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Mandelpreise steigen leicht, da sich die Lage in Kalifornien zuspitzt und Spanien unter Hitze leidet

Mandelpreise steigen leicht, da sich die Lage in Kalifornien zuspitzt und Spanien unter Hitze leidet

CMB
CMB News Redaktion
Editorial Desk

Mandelpreise in EUR ziehen an, da sich das Angebot in Kalifornien verknappt und Spanien von Hitze und Dürre betroffen ist. Kurzer Ausblick für US‑ und spanische Herkünfte für die nächsten 3 Tage.

Die Mandelpreise in den USA und Spanien festigen sich Ende August, gestützt durch ein knapperes Angebot an kalifornischen Kernen sowie durch hitze- und dürrebedingte Belastungen in wichtigen spanischen Anbauregionen. Die Vorwärtsdeckung für 2026/27 nimmt zu, was das Abwärtsrisiko begrenzt, während die Märkte zugleich anfällig für zusätzliche Wetter- oder Ernteschocks bleiben. Die Kassamärkte für Mandeln konsolidieren sich in dieser Woche mit klarer Aufwärtstendenz bei kalifornischen Kernen sowie den spanischen Sorten Marcona und Valencia. Aktuelle Berichte verweisen auf eine Neubewertung der kalifornischen Bilanz 2025/26 vor dem Hintergrund einer kleiner als erwarteten Ernte, einer robusten Exportnachfrage und zurückhaltender Verkäufe der Erzeuger auf den früheren Preisniveaus – all dies stützt die aktuellen Offerten. Gleichzeitig kommt Spanien aus einem außergewöhnlich heißen und trockenen Juli, wodurch die Ertragsrisiken im Fokus bleiben, auch wenn die offiziellen Produktionserwartungen im Jahresvergleich gestiegen sind. Die Liquidität bleibt moderat, doch Käufer in Europa und im Nahen Osten weiten ihre Deckung für das vierte Quartal stetig aus und stützen damit eine leicht bullische kurzfristige Stimmung.

Preise

Unter der Annahme eines Wechselkurses von 1 USD = 0,92 EUR ergeben sich aus den aktuellen Benchmark‑Offerten folgende Werte:

BASIC
Marktdaten-Tabelle
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Schwarzer Pfeffer6.850 €/t+2,3 %
Koriander1.240 €/t−0,8 %
Kreuzkümmel2.100 €/t+1,5 %
Zimt (Cassia)8.900 €/t+0,4 %
Kurkuma3.200 €/t−1,2 %
Kardamom grün18.500 €/t+3,1 %
Ingwer (getr.)1.850 €/t+0,9 %
Chili (getr.)2.750 €/t−0,5 %
Die vollständige Tabelle mit aktuellen Preisen und Trends findest du auf CMBroker.
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Diese Niveaus stehen im Großen und Ganzen im Einklang mit Berichten über fester tendierende kalifornische Kernel‑Benchmarks Mitte August, da sich das Angebot verengt und die Nachfrage stabil bleibt; die Spotpreise liegen damit mehr als ein Viertel über den Werten zu Saisonbeginn. Preisindikationen für spanische Ware notieren weiterhin mit einem Aufschlag gegenüber kalifornischer Bulk‑Ware, insbesondere für Marcona und Valencia. Dies spiegelt die Sortenpräferenzen in der mediterranen Süßwarenindustrie sowie die begrenzte lokale Verfügbarkeit wider.

Angebot & Nachfrage

In Kalifornien beschreiben Branchenquellen einen Markt, der sich von einem Überschuss in eine ausgewogenere Lage verschoben hat. Eine kleiner als erwartete Ernte 2025/26, fortgesetzte Rodungen von Plantagen und solide Exportverschiffungen haben den Endbestand verringert und die Verfügbarkeit von Kernen zum Start der neuen Ernte verknappt. Vorläufige Schätzungen für die Ernte 2026 von rund 2,65–2,7 Milliarden Pfund deuten nicht auf einen deutlichen Wiederaufbau des Angebots hin und ermutigen Käufer, ihre Deckung auszuweiten, statt auf niedrigere Preise zu warten.

Die Nachfrage zeigt sich regional unterschiedlich. Die US‑Inlandsverschiffungen werden als strukturell schwächer beschrieben, doch die Exportkanäle absorbieren weiterhin Volumen; Indien, Europa und MENA führen die jüngsten Käufe an. Importeure sind für August–Dezember 2026 zunehmend ungedeckt, mit Ausnahme Indiens, sodass kurzfristige Preisspitzen möglich sind, falls es zu Ernte- oder Logistikstörungen kommt.

