Die Maispreise handeln seitwärts mit einer milden Aufwärtsneigung, da stabile Euronext-Futures und nur marginale Weichheit auf CBOT im Kontrast zu steigenden Wetter- und Flächenrisiken in wichtigen Anbauregionen stehen.
Die nahe Kurve für Euronext-Mais ist bis Mitte 2027 flach bei etwa 207–213 EUR/t, was auf eine insgesamt ausgewogene europäische Perspektive hinweist, trotz robuster ukrainischer Lieferungen in die EU und wettbewerbsfähiger Angebote aus dem Schwarzen Meer. CBOT-Mais ist bei den Verträgen für 2026–27 leicht niedriger, was bequemes globales Gleichgewicht, starken Fortschritt bei der US-Aussaat und nur allmählich sich materialisierende Wetterrisiken widerspiegelt. Im physischen Markt bestätigen jüngste Angebote für französische, ukrainische und Spezial-Maisprodukte in EUR einen stabilen bis leicht weicheren Ton. Vor diesem Hintergrund bleiben das Wetter in der brasilianischen Safrinha und die Logistik im Schwarzen Meer die Haupttreiber für die kommenden Wochen.
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📈 Preise & Kurvenstruktur
Euronext-Mais ist im Wesentlichen unverändert im Vergleich zum Vortag, mit Juni 2026 bei etwa 206,75 EUR/t, August 2026 bei 208,25 EUR/t und November 2026 bei 207 EUR/t. Weiter hinaus sind März und Juni 2027 moderat höher bei etwa 211–213 EUR/t, was nur einen flachen Carry und keinen akuten Angebotsdruck entlang der Forward-Kurve signalisiert.
Auf CBOT wird der Vormonat Mai 2026-Mais bei etwa 454 USc/bu gehandelt, mit Juli bei ungefähr 462 USc/bu und Dezember 2026 bei etwa 482 USc/bu, alle nur um 0,1% im Vergleich zur vorherigen Sitzung gesunken und weisen auf einen sehr ruhigen Terminmarkt hin. Die Umrechnung der aktuellen Futures- und Basislevels zeigt, dass die jüngsten physischen Angebote etwa 0,23 EUR/kg FOB für französischen gelben Mais (Paris) und etwa 0,17–0,24 EUR/kg für ukrainischen Mais FOB/FCA Odesa anzeigen, was bestätigt, dass das Angebot aus dem Schwarzen Meer in EUR-Terminen hoch wettbewerbsfähig bleibt.
| Markt/Vertrag | Preis (ungefähr in EUR/t) | Kommentar |
|---|---|---|
| Euronext Mais Jun 26 | ≈ 207 | Flach im Vergleich zum vorherigen Schluss, ruhige kurzfristige Perspektive |
| Euronext Mais Nov 26 | ≈ 207 | Neue Ernte ähnlich bepreist wie alte Ernte |
| Französischer gelber Mais FOB Paris (Spot) | ≈ 230 | Stabil im Vergleich zu den Angeboten von Mitte April |
| Ukrainischer Mais FOB/FCA Odesa (Futter) | ≈ 170–240 | Sehr wettbewerbsfähig in EU-Ziele |
🌍 Angebot & Nachfrage Treiber
Die US-Aussaat schreitet schneller voran oder ist zumindest im Einklang mit dem 5-Jahres-Durchschnitt. USDA-Daten bis zum 19. April bestätigen, dass die Maisaussaat früh und solide begonnen hat, mit einem Fortschritt von 11% im Jahr 2026 und dass die Emergenz bereits in einigen Staaten im Gange ist, was die Erwartungen für eine normale bis starke Ernte untermauert, wenn das Wetter mitspielt. Die voraussichtlichen Aussaaten zeigen, dass die Landwirte intendieren, etwa 95,3 Millionen Acres Mais im Jahr 2026 zu säen, nur 3% weniger als im Vorjahr, wodurch das US-Angebots Potenzial robust bleibt.
