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Türkische Rosinenpreise stabil, da warmes, trockenes Wetter die Ernteaussichten stützt

Türkische Rosinenpreise stabil, da warmes, trockenes Wetter die Ernteaussichten stützt

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Türkische Rosinenpreise bleiben stabil vor dem Hintergrund warmen, trockenen Wetters in Malatya und steigender Frachtzuschläge nach Europa. Kurzfristiger Ausblick: stabil bis leicht fester.

Die türkischen Rosinenpreise bewegen sich derzeit in einer stabilen, engen Spanne. Malatya-FOB-Angebote für konventionelle Sultanas Typ 8–10 sind im Wochenvergleich weitgehend unverändert, obwohl die Fracht- und Treibstoffzuschläge auf nach Europa gehende Lieferungen steigen. Kurzfristige Preisrisiken sind eher leicht nach oben gerichtet und resultieren eher aus Logistikkosten als aus lokaler Angebotsknappheit. Die Handelsströme bei Rosinen bleiben durch die starke Exportorientierung der Türkei abgesichert, während die frühe Hochsaison beim Versand und höhere Treibstoffzuschläge die Container- und LKW-Logistikkosten auf wichtigen Türkei–Europa-Routen nach oben treiben. Gleichzeitig zeigt sich das Wetter in Malatya in den nächsten drei Tagen warm und trocken, förderlich für das Wachstum der Reben und die späteren Trocknungsaussichten, ohne unmittelbare Bedrohung für die Ernte 2026/27. Vor diesem Hintergrund sehen Käufer kurzfristig wenig Abwärtsrisiko bei den türkischen Rosinenpreisen, aber auch nur begrenzten Spielraum für starke Anstiege – es sei denn, die Frachtraten steigen erneut deutlich an oder es treten neue Sorgen um die kommende Ernte auf.

Prices & Differentials

Alle Preise wurden zu Vergleichszwecken mit einem indikativem Kurs von 1 USD = 0,93 EUR umgerechnet; die zugrunde liegenden Angebote werden typischerweise in USD notiert.

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Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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  • Türkische FOB-Sultanas bleiben in Nordwesteuropa preislich wettbewerbsfähig gegenüber chinesischer und chilenischer Ware, mit einer Prämie von rund 0,50–0,70 EUR/kg, die in FCA-Dordrecht-Bestände für türkische RTU gegenüber Malatya FOB plus Fracht eingepreist ist.
  • Importierte chinesische Standardsultanas in Deutschland und den Niederlanden werden mit Abschlag gegenüber türkischer Ware gehandelt, doch die jüngsten leichten Preissteigerungen und erhöhte Frachtraten verringern diese Lücke etwas.
  • Inlands-Großhandelspreise in der Türkei für frische Süßkirschen und andere Früchte zeigen ein festes Niveau, doch bislang gibt es keinen direkten Spillover-Effekt auf die Preise für getrocknete Weintrauben; Rosinen werden weiterhin stärker von Exportparität und Wechselkursen als von der Binnenentwicklung bei Frischobst getrieben.

Supply, Weather & Logistics

Die Türkei bleibt der wichtigste globale Lieferant von Sultanas; die Exporte werden derzeit aus Lagerbeständen bedient, während sich die Ernte 2026 weiter entwickelt. Branchenkommentare deuten weiterhin auf eine ausreichende weltweite Rosinenverfügbarkeit für 2025/26 hin, bei nur moderater Straffung der Bestände.

  • Wetter in Malatya (11.–13. Juni): Prognosen zeigen überwiegend sonnige Bedingungen mit Tageshöchstwerten um 29–31 °C und milden Nächten (15–17 °C), ideal für das Rebenwachstum und die spätere Trocknung. Für die nächsten drei Tage sind weder Regen- noch Frostrisiken angezeigt.
  • Inländische Margen auf Betriebsebene: Höhere türkische Getreide-Stützpreise, die Anfang Juni angekündigt wurden, verbessern den gesamten Cashflow der landwirtschaftlichen Betriebe, scheinen aber bislang in den etablierten Rosinenanbaugebieten noch keinen deutlichen Flächenwechsel von Reben hin zu Getreide auszulösen.
  • Fracht- & Treibstoffkosten: Die Containerraten auf Türkei–Europa-Routen sind uneinheitlich, insgesamt aber erhöht. Einige Verbindungen von türkischen Häfen nach Nordeuropa liegen im Wochenvergleich niedriger, während andere zweistellige Zuwächse zeigen.
  • Regulatorische Zuschläge: Große Carrier wie MSC haben höhere Emergency Fuel Surcharges im inner­europäischen und Türkei-Verkehr ab dem 1. Juli 2026 angekündigt, was die Einstandskosten für europäische Käufer türkischer Rosinen erhöhen wird.
  • Globaler Fracht-Hintergrund: Aktualisierungen von Freightos zeigen stark steigende Container-Spotraten, insbesondere auf Asien–USA- und Asien–Europa-Routen, da Treibstoff- und geopolitische Risiken auf die Nachfrage in der Hochsaison treffen.