In Spanien wiesen offizielle Daten zu Saisonbeginn auf einen deutlichen jährlichen Anstieg der Mandelproduktion hin, getrieben vor allem durch die Ausweitung der Anbauflächen, insbesondere in Andalusien. Dennoch zeigten die inländischen Kassanotierungen an spanischen Börsen wie Reus und Ebro bereits bis Anfang Sommer feste bis steigende Preise, insbesondere für Marcona und Guara. Dies signalisiert eine starke inländische und Exportnachfrage trotz verbesserter Produktion.

Wetter & Ernteausblick (ES, US)

Spanien hat soeben den wärmsten Juli seit Beginn der Aufzeichnungen erlebt; nationale Statistiken bestätigen sehr heiße und außergewöhnlich trockene Bedingungen in weiten Teilen des Landes. Mandeln sind zwar relativ dürretolerant, doch anhaltende Hitze und Bodenfeuchte‑Defizite während der Kernelbildung können die Kaliber begrenzen sowie Insekten- und Krankheitsdruck erhöhen, was eher zu Qualitätsabstufungen als zu vollständigen Ertragsausfällen führt. Dieses Risiko ist besonders relevant für nicht bewässerte und randständige Anlagen in Andalusien und anderen südlichen Regionen.

In Kalifornien kommt die Ernte 2026 mit bislang überwiegend günstigen Witterungsbedingungen voran. Branchenberichte sprechen von stetigem Fortschritt beim Schütteln und Auflesen der Früchte, ohne dass in den letzten Tagen größere Hitze- oder Sturmereignisse gemeldet wurden, die Ernte oder Trocknung wesentlich stören könnten. Allerdings würde jeder spätsaisonale Regen oder eine längere Hitzewelle die Kernelverfügbarkeit angesichts der ohnehin knappen Bestände rasch weiter einschnüren.

Fundamentaldaten & Marktstimmung

  • Bestände und Endlager: Niedrigere Endbestände in Kalifornien und moderate Erwartungen an die neue Ernte stützen die aktuelle Preisresilienz und begrenzen das Abwärtspotenzial unterhalb der jüngsten Handelsspannen.
  • Handelsströme: Die Exportnachfrage bleibt der Haupttreiber für Bewegung und kompensiert die schwache US‑Inlandsnachfrage; Käufer in Europa, dem Nahen Osten und Asien weiten ihre Deckung schrittweise bis Ende 2026 aus.
  • Spaniens Rolle: Die sich erholende spanische Ernte bringt zusätzliches regionales Angebot, doch Sortenpräferenzen und ein hoher Inlandsverbrauch sorgen für Prämien gegenüber kalifornischen Standards und erhalten eine zweistufige Preisstruktur in Europa.
  • Spekulative Stimmung: Da die Preise deutlich von ihren früheren Tiefs abgesetzt sind und Wetterrisi ken weiter bestehen, ist die Marktstimmung verhalten bullisch; viele Käufer sehen für das vierte Quartal 2026 eher Aufwärts‑ als Abwärtsrisiken.

Handelsausblick & 3‑Tage‑Preisindikation

  • Europäische Käufer (Lebensmittelindustrie, Röster): Erwägen Sie, zusätzliche Deckung für Q4 2026–Q1 2027 bei Preisrücksetzern schichtweise aufzubauen, insbesondere für spanische Marcona/Valencia und kalifornische Nonpareil, da Wetter- und Ernteschlagzeilen kurze, scharfe Rallys auslösen könnten.
  • Importeure in MENA und Asien: Halten Sie mindestens eine normale Deckung bis einschließlich Dezember; angesichts knapper aktueller In‑Shell‑Ware und fester Kerne erscheint ein Abwarten auf deutliche Korrekturen kurzfristig riskant.
  • Erzeuger und Händler (US, ES): Ein schrittweises, diszipliniertes Verkaufen bleibt ratsam; vermeiden Sie umfangreiche Vorwärtsverkäufe auf dem aktuellen Niveau, bis mehr Klarheit über die endgültigen Erträge und Qualitäten der Ernte 2026 besteht.

3‑Tage‑Richtungsausblick (alle in EUR‑Basis):

  • USA (Kalifornien, Kerne ex‑US): Leicht bullisch – Offerten in EUR/kg dürften im Zuge des Erntefortschritts und sichtbar werdender ungedeckter Nachfrage um weitere 0,02–0,05 anziehen.
  • Spanien (Marcona, Valencia, Guara): Fest bis leicht fester – knappes Angebot an hochwertiger Ware und hitzebedingte Qualitätsrisiken sprechen für stabile Preise oder +0,02–0,04 EUR/kg in den nächsten drei Sitzungen.
BASIC
Live-Chart
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