Die Preise für chilenische Trockenpflaumen (Sorte Elliot) in Polen haben sich Mitte März 2026 stabilisiert, nachdem sie seit Ende Februar leicht nachgegeben hatten. Trotz einer insgesamt straffen globalen Versorgungslage und anhaltend guter Exportnachfrage aus Asien bleiben die FCA-Notierungen in Lodz aktuell seit zwei Wochen unverändert. Die Kombination aus starkem chilenischem Angebot, schwächerer Konkurrenz aus Argentinien und soliden, aber nicht überhitzten EU-Käufen sorgt derzeit für einen ausgeglichenen Markt.
Für Einkäufer in der EU bedeutet dies kurzfristig Planungssicherheit, auch wenn das Aufwärtspotenzial bei weiteren Exportoffensiven nach China und in andere Drittmärkte bestehen bleibt. Chile geht mit einer guten Ernte und verbesserten Trocknungserträgen in die neue Saison, was die Angebotsseite stützt und extremen Preissprüngen entgegenwirkt. Gleichzeitig bleibt der Markt aufmerksam für Wetterrisiken im chilenischen Kernanbaugebiet Maule und mögliche logistische Störungen. Insgesamt präsentiert sich der Markt für chilenische Trockenpflaumen im März 2026 als leicht fest, aber derzeit ohne akuten Preisschub nach oben.
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Prunes dried
Prunes Elliot
FCA 2.95 €/kg
(from PL)
📈 Preise & Marktniveau
Die vorliegenden Angebotsdaten für konventionelle, getrocknete Trockenpflaumen (Prunes Elliot, Ursprung Chile) mit FCA-Lieferung ab Lager Lodz (Polen) zeigen in den letzten vier Wochen ein leicht rückläufiges, zuletzt aber stabiles Preisbild.
| Datum (Update) | Produkt | Ursprung | Ort (FCA) | Preis EUR/kg | Vorpreis EUR/kg | Wochenänderung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 16.03.2026 | Prunes dried, Elliot | Chile | Lodz (PL) | 2,95 | 2,95 | 0,0 % |
| 09.03.2026 | Prunes dried, Elliot | Chile | Lodz (PL) | 2,95 | 3,00 | -1,7 % |
| 02.03.2026 | Prunes dried, Elliot | Chile | Lodz (PL) | 3,00 | 3,08 | -2,6 % |
| 23.02.2026 | Prunes dried, Elliot | Chile | Lodz (PL) | 3,08 | 3,08 | 0,0 % |
Damit ergibt sich seit dem Hoch Ende Februar ein Rückgang von rund 4,2 % auf aktuell 2,95 EUR/kg FCA Lodz. Das Niveau liegt im Kontext eines weltweit eher knappen, aber nicht extrem angespannten Prunemarktes im mittleren Bereich. Marktberichte aus dem internationalen Handel deuten auf ein insgesamt festes, aber nicht überhitztes Preisumfeld für chilenische Trockenpflaumen hin, unterstützt durch gute Nachfrage und eine im Vergleich zu 2024 bessere chilenische Ernte.
🌍 Angebots- & Nachfragesituation
Chile bleibt 2024/25 und 2025/26 klarer Leitmarkt für Trockenpflaumen und stellt laut Branchenstatistiken rund ein Drittel der weltweiten Produktion. Für die aktuelle Saison 2025/26 wird ein chilenisches Trockenpflaumenaufkommen von etwa 70.000 t erwartet, deutlich über den 38.000 t des Jahres 2024. Verbesserte Trocknungsausbeuten (3,2–3,3 kg Frischfrucht pro 1 kg Trockenpflaumen gegenüber 3,9–4,0 kg im Vorjahr) erhöhen die verfügbare Exportmenge zusätzlich.
Dem steht eine deutlich reduzierte Produktions- und Exportkapazität Argentiniens gegenüber, wo Frost und Hagel die Ernten zuletzt massiv geschmälert haben. Damit fällt ein wichtiger Wettbewerber im südamerikanischen Raum teilweise aus, was die Preissetzungsmacht Chiles am Weltmarkt stärkt. Gleichzeitig hat Chile seine Exportmärkte 2024/25 weiter diversifiziert und in 2025 bereits in den ersten drei Monaten Trockenpflaumen in 48 Länder exportiert, mit China als wichtigstem Abnehmer.
Auf der Nachfrageseite bleibt China ein zentraler Treiber, sowohl für frische als auch für getrocknete Pflaumen, was die Rohwarenverfügbarkeit für die Trocknung begrenzt und die Exportpreise stützt. In der EU sind die Importmengen in wichtigen Märkten wie Deutschland im Vergleich zu Vorjahren etwas zurückgegangen, was auf eine gewisse Nachfragedämpfung oder Substitution durch andere Trockenfrüchte hindeutet. Für Osteuropa, einschließlich Polen, bleibt Chile jedoch ein Kernlieferant, begünstigt durch wettbewerbsfähige Produktionskosten und verbesserte Logistik.
📊 Fundamentale Marktdaten
Globale Produktion & Chile
- Globale Trockenpflaumenproduktion 2024/25 wurde auf rund 190.000–195.000 t geschätzt, etwa 12 % unter dem Vorjahr.
- Chile hält laut aktuellen INC- und Branchenangaben etwa 36 % Marktanteil an der weltweiten Trockenpflaumenproduktion.
