Die Exportpreise für indische Erdnüsse sind Mitte April insgesamt stabil, mit nur geringfügigen wöchentlichen Anpassungen und keinem klaren directional breakout. Sehr heißes, trockenes Wetter in Gujarat und Nordindien unterstützt einen etwas festen Ton, aber angenehme Vorräte und eine nicht aggressive Exportnachfrage begrenzen das Upside.
Der Markt handelt in einem relativ engen EUR-Bereich für sowohl Bold- als auch Java-Typen ab Gujarat und Neu-Delhi. Das Exportinteresse von traditionellen Käufern wird als fest, aber vorsichtig beschrieben, wobei die Käufer höhere Angebote ablehnen und Hand-zu-Mund-Versorgung bevorzugen. In den nächsten drei Tagen, in denen die Hitze in den wichtigen Anbau- und Handelszentren zunimmt, müssen Logistik- und Qualitätsrisiken überwacht werden, jedoch ist kein unmittelbarer wetterbedingter Versorgungsengpass sichtbar.
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📈 Preise & Markttendenz
Unter Verwendung eines indikativen Kurses von 1 EUR = 1,08 USD, übersetzen sich die aktuellen Export- und inländischen Äquivalente ungefähr wie folgt:
| Ursprung / Typ | Ort & Bedingungen | Aktuellster Preis (EUR/kg) | 1-Wochen-Trend |
|---|---|---|---|
| Indien – Bold 40–70 | Neu-Delhi / Gujarat, FOB | ≈ 0,93–0,98 | Stabil |
| Indien – Java 50–80 | Neu-Delhi, FOB | ≈ 1,00–1,10 | Stabil bis leicht fest |
| Indien – Vogelfutter | Neu-Delhi, CFR wichtige asiatische Häfen | ≈ 0,83–0,90 | Flach |
| Brasilien – Roh | Brasilien, FOB | ≈ 1,03–1,05 | Stabil |
Aktuelle Exportmarktbemerkungen bestätigen, dass die indischen Bold- und Java-Erdnussangebote ab Neu-Delhi und Gujarat Mitte April ungefähr im Bereich von 0,92–1,20 EUR/kg FOB konzentriert sind, mit wenig wöchentlicher Bewegung und einem insgesamt ausgewogenen Ton zwischen Verkäufern und Käufern.
🌍 Angebot, Nachfrage & Handelsströme
Indien betritt April mit relativ angenehmen Erdnussvorräten nach einer leicht höheren Schätzung der Gujarat Kharif-Ernte für 2024-25, die auf etwa 4,6 Millionen Tonnen nach oben revidiert wurde und so die unmittelbaren Engpassbedenken verringert. Diese Vorratslage, zusammen mit einer stabilen, aber nicht aggressiv wachsenden Exportnachfrage, erklärt die derzeitige Seitwärtsbewegung der Preise.
Das globale Gleichgewicht bleibt wettbewerbsfähig, ist jedoch nicht überversorgt. Ein aktuelles USDA-Update zu Ölsaaten weist auf größere indische Exporte unter mehreren Ölsaatenprodukten in 2025/26 hin, was Indiens starke Position als kostengünstigen Exporteur im weiteren Ölsaatensektor signalisiert. Die brasilianischen Erdnussangebote, in EUR umgerechnet, liegen nahe bei den indischen Werten und halten somit einen Preisanstieg in Indien in Schach.
🌦 Wetterbeobachtung: Gujarat & Nordindien
In Gujarat, einem wichtigen Produktions- und Verarbeitungszentrum für Bold und Java, wird für die nächsten drei Tage (14.–16. April) sehr heißes und meist trockenes Wetter mit Höchsttemperaturen von 42–44 °C und warmen Nächten um 24–26 °C vorhergesagt. Dieses Muster unterstützt die späte Lagerung und Handhabung, erhöht jedoch die Risiken von Qualitätsverlusten, wenn die Belüftung entweder auf dem Feld oder im Lager schlecht ist.
Für Neu-Delhi werden ähnliche heiße, neblige Bedingungen mit einer maximalen Temperatur von etwa 38–39 °C heute erwartet, die bis zum 16. April auf etwa 39–40 °C ansteigt, und nächtliche Tiefstwerte im mittleren 20er-Bereich. Diese Bedingungen könnten die Transportarbeiter belasten und die Notwendigkeit für vorsichtige Lade- und Kühlpraktiken erhöhen, gefährden jedoch derzeit die stehenden Kulturen nicht.
📊 Grundlagen & externe Faktoren
- Ernte & Vorräte: Die leicht größere bestätigte Gujarat-Erdnussernte für 2024-25 im Vergleich zu den ursprünglichen Schätzungen untermauert das Vertrauen, dass die kurzfristige Verfügbarkeit im Inland angemessen ist, selbst wenn die Temperaturen steigen.
- Exportwettbewerbsfähigkeit: Die Analyse der externen Märkte hebt hervor, dass die Exportpreise für indische Erdnüsse wettbewerbsfähig im Vergleich zu Brasilien und anderen Ursprüngen bleiben, unterstützt durch eine weiterhin stärkende Währung und keine großen Frachtpreise in den letzten Tagen.
- Makro- & Ölsaatensektor: Allgemeine Handelskommentare zu Ölsaaten von USDA deuten auf eine gestiegene indische Teilnahme an Exportströmen hin, insbesondere bei Rapskuchen, was die Erzählung eines aktiven Zerkleinungs- und Exportsektors verstärkt, der indirekt die Nutzung von Erdnüssen und die Handelsinfrastruktur unterstützt.
📆 Kurzfristiger Ausblick (3 Tage)
Angesichts stabiler Grundlagen und des Fehlens frischer Wetter- oder politischer Schocks wird erwartet, dass die indischen Erdnusspreise in den nächsten drei Tagen in einem engen Bereich bleiben, mit einer moderat festen Tendenz in hitze-betroffenen Logistik-Hubs.
| Region / Markt | Produkt | Richtungsausblick (nächste 3 Tage) | Indikativer Bereich (EUR/kg) |
|---|---|---|---|
| Neu-Delhi (FOB/FCA) | Bold 40–70, Java 50–80 | Seitwärts bis leicht fest | ≈ 0,93–1,12 |
| Gujarat – Gondal (FOB/FCA) | Bold 40–60 | Stabil | ≈ 0,92–0,99 |
| Brasilien (FOB) | Roh | Stabil | ≈ 1,03–1,07 |
💡 Handelshinweise
- Exportkäufer: Ziehen Sie in Betracht, kurzfristige Deckung auf den aktuellen indischen Bold- und Java-Niveaus zu schichten, da sehr heißes Wetter und feste Ölsaatennachfrage moderate Aufwärtsrisiken bieten könnten, wobei kein starkes Korrektursignal sichtbar ist.
- Indische Verkäufer: Bei angenehmen, aber nicht übermäßigen Vorräten erscheint es sinnvoll, Angebote nahe dem aktuellen Bereich von 0,92–1,20 EUR/kg aufrechtzuerhalten; nur extreme hitzebedingte Qualitätsprobleme würden aggressive Preissteigerungen rechtfertigen.
- Spread- & Ursprungsstrategien: Überwachen Sie die Preisunterschiede zwischen Brasilien und Indien; da beide Ursprünge im Wesentlichen stagnieren, sollten die Fracht- und Qualitätsüberlegungen anstelle reiner Preisunterschiede die Auswahl des Ursprungs bestimmen.



