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Mandelpreise bleiben stabil, da sich das Angebot in Kalifornien verknappt und spanische Marcona Prämien erzielt

Mandelpreise bleiben stabil, da sich das Angebot in Kalifornien verknappt und spanische Marcona Prämien erzielt

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Mandelpreise bleiben fest, da sich das Angebot aus Kalifornien verknappt und spanische Marcona Prämien hält. Aktuelle EUR-Preise, Fundamentaldaten, Wettereinfluss und 3‑Tage-Ausblick.

Die Preise für Mandelkerne sind sowohl in Spanien als auch in den USA weitgehend stabil, mit einem festen Grundton, der durch ein sich verknappendes Angebot aus Kalifornien und eine robuste europäische Nachfrage gestützt wird. Spanische Marcona- und hochwertige Valencia-Qualitäten werden weiterhin mit einem deutlichen Aufschlag gegenüber US-Carmel und Nonpareil gehandelt, während Bio-Partien einen beträchtlichen Aufpreis halten. Der Mandelhandel wird derzeit von kurzfristiger physischer Nachfrage und vorsichtiger Vordeckung im Vorfeld der kalifornischen Ernte 2026 dominiert. Aktuelle Branchenkommentare verweisen auf festere Preise in Kalifornien, da sich die Exportnachfrage verbessert und die Bestände an hochwertigen Nonpareil enger werden, während die Versanddaten weiterhin zeigen, dass die kumulierten Exporte leicht hinter der Vorsaison zurückbleiben, was ausgeprägte Kursrallyes begrenzt. In Europa bleiben die Preise für spanische Marcona historisch hoch im Vergleich zu Standardkernen aus Kalifornien, gestützt durch eine starke mediterrane Nachfrage aus Snack- und Süßwarenanwendungen. Bei überwiegend günstiger kurzfristiger Witterung sowohl in Kalifornien als auch in Spanien konzentriert sich der Markt eher auf Logistik, Exportströme und Käufereindeckung als auf unmittelbare Ernte­risiken.

Preise

Alle Preise wurden zur Vergleichbarkeit näherungsweise mit 1 USD = 0,93 EUR umgerechnet.

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Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Spanischer Ursprung weist damit gegenüber der US-Standardqualität Carmel je nach Sorte und Kaliber einen Aufschlag von rund 8–30% auf, wobei spanische Bio-Nonpareil etwa 23% über US-Bio-Nonpareil-Äquivalenten gehandelt werden.

Angebot & Nachfrage

Die neuesten Branchenkommentare aus Kalifornien deuten darauf hin, dass die Mandelpreise im Juni an Dynamik gewonnen haben, da sich die Exportnachfrage verbessert und sich die Bestände an Premiumware verengen, wobei der Markt als auf dem Weg von einem Überschuss hin zu einer ausgewogeneren Situation vor der Ernte 2026 beschrieben wird. Der aktuellste US-Positionsbericht zeigt zudem, dass die Verschiffungen im Mai 2026 leicht über dem Vorjahresniveau lagen, die kumulierten Exporte jedoch weiterhin knapp hinter der letzten Saison zurückbleiben, was deutliche Preisspitzen begrenzt.

Auf der Nachfrageseite heben jüngste Verschiffungsdaten eine Neuausrichtung der kalifornischen Exporte hervor, mit stärkeren Strömen in Richtung Türkei und Teile Westeuropas, während die Lieferungen nach Indien nachgelassen haben. Dies begünstigt europäische Käufer, die derzeit von umfangreichen US-Angeboten profitieren, während spanische Marcona strukturell knapper und höher bepreist bleiben. In Spanien verweisen lokale Branchenberichte weiterhin auf eine robuste Nachfrage nach Marcona und Valencia in Süßwaren- und Snackanwendungen, was die Inlandspreise am oberen Rand der jüngsten europäischen Spannen stützt.

Fundamentaldaten & Wetter

Die jüngste offizielle subjektive Prognose beziffert die kalifornische Mandelproduktion 2026 auf rund 2,70 Milliarden Pfund (geschält) und damit nur geringfügig unter dem Vorjahr, was das Bild eines ausreichenden, aber nicht übermäßig belastenden Angebots untermauert. Zusammen mit der jüngsten Aufwärtsbewegung bei Spot- und kurzfristigen Preisen, über die kalifornische Vermarkter berichten, ergibt sich fundamental das Bild ausgeglichener Bestände statt akuter Knappheit, was Käufer dazu ermutigt, ihren Bedarf für das dritte Quartal zu decken, gleichzeitig aber tiefere Preisnachlässe begrenzt.

Wetter – USA (Kalifornien): Kurzfristige Prognosen für das Central Valley vom 27.–30. Juni deuten auf saisonal heiße, überwiegend trockene Bedingungen mit Höchsttemperaturen meist im niedrigen bis mittleren 30er-°C-Bereich und ohne flächendeckende Regenereignisse hin. Dies ist insgesamt vorteilhaft für die Kernelbildung und die Krankheitskontrolle, ohne unmittelbare Frost- oder Sturmrisiken.
Wetter – Spanien: In wichtigen spanischen Mandelanbaugebieten (Andalusien, Aragón, Katalonien, Valencia) signalisieren 3-Tages-Prognosen warmes, meist trockenes Wetter mit lokaler Hitze in Binnen­tälern und nur vereinzelt leichten Schauern in höheren Lagen. Begrenzte Bodenfeuchtigkeit bleibt in einigen Trockenobstplantagen ein zugrunde liegendes Thema, es werden jedoch in den nächsten Tagen keine akuten Wetterschocks erwartet.

Kurzfristiger Ausblick & Handelsempfehlungen

  • Käufer in Spanien (ES): Da Madrid-FOB-Preise für Marcona- und Valencia-Qualitäten stabil bis leicht fester sind und keine kurzfristigen Wetterrisiken bestehen, sollten Spotkäufer erwägen, ihren Bedarf für Juli–August jetzt zu decken – insbesondere für Marcona S/16 und großkalibrige Valencia, bei denen die Aufschläge ausgeprägt und die Liquidität geringer sind.
  • EU-Importeure mit US-Ursprung: US-Carmel- und -Nonpareil-Preise bleiben in Euro gerechnet wettbewerbsfähig gegenüber spanischer Ware, und die Fundamentaldaten in Kalifornien sind ausgeglichen, aber nicht eng. Ein schrittweiser Aufbau von Positionen bei kleineren Rücksetzern ist gegenüber dem Warten auf eine deutliche Korrektur zu bevorzugen, die durch aktuelle Versand- und Erntedaten nicht gerechtfertigt wäre.
  • Industrieanwender (Röster, Süßwarenhersteller): Halten Sie mindestens 2–3 Monate physische Deckung bis ins frühe dritte Quartal, insbesondere für Bio- und großkalibrige Ware, bei der die Substitutionsmöglichkeiten begrenzt sind und spanische Aufschläge strukturell hoch bleiben.

3‑Tage-Regionale Preisindikation (Richtung)

  • Spanien (Madrid FOB): Marcona- und Valencia-Kerne dürften in den nächsten 3 Tagen stabil bis leicht fester tendieren, gestützt durch starke lokale Nachfrage und begrenzten kurzfristigen Verkaufsdruck.
  • USA (Washington D.C. FAS/FOB für Export): Carmel- und Nonpareil-Kerne werden voraussichtlich seitwärts bis leicht fester gehandelt, was die jüngste Verteuerung kalifornischer Angebote in Euro und eine solide Exportnachfrage aus der Türkei und Westeuropa widerspiegelt.
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