittweise zu decken, solange die Preise flach verlaufen – insbesondere für hochwertige spanische Marcona und US-Bio-Nonpareil –, jedoch eine zu starke Vorwärtsdeckung vermeiden, bis klarere Informationen zu Ernte 2026 und Positionsdaten Ende Juli vorliegen.
  • Für Verkäufer: Angebotsdisziplin nahe dem aktuellen Niveau wahren; nur geringe Abschläge für Volumen oder prompte Verschiffung einräumen. Fokus auf eine breitere Absatzstreuung in Richtung Türkei, EU und MENA, um die schwächere indische Nachfrage zu kompensieren.
  • Risiken im Blick: Plötzliche Hitzewellen oder Bewässerungsengpässe in Kalifornien oder Spanien, unerwartete Nachfrageschübe aus Indien oder China sowie Währungsschwankungen gegenüber dem EUR, die die Wettbewerbsfähigkeit verändern könnten.

3-tägige regionale Preisindikation (Richtung)

  • Spanien (FOB Madrid, ES): Die Preise für Guara-, Valencia- und Marcona-Kerne dürften in den nächsten drei Tagen weitgehend stabil bleiben, mit nur geringfügigen Intraday-Anpassungen auf kleinere Abschlüsse und Wechselkurseffekte.
  • USA (FAS/FOB Häfen Kaliforniens, in EUR quotiert, US): Die Werte für Carmel- und Nonpareil-Kerne dürften sich in einer engen Seitwärts-Spanne bewegen, bei leicht vorsichtiger Stimmung vor weiteren US-Positionsdaten, aber ohne absehbare wetter- oder logistikbedingte Schocks.
BASIC
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