- Die chilenische Pflaumenproduktion insgesamt wird für 2025 auf über 110.000 t geschätzt, mit steigender Verfügbarkeit für die Trocknung.
Handelsströme
- Chile exportierte 2024 Trockenpflaumen in 78 Länder; 2025 wurden allein im 1. Quartal rund 12.900 t exportiert, vor allem nach China, Europa und in andere asiatische Märkte.
- Die EU wendet gegenüber Chile für Trockenpflaumen im Regelfall einen Präferenzzollsatz von 0 % an, was die Wettbewerbsfähigkeit chilenischer Ware gegenüber anderen Ursprungsländern stärkt.
- Rückläufige Lieferungen aus den USA, Argentinien und Moldawien im Vorjahr haben die Abhängigkeit der EU von chilenischen Prunes tendenziell erhöht.
🌦 Wetter & Erntebedingungen in Chile (Region Maule)
Die Region Maule ist das zentrale Anbaugebiet für Trockenpflaumen in Chile. Aktuelle Wetterdaten für Maule (Stand 17.03.2026) zeigen nach vereinzelten Schauern am 16.03. überwiegend freundliches, trockenes Wetter mit Tageshöchstwerten zwischen 20 und 28 °C und kühlen Nächten um 8–11 °C in den kommenden Tagen.
Diese Bedingungen sind für die laufende Trocknungs- und Nacherntephase grundsätzlich positiv: Sonnige, trockene Tage fördern eine effiziente Trocknung im Freien oder in solarunterstützten Anlagen und reduzieren das Risiko von Qualitätsverlusten durch Schimmel oder Fäulnis. Gleichzeitig sind die Temperaturen moderat genug, um Hitzestress an den Bäumen zu vermeiden. In Verbindung mit den bereits gemeldeten verbesserten Trocknungsausbeuten stützt dies die Erwartung einer guten verfügbaren Exportmenge für 2025/26.
📉 Preisentwicklung & Marktstimmung
Die leichte Korrektur der FCA-Preise in Lodz von 3,08 EUR/kg Ende Februar auf 2,95 EUR/kg Mitte März spiegelt eine Normalisierung nach vorherigen Aufschlägen wider. Händlerberichte deuten darauf hin, dass die Kombination aus guter chilenischer Ernte, verbesserten Trocknungserträgen und noch verhaltener EU-Nachfrage zu einer temporären Entspannung geführt hat.
Gleichzeitig bleibt die Stimmung eher fest, da strukturelle Ausfälle in Argentinien und begrenzte US-Verfügbarkeiten das globale Angebot dämpfen. Die aktuelle Seitwärtsbewegung bei rund 2,95 EUR/kg wird daher eher als Zwischenstation in einem insgesamt festen Markt interpretiert, nicht als Beginn eines ausgeprägten Abwärtstrends. Für polnische Importeure und europäische Abnehmer bedeutet dies: kurzfristig stabile, mittelfristig tendenziell leicht steigende Preisrisiken.
📆 Kurzfristiger Ausblick (3 Tage) – Preisimplikationen
Auf Basis der Wetterprognose für Maule (überwiegend trocken, sonnig, 20–28 °C Tageshöchstwerte in den nächsten drei Tagen) ist kurzfristig nicht mit witterungsbedingten Störungen der chilenischen Trockenpflaumenproduktion zu rechnen. Auch logistische Engpässe oder neue handelspolitische Maßnahmen sind aktuell nicht absehbar. Damit dürfte das Angebot für bereits verschiffte und nahe Ankunft stehende Partien stabil bleiben.
| Zeitraum | Region / Markt | Produkt | Erwartete Preisspanne EUR/kg (FCA/Lager) | Erwartete Tendenz (3 Tage) |
|---|---|---|---|---|
| 17.–19.03.2026 | Lodz, Polen | Prunes Elliot, CL, konventionell | 2,90 – 3,00 | Seitwärts bis leicht fest |
Angesichts der aktuell ruhigen Fundamentaldaten und des stabilen Wetters in Chile sind in den kommenden drei Tagen keine signifikanten Preisbewegungen zu erwarten. Kleinere Angebots- oder Nachfrageimpulse (z.B. kurzfristige Einkaufsprogramme großer Abfüller) könnten die Preisspanne innerhalb des genannten Korridors leicht nach oben verschieben, ohne jedoch das aktuelle Marktniveau grundlegend zu verändern.
📌 Handelsempfehlungen (Kurzfristig)
- Einkäufer in der EU (Industrie, Abpacker): Kurzfristige Bedarfe können zu aktuellen Preisen um 2,95 EUR/kg FCA Lodz abgesichert werden. Das Risiko deutlich niedrigerer Preise in den nächsten Tagen erscheint begrenzt.
- Großhändler/Importunternehmen: Bei ausreichend Lagerkapazität bietet das aktuelle Seitwärtsniveau die Möglichkeit, moderate Zusatzmengen zu sichern, insbesondere vor dem Hintergrund schwächerer Konkurrenz aus Argentinien.
- Verarbeiter mit längerem Planungshorizont: Beobachtung der weiteren Exportdynamik Chiles nach China und Asien ist entscheidend. Bei Anzeichen stärkerer asiatischer Nachfrage könnten Nachkäufe zu höheren Niveaus erforderlich werden.