Market Drivers & Fundamentals

  • Exportorientierung: Die türkische Rosinenindustrie bleibt stark exportgetrieben; eine stabile Auslandsnachfrage stützt die Preise, selbst wenn der Inlandsverbrauch relativ verhalten ist.
  • Bestände und Konkurrenz: Aktuelle Branchendaten lassen weiterhin auf komfortable globale Rosinenbestände schließen, wobei günstigere Herkünfte (insbesondere China) in einigen preissensitiven Märkten Marktanteile gewonnen haben. Dies begrenzt das Aufwärtspotenzial für türkische Angebote, sofern sich Qualitätsdifferenzen nicht ausweiten.
  • Energie- & Schifffahrtsregulierung: EU-seitige maritime CO₂-Regeln und höhere Treibstoffkosten treiben die Logistikkosten nach Europa strukturell nach oben und erhöhen damit sukzessive die Untergrenze für CIF-/FCA-Rosinenpreise, selbst wenn die Erzeugerpreise stabil bleiben.
  • Makroumfeld: Die breiteren türkischen Agrarausfuhren (Nüsse, Trockenfrüchte) entwickeln sich weiterhin gut, was die lokale Verarbeitungskapazität und den Wettbewerb um Rohware unterstützt. Anzeichen für eine akute, ausschließlich Rosinen betreffende Angebotsknappheit gibt es jedoch bislang nicht.

Short‑Term Outlook (Next 1–3 Weeks)

  • Basisszenario: Stabile bis leicht festere türkische FOB-Rosinenpreise, wobei etwaige kurzfristige Anstiege eher durch Frachtkosten und Zuschläge als durch Angebotsschocks auf Feldebene verursacht werden.
  • Aufwärtsrisiken: Weitere Sprünge bei Container-Spotraten und Treibstoffzuschlägen oder eine plötzliche Abwärtskorrektur der Ernteerwartungen 2026 könnten FOB- und CIF-Angebote moderat nach oben treiben.
  • Abwärtsrisiken: Eine kurze Atempause bei den Frachterhöhungen oder aggressive Preissetzung konkurrierender Herkünfte (China, Indien) nach Europa könnte die türkischen Prämien einengen und den Exporteuren den Spielraum für Angebotsanhebungen nehmen.

Trading Recommendations

  • Europäische Industrieabnehmer: Erwägen Sie, einen Teil des Bedarfs für Q3–Q4 jetzt zu den aktuellen türkischen FOB-Niveaus abzusichern, verhandeln Sie jedoch die Frachtkomponenten und Zuschläge im Vorfeld der Erhöhungen zum 1. Juli hart.
  • Türkische Abpacker/Exporteure: Halten Sie Angebotsdisziplin; bei warmem, gutartigem Wetter und stabiler Nachfrage ist ein kleiner Risikozuschlag für Logistik gerechtfertigt, aber starke nominelle Preiserhöhungen könnten Volumen an chinesische und indische Herkünfte verlieren.
  • Spot-Händler in EU-Hubs: Bestehende FCA-Bestände türkischer Ware in Nordwesteuropa erscheinen moderat attraktiv im Vergleich zu Ersatzkosten, die ab Juli höhere Zuschläge beinhalten werden; ein kurzfristiges Halten in Erwartung naher Nachfrage erscheint sinnvoll.

3‑Day Directional Price View (TR Focus)

  • Malatya, TR – FOB Sultanas Typ 8–10, konventionell: Seitwärts; gutartiges Wetter und in den nächsten drei Tagen werden keine neuen Erntemeldungen erwartet, die die Angebote bewegen könnten.
  • Malatya, TR – Organische Sultanas Typ 9: Seitwärts bis leicht fester; Nischennachfrage und begrenztes zertifiziertes Angebot rechtfertigen eine anhaltende Prämie, aber es gibt keinen unmittelbaren Auslöser für einen Sprung.
  • Nordwesteuropa (NL/DE) – FCA türkische RTU-Rosinen: Seitwärts mit leichtem Aufwärtstendenz, was eher feste Frachtkosten und Zuschläge als Bewegungen der Ursprungs­preise widerspiegelt.
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