Die Ukraine bleibt ein wesentlicher Pfeiler der globalen Maisverfügbarkeit. Jüngste offizielle Berichterstattung zeigt, dass die Maisexporte für 2025/26 die Saison stark begonnen haben, mit den Schwarzmeerhäfen, die trotz anhaltender Sicherheitsrisiken unter dem maritimen Korridor funktionieren. Die EU-Importe von ukrainischem Mais sind strukturell ebenfalls signifikant und untermauern die Rolle des Ursprungs aus dem Schwarzen Meer bei der Deckelung der europäischen Preise. Gleichzeitig absorbiert der expandierende Ethanolsektor auf Maisbasis in Brasilien weiterhin einen Teil des inländischen Angebots, was den exportierbaren Überschuss mittelfristig allmählich einschränkt.
📊 Fundamentaldaten & Wetterausblick
Wetterrisiko konzentriert sich derzeit auf die Safrinha-Ernte in Brasilien. Kurzfristige Prognosen und Marktkommentare heben unterdurchschnittliche Niederschläge und erhöhte Temperaturen in Teilen von Mato Grosso und anderen Bundesstaaten im Zentrum-West hervor, was Besorgnis erweckt, dass ein klassisches Feuchtigkeitsdefizit im April und Mai das Ertragspotenzial reduzieren könnte. Cepea-verfolgte Barpreise um 69 BRL für 60kg Säcke deuten darauf hin, dass die lokalen Märkte bisher im Wesentlichen stabil bleiben, jedoch könnte sich die Stimmung schnell ändern, wenn die Trockenheit zunimmt.
In den USA deutet der Summer 2026 Ausblick auf überdurchschnittliche Temperaturen hin, jedoch gibt es derzeit kein klares Signal für frühe Trockenheit in der Kernzone des Corn Belt, was die Ertragserwartungen weitgehend intakt hält. Weltweit beschreiben die jüngsten Updates von USDA und FAS weiterhin ein relativ komfortables Maisgleichgewicht, wobei starke Exporte aus dem Schwarzen Meer und Südamerika marginale Flächenverschiebungen in Nordamerika ausgleichen. Insgesamt ist das fundamentale Bild neutral mit einer leichten Aufwärtstendenz, hauptsächlich durch das Wetter in Brasilien und geopolitische Risiken.
📌 Handelsaussicht & Strategie
- Für Käufer (Tierfutterbenutzer, Ethanolanlagen): Nutzen Sie die derzeitige flache Euronext-Struktur bei etwa 207–213 EUR/t, um die Absicherung moderat bis Ende 2026 zu verlängern, insbesondere für EU-Ziele, die dem Risiko der brasilianischen Safrinha ausgesetzt sind.
- Für Verkäufer (Landwirte, Exporteure): Angesichts stabiler Futures und weicher Basis in einigen Herkunftsländern sollten Sie in Erwägung ziehen, in Aufwärtsbewegungen, die durch brasilianische Wetterneuigkeiten bedingt sind, schrittweise Hedge-Positionen anzugehen, anstatt aggressiv auf den aktuellen Niveaus zu verkaufen.
- Für Risikomanager: Überwachen Sie die Logistik im Schwarzen Meer und den Niederschlag in Brasilien genau; Optionsstrategien (Calls oder Bull-Spreads) für neue Ernte-Monate auf CBOT können an der immer noch komfortablen globalen Balance eine Chancenbeteiligung bereitstellen.
📆 3-Tages-Richtungsprognose (in EUR)
- Euronext-Mais (nah): Seitwärts bis leicht fester (± 2 EUR/t), mit geringer Volatilität, es sei denn, es tauchen neue Wetter- oder Schlagzeilen aus dem Schwarzen Meer auf.
- EU physisch (FOB Frankreich): Stabil bei etwa 225–235 EUR/t; leichte Schwäche möglich, wenn Frachtraten und Konkurrenz aus dem Schwarzen Meer zunehmen.
- Schwarzes Meer-Mais in die EU: Stabil, bleibt der günstigste Ursprung für Futtergetreide in EUR; jede Eskalation regionaler Sicherheitsrisiken wäre der Haupttreiber für die Preissteigerung.







