Die Preise für ukrainischen Mais sind leicht gefallen, aber die Exportnachfrage über Odesa zu Zielen im Mittelmeer und der EU bleibt stark und hält den Markt insgesamt stabil. Trotz logistischer Einschränkungen bleiben die FOB-Werte im Schwarzen Meer wettbewerbsfähig gegenüber EU-Ursprüngen, was die Möglichkeiten für ukrainische Verkäufer begrenzt.
Der Markt ist derzeit durch nur bescheidene Preisdruck gekennzeichnet, wobei ein wöchentlicher Rückgang von 2 USD/t darauf hindeutet, dass Käufer sich trotz früherer saisonaler Stärke nicht zurückziehen. Die Exportprogramme laufen in einem gesunden Tempo, mit mehr als 800.000 Tonnen Mais, die seit Anfang April verschifft wurden, hauptsächlich an Käufer im Mittelmeer und in Europa. Wettbewerbsfähige FOB-Angaben und ein immer noch günstiges Fracht- und Logistikumfeld untermauern die Rolle der Ukraine als Schlüssellieferant für diese Regionen, auch wenn die globalen Maisbilanzen komfortabel erscheinen. Kurzfristig ist es wahrscheinlich, dass der Markt seitwärts mit einer milden Abwärtsneigung handelt, es sei denn, es treten externe Schocks auf.
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📈 Preise & Spreads
Die inländischen Exportpreise haben sich über die Woche hinweg nur leicht abgeschwächt, wobei der CPT Odesa Mais von etwa 216 USD/t auf 214 USD/t gefallen ist, was auf zurückhaltenden Verkauf und nicht auf einen Nachfragerückgang hinweist. Die FOB-Preise aus der Ukraine liegen bei etwa 226–228 USD/t, was einen klaren Rabatt zu vergleichbaren EU-Ursprüngen bietet und das aktive Interesse von Käufern im Mittelmeer unterstützt.
Die aktuellen indikativen Angebote, umgerechnet in EUR, unterstreichen den Rabatt der Ukraine gegenüber Frankreich:
| Ursprung | Produkt / Termin | Preis (EUR/kg) | Trend seit letzter Aktualisierung |
|---|---|---|---|
| Ukraine, Odesa | Mais, FOB | 0.16–0.17 | leicht weicher |
| Ukraine, Odesa | Mais, gelbes Futter, FCA | 0.22–0.24 | stabil |
| Frankreich, Paris | Mais, gelb, FOB | 0.21–0.23 | leicht höher m/m |
(USD-Niveaus umgerechnet in EUR mit einem angenähernden Kurs von 1,08 USD/EUR.)
🌍 Angebot & Nachfrage
Seit Anfang April hat die Ukraine etwa 816.600 Tonnen Mais verschifft, wobei die Exportströme auf Ziele im Mittelmeer und in der weiteren EU konzentriert sind. Dies bestätigt, dass trotz Störungen und zeitweiser Überlastung in den Häfen der Region Odesa die Exportkanäle ausreichend geöffnet bleiben, um bedeutende Volumina zu bewegen.
Die Nachfrage im Mittelmeer ist besonders wichtig: Traditionelle Käufer in Italien, Spanien und Nordafrika verlassen sich weiterhin auf Herkunft aus der Ukraine, unterstützt durch wettbewerbsfähige FOB-Werte im Schwarzen Meer. Die globalen Fundamentaldaten sind relativ komfortabel, mit moderat höheren prognostizierten weltweiten Produktions- und Lagerbeständen für 2025/26, wobei der Preiskorrektur der Ukraine es ermöglicht, gut positioniert in den Futter- und Industrienachfrageketten der EU und rund um das Mittelmeer zu bleiben.
📊 Fundamentaldaten & Wetter
In den letzten Wochen gab es nur einen marginalen Rückgang bei den Exportpreisen der Ukraine, was mit Berichten übereinstimmt, dass die Einkaufspreise an den großen Häfen Odesa und Donau zuvor Anfang April um etwa 1–2 USD/t gestiegen sind. Dieses Muster einer milden Korrektur nach früheren Gewinnen passt zu einem Markt, in dem Logistik, nicht die Nachfrage, die primäre Einschränkung darstellt.
Das Wetter in den wichtigen südlichen Regionen, einschließlich Odesa, war saisonal mild mit Feuchtigkeitsepisoden, die die Feldarbeit unterstützen und bisher keine Bedrohung für die kommende Maisernte darstellen. Stabiles Wetter und funktionierende Schifffahrtsbedingungen im Schwarzen Meer verringern die Wahrscheinlichkeit eines kurzfristigen, wetterbedingten Preisschubs und lenken die Aufmerksamkeit auf das Exporttempo, die Hafen-Kapazität und globale makroökonomische Faktoren.
📆 Kurzfristige Ausblicke & Handelsideen
- Exporter: Ziehen Sie in Betracht, nahegelegene FOB-Verkäufe zu sichern, während die Spreads zum französischen Ursprung vorteilhaft bleiben; moderates Abwärtsrisiko, aber begrenzter Spielraum für signifikante Wertsteigerungen ohne einen neuen Schock.
- Inlands Käufer (Futter & Stärke): Nutzen Sie den aktuellen leichten Preisrückgang, um die Deckung moderat zu erweitern, vermeiden Sie jedoch Überkäufe angesichts der global komfortablen Bestände.
- Produzenten: Bei einem wöchentlichen Rückgang von nur 2 USD/t ist das Zurückhalten großer Volumina begrenzt lohnenswert; gezielte Verkäufe bei kleinen Rallyes könnten vorzuziehen sein, anstatt auf einen starken bullischen Katalysator zu warten.
📍 3-Tage Richtungs Preisansicht (EUR, indikativ)
- Ukraine, Odesa CPT Mais: Seitwärts bis leicht niedriger (≈ EUR 195–200/t) bei stabiler Nachfrage, aber weichen externen Benchmarks.
- Ukraine, Odesa FOB Mais: Weitestgehend stabil (≈ EUR 205–215/t), unterstützt durch das Kaufinteresse im Mittelmeer.
- Frankreich, FOB Mais (Atlantik / Kanal): Leichte Festigung (≈ EUR 215–225/t), wodurch ukrainische Ursprünge wettbewerbsfähig in die EU und ins Mittelmeer bleiben.



