Die Preise für französischen Raps sind stabil bis leicht unterstützt, wobei die Euronext-Futures gut über 500 €/t halten und die physischen Prämien in Frankreich durch enge EU-Saatgutbestände und eine starke Biodiesel-Nachfrage gestützt werden.
Die FOB Paris-Indikationen für französischen Raps liegen bei etwa 570 €/t, und die flache bis weiche Futures-Kurve deutet auf einen insgesamt ausgewogenen Markt in der nahen Zukunft hin, auch wenn die Forward-Werte eine entspannendere Versorgung für 2026/27 signalisieren. Jüngste Gewinne bei MATIF-Raps, unterstützt durch die Umsetzung von RED III in Deutschland und stärkere Energiemärkte, stehen im Kontrast zu einem moderaten Rückgang der EU-Ölsaatenimporte und weicheren physischen Werten im Schwarzen Meer. Das Wetter in Nordfrankreich wird in den kommenden drei Tagen kühler und nasser, was frühe Feuchtigkeitsbedenken lindert und die sofortige Wetterprämie einschränkt. Insgesamt ist die kurzfristige Tendenz für französische Preise leicht fest, jedoch mit begrenztem Aufwärtspotenzial, da die Aussichten für die neue Ernte sowohl in der EU als auch in der Ukraine günstig bleiben.
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📈 Preise & Spreads
Der nächstjährige MATIF-Raps ist in den letzten Sitzungen stark gestiegen, wobei der Mai-Kontrakt bei etwa 552 €/t notiert, verglichen mit etwa 508 €/t in der Vorwoche, angetrieben von einer stärkeren Biodiesel-Nachfrage und Deutschlands Annahme von RED III. August 2026 wird nahe 509 €/t gehandelt, was die Kurve relativ flach über 500 €/t hält und lediglich eine moderate Lagerhaltung in die neue Ernte signalisierte.
Umgerechnet in €/kg entsprechen die indikativen physikalischen Angebote etwa 0,57 €/kg FOB Paris für französisches Saatgut und etwa 0,62–0,63 €/kg FCA für ukrainischen Raps in Odesa und Kiew, was bedeutet, dass sich die Ursprünge im Schwarzen Meer erheblich über den französischen Werten befinden. Nahegelegene Euronext-Niveaus um 560 €/t bleiben weiterhin das Bedürfnis für französische FOB-Diskussionen, während die ukrainischen FCA-Preise in den letzten Tagen leicht gesenkt wurden, während die zukünftige Kurve weicher wird.
| Markt | Laufzeit | Preis (EUR/t) | Preis (EUR/kg) |
|---|---|---|---|
| MATIF Raps | Mai 2026 | ≈555 | 0.555 |
| MATIF Raps | Aug 2026 | ≈509 | 0.509 |
| Frankreich FOB Paris | Spot | ≈570 | 0.570 |
| Ukrainischer FCA Odesa/Kiew | Spot | ≈620–630 | 0.620–0.630 |
🌍 Angebot, Nachfrage & Handelsströme
Die Rapsbestände der EU werden auf etwa 4,28 Mt geschätzt, was deutlich unter dem Mehrjahresdurchschnitt von 5,5 Mt liegt und den Markt sensibel gegenüber weiteren Angebotsunterbrechungen macht und die aktuellen Preisniveaus unterstützt. Gleichzeitig sind die EU-Importe von Ölsaaten und Produkten zwischen dem 1. Juli 2025 und dem 24. April 2026 im Vergleich zum Vorjahr um etwa 10% auf 36,6 Mt gesunken, was eine gewisse Nachfragerationierung und eine verbesserte inländische Verfügbarkeit anzeigt.
Ausblickend werden die Rekordansaaten von Winterraps und eine angemessene Bodenfeuchtigkeit in den wichtigsten EU-Produzenten voraussichtlich die Produktion 2026/27 auf etwa 20,97 Mt anheben, einen neuen Höchststand und 0,4 Mt über der letzten Saison. In der Ukraine wird die Rapsproduktion 2026/27 voraussichtlich auf rund 3,65 Mt bei leicht höheren Erträgen steigen, während die Exporte in die EU trotz strengerer Lizenzbestimmungen und Ausfuhrzölle der Hauptausgang bleiben. Diese vorausschauenden Angebotsgewinne begrenzen das Potenzial für verschobene Preise, auch wenn die nahe Verknappung anhält.
📊 Grundlagen & Wetter
Energie und Politik bleiben Schlüsseltriebkräfte: Der jüngste Anstieg der Rohölpreise hat die Margen für Biodiesel verbessert und unterstützt die Preise für Raps und Rapsöl. Die Umsetzung von RED III in Deutschland hat diese Stärke zusätzlich verstärkt, indem sie die nach Vorschrift getriebene Nachfrage innerhalb der EU wiederbelebt hat, was zu dem jüngsten Anstieg bei MATIF-Raps beigetragen hat. Inzwischen weist die prognostizierte Rapsernte in Kanada für 2026/27 über 20 Mt auf, was auf eine ausreichende globale Verfügbarkeit von Ölsaaten langfristig hindeutet und die optimistischen Erwartungen dämpft.
In Frankreich (Region FR) zeigt der kurzfristige Wetterausblick für Paris ein kühles, unbeständiges Muster: größtenteils bewölkt mit Schauern und Höchsttemperaturen um 18–20 °C am 3.–4. Mai, gefolgt von kühlerem Wetter nahe 15 °C mit weiteren Regenfällen am 5. Mai. Dieses Muster ist insgesamt vorteilhaft für Winterraps, da es frühere Feuchtigkeitsbedenken lindert und das unmittelbare Dürre-Risiko verringert, was wiederum den Spielraum für zusätzliche Wetterprämien bei französischen Preisen in dieser Woche einschränkt.
📆 Kurzfristige Ausblicke & Handelsideen
- Tendenz: Seitwärts bis moderat fest für französische FOB in den nächsten 3 Tagen, wobei der nahe MATIF voraussichtlich über 540 €/t konsolidiert, solange die Energiemärkte stabil bleiben.
- Produzenten FR: Ziehen Sie in Betracht, bei Preisanstiegen über 570 €/t FOB entsprechend zu verkaufen, um attraktive Margen zu sichern, bevor die Risikoprämien der neuen Ernte abgebaut werden, da die Ernteaussichten in der EU günstig sind.
- Presswerke/Biodiesel: Halten Sie Unterstützung für Mai–Juli, aber seien Sie geduldig bei einer längerfristigen Absicherung; die erwartete Produktionssteigerung 2026/27 sowohl in der EU als auch in der Ukraine spricht für bessere Kaufgelegenheiten bei Rückgängen in Richtung 520 €/t MATIF.
- Importeure: Überwachen Sie die ukrainische Lizenzpolitik und Logistik genau; jede Erneuerung von Exportbeschränkungen oder Korridorunterbrechungen könnte die nahen EU-Bilanzen schnell straffen und die Basisniveaus erneut ansteigen lassen.
📉 3‑Tage Preisrichtung (Fokus Region FR)
- MATIF Raps (Mai 2026): Wahrscheinlich im Bereich von 540–565 €/t handelnd, wobei Rohöl und Pflanzenölkomplexe mehr als das lokale Wetter verfolgt werden.
- Frankreich FOB Paris Raps: Voraussichtlich weitgehend stabil bis leicht fester bei etwa 565–575 €/t, da Regenfälle die Pflanzenbedingungen unterstützen, aber die knappen Altbestände anhalten.
- Schwarzes Meer FCA (UA) Raps: Leichte Abwärtsneigung in Richtung 610–625 €/t, da Exporte langsamer werden und die EU-Importnachfrage nachlässt, was die Prämie über französischem Saatgut verringert.


